<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161</id><updated>2012-01-29T09:07:54.937+08:00</updated><title type='text'>Vorerst ausgewandert</title><subtitle type='html'>Die unfassbarsten Geschichten eures besten Freundes.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>65</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-5540362215023480887</id><published>2011-10-10T06:31:00.000+08:00</published><updated>2011-10-10T06:31:26.461+08:00</updated><title type='text'>chinapost#28 - Vietnam: Weltkriegssiegerbesieger</title><content type='html'>&amp;nbsp;Allo!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Shanghai aus kann man recht entspannt und für nicht zu viel Geld nach Ho Chi Minh City - früher Saigon - fliegen. Saigon ist die größte Stadt im Süden und nach der Hauptstadt Hanoi (im Norden) die zweitgrößte Stadt Vietnams.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir landeten spät Abends, oder früh morgens, wie man es nimmt. Das was mich am Reisen am meisten stört, ist der Immigration-Process. Lange anstehen, Kärtchen abgeben (die garantiert sofort weggeworfen wird), grimmig begutachten lassen, freundlich zurücklächeln, Stempel bekommen, weiter gehts. Es ist natürlich lästig, wenn sich für einige Flugzeuge gerade einmal 4 Zöllner die Ehre geben. Das Phänomen ist überall zu beobachten, auch in Deutschland. Müsste ich eine Platzierung vornehmen, dann wäre Johannesburg der letzte Platz und Amsterdam-Schipol Platz 1.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Saigon angekommen mussten wir natürlich erst einmal Geld abheben. Der Vietnamesische Dong. Eine wunderschöne Währung. Da kann Italien mit seiner lächerlichen Lire, wenn es sie noch gäbe, aber mal schön nach Hause fahren. Der Höchstbetrag am Flughafen war 2.000.000 Dong (in Worten: Zweimillionen). Millionär, so schnell geht das also. Gut, umgerechnet sind das circa 65€. Anschließend fuhren wir mit dem Taxi zum Hostel. Nachdem wir die Standard-Taxi-Verarsche überstanden haben und, wie wir später erfuhren, circa den doppelten Preis zahlten, ging es in die Waagerechte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen ließen wir uns einen "Stadtplan" geben. Eigentlich kann man nicht von Stadtplan reden. Auf dünnem Papier wurden grob einige Sehenswürdigkeiten eingezeichnet. Aber was sollen wir uns beschweren, wir hätten uns ja auch ein wenig besser vorbereiten können. Wir gingen also zum großen Markt und stärkten uns mit leckerem Pho. Pho ist das Nationalgericht Vietnams. An sich ist es eine einfache Nudelsuppe, je nach Wunsch mit Fleisch in allen Varianten. Dazu bekommt an einige Gefäße mit Fischöl, scharfer Sauce, Soyasauce, etc. Und eine Platte mit frischen Kräutern wie Zitronengras, frischem Chili, etc. Extrem empfehlenswert. Je nach Wunsch auch mit einem Ei, welches Roh in die heisse Suppe gegeben wird. Wirklich sehr lecker, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Nach dem Marktbesuch wollten wir den Wiedervereinigungspalast besuchen. Auf dem Weg kamen wir an einer Bar vorbei, die unser Schicksal für den Rest der Reise besiegeln sollte. San Miguel, endlich wieder Bier mit circa 5%, und das Tollste: Es war in Bauarbeiterflaschen, auch Handgranaten genannt, abgefüllt und mit einem Preis von einem halben € pro Pulle, also 16.000 Dong, einfach zu verführerisch. Wir versackten auf einige Bierchen. Als wir uns endlich aufrafften um es in den Palast, oder zumindest den Garten, zu schaffen mussten wir feststellen, dass die gemütlichen Vietnamesen gerne eine Siesta einlegen. Was soll man dazu sagen. Kam mir persönlich ganz Recht. War sowieso warm und ich hatte schon wieder Durst. Wir gingen also zurück in unser Stammlokal. Das gute am Stammlokal war, dass dauernd irgendwelche Händler vorbeikamen. So konnte man günstige Litschis, Mangos, getrocknete Quallen, Nüsse etc. pp. kaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu sei auch gesagt, dass nicht nur das Lokal wirklich nett war, sondern das Personal auch unfassbar freundlich. Eigentlich trifft man in Vietnam immer auf freundliche Menschen. Es ist auch absolut keine Abneigung gegenüber Amerikanern zu spüren. Als Sieger kann man sich eine solche Gönnerhaftigkeit auch einfach mal erlauben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir schafften es auch am nächsten Tag nicht in den Palast. Dafür schafften wir es aber in ein Kriegsmuseum. Vor dem Museum wurde die ganze Kriegsbatterie der Amerikaner ausgestellt. Sämtliche, Panzer, Flugzeuge und andere Waffen. Das Museum war eigentlich recht schön gemacht. Gar nicht hassschürend, wie man es beispielsweise aus China kennt (Nanjing-Massacre Museum in Nanjing).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mirko schickte ich irgendwann ins Landverschickungsheim, damit ich mich ein wenig um die Thesis kümmern konnte. Zwei Tage im Mekongdelta würden dem Bengel mal ganz gut tun, und es tat ihm gut. Mit schönen Eindrücken und vielen neuen Freunden (so erzählte er es mir zumindest) empfing ich ihn nach zwei Tagen mit offenen Armen in unserem Hostel zurück. Während er weg war, habe ich die Besitzerin des Hostels beschützt. Eine Französin kam nämlich eines Morgens wutentbrannt nach unten. Ich konnte einigermaßen heraushören, dass ihr iPad wohl gestohlen wurde. Die Besitzerin des Hostels konnte nur mäßig Englisch, dafür aber Deutsch. Die Französin konnte ebenfalls nur mäßig Englisch, dafür aber Französisch. Surprise, Suprise. Sprachgenies diese Franzosen. Mit dem Höllenfeuer in den Augen schrie sie durchs Foyer: " I knoooow maaaaaany maaany people, I gonna burn this hostel, cloooooose, I gonna clooose it. I want liiist, of all employeee... never ever happy in their lives! I gonna burn all of here!" Ich versuchte dann den Grundgedanken ihrer Aussagen zu übersetzen und sagte der Besitzerin, was ungefähr los sei. Das mit dem Feuer hab ich ausgelassen. Der Französin wurde dann sogar noch Zutritt zu den Privaträumen gewährt, damit sie ihr iPad dort suchen kann. Als diese dann auf den Laptop der Besitzerin traf, und ihn in Richtung Waschmaschine warf, da sah die liebe vietnamesische Besitzerin endlich rot, griff zum Handtuch, wickelte es straff und knallte es der francophonen Frau um die Ohren das es nur so schepperte. Ein mehr als genüssliches Schauspiel. Bevor ich, gemeinsam mit einem Engländer, eingreifen konnte, hörte ich von oben "Nous avons trouvé l'iPad." (zu Deutsch: Wir haben das iPad gefunden). Recht reumutig kam die Furie etwa zehn Minuten später nach unten und wollte sich entschuldigen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Mirkos Rückkehr planten wir den nächsten gemeinsamen Trip. Nach Vung Tau sollten wir. Dort nämlich gibt es Strand und Meer und den ganzen Pipapo. Mit der Fähre fuhren wir morgens los, buchten uns in ein Hotel ein und besuchten den menschenleeren Strand. Dumm wie ich bin dachte ich, dass mir ein wenig Teint wohl ganz gut tun würde. Wenn man jedoch schon länger nicht mehr oben ohne in der Sonne war, dann kann das übel ausgehen. Also hab ich mir einen Sonnenbrand gegönnt, war für die nächsten Tage etwas gehandicappt, aber gut. Einen Tag vor unserer Abfahrt meldete sich Cam. Die vietnamische Freundin eines Siemens-Kollegen. Wir trafen sie zum Abendessen in Vung Tau und zogen anschließend mit ihr in einige Bars. Bardamen sind in Vietnam ziemlich gängig. Die setzen sich dann zu dir an deinen Tisch, sind freundlich und unterhalten sich mit dir, oder spielen Billard, oder gehen mit dir tanzen. Aus den Drinks die man einer Bardame spendiert, errechnet sich dann ihr Gehalt. Je nach Bardame kann man auch noch über zusätzliche Services verhandeln. Hab ich mir sagen lassen. Cam kennt sich, als frühere Rezeptionsdame eines dieser Clubs, recht gut aus und führte uns herum. Vitamin C hieß der Club kokett. Als wir in den nächsten Club wollten, führte sie uns in Vitamin C 2. Sehr loyal gegenüber ihrem alten Arbeitgeber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verabredeten uns einigermaßen locker zum Frühstück. Als wir aus dem Hotel auscheckten und uns einen vietnamesischen Kaffee gegönnt haben, ruf Cam an. Wir trafen sie in einem Restaurant und sie lud uns zu einem Geburtstag einer ihrer Freundinnen ein. Allesamt Bardamen. Herrlich. Wir kamen im Restaurant an. Circa 16 leichtbekleidete Mädels waren anwesend, die beiden homosexuellen Barbesitzer, Mirko und Ich. Das Bier war kalt und das Essen gut. Kurz vorm Dessert fingen die Damen mit einer Art Brustkrebsvorsorge an und untersuchten ihre Oberweiten vereinzelt nach Knoten. Denke ich mal, dass das der Grund war. Zudem sollten wir Ihnen Deutsch, bzw. Chinesisch beibringen, damit sie sich auf neue Kundschaft einstellen können. Die Vokabeln waren einschlägig. Wir wollten die vorher gekauften Fährtickets nicht verfallen lassen, auch wenn man uns häufig anbot diese für uns umzutauschen. Einige Tage später trafen wir Cam zum Mittagsessen in Saigon und erfuhren, dass die Geburtstagssause später vom Restaurant in einen Karaokeschuppen verlegt wurde, und sich dort die Mädels witzigerweise alle obenrum frei machten. Wir bereuten unsere Abreise zutiefst. Aber wir mussten los. Schließlich stand wenigstens der Wiedervereinigungspalast noch auf dem Programm. Zurück in Saigon schafften wir es dann auch tatsächlich in den Palast. Der war von Innen jetzt eher unspektakulär. Wir tranken oben im Palast noch ein kellerfrisches Bier und durch einen sensationellen Coup überlisteten wir das Sicherheitspersonal, ich schaffte ich es aufs Dach des Palasts und ließ mich von Mirko ablichten. Großartiges Gefühl.&lt;br /&gt;Als es nach Regen aussah suchten wir Unterschlupf und unser Stammpokal war glücklicherweise nicht weit. Eingekehrt, versackt, Spaß gehabt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer Tagesausflug führte uns zu den Cu Chi Tunnelsystemen. Dort, wo die Vietkong sich vor den Amerikanern versteckten und aus dem Hinterhalt attackierten. Unser Führer, ein langhaariger Vietnamese mit Goldringen, verrauchter Stimme und lässigen Klamotten holte uns ab. Er selber war damals im Krieg als Dolmetscher tätig und schwor uns auf den Ausflug ein. In einem klapprigen Bus hielt er eine feurige Ansprache, wie sehr er alle Ausländer liebe und seine Tochter liebe und seinen Sohn liebe und Vietnam liebt und beendete seinen Monolog&amp;nbsp; mit aufgerissenen Augen, dem Zeigefinger in der Luft und flüsterte knarrzig und verraucht "Today! We go back to battlefield! Thank you!".Vietnam hat eine wirklich schöne Flora und Fauna. Zwar haben die US-Streitkräfte mit Agent Orange große Teile zerstört und viele Vietnamesen dadurch zur Monokultur gezwungen, aber das nimmt man den Amis nicht übel.&lt;br /&gt;Im Battlefield zeigte uns der Früher wie man die Amerikaner mit einfachsten und ziemlich brutalen Mitteln überlistete. Die Tunnel wurden für Touristen extra vergrößert und dennoch konnte ich gerade einmal auf allen Vieren durch die Tunnel kriechen. Und die Vietkong konnten dort monatelang aushalten. Es gab sogar Waffenschmieden, Geburtsräume und Küchen. Je tiefer wir ins Battlefield vorrückten, desto lauter konnte man Salven von Maschinengewehren hören. Erst dachte ich, dass gerade vielleicht die letzten Vietkong den Ausgang gefunden haben. Doch ehe der Gedanke wirklich reifen konnte, wurden wir aufgeklärt. Im Touristenzentrum am Ende wird ein kunterbuntes Potpourri an Schnellfeuerwaffen angeboten. Gegen Devisen kann man Kugeln dafür erwerben und ein wenig schießen. Die Mädels fanden das makaber. Wir ärgerten uns, dass man nicht mit Visa zahlen konnte. Mirko und ich erwarben für das restliche Geld was wir hatten 10 Kugeln für die ak-47 und ließen uns gehen.&lt;br /&gt;Bevor wir die Tunnelsysteme besuchten waren wir übrigens noch im Cao Dai Temple und haben uns eine Zeremonie angeguckt. Man wurde darauf hingewiesen, unbedingt vor 12 im Tempel zu sein um die Zeremonie nicht zu stören. Daran hielten sich auch alle. Eine Reisegruppe jedoch nicht. Die Sandalen mit Socken ließen zuerst auf Landsmänner schließen, die israelische Herkunft war allerdings unverkennbar. Durch die Vielzahl von Schuhen vor dem Tempel hätte man selbst auf die Idee kommen können, dass man die Schuhe auszuziehen hat. Aber ich gebe der Gruppe Recht, wenn man sich schon scheisse benimmt, dann aber auch mit Anlauf und richtig viel Scheisse im Gepäck. &amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mirko reiste etwas früher nach China ab, das gab mir noch einige Stunden Zeit für die Bachelorarbeit. Zu meiner Abreise war eine lose Textsammlung zu verschiedenen Kapiteln fertig. Macht ja nichts, schließlich hatte ich in Deutschland ja noch 7 Tage Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Abreise. Mein Koffer wog bei Abreise 24 Kilo, mein Handgepäckkoffer in etwa 17 Kilo. Die liebe Frau am Schalter ließ mich aber passieren. Sie verlangte allerdings meine Telefonnummer. Unter dem Vorwand, dass mein Koffer höchstwahrscheinlich nicht in Hamburg ankommt, und sie mich dann ja anrufen müsste. Unverschämfte Masche, aber was sollte ich tun. Ich bot ihr eine vietnamesische Nummer, eine chinesische Nummer und eine deutsche Nummer an. Sie verlangte die chinesische und die deutsche. So eine also, dachte ich mir,... kann den Hals nicht voll genug kriegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Duty Free Bereich ließ ich mich von einer Angestelltin mit Weintrauben füttern. Das restliche Personal machte davon Fotos. Ich bin eine Hure. Sagen wir wie es ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Duty Free Bereich in Flughäfen wirft ehrlich gesagt eine Menge Fragen in mir auf. Zwar kann ich bestätigen, dass die Zigaretten und teilweise auch der Schnaps günstiger sind als im Supermarkt, aber andere Sachen dafür unverschämt teuer. Bei einigen Shops habe ich das Gefühl, dass die Geschäftsidee ziemlich einfach ist. Nach dem Motto "ok, wir lassen die Steuern weg, verdoppeln dafür aber die Preise." Nach der Weintraubenfütterung verlangte ich von der Dame nämlich folgendes: "Gib mir für die 200.000 Dong (immerhin knapp 10 US-Dollar) alles was ich kriegen kann." Insgeheim dachte ich, dass sie mir vielleicht den Ladenschlüssel übergibt, stattdessen zauberte sie eine mediumgroße Tüte Daim Schokolade aus dem Regal und legte sie vor mich. Ich bedankte mich für diesen anregenden Appetizer. Daim mag ich. Dann forderte ich sie auf, mir nun den Rest zu bringen. Sie jedoch nahm die 200.000 Dong aus meiner Hand und verabschiedete sich. 10 US-Dollar, für eine Tüte Daim. Ich versicherte mich ob es das wirklich gewesen sein soll. Aber sie hatte Recht. So waren die Preise dort. Mit dem Flieger ging es dann von Saigon nach Gouangzhou. Also zurück nach China, dort musste ich umsteigen. Mit den noch verbliebenden Yuan und den paar Kröten die noch auf meiner Salary-Card waren, ließ ich es mir gut gehen. Dann legte meine chinesische Simcard ein. Kein Anruf aus Vietnam. Ich wurde benutzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Restguthaben vertelefonierte ich und die Zeit verging schnell. Von Gouangzhou im Süden Chinas ging es nach Amsterdam. Ich war wieder in Europa. Das merkte ich daran, dass WiFi für 30 Minuten plötzlich wieder 5€ kostet und nicht, wie in Asien, fast überall umsonst ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für jemanden der gerne mal nach Asien möchte, dem kann ich Vietnam wirklich nur sehr ans Herz legen. Viele Leute sprechen Englisch, die Menschen sind unfassbar freundlich und das nicht nur, um ein schnelles Trinkgeld abzugreifen, sondern immer und überall. Die Geschichte ist beeindruckend und sagen wir wie es ist: 3444km Küstenlinie, da kann Mallorca mit seinen 550 Kilometern und dem achtfachen Preis für San Miguel mal schön die Koffer packen.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Zuneigung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Einen Lonely Planet, sonstige Reiseführer oder Literatur braucht man in Vietnam nicht. Kann man kopiert und gebunden auf der Straße kaufen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-5540362215023480887?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/5540362215023480887/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=5540362215023480887' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5540362215023480887'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5540362215023480887'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/10/chinapost28-vietnam-weltkriegssiegerbes.html' title='chinapost#28 - Vietnam: Weltkriegssiegerbesieger'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-8041423981883687186</id><published>2011-10-10T01:36:00.000+08:00</published><updated>2011-10-10T02:54:22.798+08:00</updated><title type='text'>chinapost#27 - Adiéu, Shanghai</title><content type='html'>Voller Scham melde ich mich zurück, nach einer für euch quälend langen Zeit der Ungewissheit. Zu allererst: Ich bin gesund, es geht mir gut. Schon während meiner letzten Einträge belastete mich zunehmend der Gedanke der Bachelor-Arbeit. Zu Beginn meines Studiums sagte ich mir einst: mit 23 schaffst du deinen Bachelor. Um das Ende vorweg zu nehmen: Ich bin gescheitert. Um eine Woche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gut. Während meines Aufenthalts in Shanghai musste ich gezwungenermaßen auch meine Bachelorarbeit schreiben. Ich bin schließlich schon seit Januar scheinfrei und ich habe eine Familie stolz zu machen. Und mich selbst. Und auch euch, liebe Freunde. Denn nun spricht zu euch nicht mehr der Torben, der früher zu euch gesprochen hat, sondern ich, Torben Segelken, Bachelor of Arts. Der Weg dorthin war nicht immer leicht und es wurde zum Ende hin selbstverständlich wieder ziemlich eng. Es gab natürlich immer wieder die typischen Unkenrufe: "Torben, das schaffst du niiiiiie, das ist alles viel zu knapp" und so weiter. Sowas kann man natürlich gebrauchen wie Fußpilz, oder Darmparasiten (zu dem Thema später mehr). Aber gut, sowas spornt einen natürlich auch sehr an. Denn solch Leuten muss man es zeigen. Und am Ende kann man ihnen voller Stolz einen High-Five geben,.......... ins Gesicht,......... mit einem Knappstuhl. Oder mit einer sensationellen 1,7 in der Bachelorarbeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach meinem letzten Beitrag war ich also beschäftigt mit der Thesis. Zudem kam noch Besuch aus Deutschland. Meine Eltern, namentlich Mutter und Stiefvater, kamen nach Shanghai, und auch Mirko gab sich die Ehre sich wieder einmal ins Pent-Ox einzumieten. Mietfrei, versteht sich. Nach einer schönen Woche reisten sie wieder ab. Nur einer blieb: Mirko, der alte Pionier der Leidenschaft. Kurz darauf kamen aus der Flensburger Heimat Vivi und Saskia vorbei. Leider hatte ich zu der Zeit schon viel zu tun mit der Bachelorarbeit und konnte dementsprechend weniger mit ihnen Unternehmen. Dafür kamen die beiden in den Genuss meiner wunderschönen Freundin. Aber ich möchte euch jetzt ungern Love-Stories auftischen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Sanghai bekam Wind von meiner Abreise und tat sein möglichstes, dieses zu Verhindern. Gott griff zum Äußersten und schickte einen Monsun. Das muss etwa Anfang August gewesen sein. Nun ist ein Monsun in den meisten Fällen lediglich ein ziemlich heftiger Reden mit ordentlich Wind. Für einen sturmfesten und erdverwachsenen Niedersachsen wie mich ist das natürlich nur ein laues Lüftchen. Wenn diese Wind-Regen-Kombo allerdings auf die marode Bausubstanz einer chinesischen Großstadt trifft, deren Drainage und Kanalisation als solche nicht bezeichnet werden können, dann blickt man einer epischen Katastrophe entgegen. Trotz eindringlicher Warnungen des Hotels verließen wir spätabends noch das Gebäude um feiern zu gehen. Frei nach dem Motto "Wir wurden ja nicht gewarnt". Das Auge des Monsuns wurde gegen 4 Uhr in der Früh erwartet. Aber bis dahin wären wird ja selbstverständlich schon wieder zurück. Beim ersten Club standen wir vor verschlossenen Türen. An der Tür klebte ein semi-professioneller Zettel "Closed due to Monsun bla bla bla". Wir entschlossen uns, den Ernst der Lage weiter zu unterschätzen, bestiegen das nächste Taxi und fuhren weiter, ins C's. Das ist nämlich im Keller und somit windgeschützt und garantiert geöffnet. Und so war es auch. Als wir dann gegen 3 das C's verließen, fuhren wir heim. Monsuntechnisch war da auch noch nicht so viel zu spüren. Zusammenfassend lässt sich sagen: Ich war ziemlich enttäuscht von diesem sogenannten Monsun, er drehte wohl frühzeitig ab, und bis auf einige Regenschauer und etwas mehr Wind war nichts zu spüren. Aber die Regengüsse überforderten die Kanalisation bereits. Als wir am vorigen nachmittag mit dem Bus in der Nähe meiner Herberge ankamen, musste man mindestens sein Seepferdchen vorweisen um aussteigen zu können. Man stand fast knietief im Wasser. Wenn man bedenkt, dass viele Chinesen schlichtweg nicht schwimmen können, dann ist der Gedanke an einen ernsthaften Monsuns besorgniserregend. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Wochenende später stand meine Abschiedsfeier an, die ich zusammen mit meinem persischen Freund Abu-Zalam feierte. Die absolute Stani-Variante ist ja: Teppanyaki und anschließend in einen Club. Tarek und ich sind aber ja nicht Standard. Also buchten wir quasi das "English Menu". Das Restaurant heisst eigentlich nicht "English Menu", sondern hat einen chinesischen Namen, da im Fenster aber "English Menu" (Englische Speisekarte) steht, hatte es den Namen weg. Ich ging schon am Vorabend mit Joanne in das Lokal und einen anständigen Tarif auszuhandeln. Als ich die Preise aber sah, und den Pro-Kopf-Preis überschlug, konnte ich kaum noch handeln. Ich meldete 18 Personen an und bestand auf ausreichend Bier, bestenfalls kalt. Er fragte wieviel Kartons er denn Kalt stellen soll, und schlug drei Kisten vor (=36 Flaschen à 700ml). Ich belehrte ihn, dass ziemlich viele Ausländer kämen und er somit am besten sechs Kartons direkt kalt stellt, und noch einige auf Halde halten soll, mit denen er den Kühlschrank nachbestücken könnte. Essenstechnisch ließen wir ordentlich auffahren, Fleisch, Fisch, Gemüse, alles vom Feinsten. Zudem wurde uns das "Reservée" versprochen. Ein abgetrennter Raum. Der war zwar eigentlich schon vermietet an einen Geburtstag, aber als auch er überschlug, was er an dem Abend mit uns verdienen könnte, meinte er, dass es kein Problem sei, die Leute anderswo unterzubringen. Eine Anzahlung verlangte er noch. Die hatte aber eher symbolischen Charakter. Er forderte 400 RMB, dann erinnerte er sich, dass ich sein Restaurant oft beehre, schlug dann 200 vor und als er sah, dass ich gerade lediglich 50 RMB in der Tasche habe, war er auch damit einverstanden. &lt;br /&gt;Als wir dann am nächsten Tag ins Restaurant kamen, waren erst einmal alle Augen auf uns gerichtet. Eine Polonaise von Langnasen bahnte sich, gespickt mit einen Flachnasen, den Weg hoch ins Reservée im Obergeschoss. Das Obergeschoss des Restaurants wurde nachträglich eingebaut denke ich. Die Deckenhöhe ist maximal 1,75m und die Treppe nach oben ist sogar für Chinesen zu klein und wurde wahrscheinlich vom Inhaber höchstselbst zusammengezimmert. Oder von Sohnemann. Mit seinem Fisher Price Baukasten. Als wir Platz nahmen kamen schon einmal die ersten beiden Kartons Bier ins Reservée. Bevor man anstößt, klappert man so lange mit dem Glas auf die Glasplatte des Tisches, bis auch wirklich alle ihr Gläschen in der Hand haben. Das hat zum einen den Vorteil, dass das Geklapper nicht aufhört, bis auch wirklich alle mittrinken und zum anderen weiss das Personal im Erdgeschoss um das Trinktempo Bescheid. Schließlich werden die Gläser mit Vorliebe geext. Sind ja klein. Dementsprechend brachte das Personal unermüdlich Bier nach. Das Essen war vorzüglich und es wurde auch ordentlich nachbestellt. Als das Essen soweit durch war, frage ich, wo wir denn preistechnisch stehen. Da waren wir bei circa 135€. Ich sammelte Geld ein, knallte ihm 150€ auf den Tisch und sagte ihm, dass er für den Rest des Geldes einfach Bier nachbringen soll. Ihm glänzten die Augen und er sagte: "Nehmt euch einfach aus dem Kühlschrank".&lt;br /&gt;Gegen 23 Uhr verließen wir gesättigt und bierlastig das Restaurant und fuhren in den Club, der noch vor einer Woche monsuntechnisch geschlossen hatte. Dort nahmen wir die ersten Drinks zu uns um dann am Ende doch wieder im C's zu enden. Der Laden besitzt eine Anziehungskraft und einen Charme, der sich schwer beschreiben lässt. Vielleicht ist es auch der miefige Geruch und die vollgeschmierten Wände. Oder das vollgebrochene Klo, wo es weder Klopapier noch abschließbare Toiletten gibt. Nun gut, der Rest des Abends ist Geschichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntag gab es direkt das nächste Abschiedsessen. Mit den Siemens-Kollegen trafen wir uns beim Koreaner. Korean BBQ, etwas, was es in Deutschland definitiv mehr geben sollte. Nach einigen Drinks im Novotel siegte die Vernunft, und jeder ging heim. Kurz vorher hab ich in der Super Brand Mall noch meinen Abschiedskuchen bestellt. Der größte Käsekuchen sollte es sein. Schließlich lud ich halb Siemens ein. Am Montag fuhr ich in der Mittagspause zur Mall und holte den Kuchen ab. Ich befand ihn für zu kleine und kaufte noch circa 20 Donuts hinzu. Am Nachmittag gabs dann den Abschiedskuchen und ich musste meinen Schreibtisch leeren. Es kullerten Tränen. Nicht bei mir. Aber es kullerten Tränen.&lt;br /&gt;Am Abend verabschiedete ich Vivi und Saskia mit einem Teppanyaki. Ganz schön viele Abschiedsfressereien in ziemlich kurzer Zeit. Nunja, nach dem Essen bestiegen die beiden ein Taxi und fuhren zum Flughafen. Meine eigene Abreise: t-3.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Joanne nahm sich für Dienstag und Mittwoch frei. Es standen schließlich noch einige Touristenorte auf meiner Liste, die ich in den ganzen Monaten vorher natürlich nicht schaffte. Unter anderem der Besuch des World Financial Centres. Allerdings war das sein Geld nicht wirklich wert. Immerhin kostet der Spass für zwei Leute etwas mehr als 30€.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Tagen vor meiner Abreise musste ich mich zudem noch mit meinem Schneider rumschlagen. Kyle. Er ist ja bekannt dafür, dass man am Ende nie das bekommt, was man bestellt hat. Die Brusttaschen konnten wir ihm mittlerweile ausreden. Aber irgendeine Sperenzie fällt ihm immer ein. Am Mittwoch hatte ich zwar schlussendlich meine letzte Ladung Hemden abgeholt, aber Kyle und ich sind nicht unbedingt im Frieden auseinander gegangen. Die Lederjacke war ebenfalls eine schwere Geburt. Das Ergebnis schlussendlich aber zufriedenstellend. Aufgrund der 20kg-Kofferbeschränkung musste ich viele alte Klamotten aussortieren. Mir hat das Herz geblutet, aber was soll ich machen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittwoch war der Tag der Abreise. Mirko, Joanne und meine Wenigkeit fuhren zum Flughafen. Schließlich stand für Mirko und mich noch Vietnam auf dem Reiseplan. Einige Wochen zuvor entschloss ich mich, dem kleinen Buben Mirko endlich mal etwas mehr Verantwortung zu übertragen. Er durfte die Flugtickets ganz alleine buchen. Ich kontrollierte zwar den Part der Arbeit, den er für mich geleistet hat, aber ihn ganz in die Selbstständigkeit zu entlassen, das war wohl doch ein Fehler. Mein Flug war richtig gebucht, seinen Flug buchte er versehentlich einen Tag später. Computerfehler, Fehler der Airline,... die ganze Palette musste ich mir anhören. Es nützte nichts, am Ende konnte er seinen Flug gegen eine kleine Gebühr umbuchen. Diese Strafgebühr ist natürlich keinesfalls ein Schuldeingeständnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem schmerzlichen Abschied checkte ich final aus Shanghai aus. Vietnam gibt es unzensiert im nächsten Beitrag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herzlichste Grüße, euer bester Freund,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben B.A.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Ich möchte an dieser Stelle meinen treuen Fan Ela grüßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-8041423981883687186?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/8041423981883687186/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=8041423981883687186' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/8041423981883687186'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/8041423981883687186'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/10/chinapost27-adieu-shanghai.html' title='chinapost#27 - Adiéu, Shanghai'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-3797464286491288280</id><published>2011-06-29T00:36:00.000+08:00</published><updated>2011-06-29T00:36:22.451+08:00</updated><title type='text'>chinapost#26 - Ausflug in die Scheissstadt</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Verehrter Freundeskreis, liebe Familie, geneigter Leser, &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;,da irgendwie alle Praktikanten bisher ins 300km entfernte Nanjing gefahren sind musste ich mir nun einmal selber ein Bild von der Stadt machen und kann voller Inbrunst sagen: Was für eine Scheissstadt. Ich muss aber auch sagen: Was für eine schöne Landschaft außen rum. Nanjing war natürlich auch mal Hauptstadt. So wie alle Städte irgendwie irgendwann mal Hauptstadt waren. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Mit dem Hochgeschwindigkeitszug fuhren mein nimmermüder Kollege Sönke und ich an einem Freitagabend hinfort aus Shanghai. Sönke hat, wie immer, die Reiseplanung gemacht. Sönke stellt immer fabelhafte Rechnungen auf. &lt;span lang="EN-US"&gt;À la:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="EN-US"&gt;&lt;br /&gt;Zugtickets: xx Yuan&lt;br /&gt;Hostel: xx Yuan&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span lang="EN-US"&gt;Puffer: xx Yuan.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Summe daraus lässt einen erst einmal frohlocken. Kurze Zeit später kommt in der Regel die erste E-Mail: Das der Puffer wohl gebraucht wird. Irgendwann sieht man dann einige unbeantwortete Anrufe auf dem Telefon. Wenn es soweit ist, ist der Puffer bereits massiv überreizt. Aber man gewöhnt sich dran. Ich habe mittlerweile eine Standartformel durch die ich die von Sönke veranschlagten Preise jage:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Zugtickets + Hostel + Puffer) * 1,75&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Aber: Sönke ist auch immer der einzige der Bescheid weiss, der einen Plan hat und es ist bisher noch immer alles gut gegangen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;In Nanjing angekommen sind wir vom brüllenden Taxifahrerkartell in Empfang genommen worden. Entweder lange anstehen oder einen kleinen Sonderpreis zahlen. So hat die Fahrt vom Bahnhof zum Hostel letztendlich 20Yuan gekostet. Angeboten wurde uns die Fahrt für 80 Yuan. Nachdem wir unser Gepäck abgeladen haben sind wir ins Vergnügungsviertel gefahren, uns einen Eindruck von Nanjing gemacht, wo Ausländer noch sehr rar sind. Am Folgetag ist Johnny, mein Mitbewohner noch hinzugestoßen. Nach einem weniger guten Frühstück haben wir ein knallhartes Kulturprogramm durchgezogen. Das Nanjing-Massacre-Museum war Punkt 1 auf der Tagesordnung. Japan hatte während des zweiten Weltkrieges den Plan China einzunehmen. In Nanjing wollte man dann den Wiederstand der Bevölkerung brechen indem man der Bevölkerung mürbe machte. Folter, Vergewaltigungen etc. standen dort auf der Tagesordnung. Das Museum war ziemlich groß und für chinesische Verhältnisse ziemlich gut gemacht. Unfassbar groß. Held des Massakers war ausgerechnet ein Deutscher. John Rabe, Chef von Siemens China und NSDAP Funktionär, rettete vielen Chinesen das Leben, indem er erst seinen eigenen Luftschutzbunker für Chinesen öffnete und ihn mit einer Hakenkreuzflagge überspannte, so dass die Japaner diesen nicht bombardierten. Für alle, die während des Geschichtsunterrichts gerade kleine Briefchen an ihre Mitschüler verschickten: Japan und das Deutsche Reich waren damals Verbündete. Es gab einen sogenannten Antikominternpakt. Ein Pakt zur Bekämpfung der Kommunistischen Internationalen. &amp;nbsp;Später wurde von ihm und weiteren Europäern eine Schutzzone errichtet, teilweise ebenfalls mit Hakenkreuzflaggen markiert. Dies könnte unter Umständen der Grund sein, warum viele Chinesen denken, dass wir Hitler sehr bewundern. Die Hakenkreuzflagge stand in Nanjing für Zuflucht und Sicherheit. Als der gute Rabe dann nach seiner Rückkehr nach Deutschland von dem Massaker berichten wollte, fand das der alte Adolf gar nicht so gut und ließ ihn kurzzeitig von der Gestapo verhaften. Nach einem langen Prozess der Entnazifizierung konnte er dann wieder bei Siemens arbeiten, allerdings lediglich als Übersetzer. Er starb dann 1950 ziemlich verarmt in Berlin.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Weiter im Text.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Im Museum trafen wir plötzlich auf zwei deutsche Offiziersanwärter. Sie nahmen an einem Austauschprogramm teil und teilen sich gerade die Stuben mit dem chinesischen Pendant. Aus erster Hand kann ich euch daheim beruhigen: Wir müssen noch keine Angst haben. Ich hoffe jedoch, dass die beiden Soldaten heile zurück in Deutschland sind. Die Aussage „die wichtigste Aufgabe eines deutschen Soldaten ist der Schutz der Demokratie“, kam im Staatsfernsehen und vor Publikum wohl nicht überragend an. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Nach der Museumstour fuhren wir zur Stadtmauer. Verglichen mit der Stadtmauer in Xi’an ist das aber nichts. Ein kleiner Garten, eine Bogenschießanlage und paar Treppen, das war es eigentlich. Selbst der Ausblick war nichts Tolles. Beim Bogenschießen versagte ich kläglich und verlor beinahe die Haut meines Unterarms. Samt Puls. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Abends waren wir in einem Hot Pot Restaurant essen und der chinesische Kellner wurde nicht unser Freund. Er kümmerte sich nicht gerade und grinste nur immer ziemlich dümmlich zu unserem Tisch rüber. Ich fing an ihn zu hassen. Es verging mir fast der Appetit.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Der Hot Pot bekam Sönke nicht gut. Er fing an zu fantasieren und fragte Chinesen nach den hohen Gebäuden um auf die Skyline zu gucken. Nun ist es ja so, dass man Skylines immer eher aus einigen Metern Entfernung betrachten kann. Meisten von der anderen Uferseite eines Flusses. Wie in Shanghai. Sönke aber sagte, wenn man erst einmal bei den hohen Gebäuden ist, dann ist es auch nicht mehr weit zur anderen Seite des Flusses. Ist schon klar Sönke. Wir marschierten ohne Ende. Selbstverständlich in die falsche Richtung wie sich später herausstellte. Allerdings haben wir Sönke zu verdanken, dass wir letztendlich an einem See ankamen, wo man sich Boote mieten konnte. Also mieteten wir uns ein Boot und tuckerten über den See. Im Boot verlor Johnny tragischerweise seine Kamera.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Am Tag darauf ging es hinaus in die Mutter Natur. Ein Mausoleum wollten wir angucken, hoch in den Bergen. Dieses war aber geschlossen. Also fuhren wir mit einigen Bimmelbahnen und Taxen auf dem Berg herum bis wir an einer Seilbahn ankamen. Schöne Abwechslung. Wir vertrauten dem chinesischen TÜV und fuhren ordentlich Seilbahn. Bei schönem Wetter kann man das ruhig mal machen.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Als wir zurück im Hostel waren gab es noch den kleinen Kanickelkopfsnack und dann ging es Heim, nach Shanghai.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Bis bald! &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-3797464286491288280?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/3797464286491288280/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=3797464286491288280' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3797464286491288280'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3797464286491288280'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/06/chinapost26-ausflug-in-die-scheissstadt.html' title='chinapost#26 - Ausflug in die Scheissstadt'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-6176829858926972938</id><published>2011-06-21T01:25:00.000+08:00</published><updated>2011-06-21T01:25:40.712+08:00</updated><title type='text'>chinapost#25 - Frontbericht Südkorea</title><content type='html'>&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; 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Südkorea. Der Bruderstaat Nordkorea, nur 40km entfernt von der Hauptstadt Seoul. Bis unter die Zähne bewaffnet stehen sich dort 3 Armeen die Füße platt. Auf der einen Seite die Südkoreaner mit ihren Freunden aus Amerika und auf der anderen Seite die Nordkoreaner. Die Parteien treiben dort so ihre Kinkerlitzen untereinander. In der entmilitarisierten Zone stehen die Herren und Damen sich grimmig dreinschauend gegenüber. Ab und zu beschallen sie sich gegenseitig mit Durchsagen und Beleidigungen, oder Nordkorea schießt einfach mal ein Schiff der Südkoreaner ab oder schiesst auf eine Insel, über deren Zugehörigkeit sich die Parteien auch nicht so ganz einig sind. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;Der Krieg wurde schließlich nie formal beendet. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;Wenn Onkel Kim mal besonders gut drauf ist schickt er seine Gulaginsassen zum Tunnelbau ins Grenzgebiet mit dem realistischen Auftrag eines Tunnelbaus nach Seoul, mit dem ambitionierten Ziel pro Stunde 30.000 Soldaten in die Stadt einmarschieren zu lassen. Wenn Südkorea das dann irgendwann spitz bekommt wird der Tunnel schnell schwarz angemalt und es wird behauptet, dass man lediglich nach Kohle gesucht hat. Gut, Tunnelbau wird eingestellt, dementiert und mit dem ersparten Geld kauft man halt S-Klassen. So läuft’s in Nordkorea. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;Aber ohne diese Sperenzien wäre es ja auch langweilig an der Grenze. Die Nordkoreaner starren mit stalinistischen Ferngläsern auf Südkorea. Südkorea belauscht mit Hightech die Nordkoreaner. Touristenbusse kommen, Touristenbusse gehen. Man beleidigt sich oder guckt einfach böse. Die Demarkationslinie sollte halt nicht überschritten werden. Sonst könnte die Stimmung kippen. Das wäre etwas bedrückend dann.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;In Seoul selber merkt man eigentlich nicht so viel vom Tohuwabohu. Man bemerkt die Präsenz der amerikanischen Militärpolizei und hier und da hängen Plakate um die eigene Truppe zu motivieren und die U-Bahn Stationen sind gleichzeitig als Bunker markiert. Und hier und da gibt es mal einen Übungsalarm. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;Nun gut, soweit die allgemeine Lage.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;In Seoul kamen wir mit der klassischen Verspätung chinesischer Airlines an. Eine Stunde ist Ehrensache im Reich der aufgehenden Sonne. Dann brauchten wir erst einmal Geld. Den guten koreanischen Won. Die Währung ist nicht ohne. Ich hob am Geldautomaten 150.000 (hundertfünfzigtausend) Won ab und hatte damit umgerechnet 90 Euro in der Tasche. Mit dem Bus ging es weiter zu Jens, unserem Herbergsvater. Ebenfalls ein Bremer Jung, der in Seoul lebt und arbeitet. Für jemanden der die Busse Shanghais gewöhnt ist, war die Busfahrt wie eine Kur. Komfortable Sitze die von A bis Z verstellbar waren. Klimaanlage die intelligent genutzt wurde. Gut, dafür zahlt man dann aber auch 15.000 Won. In Shanghai zahl ich 20 Cent. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;Zum Abendessen gab es Korean BBQ. Eine Art Raclette. Ich wurde entgeistert angeguckt als ich Knochenreste einfach auf die Strasse warf. Ich verstand nicht so recht und wurde dann aufgeklärt, dass man sowas auch mit der Serviette aufnehmen kann und dann einfach dezent auf dem Tisch lässt. Ich erinnerte mich dunkel. Ich war also in einem Land mit westlichen Sitten und Gebräuchen. Sich an China zu gewöhnen war relativ einfach, sich wieder an alte Sitten zu erinnern fiel mir am Wochenende eher etwas schwieriger. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;Der Plan den Abend ruhig ausklingen zu lassen schlug katastrophal fehl. Nach einer Bar buchten wir uns noch in einen Hinterhof-Karaoke-Schuppen ein, war super. Dann gab’s Frühstück bei KFC. Jens ist in der Zwischenzeit kurz abhanden gekommen und orderte uns dann in einen Club. Die 10.000 Won pro Person verstand ich als Verhandlungsbasis und fing an zu feilschen. Der Türsteher sagte aber, dass es sich kaum noch lohnt, da der Club 10 Minuten später schließen sollte. Gegen sieben lag ich dann auf meiner äusserst komfortablen Couch.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;Samstag hatte Jens Chef Geburtstag. 55 Jahre alt ist der Herr geworden und liess es sich nicht nehmen auch mich und Sönke zu seiner Sause einzuladen. Sein Haus war in einer schönen Gegend mit schöner Aussicht. Die schönste Aussicht des Tages war jedoch das Büffet. Die besten deutschen Spezialitäten vereint. Gulaschsuppe, Leberkäs, Buletten, Körnerbrot, Käsespieße, Kartoffelsalat, Wurst in allen Formen und Farben und Jägermeister. Paradiesisch. Zusätzlich gab es gutes tschechisches Budweiser. Herbes Bier. Gibt es in der Form in Shanghai kaum oder nur sehr teuer. Das Tüpfelchen auf dem i war dann die Minibar. Die Gäste waren größtenteils Deutsche, einige koreanische Ehefrauen und Matthias. Der Koreaner der besser Deutsch als Koreanisch spricht. Am späten Abend verließen wir schweren Herzens die Sause, da noch ein anderer Geburtstag auf dem Programm stand. Als wir in der Discothek des Geschehens eintrafen lag die Gastgeberin jedoch leider nicht mehr ganz ansprechbar in auf einer Couch. Als wir irgendwann aus dem Club gekehrt wurden fuhren wir zurück zum Geburtstag des Chefs. Die Jägermeister Lieferkette riss dort nicht ab. Die Ehefrau des Gastgebers war immerzu mit einem vollen Tablett unterwegs. Irgendwann waren wir aber auch dort die Herrschaften bettfertig. Auch ich hatte mich bereits auf ein Bettchen gefreut. Denkste. Es ging auf ein allerletztes Alster in dieselbe Bar vom Freitag und dann ins Bett. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;Am früheren Nachmittag öffneten sich die Augen. Sightseeing war nun mal mehr als überfällig. Nachdem Silke davon überzeugt werden konnte, dass er über Nacht nicht erblindet ist, sondern nur vergessen hat seine Kontaktlinsen rauszunehmen, ging es los mit dem Touristenbus. Der Höhepunkt in Seoul ist eigentlich ein Berg mit Fernsehturm (evtl. ist auch der ein oder andere Sprengkopf im Berg versteckt). Sonst hat Seoul kaum einen Spot der sonderlich markant ist. Keine Skyline oder ähnliches. Aber dennoch ist es eine schmucke Stadt. Später waren wir noch auf der Prachtstraße. Wo neben Palast und Rathaus natürlich auch die US-Botschaft residiert. Gesichert wie Fort Knox. Man weiss ja nie was Kim, aka der liebe Führer, aka der General, aka K-Money so im Schilde führt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;Nach einem Abendessen schafften wir dann den Sprung nach Hause, guckten 1-2 Filme und es ging früh ins Bett. Nach einem Frühstück am Sonntag besichtigten wir einen der vielen Paläste von innen, gingen an einem künstlichen Flusslauf entlang, tranken ein letztes Bier, fuhren zum Flughafen, verjubelten die letzten 20.000 Won im Duty Free Bereich und flogen Heim. Sogar pünktlich. Abends musste ich noch fix ins Büro und anschließend einige Kollegen aus Dänemark im Hofbräuhaus unterhalten. Es war also ein ereignisreiches Wochenende.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span&gt;Freunde, ich lebe noch. Lasst es euch gut gehen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-6176829858926972938?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/6176829858926972938/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=6176829858926972938' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6176829858926972938'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6176829858926972938'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/06/chinapost25-frontbericht-sudkorea.html' title='chinapost#25 - Frontbericht Südkorea'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-2505561941065556563</id><published>2011-06-12T22:34:00.000+08:00</published><updated>2011-06-12T22:34:56.019+08:00</updated><title type='text'>chinapost#24 - Lecker Kaninchenkopf.</title><content type='html'>&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; 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Aber vorweg ein kleiner Bericht über die neueste kulinarische Entdeckung. Kaninchenkopf.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;Um Vorweg zur erklären, warum ich das überhaupt esse: Ich hab die Fresse mal wieder (zu) weit aufgerissen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;Wir trafen in Nanjing unsere Hostelchefin mit einigen kleinen Kaninchen an. Ich fragte dann, wann die possierlichen Tierchen denn endlich ihrer Bestimmung gerecht und verspeist werden. Leicht entrüstet sagte die Chefin dann, dass die Tiere selbstverständlichen nur zum Kuscheln da sind und nicht zum Essen. Ich brachte meinen Unmut darüber zum Ausdruck. Da hatte ich die Rechnung natürlich ohne die Chefin gemacht. &lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-US" style="mso-ansi-language: EN-US;"&gt;Diese sagte kurzerhand: „I have some rabbit-heads in my fridge, you want some? &lt;/span&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;“. Ich hielt das natürlich für einen Scherz und stimmte selbstverständlich zu. Als sie dann den Tisch mit Zeitungspapier auslegte, und eine Packung mit Kanickelköpfen auf den Tisch warf, blieb mir kurz die Spucke weg. Ich bot ihr noch an, dass sie die vakuumverschweisste Packung nicht extra meinetwegen öffnen müsste. Sie hatte jedoch auch Hunger. Ich steh aber natürlich zu meinem Wort, nahm gerne Platz und folgte ihren Instruktionen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;Zu Beginn nimmt man die Schneidezähne und reisst den Kiefer auseinander. Das knackt etwas. Man kann dann aber direkt ins Innere des Kopfes schauen. Ich fragte dann welchen Teil man denn überhaupt essen könne. Wie bereits erwähnt ist der Chinese ja nun mal Pragmatiker. Also war die Antwort klar „Alles was man kauen kann“. Also aßen wir ein wenig, bis keine weichen Teile mehr zu erspähen waren. Nun ging es ans Eingemachte. Mit den Zähnen knackte man die obere Schädeldecke. Ich aß tapfer alles was weich war. Ausser die schwammige weisse Masse. Irgendwas von den Augen war das wohl. Anschließend knackt man den Oberkiefer nochmal längs. Gutes Gaumenfleisch war da noch versteckt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="mso-ansi-language: DE;"&gt;Anschließend bleibt ein kleiner Haufen Schädeldecke, Kiefer, Backenzähne und Schneidezähne über. Mit Bierchen nachgespült. Wie genau die Köpfe zubereitet werden weiss ich nicht. Es war leicht scharf. Ich denke, dass sie gekocht werden. Die Liste mit Sachen die Torben nicht mag, bleibt also weiterhin leer. Da müssen mir die Chinesen schon mit Schlimmerem kommen. Ich hab gehört, dass es im Westen Affenhirn gibt. Direkt frisch aus dem Kopf. &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-2505561941065556563?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/2505561941065556563/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=2505561941065556563' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/2505561941065556563'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/2505561941065556563'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/06/chinapost24-lecker-kaninchenkopf.html' title='chinapost#24 - Lecker Kaninchenkopf.'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-1106957416551700244</id><published>2011-06-09T18:45:00.000+08:00</published><updated>2011-06-09T18:45:27.835+08:00</updated><title type='text'>chinapost#23 - Das Outing</title><content type='html'>Am vorletzten Wochenende war grosser Firmenausflug, auch Company-Outing genannt, angesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Fahrt zum Mount Putou sollte das Reiseziel der illustren Reisegruppe sein. Dort stehen nämlich einige Buddhas. Buddhas gibt es ja viele in China. Und wie das auf dieser Welt eben so ist, geht es eigentlich nur um die Frage „Wer hat den Größten“. Und da der Chinese ja Pragmatiker ist, wird einfach jeder Buddha vorgestellt mit: „Das hier ist der grösste Buddha auf... / hinter... / in... / neben... / über... / unter... / vor... / zwischen... / etc...!“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Onkel Mao hat in der Kulturrevolution eh das meiste zerstören lassen, als braucht man mit „der älteste“, „der schönste“ etc. gar nicht erst anfangen. Und wenn dann mal ein Buddha alt ist, dann ist ihm zumindest ja der Kopf abgeschlagen und ist für den Chinesen von daher eher uninteressant. Und wenn der Kopf abgeschlagen ist, muss man dem Chinesen schon mindestens mit Masse kommen. Und unter 14.000 kopflosen Buddhas braucht man gar nicht erst anzuklopfen. Klotzen, nicht Kleckern ist die Devise. Deswegen findet man in Xi’an ja auch nicht nur ein paar wenige gut erhaltene Tonkrieger, sondern gleich einige Bataillone Tonkrieger. Alle gut erhalten, sonst wäre das witzlos. Welch glücklicher Zufall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück zum Outing. Nach der Arbeit ging es am Freitag per Bus zum Fähranleger. Kurz vor Abfahrt wurden im Büro die Tickets für die Fähre verteilt. Nach etwa einem Kilometer Fahrt fragte der chinesische Reiseleiter, ob denn auch alle ihre Tickets dabeihaben. „Paar rhetorische Fragen zu Beginn...“ dachte ich mir, wurde aber überrascht, als sechs Leute aufstanden und den Bus verließen, weil die Tickets noch im Büro lagen. Die Hälfte davon aus meiner Abteilung. Welch Hohn. Aber gut, die Herrschaften kamen später nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Fähre gab es Viererkabinen, wir fuhren schließlich über Nacht. Das Schiff war durch und durch von Rost befallen. Es wurde zwar immer fleissig überlackiert aber nicht komplett, sondern stellenweise. Auf einem Quadratmeter Bordwand hat man also 12-20 verschiedene Lackschichten gesehen. Die Kabinen waren schön klein. Fabian und ich kauften ein Palettchen feinstes japanisches Bier und statteten unseren chinesischen Kollegen diverse Besuche ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu einer unchristlichen Zeit sollten wir Samstagmorgen in am Fuße des Mount Putuo ankommen. Auf eine gewisse Unpünktlichkeit kann man sich hier allerdings verlassen. Aber 8 Uhr ist immernoch früh. Und es regnete. Am Ausgang der Fähre konnte man sich orange Regenmäntel kaufen, was gerne angenommen wurde. Zudem gab es für jeden in unserer Reisegruppe einen Hut im Burlington Muster, als Widererkennung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gab es erst einmal leckeres chinesisches Frühstück. Hierfür nehme man einen Teller hartgekochter Eier, gedämpftes Weissbrot, und etwas eingelegtes Gemüse, fertig ist der Zauber. Dann ging die große Buddha-Tour los. Ein Buddha-Feuerwerk welches seines Gleichen sucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich einmal groß bin, werde ich mir eine kleine Insel vor dem chinesischen Festland kaufen, einen Tempel daraufsetzen, den ein oder anderen Lakai einstellen und in bunte Gewänder kleiden und den Rubel rollen lassen. Es muss natürlich der größte Buddha auf der Insel sein und am besten auch der größte in einem gewissen Umkreis. Ich baue einige Drachen mit offenen Mäulern und einige Brunnen in den Tempel und dann geht es los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Chinese nämlich empfindet unsägliches Glücksgefühl, wenn er mit Groschen auf oben genannte Objekte werfen kann. Wenn man dann auch noch trifft, ist einem das Paradies sicher. Am Gabentisch legt man Obst und Gemüse oder Räucherkerzen nieder. Hat man beides gerade nicht zur Hand, macht es auch Geld. Die obligatorischen Wasseranlagen beinhalten natürlich ungeheuerliche Massen an Goldfischen. Fische bringen nämlich Glück. Deswegen füttert man sie. Hat man nun gerade kein Fischfutter in der Tasche, machen es auch Münzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist übrigens auch einer der Gründe warum die Tempel alle Öffnungszeiten haben: Um die Tempelanlagen vom Münzgeld zu befreien. Ansonsten würde man nach 1-2 Tagen durch ein Meer von Münzen warten. Reichtum hat also eine ganz einfache Formel: „Tempel + Größter Buddha + beliebige Präposition + beliebige Ortsangabe = Ausgesorgt“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends ging es dann mit einer anderen Fähre zurück aufs Festland. Nach Ningbo (das ist eine Hafenstadt (Gruß an alle klugscheissenden Logistiker die jetzt sagen: Ich keeeennn Ningboooo)). Dort wurden wir in ein überaus schickes Hotel eingebucht. Doch ehe man sich kurz zur Ruhe legen konnte ging es auch gleich weiter. Die Procurement Abteilung lud zum Karaoke.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Karaoke gehört in China ja zum Volkssport, heisst hier abgekürzt übrigens KTV. So ein KTV Komplex ist vergleichbar mit einem Hotel. Es gibt viele Räume (manche kleiner, manche größer), die kann man mieten, stunden- oder nächteweise. Auf den Fluren stehen emsige Angestellte die einem alle Wünsche erfüllen. Von Frauen über Schnaps oder Essen ist eigentlich alles bestellbar. In unserem KTV Komplex war ein kleiner Supermarkt neben der Rezeption, dort konnte man seine Getränke kaufen, eine Dame hat die Sachen dann in einen Einkaufswagen getan und zum jeweiligen Raum gebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich von einer fremden Abteilung eingeladen wurde und die KTV Räume nicht ganz günstig sind, entschlossen wir Deutschen uns, eine Runde Bier zu spendieren. Im Supermarkt wurde eine Flasche Bier für 15 Yuan angeboten. Fairer Preis. 10 Bier für 150 Yuan. Damit kommt man natürlich nicht weit wenn circa 35 Biertrinker versorgen muss. Ich fragte also nach Kistenpreisen und die Dame an der Kasse sagte, dass ein Karton mit 24 Bier 156 Yuan kostet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Entscheidung 24 Bier für 156 Yuan zu nehmen, anstatt 10 Bier für 150, fiel uns nicht sonderlich schwer. Wir orderten zwei Kästen und die Damen liefen uns mit zwei Einkaufswagen hinterhet. Ein Bild für die Götter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine deutschen Kollegen warfen irgendwann das Handtuch. Da mir persönlich aber Team-Buildung sehr sehr wichtig ist, blieb ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem KTV ging es mit der ganzen Bagage noch zum Essen. Eine Seafoodstrasse war unser Ziel. In einem mülligen Umfeld schoben wir mehrerSeafood aufgetischt. Des Nachts um 3. Beim Frühstück sahen alle etwas gerädert aus. Da vorher schon ausgehandelt wurde, dass wir nicht, wie geplant, um 7 das Hotel verlassen, sondern erst um 10, wurde das Vormittagsprogramm zusammengestrichen. Wir fuhren also tatsächlich vom Frühstück direkt zum Mittagessen. Das Appetit war mäßig. Am frühen Nachmittag erreichten wir dann wieder Shanghai.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-1106957416551700244?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/1106957416551700244/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=1106957416551700244' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1106957416551700244'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1106957416551700244'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/06/chinapost23-das-outing.html' title='chinapost#23 - Das Outing'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-1904537769945783774</id><published>2011-05-18T00:22:00.001+08:00</published><updated>2011-05-19T01:57:36.344+08:00</updated><title type='text'>chinapost#22 - Bei lebendigem Leibe</title><content type='html'>Ein unscheinbares Restaurant gegenüber unserem Hotel frönt sich mittlerweile unserer Beliebtheit. Neben ziemlich gutem Fleisch kann es nämlich auch frischeste Meerestiere bieten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich berichtet bereits von einer Delikatesse namens Drunken Shrimps (ein Video wird bald folgen). In Alkohol eingelegte Schalentiere. &lt;br /&gt;In diesem Restaurant kommen die Tiere jedoch frischer als frisch auf den Tisch. In einer Glasschale mit Deckel werden die Tierchen geliefert. Der Deckel ist auch bitter notwendig, da sich die lieben Krustentiere sonst schnell selbstständig machen würden. Wild toben diese kecken Tiere im Glasgefäß umher ehe die alkoholischen Dämpfe die Tiere entschlafen lassen. Nach circa 10 Minuten hat das Schauspiel ein Ende. Die Tiere liegen nun still und betrunken in ihrer Schnaps-Soya-Chilie-Sauce. Der Deckel kann abgenommen werden und die Tierchen sind verzehrfertig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Mädels fanden das nun nicht so cool, und versuchten dem Kellner unter Würgereizen klarzumachen die Schüssel wieder mitzunehmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin jedoch großer Fan dieser Delikatesse. Die Bengels am Tisch probierten alle mal und es schmeckt auch ziemlich gut. Und man weiss auch einfach, dass die Tiere frisch sind. Schale etc. kann man bedenkenlos mitessen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Woche ist unser Büro umgezogen. Nun muss ich morgens zwar mit der Metro zur Arbeit fahren und muss nicht nur einfach für die Straße laufen, dafür hab ich nun aber einen Fensterplatz mit Blick auf die Kantine. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann also über den firmeneigenen Communicator den Startschuss geben, wenn sich die Türen öffnen. Die neuen Siemens Tower sind recht schick geworden und sind klimatechnisch nach neuesten deutschen Standards gebaut worden. Die Fahrstühle funktionieren zwar nicht so wirklich, und der Empfangsbereich wurde wenige Monate nach Fertigstellung wieder bis auf die Grundmauern abgerissen, aber sonst ist es schön hier. Und zwei Stationen mit der Metro sind nun auch nicht so wild. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine ehemaliger Nachbar, der Sören Meissner, überraschte heute nach der Mittagspause mit einem Anruf. Er befindet sich nun gerade geschäftlich in China und kommt nächste Woche in Shanghai an. Welch Überraschung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorgestern kam mein neuer Mitbewohner an. Das bekam ich zu Wissen, als die Rezeption mich um 360 Yuan für meinen Mitbewohner anpumpte. Der Knabe konnte seine ohnehin viel zu teure Taxifahrt nämlich nicht bezahlen. Sein Einstand beginnt also mit einem kleinen Tadel. Es kann daher nur aufwärts gehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-1904537769945783774?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/1904537769945783774/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=1904537769945783774' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1904537769945783774'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1904537769945783774'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/05/chinapost22-bei-lebendigem-leibe.html' title='chinapost#22 - Bei lebendigem Leibe'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-3435993678875491798</id><published>2011-05-18T00:11:00.000+08:00</published><updated>2011-05-18T00:11:22.018+08:00</updated><title type='text'>chinapost#21 - Gestrandet im Drecksloch</title><content type='html'>Die Rückkehr nach Shanghai entwickelte sich zum Knackpunkt des Ausflugs. Am Sonntag besorgten wir uns erst einmal Bustickets für den Bus zurück nach Shenzhen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erwies sich jedoch als schwieriges als angenommen. Im Hostel hing zwar ein Zettel aus wo draufstand „Bustickets to Shenzhen“, dieser war aber wohl eher ein Hinweis darauf, dass das Personal in etwa wisse wo man solch Tickets beziehen könnte. Wir wurden einige Metrostationen weitergeschickt. In einer Hotellobby soll man die Tickets dann kaufen können. Dort angekommen schickte man uns wieder hinaus. Man solle doch einfach 250 Meter die Straße hinaufgehen, dort gibt es dann Tickets. Dort stand dann auch eine Dame vom Busunternehmen. Die Dame sagte uns dann, dass die Tickets in der Kowloon Station zu erwerben sind. Dies beinhaltete dann wieder eine Metrofahrt. Ich bekam langsam aber sicher eine mächtige Krawatte. Aber es nützte ja nichts. In der Kowloon Station gingen wir zur Information. Der Knabe dort sagte uns dann, dass es doch überhaupt keinen Shuttlebus nach Shenzhen geben würde. Ich reagierte ungehalten. Nach der Benutzung von Kraftausdrücken sagte der Bub dann, dass wir zum Busticketoffice gehen sollen. Dort bekamen wir dann auch endlich die erhofften Tickets. Zwei Stunden hat uns das gekostet. Bei 48 Stunden Reisezeit macht das über 4% des Kurzurlaubes aus. &lt;br /&gt;Der Trip zum Buddha hatte sich dann erübrigt. Wir trafen uns dann noch mit zwei Kollegen vom Sönke. In einer Straße mit vielen Bars und Clubs ließen wir den Sonntag ausklingen und warteten auf den Bus. In der Straße gab es auch Tagesclubs. Meines Erachtens eine sensationelle Erfindung. Abgedunkelt ließ es sich darin Feiern als wäre es nachts und die Clubs waren durchaus gut besucht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Bus ging es dann irgendwann wieder nach Shenzhen. Ausreisen aus Hongkong, Einreisen in China. Das ewig ermüdende Prozedere. Und nun häng ich hier in Shanghai auch noch mit den blöden Hongkong Dollar (ist das der korrekte Plural von Dollar? Oder ist es Dollars. Oder Dollata. Oder Dollanten. Oder Dolliten) rum. EU und € ist was Feines.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Hongkong Dollar. Das ist auch so eine Sache für sich. Damals bekamen nämlich drei Banken die Lizenz zum Gelddrucken. Die wiederrum heuerten alle ihren eigenen Designer an. Nun gibt es also von jedem Schein drei unterschiedliche Ausführungen. Den 10 Hongkong-Dollar-Schein gibt es zum Beispiel im schlichten grün und weiss auf Papier, dann einmal in bunt auf Papier und nochmal in bunt auf reissfestem Kunststoff. Auf den Banknoten steht dann auch noch das jeweilige Logo der Bank. &lt;br /&gt;Das wäre in etwa so, als würde man auf die Leute hören, die mit der Bildzeitung auf dem Scheisshaus sitzend, laut fluchend den Ausschluss Griechenlands aus dem € und aus der EU fordern und die D-Mark im Kopfe schon wiedereingeführt haben. Nun bekäme aber jede zweite zahlungsfähige Bank noch die Erlaubnis Geld zu drucken. Dann wäre aber was los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück zum Thema.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Flughafen sagte uns die Dame am Ticketschalter dann bereits, dass unser Flug evtl. Verspätung hat, man wisse aber nicht wie lange. Wir checkten trotzdem ein und gingen zum Gate. Eine Verspätung wurde nicht angezeigt. Auch nicht, als wir um 21:56 längt hätten abheben sollen. Auch um 22:56 wurde keine Verspätung angezeigt. Ein wütender Mob aus Chinesen brüllte auf das Flughafenpersonal ein, aber die wussten auch nichts. So läuft der Spass hier in China. Um 23:56 Uhr, es wurde noch immer keine Verspätung angezeigt, machte sich das Gerücht breit, dass der Flug eventuell gecancelled wird. Es drang dann auch durch, dass Air China ein Hotel spendiert. Dafür musste man sein Ticket jedoch erst entwerten lassen. Erst anstehen natürlich. Anschließend durfte man am anderen Ende des Flughafens sein Gepäck abholen. Dann wiederrum musste man an einem anderen Schalter ein neues Ticket abholen. Dass zwei Ticketschalter für eine komplette Maschine wütender Chinesen ein bisschen wenig ist versteht sich von selbst. Die Schlangenbildung bekommt man hier im gemütlichen Zustand schon nicht hin, im wütenden Zustand ist das dann aussichtslos. Nachts checkten wir also im Hotel ein. Schlafen lohnte sich ohnehin kaum. Wir tranken nach ein Bier, legten uns dann zur Ruhe und um 6 klingelte dann wieder der Wecker.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einer erneuten Verspätung von 45 Minuten hoben wir aus Shenzhen ab. Endlich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angekommen in Shanghai ging ich am frühen Nachmittag ins Büro. E-Mails checken und dann wieder heim zum Schlafen. So der Plan. Die Rechnung machte ich jedoch ohne den Chef. Telefonmeeting um 14 Uhr Mitteleuropäische Zeit. Das macht 20 Uhr chinesische Zeit. Herrlich. Das Meeting ging bis 22 Uhr, ein anschließendes Abendessen bis 23 Uhr und dann ging es heim. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;hegdl&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-3435993678875491798?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/3435993678875491798/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=3435993678875491798' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3435993678875491798'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3435993678875491798'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/05/chinapost21-gestrandet-im-drecksloch.html' title='chinapost#21 - Gestrandet im Drecksloch'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-3717345335918511196</id><published>2011-05-17T22:36:00.000+08:00</published><updated>2011-05-17T22:36:30.727+08:00</updated><title type='text'>chinapost#20 - Alles geben, nix gewinnen. Zocken in Macau.</title><content type='html'>Stadt der Sünde – Macau&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Macau wollten mit der Fähre rübersetzen. Dafür heisst es dann wieder einmal: Ausreise aus Hongkong, Einreise nach Macau. Blöd ist dann, wenn zwei Drittel der dreiköpfigen Reisegruppe ihren Reisepass nicht dabei haben. Ich hatte ihn selbstverständlich am Mann. Mit etwas Verzögerung traf ich die anderen beiden dann am Fähranleger. Ausreisedokument ausfüllen, Einreisedokument einfüllen. Nach etwas mehr als einer Stunde ist man dann in Macau. Als Begrüßung bekommt man direkt 7-10 automatische SMS mit irgendwelch tollen Angeboten aus tollen Casinos. Das gute dort ist, dass man weder Taxi noch kostenpflichtigen Shuttlebus braucht um in die Innenstadt zu kommen. Die Casinos stellen ihrerseits die Busse um die kulturbewussten Besucher direkt abzugreifen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir setzten uns also in irgendeinen Shuttlebus. Wir haben uns aber natürlich in den Bus für das schäbigste Casino gesetzt, deswegen war der Bus auch so schön leer. Mit dem Taxi ließen wir uns dann zum place-to-be fahren. Nach einer kurzen Stärkung ging es dann ins Casino. Ich fühle mich an solch Plätzen nicht wohl. Ich muss in meinem früheren Leben mal spielsüchtig gewesen sein und Frau und Kind verzockt haben. Anders kann ich mir das nicht erklären. Meine Zockerkarriere in Macau war kurz und getreu einem alten Pokermotto: Alles geben, nix gewinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für 100 Hongkong Dollar (8-9€) kaufte ich mir Chips. Inklusive anstehen, tauschen etc. hat mich das 10 Minuten gekostet. Am Roulette-Tisch setzte ich alles auf Rot, Rien ne va plus, der Ball rollte und landete auf Schwarz, ich verlor und ging. Nach 10 Minuten Chips kaufen waren die Chips innerhalb von 28 Sekunden verspielt. Endlich konnte ich diesen gottlosen Ort verlassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die anderen beiden brauchten zum Verspielen ihrer Chips etwas länger. Aber nach 5 Minuten war das dann auch gegessen. Anschließend zogen wir noch etwas durch die Stadt. Als die anderen beiden ein Taxi zum Fähranleger nehmen wollten weigerte ich mich. Wir gingen zum MGM, drehten eine Runde durch die Lobby und beim Rausgehen fragte ich wo denn nun endlich der Shuttle-Bus zur Fähre abfährt. Einmal quer durchs Casino wurden wir von einer netten Dame empfangen die uns dann zum Bus zur Fähre führte. Geld wieder reingeholt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es hieß also wieder Ausreisedokument ausfüllen, Einreisedokument ausfüllen. Meines Erachtens liest sich diesen Wisch sowieso keiner durch. Ich denke, die wandern unverzüglich in den Schredder oder werden zur Produktion von Fernwärme benutzt. Unter „Ausstellungsort des Reisepasses“ schrieb ich „Freistaat Flensburg“, unter „Anschrift“ schrieb ich „Schloss Neuschwanstein bei Garmisch-Partenkirchen“ und den Rest füllte ich halbherzig nach bestem Wissen aus. Es war dem Grenzer selbstverständlich schnuppe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück in Hongkong stürzten wir uns ins Nachtleben. Vergleicht man das Nachtleben Hongkongs mit der Spieleparadies Macau, dann ist Macau aber der Vatikan im Keuschheitsgürtel. Die Briten haben hier gute Arbeit geleistet. Die Röcke knapp, die Pints voll. Im Umkreis des Hardrockcafes, ein Areal namens Lan Kwai Fong, gab es mehrere Dutzend Kneipen und Pubs die zur Straße alle offen waren. Die Straße entwickelte sich also zum Dancefloor. Das gute war dann, dass man sein leeres Pintglas aus der Kneipe, mit günstigem Dosencarlsberg vom Straßenladen wieder auffüllen konnte. Der Abend war also günstig und sehr spaßig. In einer russischen Kneipe genehmigten wir uns im heruntergekühlten Eisraum noch einen Wodka. Eingepackt in einem Pelzmantel versteht sich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntag sollte uns die Rückreise eine ganze Menge nerven kosten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu dann später.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Liebe,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-3717345335918511196?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/3717345335918511196/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=3717345335918511196' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3717345335918511196'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3717345335918511196'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/05/chinapost20-alles-geben-nix-gewinnen.html' title='chinapost#20 - Alles geben, nix gewinnen. Zocken in Macau.'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-2413287272700574803</id><published>2011-05-17T20:29:00.000+08:00</published><updated>2011-05-17T20:29:27.081+08:00</updated><title type='text'>chinapost#19 - Zurück in die Zivilisation: Trip nach Hongkong</title><content type='html'>Am Wochenende zog es mich hinaus aus China. Auch wenn Hongkong zum chinesischen Hoheitsgebiet zählt, ist es dennoch eine Sonderverwaltungszone. Wenn man also nach Hongkong einreist, reist man aus China aus. Das ist natürlich problematisch, wenn man im Visum nur eine einmalige Einreise gestattet bekommen hat. Also musste ich mein Visum vorzeitig verlängern und multiple Einreisen beantragen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Firma kümmerte sich um den ganzen Schreibkram und ich musste lediglich zu einem sogenannten „Interview“ im Security Office von Shanghai. Dort wurden Wartezeiten von mehr als einer Stunde angezeigt. Gut ist dann natürlich, wenn dort ein Siemens Gesandter einen Schalter den ganzen Tag lang blockiert. Ich war also in zwei Minuten durch. Das Interview bestand aus zwei Unterschriften und einem flüchtigen Blick in eine Kamera. Geredet wurde nicht viel. Dafür benötigten die Herren und Damen aber zwei Passfotos von mir. Im Visum klebt zwar keines drin. Aber im Spind scheint sich das ganz gut zu machen.&lt;br /&gt;Dann hieß es Warten, weitere fünf Werktage. Mir wurde gesagt, dass ich das Visum Donnerstag oder Freitag bekäme. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es kam glücklicherweise am Donnerstagnachmittag. Andererseits hätte ich die Reise zu einem Lieferanten absagen müssen. Der Lieferant, mit dem wir den Samstag zuvor bereits loszogen, lud mich zu fortgeschrittener Stünd noch zu seiner Fabrik ein. Und er konnte sich tatsächlich daran erinnern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also rollte am Donnerstag um Punkt 17 Uhr der Fahrer aus Ningbo auf den Parkplatz. Ningbo ist eine Hafenstadt circa 200km von hier. Es war ein geräumiger Buick mit Massagefunktion. Ich konnte gut schlafen. Abends ging es dann Essen und in eine Bar. Ningbo hat nicht annähernd so viel zu bieten wie Shanghai. Ich wurde jedoch äusserst nobel im Sheraton Hotel untergebracht. Man ließ sich nicht lumpen. Am nächsten Tag ging es dann auf Fabrikbesichtigung und nach dem Mittagessen und einem kurzen Tischtennisturnier mit den Angestellten zurück nach Shanghai. Ich musste schließlich meinen Flieger nach Shenzhen bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Shenzhen ist eine Stadt unter chinesischer Verwaltung ganz knapp vor Hongkong. Von dort gibt es einen Shuttle-Bus nach Hongkong. Dies ist die günstigere Variante um dorthin zu kommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Bus geht es dann erst zur Grenze auf chinesischer Seite. Dort heisst es: Ausreisen. Man muss also ein Ausreiseformular ausfüllen und am Schalter anstehen. Anschließend geht es weiter auf Hongkong Seite, dort heisst es: Einreisen. Also ein Einreiseformular ausfüllen und wieder warten. Dann im Bus weiter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir kamen spät in unserem Hostel an. Dank Sönkes Planlosigkeit und tropischer Temperaturen schwitzte ich nicht zu knapp. Das Hostel war nämlich recht clever versteckt. Als wir es endlich fanden gingen wir noch kurz raus. Um 2 Uhr in der Früh beschlossen wir noch kurz ein Restaurant aufzusuchen um den Hunger zu stillen. Als wir von dort aufbrachen, machte uns ein Verleger einen Strich durch die Rechnung. Er feierte mit seinen Angestellten. Was genau gefeiert wurde ist bis heute nicht überliefert. Es ging jedoch alles auf seinen Deckel und der Rest ist Geschichte. Um 5 ging es dann endlich in die Waagerechte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Samstag ging es dann erst einmal auf den sogenannten Victoria Peak. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt. Hinauf ging es mit einem Cable Car. Das sind diese Zugwagenabteile wie man sie auch (aus Filmen) aus San Francisco kennt. Mit fast 45% Steigung wird man gut in den Sitz gepresst. Obwohl Hongkong die drittgrößte Metropole Chinas ist, ist die Stadt sehr schön grün und bergig und wirkt auch gar nicht so luftverschmutzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Besichtigung des Peaks wollten wir nach Macau, einer weiteren Sonderverwaltungszone Chinas. Die Stadt der Sünde. Eine Stadt, deren Wohlstand und Reichtum auf dem Glücksspiel basiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hongkong war früher übrigens eine britische Besatzungszone, bzw. Kolonie, später wurde der Bereich unter chinesischer Zustimmung ausgeweitet und für 100 Jahre gepachtet. Der Pachtvertrag lief dann am 30. Juni 1997 aus und wurde am 1. Juli offiziell an China übergeben. Deng Xiaoping, damaliger Staatsoberhaupt der Volksrepublik, entwickelte jedoch eine Doktrin namens „Ein Land – Zwei Systeme“. Daher entwickelte sich Hongkong innerhalb Chinas weiter als „demokratische“ Marktwirtschaft“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Macau hat eine ähnliche Geschichte hinter sich, stand jedoch unter dem Einfluss Portugals. Eine ewiges hin und her ergab sich in der Geschichte. Erst hatte Portugal nur mäßigen Einfluss, wollten aber vollen Einfluss. Dann übergab China Portugal den vollen Einfluss. China fand das dann aber alles doch gar nicht so dufte und wollte doch wieder mehr Macht über Macau. Portugal wollte die Macht aber erst einmal nicht zurückgeben. Dann wollte Portugal doch nicht mehr so viel mit Macau am Hut haben, aber China war nun bockig und nahm Macau erst einmal nicht zurück. Nachdem Hongkong dann aber abgewickelt war nahm man sich auch Macau wieder an. Das war 1999. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Hafengeschäft von Macau immer mehr nach Hongkong abwanderte legalisierte man einfach das Glücksspiel. Glücksspiel ist in China gesellschaftlich völlig anerkannt. Da in Hongkong nur Pferdewetten erlaubt sind und im Rest Chinas keine Casinos erlaubt sind florierte die Glücksspielindustrie in Macau. Und zack macht Macau mehr Umsatz als Las Vegas. Das flächenmäßig drittgrößte Gebäude der Welt steht übrigens in Macau und ist, wen wundert es, ein Hotelcasino namens The Venetian, welches es auch in Las Vegas gibt. Andere bekannte Namen wie das MGM gibt es dort auch.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Den Bericht aus dieser gottlosen Stadt gibt es später.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;euer bester Freund&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-2413287272700574803?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/2413287272700574803/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=2413287272700574803' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/2413287272700574803'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/2413287272700574803'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/05/chinapost19-zuruck-in-die-zivilisation.html' title='chinapost#19 - Zurück in die Zivilisation: Trip nach Hongkong'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-6158506227834212184</id><published>2011-05-10T23:05:00.000+08:00</published><updated>2011-05-10T23:05:31.726+08:00</updated><title type='text'>chinapost#18 - Lyrisches Ballett in Freizeitshorts</title><content type='html'>Ich war übrigens nun endlich auch mal beim Friseur. Sonntagabend, während des Abendessens mit Shirley und Sönke kam uns die fabelhafte Idee den Friseur aufzusuchen. Gegen 21:30 betraten wir den Laden. Waschen, Kopfmassage, Schneiden, Waschen, Kopfmassage, Stylen. Alles zusammen für circa 3€, auf einem Sonntag, um 21:30. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Großen und Ganzen kann man eigentlich sagen, dass China das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist. Wenn man das ganze politische Gedöns mal ausblendet, ist hier eigentlich alles erlaubt. Es wird nach Herzenslust gerotzt, gepinkelt, rumgelegen, rumgelungert, getrunken, gegessen, gefeiert und und und. Es gibt einem ein anderes Gefühl von Freiheit, wenn man Sonntagnacht zum Friseur gehen kann, man zu jeder Tages und Nachtzeit einen Supermarkt betreten kann oder auf sämtlichem Grünflächen gegrillt oder gekickt werden darf.  Lizenzlose Strassenhändler werden von der Polizei auch nicht wirklich verfolgt. Im Schneckentempo geht die Staatsmacht auf die Händler zu, diese haben in Windeseile ihr Hab und Gut zusammengeklappt und fahren davon. Eine Runde um den Pudding, bis die Polizei weitergefahren ist, und dann geht es heiter weiter.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das soll hier jetzt natürlich keineswegs politische Repressalien herunterspielen, aber es ist eben auch nicht so, dass man als Chinese keine Lebensqualität hat. Wenn man mal Singapur betrachtet, dort gibt es neben wenig politischer Mitsprache auch noch drakonische Strafen für Kleinigkeiten. Bis 2004 war der Verkauf von Kaugummi noch illegal und die Todesstrafe wird dort ein extrem beliebtes Gut. Es ist eines der wenigen Länder, welches die Todesstrafe auch ziemlich emotionslos an Ausländern ausübt. Es muss natürlich auch gesagt werden, dass sich Singapur auf einem besseren Weg befindet. Aber gut, Schluss damit, das nur mal als kurzer Exkurs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Montag war ebenfalls ein freier Tag. In vielen Ländern ist es nämlich so, dass Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, in der Folgewoche an einem Arbeitstag nachgeholt werden. So auch hier. Also war Montag ein freier Tag weil Sonntag Feiertag war. Das Wetter war nicht so pralle. Also dachten wir, dass wir ja mal gucken könnten, was im Kino so läuft. Auf dem Weg dorthin kamen wir am Shanghai Grand Theatre vorbei. Einige Strassenhändler kamen auf uns zu und wollten uns Tickets fürs Ballett verkaufen. „Romeo und Julia by Balett West“. Ich war Feuer und Flamme, Sönke zunächst nicht so. Wir sagten uns: wenn im Kino nichts läuft, gehen wir halt ins Ballett. Und im Kino lief tatsächlich nichts. Also ging es ins Shanghai Grand Theatre. Die anderen Praktikanten waren zu meiner Überraschung sofort Feuer und Flamme. Erster Royal Wedding, jetzt Ballett, das nimmt hier langsam ungewohnte Formen an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um den Kartenpreis mussten wir hart verhandeln, kurze Hose wurde vom Einlasspersonal abgenickt und so ging es in die rührende Vorstellung von Romeo &amp; Julia. Wenngleich die engen Hosen der männlichen Tänzer ziemlich irritierend waren, konnte man sich das für 10€ mal gönnen. Der reguläre Kartenpreis wäre 40€ gewesen. Ich denke jedoch, dass das staatliche Theater gewisse Kontingente an die Strassenhändler verscherbelt, damit der Laden auch voll wird. Anders kann ich mir die niedrigen Preise nicht erklären. Blöd für das Theater ist natürlich, dass dann auch die Bourgeoisie (Ich)  mit kurzer Hose ins Theater kommt. Die Leute im Anzug werden sich ihren Teil gedacht haben. Asozial hin oder her, ich hatte einfach keine Zeit mehr mich noch umzuziehen. Und wenn die männlichen Tänzer in ihren engen Hosen eigentlich schon mehr zeigen, als wenn sie gar nichts am Leibe trügen, dann darf ich mich auch mit kurzer Hose in die Loge setzen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-6158506227834212184?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/6158506227834212184/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=6158506227834212184' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6158506227834212184'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6158506227834212184'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/05/chinapost18-lyrisches-ballett-in.html' title='chinapost#18 - Lyrisches Ballett in Freizeitshorts'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-5142535009610319883</id><published>2011-05-10T22:53:00.000+08:00</published><updated>2011-05-10T22:53:11.604+08:00</updated><title type='text'>chinapost#17 - Royal Wedding</title><content type='html'>Am letzten Freitag war es endlich so weit. Der Tag des Jahres für einen so monarchietreuen Royalisten wie ich es nun einmal bin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So trug es sich zu, dass ein dänischer Kollege am Nachmittag leichten Durst bekam und mich zu einem Bier einlud. Also liessen wir alles stehen und liegen, fuhren hinunter und gingen in die Hotellobby nebenan für eine Gerstenkaltschale. Dort angekommen lief gerade der Teaser zur „Royal Wedding“ auf cnn. Zusammen mit zwei weiteren Kollegen saßen also vier Männer in der Hotellobby um sich eine Hochzeit anzugucken. Das homoerotischste Ereignis des Jahres war also eingeläutet. Die Hochzeit an sich war natürlich wunderschön und gegen 20 Uhr chinesischer Zeit war diese Märchenhochzeit auch schon fast vorbei. Es kam Hunger auf. Wir fuhren noch kurz hoch ins Büro, klappten die Laptopdeckel runter und fuhren ins Hofbräuhaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf eine Bierzeltkapelle musste ich leider verzichten, aber die dralle Band, ausgestattet mit philippinischen Sängerinnen, war auch nicht zu verachten. Meine Arbeitskollegen waren irgendwann „müde“. Ich zog dann noch weiter zu den anderen Praktikanten ins World Financial Center, als uns der Laden irgendwann hinauskehrte gingen die Diskussionen los, wo man den Abend denn am besten ausklingen ließe.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man entschied sich fürs Mint. „Best Club of the Year 2010“, aber wohl auch „Alltime teuerste Kaschemme of the World”, mit Niederlassungen in Hongkong, Cannes, London und bald auch Beijing. Es gibt zwei Arten um in den Club hineinzukommen, entweder man steht auf der Liste oder man ist Shareholder für 8000€ pro Jahr. Gut, oder man kennt eine die dort arbeitet. Und ich verfüge selbstverständlich über einen dementsprechenden Kontakt. Nach einer kurzen SMS ob einem Segelken mit 9 weiteren Atzen Einlass gewährt wird, kam eine kurze Bestätigung mit dem Hinweis, an welche Einlassdame wir uns dann wenden sollen. Im Club selber ist es schick und es gibt ein langes Haifischbecken. Es gibt einige Mythen, zum Beispiel, dass David Beckham und Prinz William Shareholder des Clubs sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt jedoch auch glaubwürdigere Mythen, dass das alles große Grütze ist. Die Niederlassung in Hongkong gäbe es seit 2010 nicht mehr, die Niederlassung in Cannes habe es niemals gegeben und die Niederlassung in Beijing ist seit Jahren angekündigt. Dass es berühmte Shareholder gibt ist ebenfalls bestritten. Unbestritten ist, dass der Inhaber mal für einen Entrepreneurpreis nominiert war, den er selber ins Leben gerufen hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man weiss es also nicht. Aber schick ist es dort allemal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Samstag verlief dann entsprechend ruhig, zumindest tagsüber. Abends war ich nämlich mit meinem Chef und einem Lieferanten aus. Es gab Korean Barbecue, eine Art Raclette und anschließend zogen wir noch weiter. Schmutziger Abend.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-5142535009610319883?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/5142535009610319883/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=5142535009610319883' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5142535009610319883'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5142535009610319883'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/05/chinapost17-royal-wedding.html' title='chinapost#17 - Royal Wedding'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-1125525970799801763</id><published>2011-05-04T00:00:00.000+08:00</published><updated>2011-05-04T00:00:19.769+08:00</updated><title type='text'>chinapost#16 - Das unendliche Leid des Katzenbabys</title><content type='html'>In der Woche selber musste ich ziemlich viel arbeiten, weshalb die Mädels die Stadt selber unsicher gemacht haben. Gut, zur Ladies Night habe ich die Bande selbstverständlich wieder begleitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Word Financial Center im 95. Stock liessen sich die Damen den Sekt schmecken, während die Herren der Schöpfung der Häme und Schmach und der Unterdrückung durch die feminine „menschliche“ Gattung ausgesetzt waren. Hunny Eintritt und schwindelerregende Preise. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fairerweise sei gesagt, dass die Damen uns gegenüber nicht geizig im Sektverschenken waren und wir dadurch auch in den Genuss des kostenlosen Perlweins kamen. Als sich allgemeine Aufbruchsstimmung verbreitete fuhr der Großteil nach Hause. Annika und Elena waren jedoch noch nicht müde, und so führte ich die Damen noch ins Brown Sugar aus. Meine Selbstlosigkeit wird mich irgendwann vernichten. Aber man ist ja jung und gutherzig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Donnerstag, dem Vize-Freitag, liessen wir es hingegen ruhig angehen, da für Freitag größeres auf dem Programm stand. Ein House-Warming, oder auch Einweihungsfeier, stand auf dem Plan. Die Feier war gut. Zu späterer Stund zogen wir weiter in Richtung Tanzcafé.  Wir landeten letztendlich im Zapatas. Es war zwar schon spät, doch mit einigen Kollegen hatten wir die Idee uns gleich ein Fläschchen zu kaufen, um Geld zu sparen. Wir vergewisserten uns, ob der Laden auch noch etwas länger als 4 Uhr auf hat, weil wir erst um viertel nach 3 dort waren. Im Angesicht der Scheine wurde uns das hoch und heilig versprochen. Als sich um vier Uhr einer der Türsteher ans auskehren machte und uns bat langsam abzuhauen viel uns etwas die Kinnlade hinunter. Wir konnten noch kurz bleiben, aber unter dem ständigen Gejammer und Gemaule der Türsteher macht das dann ja auch keinen Spass. Also bekamen wir Plastikbecher, füllten diese voll und luden einige Freudenmädchen zum Mittrinken ein. Die haben ja auch mal Durst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Samstag war es dann mal wieder Zeit für ein Abschiedsessen, wie fast jedes Wochenende. D-Money, aka Piroschka Dörrfuss hat uns verlassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Sonntag waren der Bremer Jung‘ Sönke mit mir und den Mädels noch auf Sightseeing-Tour. Durch die Altstadt. Zu Zeiten der Teemesse geht dort natürlich tierisch die Luzie, und es gab ordentlich Frei-Tee. Nach der Besichtigung des Yu-Gardens gingen wir noch etwas durch die Altstadt. Dort kann man in den engen Gassen allerhand Schnickschnack kaufen. Zum Beispiel Schlangen, Kröten, Hühner (tot oder lebendig) und feinste Kühlschränke auf denen voller Stolz der rote Aufkleber mit der räudigsten Klimaklasse prangt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Aufmerksamkeit hat ein kleines Katzenbaby auf sich gezogen. Zwei kleine Kinder spielten vergnügt glucksend mit der kleinen Babykatze, die maximal einige Wochen alt war. Ich betone „war“, weil ich ehrlich gesagt nicht davon ausgehe, dass die Katze noch lebt. Das Mädchen hatte einen Gegenstand in Form eines kleinen Tennisschlägers in der Hand. Dieser Schläger war jedoch nicht zum Schlagen da, und sie benutzte ihn auch nicht dafür. Sie war viel blutrünstiger. Es handelte sich nämlich um einen Schläger mit Batterien, der es einem leichter machen soll Insekten zu töten. Denn durch das Gitter im Schläger fliesst Strom. Die Katze versuchte sich auf wackeligen Beinen zwischen einigen Krügen zu verstecken. Doch der Bub‘ gönnte ihr keine Verschnaufpause. Mit zwei Fingern packte er ihr Ohr und zog das Kätzchen aus seinem Versteck, um es dann in die Abflussrinne des Bordsteins fallen zu lassen. Annika und Elena wendeten sich erschrocken ab. Die Erwachsenen, die um die Kinder herum standen fanden das ganze aber eher amüsant und lächelten uns an. Süß die Bälger. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Montag ist dann für die Damen auch schon der letzte Tag angebrochen. Abends waren wir nach Burger, Fritten und einem Abschiedsgläschen dann breit zum Lebe-wohl-Sagen. Mit Rinnsalen aus Abschiedstränen im Gesicht setzten sich die beiden ins Taxi. Und so war ich wieder alleine in meinem Appartement. Nochmals vielen Dank für den Besuch. Gerne mehr davon.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-1125525970799801763?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/1125525970799801763/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=1125525970799801763' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1125525970799801763'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1125525970799801763'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/05/chinapost16-das-unendliche-leid-des.html' title='chinapost#16 - Das unendliche Leid des Katzenbabys'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-1184937346319165866</id><published>2011-05-02T13:23:00.000+08:00</published><updated>2011-05-02T13:23:19.022+08:00</updated><title type='text'>chinapost#15 - Zaunhandel an der Rennstrecke</title><content type='html'>Vollmündig verkündete ich in den Wochen vor dem Großen Preis von China, dass ich dem Gierschlund der Formel 1 keinen Cent in den Rachen werfe. Wahlweise sagte ich auch, dass ich zu der Zeit Damenbesuch aus Deutschland habe, und dass das ja nichts für Mädels ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für meine chauvinistischen Äusserungen wurde ich jedoch bitterböse abgestraft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Annika outete sich als großer Formel 1 Fan. Eigenartig, ich weiss, aber was soll ich machen. Also fuhren wir am früheren Sonntagmorgen zum Circuit. Der ist eine gute Stunde mit der Metro entfernt. Dort angekommen trafen wir uns noch mit Eric und die Schlacht um die Eintrittskarten ging los. Schwarzmarkt versteht sich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angebot überstieg hier definitiv Nachfrage und so wurde man in Windeseile von chinesischen Ich-AG’s umzingelt. Gegenseitig versuchten sich die Konkurrenten durch Lautstärke zu überbieten. Eigenartig war zudem, dass die Karten günstiger als im Einkauf waren. Da liegt es natürlich nahe, dass die Karten nicht so ganz original sind. &lt;br /&gt;Wir wurden einigermaßen schnell einig mit einem Knilch der die Karten jedoch nicht vor Ort hatte. Er führte uns kilometerweit über das Gelände, telefonierte und brüllte wild, um uns dann erbärmlich nachgemachte „Staff“-Pässe um den Hals zu hängen und nach unseren Devisen zu greifen. Wir verzichteten und machten den Menschen klar, dass wir richtige Eintrittskarten haben möchten. Stimmungstechnisch knisterte es schon etwas in der Luft. Die Lage beruhigt sich auch nicht, wenn uns der Chefchinese mitsamt seiner kompletten Entourage von zwölf Leuten gleichzeitig erklären zu versucht, dass das mit den Staff-Pässen auf jeden Fall funktioniert. Auf Chinesisch versteht sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir entschieden uns den Händler zu wechseln. Angebot war ja, wie bereits erwähnt, ausreichend vorhanden. Letztendlich zahlten wir ein wenig mehr für die Karten, allerdings noch immer weniger als wenn wirbdie Karten am Ticketschalter gekauft hätten, und wir kamen auch tatsächlich durch die Einlasskontrolle. &lt;br /&gt;Die Lautstärke aus der Boxengasse veranlasste uns noch zum Einkauf von Oropax. Auch hier waren ausreichend Händlerinnen vorhanden. In der Metro wurden mir bereits Ohrstöpsel zu 0,50€ angeboten. Die Händlerinnen direkt an der Rennstrecke waren natürlich geringfügig teurer. Statt mit 5Yuan Festpreis ging die gute Dame mit 50Yuan in die Verhandlungen. Sie ließ sich auch nicht großartig runterhandeln. Bei einer anderen Chinesin hatten wir mehr Glück und bekamen vier Paar für 20Yuan. Blöderweise verlor ich mein Päckchen, als ich Bier kaufte. Die vorigen Verhandlungen brachten meinen Cortisolspiegel allerdings schon in bedrohliche Gefilde. Also nahm ich einer Dame in einer Art Blitzangriff ein neues Pärchen Oropax aus der Hand, steckte ihr im Gegenzug 5 Yuan in die Hand und drehte ab. Für den Bruchteil einer Sekunde wollte sie noch protestieren. Ließ es dann aber doch sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Rennen kann ich eigentlich wenig sagen. Wir hatten zwar gute Plätze direkt an der ersten Kurve. Aber nach 30 Runden hat man auch einfach mal den Überblick verloren. Ich rief also zwischendurch mal den Mirko in Xi’an an. Er konnte mir dann die Zwischenstände mitteilen. &lt;br /&gt;Mein persönliches Highlight war definitiv der Zaunhandel. Die offiziellen Essensbuden buhlten nämlich nicht wirklich um unsere Gunst. Ein Hotdog sollte immerhin 45Yuan kosten (schamloserweise ohne Gürkchen!) und eine Dose Bier kostete auch um die 3€. Also gingen wir zum Zaun. Dort installierten einige Uiguren eine bemerkenswerte Versorgungskette. Erinnert an die Rosinenbomber. &lt;br /&gt;Auf der äusseren Seite des Zauns stand ein Uigure auf einem Fahrrad und reichte Sixpacks und andere Leckereien en masse über die Absperrung. Auch ein Spiessgriller verkaufte seine Fleischspieße durch die Zaunstreben. Wie schon bei den Ohrstöpseln gab es auch bei den Sixpacks große Preisspannen. Die Händler standen alle circa einen Meter nebeneinander. Beim Ersten kostete der Sixpack Tsingtao allerdings 10€, sein Kollege nebenan verkaufte ihn für 5€. Diese Pricing-Strategie müsste man nochmal genauer ergründen und niederschreiben. Sie muss unfassbar genial sein, weil ich habe sie bisher noch nicht verstanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer jetzt denkt: „Das ist doch bestimmt verboten“. Ja, das habe ich auch gedacht. Allerdings standen die Wachmänner direkt daneben und überwachten diesen Grenzhandel. Könnte natürlich sein, dass die Wachmänner ein wenig mitverdient haben. Das möchte ich den ehrenvollen Uniformträgern aber keinesfalls zur Last legen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-1184937346319165866?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/1184937346319165866/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=1184937346319165866' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1184937346319165866'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1184937346319165866'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/05/chinapost15-zaunhandel-der-rennstrecke.html' title='chinapost#15 - Zaunhandel an der Rennstrecke'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-3236681707048755161</id><published>2011-04-28T23:37:00.000+08:00</published><updated>2011-04-28T23:37:00.885+08:00</updated><title type='text'>chinapost#14 - Erbrochenes in der Super Brand Mall</title><content type='html'>Vorletzten Freitag bekam ich das erste Mal Besuch aus Deutschland. Elena und Annika gaben sich die Ehre und besuchten mich in Shanghai.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich holte die beiden Grazien vom Flughafen ab. Wenn auch etwas müde, waren sie trotz der sagenumworbenen Airline „Aeroflot“ frohen Mutes. Es hatte den Anschein, dass sie es beide gut verkraftet haben. Nachdem wir daheim angekommen waren, legten sich die beiden erst einmal Schlafen und ich ging zur Arbeit. Des Abends verabredeten wir uns mit mehreren Leuten zum Essen ins Banana Leaf. Obwohl es einer der beiden nicht sonderlich gut ging, fuhren wir los. Am großen „Ring“, wo der große Fernsehturm, die Super Brand Mall, der Fluss und viele weitere Sehenswürdigkeiten seit vielen Jahren Quadrillionen von Besuchern anziehen , rebellierte ihr Magen. Sie musste brechen. Es versteht sich von selbst, wie aufgebracht die einheimische Bevölkerung bei diesem Anblick war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gar nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie würdigten ihr nicht einmal eines Blickes. Dabei hat sie echt gekämpft. Auch in der Super Brand Mall, wo sich das Spektakel wiederholte, konnte sie keinerlei Aufmerksamkeit für sich gewinnen. Es ist hier einfach zu normal. Sie war schon nach wenigen Stunden in der Volksrepublick einfach eine waschechte Chinesen und hatte den Respekt der Masse sicher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe auch langsam, aber sicher, das Gefühl, dass es die Mülleimer in Metro-Stationen etc. nur für Erbrochenes gibt. Vorzugsweise für das Erbrochene femininer Mageninhalte. Im Restaurant angekommen waren wir circa 14 Leute. Die Hälfte davon kannte ich nicht. Zu meiner Freude waren allerdings fast 50% der Leute aus Bremen. Ein Traum. Endlich wieder Leute mit denen man reden kann. &lt;br /&gt;Der Magen meiner lieben Besucherin hatte seinen Blitzkrieg jedoch noch nicht beendet. Ich fuhr die Damen also heim. Sie sollten sich ja schonen, denn am Samstag sollte eigentlich ein Wochenendetrip nach Nanjing stattfinden.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Allerdings war ihr Magen noch nicht stabil genug, so dass wir die einzig richtige Entscheidung trafen und den Trip in die Tonne traten. Ich musste dennoch früh aus dem Bett, da ich den anderen Leuten die Bahntickets, die ich organisierte, übergeben musste. Ich traf den Rest der Reisegruppe vor dem Bahnhof und übergab die Tickets. Dann versuchte ich die unbenutzten Ticket, immerhin circa 90€, umzutauschen. Das war leichter gesagt, als getan. Am nördlichen Eingangstor stellte ich mich in die Schlange. Nach circa 30 Minuten Anstehzeit versuchte ich der Dame am Schlater klarzumachen, dass ich gerne meine Tickets umtauschen wollen würde. Sie beherrschte kein Englisch. Also wurde ich einen Schalter weitergeschickt. „Kein Problem“, dachte ich. Die Mädels schliefen ja ohnehin noch. Nach weiteren dreißig Minuten Anstehzeit konnte mir die Dame dann im feinsten Englisch klar machen, dass ich doch bitte in die Schlange nebenan sollte. Dort, wo ich bereits stand. Nun hatte ich Mirko am Telefon. Der Knabe sollte der Dame klarmachen, dass ich gerne mein Geld zurückhätte. Ich stand dieses Mal nicht so lange an. Die Dame wollte jedoch das Telefon nicht in die Hand nehmen. Also konnte ich ihr auch nicht klarmachen, was ich gerne wollte, denn Zeichensprache verstand sie nicht. Viele Chinesen sind einfach mit erbärmlicher Fantasie ausgestattet. Ich wurde ein wenig ungehalten, da der Knabe aus Xi’an ja nun einmal fließend ihre Sprache spricht, es jedoch daran scheiterte, dass sie das Telefon nicht in die Hand nehmen wollte. Ich knallte das Telefon samt Tickets auf ihren Tresen. Auf einem erbärmlichen Zettel schrieb sie auf Halbenglisch „soth gat“. Ich verstand. Südeingang. Dort angekommen wurde ich von freundlicherem Personal ins Ticketcenter geschickt. Dort konnte ich die Tickets dann umtauschen. 25% Wertverlust hin oder her, bei der Deutschen Bahn hätte es womöglich nicht geklappt. Einige Omis in der Schalterhalle hätten mir immerhin 50% des Ticketpreises gegeben und wollten mir vom Gang an den Schalter abraten. Trotz ihrer Schlitzohrigkeit holte ich mir ein Gegenangebot ein. Ich studier ja schließlich Beweäl. Nach der ganzen Aufregung setzte ich mich, mit Mirko telefonierend, in die falsche Metro, fuhr einige Stationen weit, ehe ich es merkte und war gegen 11 wieder daheim war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem kurzen Nickerchen fuhr ich mit den Damen zum Essen. Es ging ihr besser, der Annika. Abends fuhr ich mit dem Bremer Stammtisch, den Damen und einigen Exil-Deutschen aus Süddeutschland ins Hofbräuhaus. Auf Omas Geburtstag genießt man ja auch gerne mal ein Schnitzel und trinkt auch mal ein Bierchen. Wir landeten im Windows und verabschiedeten uns mit einer groben Verabredung zur Formel 1 für den Sonntag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grobe Verabredungen in Kneipen sind meistens genauso realistisch wie die Geschichten von X-Factor auf RTL II. Allerdings hab ich hier die Rechnung ohne Annika gemacht. Ein wahrer Formel 1 Fan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so ging es am Sonntag zum Shanghai Circuit zum Großen Preis von Shanghai. Mehr dazu im nächsten Eintrag.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-3236681707048755161?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/3236681707048755161/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=3236681707048755161' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3236681707048755161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3236681707048755161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/04/chinapost14-erbrochenes-in-der-super.html' title='chinapost#14 - Erbrochenes in der Super Brand Mall'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-4068157529610247565</id><published>2011-04-28T00:12:00.001+08:00</published><updated>2011-04-28T00:13:05.633+08:00</updated><title type='text'>Statusbericht</title><content type='html'>Liebe Freunde!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neue Berichte aus meinem Leben folgen aller Wahrscheinlichkeit nach morgen um 16 Uhr (ob nach chinesischer oder deutscher Zeit, das wird sich zeigen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es grüßt,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;euer bester Freund&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-4068157529610247565?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/4068157529610247565/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=4068157529610247565' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/4068157529610247565'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/4068157529610247565'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/04/statusbericht.html' title='Statusbericht'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-1301983886909784825</id><published>2011-04-14T01:02:00.001+08:00</published><updated>2011-04-14T01:05:13.626+08:00</updated><title type='text'>chinapost#13 - Duschunfall zweier Sekretärinnen</title><content type='html'>Am Freitag ging es wieder auf Firmenausflug. Ich, eine weitere Praktikantin und zwei Kollegen wurden frühmorgens um halb 10 von einem Minibus abgeholt. Das klapprige Gefährt beförderte uns in eine Stadt die ich selber nicht kenne und an dessen Namen ich mich auch nicht erinnern kann. Gegen 11:45 kamen wir in dort an und dann wurde natürlich erst einmal diniert. Der Chef ließ ordentlich auffahren. Zahlt ja letztendlich dann doch der Staat. Bei der Getränkewahl wurde in die Runde gefragt ob es Bier oder Baijiu sein darf. Baijiu, ein herrliches Getränk. Der Chinese nennt das „Weisswein“. Ich bin jedes Mal froh nicht zu erblinden wenn ich in Genuss von Baijiu komme. Der Chef orderte allerdings einen milden Weisswein mit nur 43 Umdrehungen und da konnte ich ja schlecht nein sagen. War ja auch schon Freitag. Die anderen beiden Kollegen nahmen Bier. Als meine Kollegin auch andeutete, dass sie Bier oder Baijiu trinken würde, hat mein malaiisch-chinesischer Kollege schnell abgewiegelt und gesagt, dass sie nur Spass machen würde. Der Geschäftspartner war beruhigt und stellte ihr Saft oder Milch zur Auswahl. Sie nahm Saft und die chinesische Welt war in Ordnung. Ich begrüßte das. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Mittagessen zog sich hin und es ging auch irgendwann damit los, dass man doch mal gucken wollte, wann die Langnase genug „Weisswein“ hätte. Die Mission war nicht von Erfolg gekrönt. Nach einigen Gläschen brach man das Unterfangen ab und wir fuhren weiter. Mein malaiisch-chinesischer Kollege vergewisserte sich einige Male ob es mir auch gutgehen würde. Er konnte nicht glauben, dass ich nach einigen Gläschen Baijiu noch nichtmal rote Bäckchen bekäme. Bei ihm setzt dieses Phänomen nämlich nach wenigen Schlückchen Bier ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir besuchten anschließend die Produktionshallen und fanden uns später in einem großen Sitzungsraum mit kommunistischem Verhandlungstisch wieder (riesig, aber eben aus Holzimitat). Und es gab Rauchwaren. Zumindest für die Männer. Feinstes Kraut zu 50 Yuan (5€) die Schachtel. Quasi den Champagner unter den chinesischen Zigaretten. Denn eine gängige Packung chinesischer Markenzigaretten kostet um die 8 Yuan. Es gibt aber auch Schachteln im Wert von 400 Yuan. Was daran besonders ist, kann ich leider auch nicht sagen. In den Genuss kam ich noch nicht.&lt;br /&gt;Nach langen Gesprächen traten wir den Rückweg an. Mir wurde auch ein Aufenthalt übers Wochenende angeboten. Der Chef hätte noch feinsten „Weisswein“ mit über 70 Umdrehungen im Keller. Ich lehnte dankend ab. Aber nächstes Mal! Als Wegzehrung bekam ich noch eine Schachtel feinsten Krauts mit und es ging wieder nach Shanghai.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dort angekommen schälte ich mich fix in neue Klamotten und fuhr mit den Damen weiter ins Banana Leaf. Man erinnert sich: die philippinische Band. Der Frontsänger ist doch noch nicht über die Geschehnisse von damals hinweg. Als wir ins Restaurant gingen fasste er alle kurz an begrüßte jeden mit einem gehauchten „Heeey nice to see you…“. Als ich dann vor ihm stand guckte er mich bloß an und sagte „ooh“. Sein Kollege jedoch scheint Gefallen an mir Gefunden zu haben. Als ich mir nach dem Austreten die Hände wusch, drehte er sich während des Pinkelns über seine Schulter, blinzelte einige Male und fragte, ob ich ihn nicht am Montag mit zur Latino Night in die Mural Bar begleiten wollen würde. „Weiss ich jetzt nicht“, entgegnete ich. Zumindest sinngemäß, und ging wieder zu Tisch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bestellung zuvor lief wieder völlig aus dem Ruder. Um es einfach zu machen bestellte ich einfach mal einen Karton voll Bier. Plötzlich wollten aber viele doch etwas anderes trinken und es zog sich hin. Um Zeit zu sparen bestellte ich das Bier nicht wieder ab, sonst säßen wir da ja heute noch. Und es ging ja auch weg. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Anschluss daran fuhren wir in einen Club. Ursprünglich war geplant, dass wir hierfür einige Taxen in Anspruch nehmen. Ich habe die Taxifahrer hier im letzten Eintrag aber wohl zu früh gelobt. Horrende Festpreise verlangten die Kollegen. Also fuhren wir Metro. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine luxuriösen Rauchwaren kamen super an. Im Gegenzug wurde ich auf Getränke eingeladen. Im Club wurde die Stimmung zusätzlich noch durch Auftritte eingeheizt. Der absolute Höhepunkt war, als zwei Chinesinnen im Sekretärinnenlook die Bühne betraten. Sie blätterten einige Momente in irgendwelchen Aktenordnern. Kurze Zeit später schaltete aber wohl jemand aus Versehen die Dusche über den beiden an. Das Ende vom Lied ist klar. Die Mädels wurden klitschnass, die Klamotten mussten die ausziehen. Gut, die Mund zu Mund Beatmung fand ich überflüssig, weil eigentlich keiner bewusstlos war, aber sicher ist sicher. Durch Pfiffe und Gebrüll hab ich versucht denen zu sagen, dass die doch aus dem Wasser treten sollen, aber die Musik war wohl zu laut. Ich hoffe die beiden haben keinen Schnupfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Tanzeinlage wurden auch Westler gebucht. Soweit ist es also schon: zur Belustigung des Klassenfeindes tanzen leichtbekleidete europäische Heranwachsende auf den Tischen. &lt;br /&gt;Daheim angekommen verfiel ich in einen Dornröschenschlaf und schlief endlos bis fast 17 Uhr. Ich bestellte mir dann etwas zu Essen ans Bett, schaute zwei Filme und ging bald wieder schlafen. Ich war ohnehin von der Aussenwelt isoliert. Bei einem Handy versagte die Ohrmuschel, beim Ersatzhandy quittierte der Empfang seinen Dienst und für das dritte Handy in Gang zu setzen, dazu fehlte mir einfach die Lust. Ich werde isoliert. Die Stasi hat mich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Adieu.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-1301983886909784825?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/1301983886909784825/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=1301983886909784825' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1301983886909784825'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1301983886909784825'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/04/chinapost13-duschunfall-zweier.html' title='chinapost#13 - Duschunfall zweier Sekretärinnen'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-2033415623984809014</id><published>2011-04-07T01:35:00.000+08:00</published><updated>2011-04-07T01:35:14.908+08:00</updated><title type='text'>chinapost#12 - Pipi im Schnellzug</title><content type='html'>Verehrte Leserschaft,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;die Feiertage sind vorbei und ich bin nun zurück von meinem Kurztrip. Am Samstag musste ich ja, wie erwähnt, malochen. Der Tag war aber ganz nett. Björn-Hagen hat seinen Abschied zelebriert und es sich nicht nehmen lassen, massig Kuchen und Donuts anzuschaffen. Da wird Reingehauen. Da ist klar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend feierten wir noch etwas gemächlich Björn-Hagens Abschied in seiner Wohnung. Allerdings musste ich auch zwischendurch noch Sachen packen. Schliesslich ging es Sonntagmorgen per Flugzeug nach Luoyang. Der Wecker, in Form eines Anrufes von Sarah, ging um 5 Uhr. Per Bus und Metro ging es zum Flughafen. Dort trafen wir auf die anderen. Unsere Reisegruppe bestand dann aus sechs Knaben und Mädels.&lt;br /&gt;Wie so oft, schlief ich vor dem Abheben ein und erwachte ziemlich genau mit dem Aufsetzen in Luoyang. Deswegen kann ich gar nicht sagen, ob der Flug nun schön war, oder doch eher weniger schön.&lt;br /&gt;In Luoyang waren wir also nun im chinesischen Hinterland, sag ich jetzt mal, und ich muss sagen, dass Shanghai echt eine angenehme Stadt zum Leben ist. Hektisch, voll, aber von den Leuten her sehr angenehm. Zumindest machen die Taxifahrer in Shanghai immer von sich aus das Taximeter an. In Luoyang sagte man erst, dass man das Taximeter selbstverständlich anmacht, tat es dann aber doch nicht, um dann, im Auto sitzend, einen willkürlichen Preis festzulegen. Nach 60 Metern verließen wir allesamt die ersten beiden bestiegenen Taxis und gingen zu Fuß zur nächst größeren Straße.  &lt;br /&gt;Die nächsten beiden Taxis waren nicht weniger verbrecherisch, aber der Preis war etwas geringer. Wir ließen uns zu den berühmten Luoyang Grotten chauffieren. An einer recht langen großen Felswand sind in verschieden großen Grotten, verschieden große Buddhas eingemeißelt. Die meisten ohne Kopf. Der wurde ihnen nämlich irgendwann mal geklaut. Noch spektakulärer als die Buddhas fanden die Chinesen aber ganz andere Kreaturen, nämlich uns. Die Langnasen. Zuerst wurden immer heimlich Fotos gemacht, mit uns im Hintergrund. Als wir uns dann aber mal gegenseitig vor den Buddha Statuen abgelichtet haben, gabs auch für die Plattnasen kein Halten mehr. Nachdem unser eigenes Foto nach wenigen Sekunden im Kasten war, kamen die Chinesen scharenweise mit Fotowünschen auf uns zu. Nun gut, wer mich kennt, der weiss, dass ich sowas natürlich gerne mache. Also posierten wir mit unseren chinesischen Freunden lange vor den einzelnen Statuen. Irgendwann mussten wir jedoch los, denn der Schnellzug nach Xi’an musste erwischt werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um die Tickets für den Schnellzug zu bekommen spielten sich in den Tagen zuvor Dramen ab. Sarah orderte die Tickets vorerst über ein Reisebüro. Pro Ticket wurden 184 Yuan verlangt, zusätzlich dazu, veranschlagte das Reisebüro noch Service Gebühren in Höhe von 120 Yuan. Pro Ticket also 304 Yuan. Laut Reisebüro würde der Bahnhof alleine schon 50 Yuan Buchungsgebühr nehmen, wegen Hauptsaison und so nem Tünkram. Das kam mir Spanisch vor, aber wir hatten keine Wahl, denn anders kann man die Tickets aus Shanghai nicht beziehen. Allerdings ließ das Brüderlein einige Tage vor Abreise verlauten, dass auch er in Luoyang ist. Also beauftragte ich ihn, quasi im Gegenzug für die Hemden, doch mal am Bahnhof nach Tickets zu suchen. Er tat dies. Und er kaufte sie. Für 184 Yuan pro Ticket. Ohne irgendeine komische Gebühr. Sarah hatte keine Lust mehr sich mit dem Reisebüro anzulegen. Also tat ich dies mit Freude. 60 Yuan Stornogebühr pro Ticket wollte die gute Frau haben. Ich erläuterte ihr, dass ich dies nicht akzeptiere, dass man keine Gebühr am Bahnhof zahlen muss, dass sie ihre Kundschaft anlügt (der Vorwurf einer Lüge ist so ziemlich das schlimmste was man jemandem hier vorwerfen kann). Dass mir ihre Gewinnmargen sonst nur aus dem Drogenhandel bekannt sind, löschte ich vorsichtshalber wieder aus der Mail. Nicht, dass sie mich bei der Staatssicherheit als Drogenhändler anzeigt. Darauf steht hier nämlich die Todesstrafe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es kam anschließend weder ein Anruf, noch eine Mail. Ich gehe davon aus, dass sie die kostenfreie Stornierung akzeptiert hat. Wir wollen schließlich beide unser Gesicht bewahren. Auch der Scherge, der uns die Fahrkarten in Luoyang übergeben sollte, meldete sich nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Bahnhof trafen wir auf Mirko. Zusammen fuhren wir in Richtung Xi’an. Auf der Fahrt genehmigten wir uns bereits ein erstes Dosenbrot der Marke Budweiser. Wir wurden zudem wieder Zeuge einer urchinesischen Erfindung. Der Schlitzhose. Wenn chinesischen Kindern die Windel abgewöhnt werden soll, bekommen diese eine Hose an, mit einem weiten Schlitz in der Hose. Im Notfall muss das Kind sich also an Ort und Stelle einfach in die Hocke begeben und loslegen. &lt;br /&gt;Wie das Schicksal so will, bat mich eine Zugbegleiterin meine Tasche doch lieber hochzunehmen und sie nicht auf dem Boden liegen zu lassen. Minuten später ergoss sich nämlich ein Rinnsal durch den Zug. Quelle war die einzige Reihe mit Kleinkind. Mirko Schuhsohle wurde ein wenig nass. Aber das macht ja nichts. Selbiges Schauspiel durfte ich bereits letztes Jahr in Xi’an erleben. In einem Restaurant. Und wenn man Urinieren als Nummer 1 bezeichnet, wurde ich letztes Jahr Zeuge von Nummer 2. Wir gesagt, in einem Restaurant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lange Rede kurzer Sinn: Lieber nicht barfuß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um Punkt 19 Uhr rollten wir in Xi’an ein. Wir checkten fix in unserem Hostel ein und gingen zum Abendessen. Im Xi’an wuchs unsere Gruppe auf neun Personen heran. Michael, Söhnke und Andreas flogen am selben Tag direkt aus Shanghai ein. &lt;br /&gt;Die Mädels hatten natürlich gar keinen Hunger, ließen sie verlauten, da es ja kurz vor der Zugfahrt gerade etwas gab, und man wolle eigentlich sowieso lieber nichts, und wenn überhaupt nur eine Kleinigkeit essen. Als Mirko mit der Bestellung fertig war, war alles viel zu viel und wer solle das denn bitte alles Essen. Als die Kellnerin das Essen brachte (Mirko bestellte alles doppelt, weil er Menschenkenntnis hat) fühlten sich die Mädels bestätigt. Und ich gebe zu, es passte nicht alles auf den Tisch und die Portionen waren reichlich. Nach langem Dinieren waren die Teller dann doch ziemlich leer. Bis auf das Tofu. Aber wer isst schon Tofu. Zum Essen gab es noch zwei Koffer Bier. Als die Rechnung kam, fühlten sich die Shanghainesen wie im Paradies. Für die Menge an Essen und Trinken hätte man in Shanghai definitiv das Doppelte bezahlt. Wahrscheinlich mehr. Mit knapp 4€ pro Person waren wir alle dabei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Großteil ging dann schlafen, da für sie der obligatorische Trip zur Terracotta-Armee auf dem Programm stand. Die Terracotta-Armee sparte ich mir, da ich sie bereits letztes Jahr besuchte und  mir meine Meinung bilden konnte. Mirko und ich setzten uns also noch in die gute Hostelbar. Zu Bambi. Gegen 3 Uhr ging es in die Waagerechte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines sei gesagt: Bier im Kopf + 28°C Raumtemperatur: nicht cool.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich am nächsten Tag mit meinem Kopf endlich wieder durch den Türrahmen passte setzte ich mich ins Taxi und fuhr in Richtung Campus. Auch der Preis für Taxifahrten ist in Xi’an traumhaft günstig. Mit einem Anfahrtspreis von 5 Yuan ist dieser nur halb so hoch wie in Shanghai. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Campus angekommen ging ich mit Mirko und  seinem Mitbewohner Martin zum Mittagessen. Im Restaurant wurden wir Opfer einer hinterhältigen und perversen Attacke. Zwei Mädels, etwa zwei Meter entfernt, starrten uns unentwegt an. Völlig skrupellos. Wir versuchten durch einen Gegenangriff die Überhand zu gewinnen. Aber die Damen waren wahrscheinlich direkte Nachkommen von Hierokles, dem alten Stoiker. Sie blickten uns also weiter an und schlugen uns in die Flucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im nächsten Supermarkt gönnten wir uns gutes Paderborner Dosenbier und ein Köstritzer zum Nachspülen. Es mundete.&lt;br /&gt;Abends hatten wir eigentlich den Plan mit den anderen zum goldenen Hans zu fahren, dem guten Restaurant. Wir hatten bereits einen großen Tisch bestellt, und die Einladung zum Abendessen vom Vater eines Kommilitonen von Mirko ausgeschlagen.  Aber das Gros der Reisegruppe übte sich im Separatismus und ließ uns im Stich. Bis auf Sönke, dem einzigen Nicht-im-Regen-stehen-Lasser. Aber er kommt auch aus Bremen, da weiss man noch, was sich gehört. Mit ihm, Mirko, Mirkos Mitbewohner, zwei Chinesen und meiner Wenigkeit ging es also in den goldenen Hans. Da wo die Sonne niemals untergeht, die Blumen immer blühen und wo ein 3 Liter Turm Bier aus der hauseigenen Brauerei nur 36 Yuan kostet. Das Essen war delikat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir dann vom wartenden Personal schlussendlich vor die Tür gesetzt wurden, wechselten wir kurz die Straßenseite und gingen ins 1&amp;1. Dies ist eine Disco. Wir blieben jedoch nur kurz. Als wir hörten, dass die anderen in der Hostel Bar sitzen, setzten wir uns ins Taxi und fuhren zu denen. Aus lauter Freude orderte ich 6 Bier um dem Rest auch mal etwas Gutes zu tun. Gedankt wurde es mit: „Du, wir gehen schlafen, aber viel Spass euch noch“. Ich war bedient. Christoph belohnte unsere Großzügigkeit noch mit seiner Anwesenheit, wofür ich ihm noch immer herzlich danke. Gegen 4 löste sich dann unser Tisch ebenfalls auf. Wieder als letzter.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am darauffolgenden Tag, also Dienstag, also gestern, bestiegen wir die berühmte Stadtmauer Xi’ans. Es war der Beginn des Drachenfestes. Zur Feier des Tages kaufte ich mir einen Drachen für 10 Yuan und ließ ihn fliegen. Ich fühlte mich die damals, als der kleine Torben mit seinem Lenkdrachen am Büsumer Strand die Möwen vom Himmel holte. Der Rest holte sich die letzten verbliebenden Tandems und ging auf Fahrradtour. Ich setzte mich zu einigen Chinesen auf die Bank. Diese ließen ebenfalls ihre Drachen steigen. Fachgespräche unter Männern ergaben sich. Drachensteigen lassen ist schließlich eine Kunst für sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends ging es dann wieder nach Shanghai. Unter dem Motto „Support the Locals“, ließen wir uns von irgendeinem Typen der uns seine Fahrkünste anbot zum Flughafen fahren. Spring Airlines, eine chinesische Billigairline, hatte schon eine für Chinesen eher knapp bemessene Beinfreiheit. Wenige Millimeter trennten mich von der physikalischen Unmöglichkeit des Hinsetzens. Die Airline finanziert sich ausserdem durch das Verkaufen von Nippes. Die Stewardess plapperte ohne Punkt und Komma die neusten Angebote durch das Boardmikrofon. Den Chinesen gefiel es. Mir nur so halb. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über die Feiertage wurde übrigens den toten Verwandten gedacht. Es wurden Gräber geputzt und man verfrachtete Reichtum in den Himmel. Dies erfolgt durch das Verbrennen kleiner Häufchen. Man kann hierzu im ganzen Land mit Banknoten bedrucktes Papier kaufen. Dann wird irgendwo auf dem Bürgersteig mit Kreide ein Kreis gemalt, ein Häufchen wird hineingelegt und dann wird es angezündet. Angenommen, von den 1,3 Mrd. Chinesen zünden nur 50% einen Haufen an, mein lieber Kokoschinsky, das ist mit Sicherheit das ein oder andere Kilogramm Co2.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute war nun wieder Arbeitstag, aber die Woche ist ja schon wieder halb rum. Freitag steht mal wieder eine Abschiedsfeier an. Wir müssen Johanna schweren Herzens ziehen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis bald, liebe Freunde und Familie.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-2033415623984809014?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/2033415623984809014/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=2033415623984809014' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/2033415623984809014'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/2033415623984809014'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/04/chinapost12-pipi-im-schnellzug.html' title='chinapost#12 - Pipi im Schnellzug'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-6763328390126618425</id><published>2011-03-30T00:52:00.000+08:00</published><updated>2011-03-30T00:52:06.489+08:00</updated><title type='text'>chinapost#11 - Fussball und Gekalkbranntes</title><content type='html'>Dienstag besuchte ich den Decathlon in Shanghai. Ein großes Sportgeschäft, welches es auch in Deutschland gibt. Fussballschuhe für 100RMB darf ich nun mein Eigen nennen. Anschließend ging ich noch in den Metromarkt nebenan. Ich erwähnte bereits einst, dass das Einkaufen von Lebensmitteln für mich ein Verbrechen an der Menschlichkeit darstellt. Zumindest an meiner Menschlichkeit. Ich stelle mich nämlich wirklich immer an der falschen Kasse an. Und das ist jetzt wirklich kein Standartrumgelaber. Denn ich stellte mich zwar in der Kasse an, an der wirklich nur ein einziger Mensch stand und der war auch schon am Bezahlen. Allerdings zahlte er seinen Betrag von 4550 RMB in bar. An sich nicht schlimm, allerding ist der größte Schein der Volksdevise ein 100 RMB Schein, und wenn keine Zählmaschine vorhanden ist, dann streitet man sich mit der Kassiererin halt solange, bis auch sie auf ein Bündel von 46 gezählt hat. Und wenn man nur auf 45 kommt, dann geht der Bündel wieder zum Gegenpart, kommt dieser nun auf 46, geht der Bündel eben wieder zur Kassiererin und irgendwann muss einfach eine Seite nachgeben. Dass mein Blutdruck in der Zeit von leicht erhöht (weil einkaufen ja sowieso schon blöd ist) auf ziemlich wirklich hoch gestiegen ist, darauf nimmt keiner Rücksicht. Kurz bevor meine Krawatte platzte war man sich dann endlich einig: Es waren wirklich nur 45 Scheine. Die restlichen 50 RMB wollte man dann gerne mit Karte zahlen. Also nochmal Pin (in China 6-stellig) und Unterschrift und dann war man endlich fertig. Wenn da nicht noch die Quittung wäre. Denn die Din A4 Quittung vom Metromarkt brauchte man in zweifacher Ausführung, da musste die Kassiererin ja nun erst einmal hinterfragen wie das geht. Aber dann endlich war ich an der Reihe und konnte meine vier Produkte zahlen. In bar und eine Quittung brauchte ich auch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am letzten Mittwoch feierte ich meinen furiosen Einstand bei den Shanghai Vikings, bei einer, oder besser gesagt, bei &lt;b&gt;der &lt;/b&gt;Fußballmannschaft Shanghais. Ein dänischer Arbeitskollege scoutete mich im Büro. Meine strammen Waden und muskulierten Oberschenkel dürften ihm wohl kaum entgangen sein. Ganz zu schweigen von meinem überragenden taktischen Gespür. Nun gut. Die Mannschaft besteht zu 85% aus Dänen. Der Rest verteilt sich auf Sri Lanka, Frankreich, Schweden und nun auch eben auf Deutschland. Nach kurzem Warmmachprogramm ging es dann auch direkt in die Vollen und nach circa 10 Minuten spielte ich ganz ernsthaft mit dem Gedanken mich zu Übergeben. Ich presste die Lippen zusammen und zog durch. Wollte den Kunstrasen einfach ungerne besudeln. Nach kurzer Pause machten wir ein kurzes Trainingsspiel. Auch dort konnte ich mich von einem gewissen Brechreiz nicht lossagen. Ich weiss noch immer nicht ob es an der Luft Shanghais oder an meiner mäßigen Kondition lag.&lt;br /&gt;Im Anschluss daran fand ein kurzes Freundschaftsspiel gegen eine englische Mannschaft statt. Wir schlachteten sie förmlich ab. 1 zu 0.&lt;br /&gt;Die Mannschaft besteht zum größten Teil aus Expats. Einige Spieler haben also durchaus einige RMB’s. Aufgrund des Sieges lud der Captain noch zu einem Bier ein. Es kamen nicht alle mit, weil auf den einen oder anderen Spieler schon der Fahrer samt Auto wartete. Im Big Bamboo liessen wir den Abend ausklingen, bei Carlsberg und Burger. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freitag war dann schon der Höhepunkt der Woche. Paul Kalkbrenner trat im Mao Livehouse auf. Das Mao Livehouse feierte zeitgleich auch seine Wiedereröffnung. Und der Club ist wirklich nicht zu verachten. Er hat den Charme einer mittelgroßen leergeräumten Lagerhalle mit großer und schicker Bühne. Sogar die Preise waren human. Ein Bier-Chip, zum Einlösen gegen richtiges Bier, kostet 20 RMB. Zwar gibt’s die Bier-Chips nur im Fünferpack, aber dies erfüllt dann ja auch durchaus seinen Zweck.&lt;br /&gt;Das Konzert war dann wirklich gut. Obligatorisch ging es anschließend noch zu Mc Donalds. &lt;br /&gt;Am nächsten Morgen, bzw. Mittag besuchte ich die Mädels zum Frühstücken um Ihnen zu erzählen wie das Konzert war. Sie waren zwar ebenfalls anwesend, aber eben halt wirklich nur physisch. Und bloß aus wirren verschickten Kurzmitteilungen  ließ sich das Konzert für sie nun einmal nicht rekonstruieren. &lt;br /&gt;Es zog sich bis in die Abendstunden. Dann ging es zum Abendessen. Überstürzt mussten wir das Restaurant jedoch verlassen. Denn es war Earth Hour. Wie ihr wisst, oder euch zumindest vorstellen könnt, steht der Klimaschutz ganz oben auf der Agenda der Partei. Deswegen wurde auch in Shanghai von 20:30 bis 21:30 die Skyline abgeschaltet. Hagen war völlig ausser sich vor Euphorie. Ich konnte sie auch nicht bremsen, auch wenn ich es versuchte. Ich erinnere mich nämlich zurück an die Earth Hour 2009 in Berlin. Aiman Abdallah zählte heroisch den Countdown herunter und um Punkt 20:30 Uhr deutscher Zeit passiert so ziemlich nichts. Das Brandenburger Tor war nicht mehr in voller Pracht beleuchtet, aber es war eben auch nicht wirklich dunkel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Hagens Enttäuschung kamen wir nicht einmal rechtzeitig am Bund an. Das Abschalten war auch nicht synchronisiert, sondern alles ging nach und nach aus. Es war also alles so wie jeden Tag. Denn um 22 Uhr schaltet die Skyline Shanghais die großen spektakulären Beleuchtungen ohnehin ab. Hagen und Christoph verweilten weiter am Bund, während der Rest in eine Hostelbar ging, mit Ausblick auf die Skyline. Um 21:30 war die Earth Hour dann vorbei und das Licht ging wieder an, nur um gegen 22 Uhr wieder auszugehen. Spektakulär hoch 0. Wir fanden einigermaßen rechtzeitig den Weg ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Sonntag ging ich auf Fahrradtour. Zusammen mit zwei Kollegen radelten wir durch Shanghai. Das Wetter war schön und wir sahen auch einigermaßen viel. Ich aß beim wohl schmutzigsten Nudelmann der Welt. Davon abgesehen, dass er recht viel Öl zu den Nudeln gab, war es eigentlich recht lecker. &lt;br /&gt;Nach der Fahrradabgabe ging ich noch etwas in den People’s Park. Ich ließ mich auf einer Grünfläche nieder und hörte etwas Musik, bis sich plötzlich jemand zu mir stellte und anfing mit mir zu Reden. Ich dachte natürlich, dass es jemand ist, der mich zum Teetrinken in ein miefiges Teehaus überreden möchte, es wurden jedoch immer mehr. Als circa 12 Leute um mich herumstanden stand ich mal auf, da ich Angst hatte überrannt zu werden. Ich merkte an, dass ich wohl bald mal los müsse. Daraufhin wurde ich gefragt, ob ich denn nun öfter mal zur „English Corner“ kommen würde. „English Corner?“ antwortete ich verdutzt. Ich wurde lauthals ausgelacht. Tatsächlich treffen sich Chinesen, die der englischen Sprache mehr oder weniger mächtig sind, jeden Sonntag im People’s Park um Englisch zu sprechen. Über Ausländer freut man sich dann immer besonders. Ich versprach wiederzukommen. Eigentlich ist das ganz schön, denn abgesehen von den Arbeitskollegen, kommt man mit Chinesen eher schwieriger in Kontakt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern war Montag, also Buger’s Night im Malone‘s. Vorher musste ich jedoch zum Schneidermarkt düsen um einige Hemden fürs Brüderchen in Xi’an in Auftrag zu geben. Denn der ach so sprachgewandte und sinophile Bruder konnte in Xi’an wohl keine guten Preise heraus handeln, und somit ging es zu meinem Vetrauensschneider. Ich bin da ja nicht so. Also gab ich 5 Hemden in Auftrag und fuhr direkt weiter in Malone’s. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Morgen musste ich früh raus. Ein erster Businesstrip fand statt. Um 7 Uhr ging ich zum Parkplatz, wo der Fahrer wartete. Am 7er BMW ging ich vorbei, den Maybach fest im Blick, ließ ich auch diesen links liegen, denn einige Meter weiter hielt mir der Fahrer bereits die Tür zum Buick auf. Mit zwei weiteren Kollegen fuhren wir etwa 200km aus Shanghai heraus. Zum Mittagessen wurden wir eingeladen. In einem edlen Hotel hatten wir ein Speisezimmer für uns, mit Couch, Fernseher und großem Tisch. Es wurde geraucht wie ein Kohlekraftwerk und es gab alles was das Herz begehrte. Meine Leibspeise waren betrunkene Schrimps. Also in Schnaps eingelegte Schalentiere, die wohl noch lebten, aber betäubt waren. Man aß sie einfach so. Noch sie so frische Schalentiere gegessen. &lt;br /&gt;Gegen 20 Uhr waren wir zurück in Shanghai. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Sonntag fliege ich, in Begleitung einer neunköpfigen Reisegruppe nach Xi’an. Samstag ist Arbeitstag, denn weil Dienstag Feiertag ist und man am Montag gerne frei haben möchte, wird der Brückentag vorgearbeitet. Ich werde dagegen heftigst demonstrieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Innerlich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-6763328390126618425?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/6763328390126618425/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=6763328390126618425' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6763328390126618425'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6763328390126618425'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/03/chinapost11-fussball-und-gekalkbranntes.html' title='chinapost#11 - Fussball und Gekalkbranntes'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-6314614147100981572</id><published>2011-03-21T23:47:00.000+08:00</published><updated>2011-03-21T23:47:17.937+08:00</updated><title type='text'>chinapost#10 - Entbindungsklinik und persönliche Ankündigung Vol. II</title><content type='html'>An dieser Stelle begrüße ich ja eigentlich immer euch, liebe Leser. Aber es gibt gewisse Dinge, die kann man nicht so zwischen Tür und Angel besprechen, und deswegen möchte ich folgende Ankündigung nicht in einem PS unter diesen Text schreiben, sondern sie diesem Blog vorwegnehmen, auf dem ich die schönsten Monate meines Lebens niederschrieb. Es ist, wie ihr wisst, diese Woche nicht alles so gelaufen wie es hätte laufen sollen. Ich habe mich entschlossen in diesem Blog immer nur gute Laune und Spass zu verbreiten. Dies gelingt mir in Anbetracht des Todes von &lt;b&gt;Knut&lt;/b&gt; heute nicht. Und deswegen sehe ich mich gezwungen zu sagen: Jetzt ist Schluss mit lustig. Für mich liegt auf diesem Blog einfach ein Schatten, der es mir schwer machen würde, jemals wieder zu der guten Laune zurückzufinden, die ihr zu Recht von mir auf dieser Seite erwartet.&lt;br /&gt;Aber ein Blog, der monatelang in regelmäßigen Abständen zu eurem und auch zu meinem Alltag gehörte, hat ein solches Ende nicht verdient. Auch will ich nicht mit einem so traurigen Zusammenhang in eurem Gedächtnis bleiben und hab‘ mich deswegen entschlossen, mich nicht sofort, sozusagen in dem Schock aus dem Staub zu machen, sondern diese Staffel abzuschließen und mich dann mit der Sommersendung in Mallorca schweren Herzens von „Wetten, dass…“ zu…&lt;b&gt;ach &lt;/b&gt;verdammte Kacke, zu viel abgeschrieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also geht es hier heiter weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letzten Mittwoch war ich erstmals in einer Entbindungsklinik. Keine Angst liebe Eltern, es bahnt sich nichts an. Die Frau eines Arbeitskollegen hat ein Kind bekommen. Ein Mädchen. Und was liegt dann näher, als einen Tag nach der Entbindung mit der ganzen Abteilung hinzufahren um das Kind anzugucken. So fuhren wir pünktlich um viertel vor 12 mit allen Kollegen zum Baby beschauen. Natürlich nicht mit leeren Händen, sondern bewaffnet mit einem großen Korb Obst, Windeln und mir wurde die Ehre erwiesen, die Blumen übergeben zu dürfen. &lt;br /&gt;Es kam zur allgemeinen Verärgerung zu einem wirklich unsäglichen Affront. Das Kind schlief. Und zwar die ganze Zeit. Und wir fahren den ganzen weiten Weg dorthin. Als Entschädigung lud uns der Kindesvater anschließend zum Essen ein. Nach 2 ½ Stunden war der illustre Wandertag vorbei und wir fanden uns wieder im Büro ein. Das Geburtshaus war übrigens ziemlich schön. Von Vorurteilen geprägt, rechnete ich mit einer überfüllten, postnatal riechenden Klinik mit Mehrbettzimmern und Babygeschrei. Ich fand jedoch eine Klinik vor, die schick ausgestattet ist, schicke Einzelzimmer hat und sogar Kameras vor den Zimmertüren hat, die der Mutter Einlasskontrollen erlauben. &lt;br /&gt;Abends begleitete ich die Damen zur Ladies Night im Brown Sugar. Die Band war erstklassig. Wir blieben jedoch nicht allzu lang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Donnerstag war St. Patrick’s Day. Ich hab nach wie vor keine Ahnung was das ist, traf jedoch mit grünem Hemd und grünem Hut voll ins Schwarze. Mit Micha und seinem Besuch besuchten wir eine Bar namens „Windows 2“. Dort gab es für alle, die etwas grünes anhatten „Free Whiskey“. Da der Rest auch nicht wirklich St. Patrick’s Day feierte, war ich so ziemlich der einzige, der absichtlich grüne Klamotten anhatte. Ich hätte mich am Jamesons Whiskey quasi ertränken können. Tat dies aber nicht. Nichtmal ein halber Whiskey passierte meine Kehle. Freitag war schließlich kein Urlaubstag. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür stand Freitag ein weiterer Klassenausflug der Abteilung auf dem Programm. Wir besuchten die neuen Siemens Tower, in die wir bald ebenfalls umziehen werden. Die Gebäude sind recht schön und auch recht groß und es gibt eine Kantine. Ich muss dann jedoch die Metro benutzen um zur Arbeit zu kommen und muss nicht mehr nur einfach quer über die Straße laufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Des Abends gingen wir in ein chinesisches Restaurant. Stundenlang wurde diskutiert welchen Club man denn im Anschluss mit seiner Anwesenheit beehren wollte. Irgendwann fiel dann die Entscheidung, dass wir einfach den bekannten Club 88 besuchen, dieser liegt nämlich, wie der Zufall so will, genau ein Stockwerk über dem Restaurant. Unsere Gruppe spaltete sich dennoch, da der Sönke, ein Bremer Jung‘, noch zum Supermarkt wollte. Ich, Christoph und Andy begleiteten ihn. Im Family Mart deckten wir uns noch mit Getränken ein und saßen uns anschließend auf eine Bank-Tisch-Kombination vorm Family Mart. Der Abend zog sich hin. Der Family Mart hat schließlich 24/7 geöffnet. Nach einigen Anrufen und Kurzmitteilungen gingen wir dann aber doch in den Club 88. Der Club ist ziemlich cool. Er war allerdings auch ziemlich voll, stickig und zudem teuer. Für die 50Yuan (Yuan/Quay/RMB oder andere Bezeichnungen sind  allesamt Ausdrücke für die hiesige Währung), die man für ein kleines Heineken bezahlen musste, bekommt man beim Family Mart einen 12er Karton Bier mit großen Kattuschen und noch eine Tüte Chips. &lt;br /&gt;Wir blieben folgerichtig nicht lange, die Mädels wollten dann ohnehin heim, und wir setzten uns wieder auf unsere geliebte Bank-Tisch-Kombination. &lt;br /&gt;Als gegen 4 der Family Mart getränketechnisch ausverkauft war und wir sowohl einen Schotten, als auch einen Inder für unsere gesellige Runde begeistern konnten, fuhr ich heim. Ich spielte noch kurz mit dem Gedanken ins Gogo China zu gehen um mich für die vernichtende Vier-Gewinnt-Niederlage zu rächen, ging aber dann doch direkt ins Bett. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstag ging in der Tat gar nichts. Ich hing den ganzen Tag auf der Couch, nutzte das volle Angebot der örtlichen Lieferdienste aus, guckte TV und skypte. Ich ließ mich auch abends nicht von meinen Weggefährten überreden doch noch einmal loszuziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntag jedoch zog es mich wieder hinaus. Ich besuchte den Jing’an Tempel. Dort angekommen schwebte man direkt auf einer völlig anderen Sphäre. Dies lag meines Erachtens aber nicht unbedingt am großen Buddha, der immerhin aus 15 Tonnen Silber besteht, sondern eher an den beiden großen Stellen wo Tausende Räucherstäbchen vor sich hin qualmten. Anschließend lief ich zu Fuß vom Jing’an Tempel zum People’s Square, stieg dort in die Metro und fuhr heim. Dort angekommen sprengte ich den Frauenabend und guckte mit den Ladies einen Film. Der aussergewöhnliche Zustand aus dem Jing’an Tempel wollte jedoch nicht weichen. Ich nahm auch daheim einen bissigen Geruch von Schwefel wahr. Des Rätsels Lösung stand heute in der englischsprachigen Tageszeitung „China Daily“. Eine Chemiefabrik hat mehr, oder eben doch eher weniger unabsichtlich Abgase in die Luft geleitet, die vielleicht vorher hätten gefiltert oder verbrannt werden müssen. Es wurde ihnen heute dann gesagt, dass sie das in Zukunft vielleicht nicht mehr unbedingt machen sollen. Einige Anwohner haben in Angesicht der atomaren Wolke verzweifelt die Polizei angerufen.&lt;br /&gt;Eben stand noch einee Burger’s Night an. Im Malones, welches sich nahe des Jing’an Tempels befindet. War lecker, ging auch nicht so lang und nun bin ich daheim und werde bald schlafen gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;À bientôt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-6314614147100981572?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/6314614147100981572/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=6314614147100981572' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6314614147100981572'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6314614147100981572'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/03/chinapost10-entbindungsklinik-und.html' title='chinapost#10 - Entbindungsklinik und persönliche Ankündigung Vol. II'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-1558646659555098512</id><published>2011-03-15T22:50:00.003+08:00</published><updated>2011-03-16T00:47:28.235+08:00</updated><title type='text'>chinapost#9 - Frosch, Schildkröte, Qualle und in ganz eigener persönlicher Sache</title><content type='html'>Der Michael bekam in der letzten Woche Besuch von zwei patenten jungen Herren die sich gleich am zweiten Tag wagemutigst der chinesischen Küche hingaben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Freitag traf ich mich mit den Herren und einigen chinesischen Damen in einem Restaurant. Als ich ankam standen bereits einige Köstlichkeiten auf dem Tisch. Neben Qualle, Niere und Leberpastete waren auch einige Gerichte dabei, bei denen man sich zumindest unschlüssig war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Qualle schmeckt eigentlich ziemlich genau so wie man es sich beim Anblick vorstellt. Konsistenz ähnelt einem mittelharten Radiergummi (aber eines der hellen, nicht diese rot-blauen). Geschmacklich war es ziemlich neutral und wenig spektakulär. &lt;br /&gt;Spektakulär waren hingegen die Hauptgänge. Bullfrog, Schildkröte etc. pp. Wir ließen uns nicht lumpen. Zum Nachspülen kam der gute 45 Cent Schnaps auf dem Tisch.  &lt;br /&gt;In der Schildkrötensuppe schwamm neben Panzer und Gliedmaßen auch noch der Kopf. Als die Suppe auf den Tisch kam griff ich als erster mit meinen Stäbchen in den Topf, hatte direkt ein Stück Fleisch und verschlang es, mutig wie ich war. Euphorisch verkündete ich, dass das 1zu1 wie Hühnchen schmeckt. Mein Sitznachbar stimmte nicht weniger euphorisch mit ein. Wir strahlten. Doch nicht lange. Nüchtern klärten uns die Chinesen auf, dass es normal ist, dass Hühnchenfleisch nach Hühnchenfleisch schmeckt. Auch in China. Es handelte sich nämlich um eine Schildkröten-Hühnersuppe. Wir fischten dann etwas länger nach Schildkrötenfleisch. Dieses schmeckt leicht fischig und ist von der Konsistenz her wie ganz trockenes Hühnchenfleisch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Absolut begeistert war ich jedoch vom Bullfrog. Dieses possierliche Tierchen schmeckte nämlich wirklich ausgezeichnet. So viel Fleisch findet man zwar nicht an einem Frosch, aber das was man findet, ist äusserst zart und vom Geschmack sehr gut. Schwer zu vergleichen. Aal, Stinketofu und andere Köstlichkeiten erfüllten ihren Zweck der Sättigung und zu späterer Stund fuhren wir in die Mural Bar, wo wir auch auf die Damen trafen. Die wollten sich der kulinarischen Versuchung nicht anschließen. In der Mural Bar (10€ open bar), war es dieses Mal nicht so voll wie sonst. Dies ist natürlich fatal, da man eben nicht lange anstehen muss für seine Drinks. Aber es gibt schlimmeres.&lt;br /&gt;Pünktlich zu Mitternacht stießen auf den Tag der offenen Töpferei an. Ich hoffe, dass ihr, liebe Leser, eine der 500 teilnehmenden Töpfereien besucht habt. Ein Hoch auf die deutsche Handwerkskunst. Später waren wir noch im Muse 2. Dort gibt es ein Aquarium mit Haifischen. Das nur mal an dieser Stelle. Ich kam meiner Aufsichtspflicht nach, sammelte zu späterer Stund die Mädels auf, nahm ihre Jacken und brachte alle artig nach Hause. Wie es sich gehört. So war zumindest mein Plan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Samstag verabredete ich mich mit Michael und seinem Besuch beim Schneider. Zwei Hemden der Extraklasse habe ich in Auftrag gegeben. Da wir ein ziemlich grosser Haufen waren und recht viel einkauften, bekamen wir recht gute Preise. Im Anschluss daran gingen wir noch Essen im Banana Leaf in der Super Brand Mall, wo sich die homoerotische philippinische Ukulelen-Band über ein Wiedersehen freute, allerdings etwas Abstand nahm. Der treue Leser wird sich erinnern, dass wir einst den Frontsänger der Band in die Luft werfen wollten. Er scheint sich vom Schock erholt zu haben. &lt;br /&gt;Im Anschluss daran trennte ich mich von den Bengeln und stattete Tina einen Besuch ab. Tina ist eine neue Praktikantin, spricht chinesisch, kennt halb Shanghai weil sie hier schon einmal wohnte, und ihr Ruf eilte ihr voraus. &lt;br /&gt;Der Club in dem wir landeten ist recht schick, liegt direkt am Bund und man hat einen schönen Ausblick. Allerdings ist der Laden auch entsprechend teuer. Da ich Tina ein Plastikkrönchen auf den Kopf setzte, welches ich aus meinem letzten Wendy Abonnement hatte, und ich mein Ausgehjackett anhatte zogen wir die Aufmerksamkeit einiger Leute auf uns. Ein recht hohes Tier von youtailor.com bescheinigte mir, dass das Jackett äusserst gut aussieht (ja Svenja, jetzt hast du es amtlich, du hast Unrecht), lud mich auf den ein oder anderen Drink ein, welches ich mir natürlich nicht nehmen ließ. Tina und eine Kollegen von ihr, zogen anschließend noch weiter. Ich fuhr jedoch heim. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntag fuhr ich nach dem Aufstehen in Richtung People’s Park. Dort war nämlich Hochzeitsmarkt. Ältere Menschen stellten dort ihre Töchter bzw. Söhne vor. Natürlich nur in Papierform. Das muss so sein, weil die junge Bevölkerung ja immer so busy ist. &lt;br /&gt;Ich fand nichts Adäquates zum Heiraten und ging Tee trinken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rest des Tages ging für den traditionellen Besuch des Fake-Markts und für das Abendessen drauf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorm Schlafengehen tapezierte ich mein Zimmer noch mit Alufolie und legte mir eine Infusion. Intravenös fliesst mir nun Nacht für Nacht Jod (vom Fake-Markt, mir wurde aber gesagt, dass es original ist) ins Blut. Die Wolke kommt. Ich hatte schon den ganzen Tag einen leicht pelzigen, plutonischen und cäsigen Geschmack auf der Zunge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Beruhigung. Der Wind steht gut und es ist ziemlich weit weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am gestrigen Montag stand wieder die Burgers Night im World Financial Center auf dem Programm. Anschließend liessen wir uns es nicht nehmen im Hyatt Hotel nebenan noch ein Bier zu trinken. Das schmeckt im 87 Stock nicht anders als auf dem Bürgersteig vorm Supermarkt, ist aber eben teurer. Ich liess mich jedoch einladen und danke an diesen Stelle nochmals von ganzem Herzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anstatt mich nun hier und jetzt zu verabschieden möchte ich noch etwas in ganz eigener Sache kundgeben:&lt;br /&gt;Wer sich zu Schulzeiten des Öfteren im Hause Segelken aufgehalten hat, wird sich an den edlen Hausherren erinnern können. Als Visionär, Vordenker und Führer auf vier Pfoten beeindruckte er uns nachhaltig. Er hatte viele Namen. Sich auf einen Namen festzulegen, damit würde man diesem vielseitigen Prachtexemplar nicht Genüge tun. Französische Freunde nannten ihn ehrfurchtsvoll Charles de Gaulle, Familienangehörige nannten ihn Ginger, Freunde nannten ihn Boize oder schlicht und einfach Kater, oder man gab ihn einfach den Namen, der einem bei seinem anmutigen Anblick als erstes einfiel. &lt;br /&gt;Nach tapferen Jahren der Krankheit, des Leidens, aber auch der Hoffnung und Freude ist unser Freund, Weggefährte und vor allem unser Familienmitglied nun von uns gegangen. Groß Mackenstedt trägt Trauer, und ich denke nicht nur Groß Mackenstedt tut das. Er war ein geselliges Tier und hatte viele Freunde, vielleicht nicht unbedingt unter Artgenossen, sondern eher unter jenen, die ihn verstanden, die ihn liebten und die er, auf seine ganze eigene Art und Weise, auch liebte. Er war ein Geniesser, ein Gourmand, der gerne nahm, aber der noch viel lieber gab. Mit Trauer gucke ich ganz persönlich in die Zukunft, wo mich jenes Tier nicht mehr umgarnt, wenn ich auf Heimatsbesuch bin. Aber überwiegen tut doch die Freude, über 11 Jahre sein Leben mit ihm geteilt haben zu dürfen. &lt;br /&gt;Er ging immer seinen eigenen Weg. So auch, als er uns im Wartezimmer der Tierklinik, noch vor seiner Behandlung, entschlief. Er wollte nicht mehr. Und das muss man, muss ich, müssen wir respektieren.&lt;br /&gt;Mein Freund und Bruder, mein Vorbild, du bist nun im Katzenhimmel. Und ich wünsche dir dort oben nur das Beste. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In tiefer Zuneigung und Hingabe,&lt;br /&gt;in grenzenloser Liebe,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;dein Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-1558646659555098512?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/1558646659555098512/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=1558646659555098512' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1558646659555098512'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1558646659555098512'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/03/chinapost9-frosch-schildkrote-qualle.html' title='chinapost#9 - Frosch, Schildkröte, Qualle und in ganz eigener persönlicher Sache'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-5567638753904583932</id><published>2011-03-09T19:05:00.001+08:00</published><updated>2011-03-09T19:05:47.308+08:00</updated><title type='text'>chinapost#8 - Weltfrauentag und die Qualen der Schildkröten</title><content type='html'>Nachdem die ganzen Herren der Schöpfung sich nun vom Acker gemacht haben, ist Onkel Torben hier gewissermaßen der Hahn im Korb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So bleibt es natürlich nicht aus, dass ich mit den Grazien auch den Freitagabend gestalte. Der Arbeitskollege einer der Damen, Johanna, schlug ein Restaurant ganz bei uns in der Nähe vor. Reservieren lassen konnte ich da leider nichts mehr. Aber man sagte mir auch, dass die Chinesen um 8 sowieso alle abhauen. Für Chinesen dient der Besuch eines Restaurants lediglich der zweckmäßigen Nahrungsaufnahme. &lt;br /&gt;Als wir jedoch das Restaurant erreichten glich der Eingangsbereich des Restaurants einem riesigen Spielplatz. Menschenmassen hielten sich dort auf, bewaffnet mit einem Zettel in der Hand und warteten darauf, dass ihre Nummer aufgerufen wird um endlich einen Tisch zu bekommen. Wir wollten das nicht ganz wahrhaben und fuhren mit der Rolltreppe nach oben in den Restaurantbereich. Als die Dame am Empfangstresen gestikulierend nach meinem Zettel fragte, signalisierte ich ihr, dass ich einen solchen nicht besäße. Nach kurzem Gebrüll in ihr Walkie Talkie wurden wir zu einem Tisch geführt. Das die Ausländer auch immer ihre Extrawurst brauchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Extrawurst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bestellung des Essens gestaltete sich als schwieriger als zuvor angenommen. Denn unter den Ladies befand sich auch eine Vegetarierin. Von der vegetarischen Lebensweise halte ich bekanntermaßen ja nicht allzu viel. Den von ihr geforderten Salat konnte ich nun leider in der Karte nicht wirklich finden. Gemüse ist hier in der Regel nämlich sauer oder scharf eingelegt. Ich musste ihr den Wunsch nach einem großen gemischten Chefsalat mit Cocktailsauce, ohne Zwiebeln aber mit Avocadostreifen also leider ausschlagen. Ein Steak mit extra Fettrand und Knoblauchbutter konnte ich ihr allerdings auch nicht schmackhaft machen. Leider wussten wir auch gar nicht für wie viele Leute wir bestellen sollten, da es eine der Damen mit der Uhrzeit nicht so genau genommen hat und um kurz nach 9 aufkreuzte. &lt;br /&gt;Wir bestellten also erst viel zu wenig, später vielleicht einen Schwung zu viel, aber satt wurden letztendlich alle. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anschließend fuhr ich noch mit einer Taxiladung Mädels weiter in den Paramount Club. Einige mussten abspringen. Die Ausrede ist hier immer schnell gefunden und fast unanfechtbar. Da alle Praktikantinnen liiert sind und ihre Knaben in Deutschland zurücklassen mussten, hört man immerzu „Ich muss leider los, ich skype gleich noch“. Bis auf meine Wenigkeit nicken dann alle Umstehenden verständnisvoll. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist der Paramount Club doch als einer der edelsten Clubs Shanghais beschrieben, so war der überwiegend westliche Klientel doch eher mäßig bis fragwürdig. Aber in jedem Fall minderjährig. Zu fortgeschrittener Stund waren alle Ecken und Winkel des Clubs mit Jungen und Mädels besiedelt, die sich dort heftigst austauschten. Zu Zeiten von Schweinegrippe und SARS, äusserst denkwürdig. Als ich zwischendurch mal austrat und die Örtlichkeiten aufsuchte wurde ich von einem der Kloburschen verfolgt. Am Pissoir stehend fing der Bub an mich zu massieren. Nachdem er den Rücken schnell abarbeitet nahm er meinen Kopf in seine Hände und zog mein Kinn erst ruckartig zur linken und anschließend zur rechten Schulter. Es knackte laut und oft und ich fühlte mich wie neugeboren. Ein Fachmann muss das gewesen sein. Ich bin froh ohne Lähmungserscheinungen davon gekommen zu sein. Gegen 3 war nur noch ein harter Kern von Simone, Shirley und Micha im Club. Micha stieß nach dem Essen hinzu. Wir stärkten uns noch bei McDonalds und traten dann den Heimweg an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstag schlief ich erwartungsgemäß aus. Der McDonalds Lieferservice kam nach dem Aufstehen jedoch nicht zum Zuge. Ich hatte noch kiloweise Erdbeeren bei mir. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Vortag in der Mittagspause musste ich den Obstmann meines Vertrauens nämlich bitter enttäuschen. Ich konnte mir aufgrund eines kurzfristigen Liquiditätsengpasses nur eine einzige Frucht leisten. Aus Mitleid schenkte er sie mir auch noch. Das nagte natürlich an meinem Gewissen. Nach Feierabend, mit neuem Geld ausgestattet, besuchte ich ihn erneut und deutete auf die Erdbeeren und auf eine Tüte. Er verstand. Gekonnt stülpte er die Tüte über den Erdbeerkorb und ließ den kompletten Inhalt darin verschwinden. „Tja“, dachte ich mir, „das haste jetzt davon“. Der Preis von 2,50€ überraschte mich anschließend jedoch im positiven Sinne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstagabend traf ich mich mit den Damen in der French Concession in einem Thai Restaurant. Die Bestellung des Essen da ein wenig gedauert, aber es wurde die richtige Wahl getroffen. Sonntag, nachdem die Mädels zum köstlichen Brunchen eingeladen hatten, wollte ich nun endlich ein von langer Hand geplantes Unterfangen in die Tat umsetzen. Neue Schuhe mussten her. Im strömenden Regen stapfte ich durch die East Nanjing Rd. Ich wurde schnell fündig, lief aber dennoch noch recht lange durch die Stadt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Woche verlief bisher ohne größere Aufregung. Ach doch, Hagen hatte Geburtstag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Wochenende planen Micha und ich eine kleine kulinarische Exkursion. Schildkröten gelten in China als Delikatesse. Bis zum Wochenende hab ich also noch Zeit mir einige Argumente auszudenken, die für das Probieren von Schildkröten sprechen. Normalerweise hätte ich jetzt nicht das größte Problem damit, allerdings erzählt man sich in China auch, dass Schildkrötenfleisch nur gut ist, wenn das possierliche Tier vorher maximale Qualen erlitten hat. Knacken des Panzer bei lebendigem Leibe versteht sich da von selbst, und das langsame gleiten in siedendes Wasser mit den Hinterbeinen voran ist Ehrensache. Man muss dem Tier schließlich noch in die Augen gucken können. Dem Koch bleibt hingegen überlassen, ob er die Gliedmaßen vor oder nach dem Tauchgang im Kochtopf abtrennen möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am heutigen Mittwochabend findet im Financial Centre (Flaschenöffner) eine Ladies Night statt. Für Frauen ist der Eintritt und Perlwein selbstverständlich inklusive. Männer zahlen 10€ Eintritt und Bierpreise um die 7€ schrecken doch eher ab. Unsäglich finde ich sowas zu Zeiten der Diskussionen um Quoten und Gleichberechtigung. Aber wo wir schon beim Thema sind: Alles Gute nachträglich an dieser Stelle zum Weltfrauentag. Es muss für die Damen unter uns ein toller Tag gewesen sein. Der Weltfrauentag gehört übrigens zur Gattung der Aktionstage. Und da es davon reichlich gibt, möchte ich schon einmal vorweg allen Menschen, die im Besitz von mindestens einer Niere sind (Funktionstüchtigkeit nebensächlich) zum morgigen &lt;a href="http://www.weltnierentag.de/"&gt;Weltnierentag &lt;/a&gt;gratulieren. Nierenschutz ist nämlich Herzenssache. So der Slogan für den morgigen Tag. Also, nochmal alles erdenklich Gute zum Weltfrauentag, den ich für genauso sinnvoll halte wie den Weltnierentag. Der Vatertag fällt auf Christi Himmelfahrt, ist also ein Feier- und Gedenktag und kein Aktionstag. &lt;br /&gt;Bevor jetzt jedoch Rufe nach Gleichberechtigung kommen: keine Sorge. Es gibt nämlich auch einen Weltmännertag, der genauso zu den Aktionstagen gehört wie der Weltfrauentag. Aus purem Understatement und aus gewisser Demut hängen wir den jedoch nicht an die große Glocke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen schönen Tag wünscht euch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Euer bester Freund&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-5567638753904583932?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/5567638753904583932/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=5567638753904583932' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5567638753904583932'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5567638753904583932'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/03/chinapost8-weltfrauentag-und-die-qual.html' title='chinapost#8 - Weltfrauentag und die Qualen der Schildkröten'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-4484830516307761004</id><published>2011-03-03T00:21:00.002+08:00</published><updated>2011-03-03T02:02:43.740+08:00</updated><title type='text'>chinapost#7 - Tatort: Massageliege // Der Masseusenreport (FSK 16)</title><content type='html'>Mein Arzt hat mir geraten, dass ich mit traumatischen Erlebnissen möglichst progressiv umgehen soll und ich denke, dass ich durch das Niederschreiben einiger verstörender Erlebnisse das Richtige tue. Ich hoffe, dass ihr Verständnis dafür habt, dass ich so schonungslos wie möglich berichte. Alles andere würde den langen Prozess der Verarbeitung unnötig in die Länge ziehen. Seichte Gemüter sollten an dieser Stelle aufhören zu lesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am gestrigen Dienstag beschloss ich nach Feierabend die Massagepraxis neben unserem Büroturm zu besuchen. Es handelt sich dabei um eine Kette und macht einen durchweg seriösen Eindruck. Es gibt einen Pagen, eine Rezeption etc. pp. Frauen und Männer gehen dort ein und aus. &lt;br /&gt;Ich beschloss das einstündige Standartprogramm zu buchen, welches 160 Yuan kostet, also etwas über 16 Euro, und für China schon die obere Preisklasse ist, für Shanghai jedoch keineswegs ungewöhnlich. Erst recht nicht für Pudong, dem Stadtteil in dem ich lebe.&lt;br /&gt;Ich wurde, in diesem mehrstöckigen Komplex, eine Etage nach oben geführt. Nachdem man mir eine pfiffige Klamottenkombination übergab, wurde mir die Möglichkeit gegeben mich zu duschen. Ich nahm das Angebot einfach mal an. Kostet ja nichts extra. Ungewöhnlich fand ich allerding, dass vor meiner Duschkabine die ganze Zeit ein kleiner grinsender Chinese stand. Er hielt für mich Handtuch und Latschen und die besagte Klamottenkombination bereit. Er ließ es sich aber auch nicht nehmen, mir den Rücken höchstselbst abzutrocknen. Anschließend wurde ich in den Massageraum gebracht. Ich solle mir das Oberteil ausziehen. Gesagt getan. Noch immer kein Grund zur Sorge.&lt;br /&gt;Nach knapp über einer halben Stunde anständiger Rückenmassage, bat mich die Dame, mich doch bitte umzudrehen. Es ging weiter mit Schultern, Händen und plötzlich in Richtung Brust. „Lässt sie mal machen, die weiss ja schließlich was sie tut“, dachte ich mir. Als sie mir dann jedoch in kreisenden Bewegungen den Bauch massierte und mit jeder Umrundung den Radius vergrößerte, kamen mir das erste Mal Zweifel. Bis dahin noch kein Wort gewechselt, fing sie auch plötzlich mit Smalltalk an, wobei es dem Begriff eigentlich nicht gerecht wird. Denn ihr englisch war wirklich ungut. Gefragt, aus welchem Land ich denn kommen würde, antwortete ich selbstredend „Germany“, woraus sie „Japanese“ machte. Liegt ja auch nahe. Neben der erstaunlichen Gleichheit der Wörter Germany und Japanese, bin ich ja auch der Inbegriff eines stereotypen Japaners.  &lt;br /&gt;Quasi im selben Satz fragte sie, ob ich für einen kleinen Tip (Trinkgeld) nicht vielleicht auch eine Full-Body-Massage haben möchte. Ich verstand nicht recht. Ob es an der Aussprache lag oder ich es einfach nicht wahrhaben wollte, weiss ich bis jetzt noch nicht. Sie wiederholte die Frage drei Mal. Beim dritten Mal wurde sie etwas ungehalten und zeigte energisch mit ihrem Zeigefinger auf meine Körpermitte. Mir schwante langsam, auf was die Dame denn hinaus ist. Ich sagte ihr, dass ich es äusserst nett finde, dass sie so sehr um mein Wohlbefinden besorgt ist, aber dass das wirklich nicht Not tut. Es kam zu einem kurzen Schlagabtausch „ach du magst das nicht?“ – &lt;i&gt;„doch doch, aber tut halt gerade nicht Not“&lt;/i&gt; – „just a little tip“ – &lt;i&gt;„I’m a student, I don’t even have a little tip“&lt;/i&gt; etc. pp. Sie akzeptierte das vorerst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anschließend verbrachte sie jedoch etwa 15 Minute damit, mir die Beine, insbesondere die Oberschenkelinnenseiten zu massieren. Häufiges beiläufiges Berühren der Kronjuwelen selbstverständlich inklusive. Kurz bevor die Stunde rum war, fragte sie, ob ich nicht vielleicht noch eine kleine extra Massage haben möchte. Sie haute nun auch erstmals raus, dass mich das lediglich 200Yuan (20€) kosten würde. Ich sagte ihr, dass das mehr ist, als ich für die ganze Stunde bezahlt hätte. Zack! Preis halbiert. Hundert Yuan. Ich lehnte dankend ab, bedankte mich artig für die Massage und das Gespräch und verließ den Raum. Den Tee zog ich natürlich noch weg. Der war schließlich gratis. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin wie Mahatma Gandhi, nur besser. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine chinesischen Kollegen erzählten mir, dass das sehr ungewöhnlich sei, und dass der Laden wohl ziemlich viel Geld an die örtliche Polizei zahlen muss und dass sie dies zum ersten Mal hörten. Gut, ich werde das nächste Mal eine andere Massagepraxis ausprobieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend feierten wir den Abschied von Stefan. Einem Bayer Praktikanten, der nun auch von dannen zieht. Mit einer Menge Leute trafen wir uns in einem Restaurant. Meine Geschichte sollte zur allgemeinen Erheiterung beitragen und ein kleiner harter Kern endete nach dem Essen noch im C’s. In der Kaschemme war ich nun zum dritten Mal seit Ankunft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute war ich mit Fritz (ein Chinese mit gutem Deutsch) und Hagen im Stadion. Der Lokalmatador Shanghai Shenhua spielte in der asiatischen Champions League gegen den Feind aus Japan. Shanghai Shenhua war einst Arbeitgeber von Carsten Jancker, nachdem dieser bei Kaiserslautern ausgemustert wurde. (Quelle: Wikipedia / (ich möchte ja ungerne von sämtlichen Ämtern zurücktreten))&lt;br /&gt;Unsere Jungs, mit einem Gesamtmarktwert von 975.000€ (Quelle: transfermarkt.de), konnten den Antlers, mit einem Gesamtmarktwert von 19.825.000€ (Quelle: transfermarkt.de), ein 0:0 abgewinnen. Das Spiel selber war an Spannung kaum zu überbieten. Denn auch in Sachen Torschüsse einigten sich beide Mannschaften auf ein 1:1. Es war aber eine witzige Erfahrung, und ich spiele mit dem Gedanken mit eine Dauerkarte zu kaufen. 35 Euro. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Schal hab ich schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis bald,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-4484830516307761004?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/4484830516307761004/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=4484830516307761004' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/4484830516307761004'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/4484830516307761004'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/03/chinapost7-tatort-massageliege-der.html' title='chinapost#7 - Tatort: Massageliege // Der Masseusenreport (FSK 16)'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-5177045982073596219</id><published>2011-02-28T21:40:00.000+08:00</published><updated>2011-02-28T21:40:25.112+08:00</updated><title type='text'>chinapost#6 - Farewell³</title><content type='html'>Es ist wieder viel passiert. Mein lieber Kokoschinsky. Ich fange Freitag an. Mein werter Mitbewohner Matthias und Max feierten ihren Abschied. Geladen wurde ins Tepanyaki Restaurant. Der geneigte Leser wird wissen, dass wir dort schon einmal waren. Die Reservierung war etwas umständlich. Max reservierte schon Tage zuvor für 24 Personen, was die Damen im Restaurant kaum glauben konnten. Man vergewisserte sich mehrfach, ob wirklich 24 gemeint ist, oder nicht doch einfach bloß 4. &lt;br /&gt;Mirko, Max und ich schmissen uns in die feinste Ausgehrobe die wir auftreiben konnten. Ihr könnt euch denken, trotz erbärmlicher 20kg Gepäck bei Aeroflot, durfte mein türkis-weiss-kariertes Jackett nicht fehlen. Max warf sich in einen Traum aus grüngelb. Und Mirkos Leib umgarnte ein entzückendes Zuhälterhemd vom Schneider, garniert mit einem grünen Pullover. Das Tüpfelchen auf dem i sollten Accessoires in Form von Hüten oder Fliegen sein. Es war schlichtweg ein Traum. Bei den Kellnerinnen kam unser Outfit auf jeden Fall tierisch an. &lt;br /&gt;Es war dann auch tatsächlich für etwa 20 Leute eingedeckt, der Rest wurde mit Klappstühlen ergänzt. Es sollte dieses Mal nicht zu internationalen Bierstafetten kommen, doch wir haben auch dieses Mal den Sake nicht gerade in homöopathischen Mengen bestellt. Als es dann zur berühmten letzten Runde kam, brachten wir die Kellner zur Resignation. Gerne und reichlich, war die Devise. Auf die Frage, ob wir dann noch Sake (Reiswein) wollten, und wenn ja, wie viele denn, antworteten wir „24“,… „bitte“. Man muss bedenken, dass Sake in kleinen Porzellangefäßen ausgeschenkt wird. Ein Gefäß reicht für einige Gläschen Sake. Die Kellnerinnen vergewisserten sich, ob wir wirklich 24 haben wollen. Diese verflixte Zahl. Um jegliche Kommunikationsprobleme aus dem Weg zu räumen, sagten wir, dass sie auch gerne 48 bringen könnten. Jetzt dachten sich auch die Kellnerinnen, „scheiss auf Porzellanfläschchen,… schaff ran die Plärre“. In liebevollen 3 Liter Plastikkanistern, in denen früher O-Saft Konzentrat war, wurde das edle Gesöff, frisch abgezapft, auf den Tisch gekloppt.  Stilvoll. Wir waren endlich auf einer Wellenlänge. &lt;br /&gt;Anschließend ging es mal wieder ins C’s. Jenem Club, in dem wir auch nach dem letzten Tepanyaki waren. Mirko war müde. Sonst war es aber ein illustrer Abend. Nach und nach hat sich die Runde aufgelöst, und auch der letzte Rest strich die Segel, als ein großer Schwung Polizisten mit Helmen in den Club kam. Allgemeine Aufbruchsstimmung kam auf. Ich rief Mirko an. Er und Max waren noch im Gogo China. Ein etwas verrucht anmutender Club gegenüber dem Hotel. Kommt man in Sichtweite der Bar stürmen einem mindestens zwei Mädels entgegen die laut „Heeey handsome boys, come in, buy one get one freeeee“ kreischen und einem am liebsten direkt in die Bar ziehen wollen. Bisher ging man immer zügig am Gogo China vorbei. Dieses Mal jedoch nicht. Als ich dort ankam wurde sich um Mirko und Max schon artig gekümmert. Als ich beim Kickern dann mal aussetzen musste, spielte eine Dame mit mir „Vier-gewinnt“. Ich verlor kläglich und mehrfach. Schwor aber Revanche. Alles in einem ist der Laden ein großer Männerhort, denke ich. Wenn man keine Freunde hat, ist das auf jeden Fall eine tolle Adresse. Ich ging irgendwann heim. Mirko und Max blieben noch etwas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstag stand dann wieder das übliche Programm auf der Tagesordnung. Nach dem Aufstehen ging ich nach oben zu den anderen Buben und wir bestellten bei Mc Donalds. Dieses Mal sollten wir jedoch stark enttäuscht werden. Um 14:30 gab ich die Bestellung auf. Am Telefon wird einem immer gesagt, dass es so 45 Minuten dauert. Normalerweise steht das Essen immer nach 20 Minuten vor der Türe. Dieses Mal dauerte es 2 Stunden. Mirko und ich riefen regelmäßig abwechselnd dort an und versuchten den Damen klarzumachen, dass es wohl nicht mehr kommen wird. Die flüchteten in Ausreden. Erst als wir klarmachten, dass die die Bestellung einfach ein weiteres Mal eingeben sollen, wir würden zur Not auch beide Bestellungen annehmen, machten die Mädels Nägel mit Köpfen und um Punkt 16:30 Uhr stand das rote Männchen mit dem großen Thermorucksack vor der Tür. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sollten es an diesem Tag nicht mehr aus dem Hotel schaffen. Abends bestellten wir beim Inder extrem scharfes Curry. Nach einigen Bissen setzte bei mir eine ganz kurze Übelkeit ein. Ich legte das Essen beiseite, legte mich kurz hin und schlief ziemlich schnell ein. Als ich Sonntagmorgens um 05:30 auf der Couch erwachte, setzte ich mich kurz aufrecht hin. Zog das Curry weg. Weinte anschließend eine halbe Stunde. Und als der Schwindel wich, das Pfeifen auf den Ohren verschwand und die Wasserkübel leer waren, ging ich nach unten in mein Bett. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 09:30 klingelte der Wecker. Während Mirko, Max und Matthias packen mussten, fuhr ich mit Hagen, Christoph und Johanna nach Anting. Genauer gesagt, nach Anting New Town. Knapp zwei Stunden fuhren wir mit der Metro durch Shanghai, setzten uns dann noch kurz in ein Taxi und landeten in einer Geisterstadt mitten in Shanghai. &lt;br /&gt;Vor einigen Jahren dachten sich die Stadtobersten nämlich: „Och, die Deutschen machen eh alles ziemlich gut. Dann bauen wir einfach mal ´ne deutsche Stadt nach“. Gesagt getan. In Shanghai gibt es mehrere kleine Pilotstädte. Anting New Town wurde nach deutschen Maßstäben gebaut. Angeblich soll dort Doppeltverglasung, Dämmung und der ganze Pipapo verbaut sein. Fotos folgen. Das Stadtbild ist wirklich sehr Deutsch. Die Stad an sich ist aber eher beängstigend. Ausgelegt für 20.000 Menschen, leben dort schätzungsweise nicht einmal die Hälfte. Grünanlagen, Parks, Fluss, nicht so hohe Häuser, an alles wurde gedacht. Dass sich die Mieten aber wohl nicht so viele leisten können, und soweit vom Stadtkern entfernt auch gar nicht leisten möchten, daran wurde wohl nicht gedacht. Am schauderhaftesten war der Marktplatz. Recht groß umgeben von großen Gebäuden und etwas, was einer Kirche nachempfunden worden ist, war dort einfach nix. Wir waren die einzigen Menschen und die 2006 fertiggestellten Häuser stehen leer. Allerdings hörte ich dort auch das erste Mal seitdem ich hier bin wieder die Vögel zwitschern. Die Straßen waren für Verkehr à la Shanghai ausgelegt. Über Kreuzungen konnte man jedoch getrost hinweg schlendern. Eine deutsche Bäckerei mit den besten Bretzeln Shanghais wurde uns angepriesen. Angekommen mussten wir jedoch erfahren, dass es die Bäckerei schon seit 1 ½ Jahren nicht mehr gibt. Das Wirtshaus sollte es aber noch geben. Allerdings nicht in Anting New Town, sondern im alten, chinesischen Teil der Stadt. Mit dem einzigen Linienbus kehrten wir der eindrucksvollen Atmosphäre den Rücken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Wirtshaus angekommen konnten wir zu gemäßigten Preisen deutsches Bier und deutsche Küche genießen. Schöfferhofer vom Faß ist was Feines. &lt;br /&gt;Nach dem langen Rückweg zurück in die Zivilisation, gingen wir mit Max und Matthias noch einmal essen. Mirko flog bereits nachmittags gegen 16 Uhr mit 8kg Übergepäck nach Xi’An. Was bei der Lufthansa läppische 240€ (in Worten: zweihundertvierzig Euro) gekostet hätte, kostet in China ganze 16€ (sechzehn). Human. Mit 16€ hätte man bei der Lufthansa ziemlich genau ein Pfund Butter und eine Handvoll Federn mitnehmen können. Nach dem Abendessen verabschiedete ich mich tränenreich von Max. Der ebenso tränenreiche Abschied von Matthias sollte heute in der Früh folgen. Nun sitz ich in dieser großen Wohnung ganz allein und harre der Dinge die kommen. Da ich nun in die Selbstständigkeit entlassen wurde, besuchte ich gleich heute den nächsten größeren Supermarkt. Bisher konnte ich die Dinge des täglichen Bedarfs immer noch im Laden an der Ecke kaufen, oder mir von Matthias borgen. Heute musste ich dann doch sehen, dass nicht alle Dinge günstiger sind in China. Milchprodukte zum Beispiel. Président, der französische Weichkäse, kostet hier über 7€. Schokolade ist ebenfalls teuer. Ich werde nicht mehr oft in den Lotus Supermarkt gehen. Das ist mir zu stressig. Im Laden war es mir zu warm. Die Schlange zu lang. Die Kassiererin zu langsam. Die Tüten waren mir zu schwer und im Bus musste ich auch noch stehen. Für Klopapier und Waschmittel etc. wird mir das nicht erspart bleiben. Die Küche hier wird aber wohl eher kalt bleiben. Essenstechnisch labe ich mich lieber wieder an den Restaurants und Essensständen in der Umgebung. Ist günstiger, man ist in Gesellschaft und unterstützt die Locals. &lt;br /&gt;Bis neulich!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-5177045982073596219?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/5177045982073596219/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=5177045982073596219' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5177045982073596219'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5177045982073596219'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/02/chinapost6-farewell.html' title='chinapost#6 - Farewell³'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-5439008445121508576</id><published>2011-02-23T21:31:00.000+08:00</published><updated>2011-02-23T21:31:28.508+08:00</updated><title type='text'>chinapost#5 - Schwer erbrochen</title><content type='html'>Seid gegruesst!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Temperaturen steigen langsam. Während es in der Heimat wieder zu schneien begann, frönen wir uns langsam wieder wärmeren Temperaturen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz Badewetters scheue ich mich nicht die Ereignisse der letzten Tage zusammenzufassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Freitag trafen wir uns mit einigen Kollegen zum Abendessen in einem malaiischen Restaurant. Essen war gut. Es kam aber weder du spektakulären Ereignissen oder gar Skandalen. Anschliessend gingen wir unsere Behausung zurück und trafen dort auf den Rest der Bande. Die Stimmung fand ihren Höhepunkt bei einem Looping Louie Turnier der Extraklasse. Ein Spiel für jung und alt, welches keine Wünsche offen lässt. Nur schmerzlich verliessen wir dann das Hotel und fuhren in die Mural Bar. Mit 100Yuan (10,50€) Eintritt ist es dort schon recht teuer, wenn man aber bedenkt, dass alle Getränke inklusive sind, relativiert sich das schnell wieder. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Mural Bar war voll mit Europäern, vorwiegend Franzosen und Deutschen. Trotzdem Carina, eine Arbeitskollegen von meinem Mitbewohner, uns den ganzen Abend drängte noch in den Club 88 zu fahren verschlug es uns zu späteren Stund ein eine Kaschemme namens Dada, oder Da Da oder ähnlich. Der miefige Laden befand sich eher in einer Nebengasse und war jetzt nicht so der Bringer. Wir blieben nicht lange und irgendwann ging es heim. Daheim angekommen ging jeder auf sein Zimmer, ehe etwa eine halbe Stunde später eine Rund-SMS durchs Pent-Ox Hotel ging: „Mirko und Hagen haben für 150 Quay bei McDonalds bestellt und sind eingeschlafen, fühlt euch eingeladen“. Matthias hat uns jedoch vorher mit mäßig schmeckenden Shiaozi (Teigtaschen) bekocht und somit war der Hunger gestillt und eine gewisse Bettschwere zwang mich in die Horizontale. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Samstagmorgen wurde das Mc Donalds Büffet aufgefrischt und wir starteten gemächlich in den Tag. Am späteren Nachmittag fuhren wir in ein Künstlerviertel, in dem ich vor zwei Jahren mit meinem sehr sehr guten Freund Toni und Mirko schon einmal war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch dieses Jahr wurde ich von Mirko ein weiteres Mal herb enttäuscht. Während die Herrschaften nämlich nach Fotografien suchten entschuldigte ich mich kurz um zum Geldautomaten zu gehen. Nach einigen Minuten kam ich zurück und der Fotoladen war menschenleer. Nachdem ich mich dann mal erkundigte, wo die anderen denn nun wären, bekam ich eine absolut mäßige Beschreibung. Mirko muss sich über die Jahre eine Links-Rechts-Schwäche angesoffen haben, denn das was er ablieferte war nun wirklich erbärmlich. Letztendlich musste er mich an der nächsten Hauptstraße einsammeln. Dieser Stress war zu viel für den sonst eher so mittel beschäftigten jungen Herren. Völlig aufgekratzt führte er mich zu den anderen. &lt;br /&gt;Als Stärkung gab es abends dann ein Essen in einem Restaurant in der Super Brand Mall. An diesem Abend sollte auch ein denkwürdiges Werderspiel stattfinden. 22:30 Uhr chinesischer Zeit war Anpfiff. Wir fanden keine adäquate Sportsbar und beschlossen das Spiel via Stream zu gucken. War nicht so toll. Weder Stream noch Spiel. Aber darauf möchte ich jetzt nicht mehr genauer eingehen.&lt;br /&gt;Ich schlief glücklicherweise noch während der zweiten Halbzeit in meinem Sessel ein und fand den Weg ins eigene Bett gegen 4 Uhr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Sonntag besuchten wir einige Märkte für nicht ganz originale Fabrikate aus Elektronik- und Klamottenindustrie. Mirko deckte sich mit Kameraequipment ein, ich liess mich nur zu einem Pullover und einer DVD hinreissen. Nach dem zweiten Fakemarkt besuchten wir das Windows. Laut eigener Bezeichnungen ein Café. Ranziger Kellerschuppen mit Discotheken-Charakter würde eher passen. Dort war ich ebenfalls bereits 2008 mit meinem sehr sehr guten Freund Toni und Mirko. Auch dort wurde ich von Mirko heftigst enttäuscht. Während er sich mit einer Dame aus Taiwan vergnügte, liess er Toni und mich völlig allein. Nachdem ich draussen vorm Starbucks auf der Fensterbank schlief, Toni alleine mit dem Taxi ins Hotel zurückfuhr, hatte der feine Herr seinen Spass. Nicht, dass wir nun großartig auf ihn angewiesen waren, ganz im Gegenteil, aber wir machten uns natürlich große Sorgen und hatten Angst, dass er schon auf irgendeinem Containerschiff als kleiner Matrose gefangen gehalten würde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich musste nun aber leider feststellen, dass vom Starbucks, welches mir einst als Schlafstätte diente, lediglich ein verrottetes Schild übrig ist, der Rest des Ladens ist verwaist. Meine damalige Schlafstelle verlor dadurch enorm an Charme und ich konnte keine wirklich Verbindung mehr herstellen. Ein Stück meines Herzens wird mit ihr gehen, und für immer verschollen bleiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Windows waren wir die einzigen Gäste. Nachdem wir uns über ekelhaft schmeckendes Carlsberg beschwerten, und die Wirtschaft nur zögerlich und unter Protest neues Bier herausrückte, stellte man die Klimaanlage einfach von warm auf kalt. Auch wenn ich dazu geneigt war etwas ungehalten darauf zu reagieren, gaben wir nach, verliessen den Ort des Geschehens und fuhren heim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Montag ging der Alltag wieder los. Im E-Mail Verteiler wurde jedoch schon heftigst die Abendplanung vorangetrieben. „Burgers Night“ im Blue Frog Restaurant. Mit einer Horde von 17 Leuten  besuchten wir das Restaurant. Die Burger waren erstklassig  und mit circa 17 cm auch beachtlich hoch. Mit etwas handwerklichem Geschick konnte man den Burger aus Fressniveau drücken. Zu Mirkos, Max und meinem Gunsten verkalkulierten sich die Kellnerinnen an unserem Tisch etwas mit dem Bier und im Handumdrehen standen 4 volle Humpen Bier vor uns. Das Restaurant befindet sich im &lt;a href="http://thebesttraveldestinations.com/wp-content/uploads/2010/02/Shanghai-World-Financial-Center.jpg"&gt;World Financial Center&lt;/a&gt;. Auch bekannt als „Flaschenöffner“, da das Gebäude die Form eines Flaschenöffners hat. Ursprünglich sollte an der &lt;a href="http://de.structurae.de/files/photos/f000238/swf1.jpg"&gt;Spitze des Gebäudes ein Loch, also ein Kreis sein,&lt;/a&gt; und kein eckiger Hohlraum, der dem Gebäude nunmal zu diesem Spitznamen verhalf. Allerdings wurde das Gebäude von der gelben Bedrohung aus Japan finanziert, und diese hatten wohl den perfiden Plan, ein Abbild der japanischen Flagge im Herzen Shanghais zu installieren. Nicht so mit den Chinesen. Der Plan wurde durchschaut und aus japanischem Kreis wurde Flaschenöffner. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dienstag ging es weder Max noch mir besonders gut. Nachdem Max seinen Magen bereits kurz nach dem Aufstehen auf links drehte, habe ich noch das Mittagessen abgewartet. Und eines sag ich euch, geneigte Leser, Glasnudeln, im Rückwärtsgang, nicht schön. Loyal wie ich bin, verrichtete ich dieses Geschäft natürlich nicht auf der Siemens Etage im 20. Stock, sondern fuhr extra in die 24. Etage.&lt;br /&gt;Nach Feierabend fuhren Mirko, Max und ich zum Tailor. Die maßgeschneiderten Hemden abholen. Ich bin begeistert. Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Nachdem wir noch einige Besorgungen tätigten fuhren wir nach Hause. Kaum daheim klopfte der Magen ein weiteres Mal an. Die Glasnudeln hatten ihren brutalen Schlachtplan noch nicht beendet. Der Kampf zwischen Magen und mir sollte noch bis in die späten Abendstunden andauern. Ich gewann. Erschöpft schlief ich irgendwann ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute kam ich selbstverständlich pünktlich zur Arbeit, mit noch etwas flauem Magen aß ich nur verhalten zu Mittag. Nach der Arbeit traf ich Max und Mirko in der Einkaufsstraße. Als es dunkel wurde, trotteten wir zum Bund. Nach einigen Fotos etc. brachen wir auf. Plötzlich sahen wir ein Licht. Eine Anziehungskraft packte uns und eine Gruppe von jungen Herren, norddeutsch angemutet, gewann unsere Aufmerksamkeit. Vielmehr jedoch das quadratische Objekt was sie in ihren Händen hielten. Eine Haake Beck Kiste. Haake Beck ist eine lokale Köstlichkeit aus dem Raum Bremens und eines der leckersten Biere Deutschlands. Zwar war in dem Haake Beck Kasten kein Haake Beck, sondern Becks, aber die jungen Seemänner liessen sich nicht lange bitten und gaben einen aus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem leckeren Bremer Bier verließen wir den Bund und fuhren heim. Und da bin ich nun. Grüße an die Heimat. An diejenigen die die Weltpresse verfolgen: Revolutionstechnisch merkt man hier eher nicht so viel. Bisschen mehr Polizei. Mit Schäferhunden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-5439008445121508576?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/5439008445121508576/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=5439008445121508576' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5439008445121508576'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5439008445121508576'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/02/chinapost5-schwer-erbrochen.html' title='chinapost#5 - Schwer erbrochen'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-5757423157410803388</id><published>2011-02-16T18:15:00.002+08:00</published><updated>2011-02-16T20:59:24.682+08:00</updated><title type='text'>chinapost#4 - Ich hab Gold</title><content type='html'>Samstagabend stürzten sich die wagemutigen Praktikanten (und Mirko, der Hartzer) ins Nachtleben Shanghais. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir marschierten mit etwa 14 Leuten in ein Tepanyaki Restaurant ein. Tepanyaki kommt aus Japan. Bei dieser Art des Essenszubereitung sitzt man in U-Form um eine überdimensionale Herdplatte, an der ein Koch seine spektakulären Kochkünste vorführt und die Umsitzenden mit Essen versorgt. &lt;br /&gt;Wir buchten neben einem All-u-can-eat auch noch ein All-u-can-drink. Der Abend wird für die Bediensteten in grauenvoller Erinnerung bleiben und wir konnten bis heute nicht erfahren, ob die tiefgreifenden Traumata und Angstzustände einigermaßen in den Griff zu bekommen sind.&lt;br /&gt;Das Essen lief selbstverständlich gesittet ab, dank unserer Elternhäuser gab es diesbezüglich nichts zu beanstanden. Trotzdem währenddessen schon nicht wenig Sake (Reiswein) getrunken wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielmehr sollten es die Szenen in Anschluss das Essen sein, die sich in die Erinnerungen des Personals einbrannten. &lt;br /&gt;Neben unseren beiden Tepanyaki-Tischen, gab es noch einen weiteren Tisch mit Deutschen und einen mit Italienern. Das Unentschieden des vorangegangenen Länderspiels sollte nachträglich durch eine Bierstafette entschieden werden. Das deutsche Team musste jedoch noch vervollständigt werden, und da kam ich gerade zufällig am Tisch vorbei. Auf die Frage, wie meine Skills denn wären, antwortete ich, dass ich die Italiener notfalls auch im Alleingang schaffen würde. Dies hinterliess Eindruck, und mir wurde die ehrenvolle Startnummer 1 zugetan. Dank fulminantem Beginn meinerseits, war der Deutsche Sieg bereits nach zwei Gläsern so gut wie besiegelt. Die Damen, die am Ende unserer Stafette noch im impulsanten Tempo das Bier wegzogen, demütigten die Italiener bis aufs Letzte. Das Restaurant brach in barbarischen Jubel aus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letztendlich doch recht amüsierten Kellnerinnen kassierten und wir verliessen das Restaurant in Richtung C’s. Eine verzweigte Location mit Bar- und Discocharakter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Location war damals in einem orangen Farbton angestrichen, dank Edding-Gekritzels ist es mittlerweile eine wirklich charmante, wenn auch etwas räudige Bar. Man fühlt sich wohl. Der Abend war noch recht bierlastig und irgendwann gegen drei verliessen wir das C’s in Richtung Appartement. &lt;br /&gt;Am nächsten Tag wusste ich den McDonalds Lieferdienst noch viel mehr zu schätzen als zuvor. Blitzschnell hatte ich ein aufbauendes koffeinhaltiges Kaltgetränk und vorzüglichstes Essen auf dem Stubentisch. Mein Mitbewohner war währenddessen mehr als nur zu bemitleiden. Matthias wurde von seinem Chef zum Essen eingeladen. Die Qualen waren ihm ins Gesicht geschrieben, doch ich konnte sie ihm nicht abnehmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mirko, Max, Hagen und meine Wenigkeit fanden nach stundenlanger Diskussion noch den Weg zum Inder. Das Essen war solide, das Bier war kalt, was will man mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Montag nach der Arbeit ging ich mit Max noch in Ricky’s Sportsbar. Ursprünglich war der Besuch der „Burgers Night“ geplant. Dort gibts jede Woche diverse Happy Hours, allerdings stand dort dank des Valentinstags irgendeine andere Seuche auf dem Programm.&lt;br /&gt;In Ricky’s Sportsbar liessen wir den Abend also ausklingen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am gestrigen Dienstag war dann mein grosser Tag. Während eines Team Meetings hatte ich die Möglichkeit mich vorzustellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach verrichteter Arbeit ging ich mit Max und Mirko zum Schneider. Dort kann man sich für nicht so viel Geld Hemden auf den Leib schneidern lassen. Man wird vermessen und kann dann zwischen Schnitt, Stoff, Kragen, Saumen, Ärmel etc. pp. wählen. Eine Woche dauert das ganze nun, dann kann ich meine beiden Hemden abholen. Für insgesamt 18 Euro kann man das ruhig mal machen. Anschliessend ging es weiter in Richtung Bund. Das ist da wo der Fluss ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei meinem Aufenthalt in Shanghai vor zwei Jahren war vom Wasser nichts zu sehen, da der Bund zu dem Zeitpunkt gerade exporeif gebaut wurde und alles weiträumig abgesperrt war. Heutzutage ist er wunderschön und man hat eine gute Aussicht auf die Skyline.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Derzeit ist es in Shanghai ziemlich kalt, es schneit teilweise sogar noch etwas. Wir entschlossen uns, mit der Fähre auf die andere Seite rüberzumachen. Die Wartezeit überbrückten wir mit einer Gerstenkaltschale aus der Dose. Der schneidige Supermarkt hat den Getränkekühlschrank auf sensationelle 37,5 Grad Celsius eingestellt und somit hatten wir neben Bier auch noch einen angenehmen Handwärmer in Bierdosenform.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Überfahrt mit der Fähre war natürlich unfassbarst spektakulär. Anschliessend trafen wir die Kollegen von Siemens Healthcare in der Super Brand Mall zum essen. Im Banana Leaf wurde südostasiatische Kost angeboten. Das Restaurant war ziemlich gross, war aber dennoch sehr schön. Wir bestellten zögerlich einige Flaschen Bier. Plötzlich tauchte hinter uns eine homoerotisch angehauchte philippinische Band auf, die wild sangen und klatschten und tanzten. Man wurde zum Mitmachen aufgefordert. Um dem Befehl folgezuleisten bestellten wir weitere 10 Flaschen Bier und rockten das Restaurant. Die Stimmung eskalierte und fand ihren Höhepunkt als wir den Chefanimateur zu dritt in die Luft werfen wollten. Von der Angst getrieben wackelte er mit seinen Rasseln wieder davon, nachdem er sich aus unseren Klauen befreien konnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Bus ging es anschließend wieder zurück zu unserem Hotel. Mit einem Karton Bier bewaffnet liessen wir den Abend in Max und Hagens Appartement ausklingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute stand der Gang zur örtlichen Bank gemeinsam mit der Assistentin an. Mir wurde ein Konto eröffnet damit man mir mein Gehalt auch zahlen kann. Das ging überraschenderweise ziemlich fix, problemlos und unbürokratisch. Lediglich mein Reisepass wurde verlangt. Problematisch ist hier natürlich, dass man sich, anders als in Deutschland, einen sechsstelligen Pin merken muss. Diesen darf man sich allerdings selber aussuchen. Die Dame am Schalter zückte also eine Blankokarte. Auf weissem Grund war dort eine farbige Blume gedruckt. Nach kurzem aber bestimmtem Hinweis von Monica, von welcher Firma wir wären, änderte sich sowohl die Farbe des Hintergrunds als auch die Farbe der Blume in prächtiges Gold. Die andere Gammelkarte verschwand wieder in der Schublade. Die güldene Karte erlaubt es mir nun, bei Bankangelegenheiten an allen Warteschlangen vorbei direkt an den Schalter zu gehen.&lt;br /&gt;Ich habe fast geweint vor Stolz. Des Chinesen größtes Hobby ist übrigens das Stempeln. Allein mein Din A4 Antrag für das Konto wurde noch vor der Bearbeitung bereits viermal bestempelt. Wer stempelt hat Macht. Für Praktika hat die Fachhochschule einen gesonderten Vertragsvordruck, da das Praktikum ja ein Teil meines Studiums ist. Nachdem ich diesen einst ausgefüllt habe, bat ich die Teamleitung um eine Unterschrift und einen Stempel. Ein schmuckloser dunkler Stempel hätte mir ja gereicht. Aber mir wurde empfohlen, das Formular doch lieber offiziell abstempeln zu lassen. Daraufhin wurde der Vertrag abgeholt, zwei Tage lang geprüft und zurückkam ein Vertrag mit feuerrotem Stempel, den das Studiensekretariat genauso wenig interessieren wird wie mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gut, ich bin abgeschweift. Nach erfolgreichem Gang zur Bank war also schon wieder Mittagspause die wir in einem benachbarten Restaurant verbrachten. Wir wollten keine weite Tour machen, da es heute regnete. Einige Kollegen begleiteten uns, genauso wie Mirko, für den es sicherlich die erste Mahlzeit des Tages heute war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Büro steht übrigens auf wirklich jedem Tisch eine Packung Kleenex Tücher. Das hat wohl damit zu tun, dass die Chinesen ja ihr Nasensekret kulturbedingt einfach irgendwo lassen, aber nicht unbedingt in einem Taschentuch. Mit den Kleenextüchern ist man immerhin schon einmal Herr dieser Tatsache geworden. Was aber Ohrensekret angeht ist man weiterhin ratlos. Wattestäbchen auf den Tischen zu verteilen wäre dem Büroklima ja keineswegs förderlich. Gut, dass es doch Schlüssel gibt! Einige findige Kollegen sind mit chirurgischer Präzision und Konzentration dabei, über mehrere Minuten ihre Gehörgänge zu säubern. Ein interessantes Schauspiel soll wohl auch das abknipsen der Fingernägel sein. In einigen Abteilungen wurde dieses bereits untersagt. Ich nehme fast an, dass unsere dazugehört, denn bisher konnte ich das noch nicht beobachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf Wiedersehen liebe Freunde, Freundesfreunde, Familie und Fans&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Euer Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-5757423157410803388?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/5757423157410803388/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=5757423157410803388' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5757423157410803388'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5757423157410803388'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/02/chinapost4-ich-hab-gold.html' title='chinapost#4 - Ich hab Gold'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-6124100363735626537</id><published>2011-02-12T17:17:00.001+08:00</published><updated>2011-02-12T17:23:20.279+08:00</updated><title type='text'>chinapost#3 - Schicksalstage: die Heimkehr des verlorenen Sohnes</title><content type='html'>Die ersten Tage vergingen wie im Flug. Ich hatte bereits meinen ersten Arbeitstag. Ich hätte erst Montag kommen müssen, aber ich dachte, ich komme schon einmal zur Unterzeichnung des Vertrages etc. Da mir die liebe Sekretärin Monica aber auch direkt einen Laptop übergeben hat und mich zu meinem Schreibtisch führte und mir allerhand Tünkram wie Papierblock, Stifte, Marker, Ausweis etc. übergab, blieb ich einfach gleich dort. Im Moment ist aber eigentlich noch gar nichts los. Das chinesische Neujahrsfest ist gerade erst vorüber und das Büro ist nahezu menschenleer. Apropos chinesisches Neujahrsfest. Nach meiner ersten Nacht bin ich morgens aufgewacht und dachte, dass draußen im strömenden Regen ein Krieg ausgebrochen ist. Der Regen prasselte an meine Scheibe und die Mörser Granaten flogen nur so um die Häuser. Als ich rausguckte war es jedoch staubtrocken. Der Grund für den unsäglichen Lärm liegt darin, dass die Chinesen gerade noch eifrig dabei sind ihre Restbestände an Böllern wegzuhauen. Der prasselnde Regen waren einfach Knallfrösche und die Mördergranaten waren Kanonenschläge der absoluten Extraklasse. Da können die ach so gefährlichen Polenkracher aber einpacken. Zu jeder Tageszeit fliegen also ab und zu mal Raketen durch die Luft und Kanonenschläge lassen die Fenster zerbersten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach meinem ersten Arbeitstag besorgten wir Bier (10 Kattuschen für 3,40€) und setzen uns bei Max und Björn-Hagen ins Appartement. Aufgrund des Neujahrsfestes haben viele Restaurants in der Umgebung noch geschlossen. Um diesen Versorgungsengpass zu überbrücken wird gerne auf den McDonalds Lieferservice zurückgegriffen. Innerhalb von 20 Minuten bring ein putziger kleiner Chinese mit roter Kleidung und rotem Helm die bestellte Ware bis vor die Appartementtür im 26. Stock. Double Cheeseburger Maxi Menu mit 5 Chicken McNuggets kosten inklusive Lieferung 3,60€. Und das Essen ist sogar noch heiss. Irgendwo muss hier um die Ecke ein McDonalds Restaurant sein. Ich weiss nur noch nicht wo. &lt;br /&gt;Subway liefert übrigens ebenfalls. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am heutigen Samstag wurde gearbeitet. Auch bei Siemens. Denn die Tage, die man während des Neujahrsfestes verloren hat, müssen ja wieder aufgearbeitet werden. Also ist dieser Samstag Arbeitstag. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielen wird ja nicht entgangen sein, dass ich mit meinem Bruder eingereist bin. Ich glaubte mir das allerdings mit der Zeit selber nicht mehr. Am Abend unserer Ankunft ist der Schelm nämlich verschwunden. Mit seiner Dame. Gestern nach der Arbeit fanden wir jedoch ein o-beiniges, subhumanoides Wrack in Max Appartement. Völlig ausgezerrt und verstört saß er dort. Die Tage hatten ihre Spuren hinterlassen, doch alles in allem sind wir sehr froh, dass wir ihn wieder in unsere väterlichen Arme schließen konnten. Zur Feier des Tages sind wir abends dann in ein Restaurant gegangen mit mehreren Leuten und ich musste ein Trauma besiegen. Ich brüste mich selber gerne damit, dass ich alles (wirklich alles) esse, oder es zumindest probiere. Vor einem Jahr jedoch erlitt mein Selbstbewusstsein einen herben Schlag:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Es ereignete sich vor ziemlich genau 380 Tagen an einem kühlen Tag im Januar in Xi’An. Bei meiner zweiten Stippvisite in China. Wir besuchten ein Restaurant, was sich frei übersetzt „Kleines Sichuan“ nennt. Sichuan ist eine südwestchinesische Provinz mit recht guter Küche. Mirko bestellte &lt;b&gt;&lt;a href="http://www.effilee.de/images/articles/Hundertjaehriges_Ei.jpg"&gt;tausendjährige Eier&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; (Anklicken fürs Foto). Für Chinesen eine Delikatesse. Es handelt sich dabei um rohe Enteneier bzw. Hühnereier die in einem Brei aus Holzkohle, gebranntem Kalk, Salz und Wasser eingelegt werden. Mit der Zeit verwandelt sich es Eiweiß in eine gelatinöse, sülzefarbene Masse. Das Eigelb bekommt eine quarkige Konsistenz und verfärbt sich grün. Das hört sich ja schon mal eher nicht so lecker an. Aber ich verspreche euch, es sieht noch verstörender aus.&lt;br /&gt;Nun gut, an diesem besagten kühlen Tag im kleinen Sichuan nahm ich mir in aller Selbstverständlichkeit ein Stück des geachtelten Eis und steckte es mir in den Mund. Der Geschmack war nicht so schlimm, aber es gelang mir nicht Gefallen an der Konsistenz zu finden. Gut, ehrlich gesagt, geschmacklich war es auch nicht so exquisit. Ich musste passen und spuckte es in chinesischer Manier auf den Fußboden. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern war der Tag der Wiedergutmachung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das bestellte tausendjährige Ei sah auch dieses Mal wirklich nicht viel schöner aus. Aber es nützte ja nichts. Ich nahm mir wieder ein Stück des ebenfalls geachtelten Eis und steckte es mir erneut in den Mund. Ich kaute. Und ich kann auch sagen, dass es konsistenztechnisch und geschmacklich nicht viel anders war als vor einem Jahr. Aber ich schaffte es. Ich schluckte es runter und der Applaus der Menge war mir sicher. Dachte ich. Doch Mirko zog sich gleich drei Stücke hintereinander rein und erntete allgemeinen Respekt. &lt;br /&gt;Die Hauptsache ist jedoch, dass ich mit mir selbst wieder im Reinen bin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir gingen anschließend zu uns und vergriffen uns an Mirkos Whiskey, den er noch in Moskau am Flughafen kaufte. Der Abend war gesellig und nett und der Whiskey am Ende leer. &lt;br /&gt;Die Tatsache, dass heute Arbeitstag war, gab dem Abend jedoch eine übelriechende Note. Wir mussten also einigermaßen früh raus. Bis auf Mirko. Der nicht. Der alte Hartzer hat es immer noch nicht geschafft den Jetlag zu besiegen und schläft dementsprechend zu wirklich unmöglichen Zeiten. Oma wäre nicht sonderlich stolz auf ihn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am heutigen Morgen schleppte ich mich dann pünktlich um 9 ins Büro und musste mich doch schwer wundern, als Max und Björn um 11 nachkamen. Leiden versteht sich.&lt;br /&gt;In der Mittagspause gab es lecker Schiauze, das sind Teigtaschen mit Krimskram gefüllt. Auf dem Weg zurück zum Büro gingen Max, Simone und ich noch über einen Markt. Und ich spiele doch jetzt ernsthaft mit dem Gedanken mir eine kleine Schildkröte zuzulegen. Ich werde sie Goebbels nennen. Muss mich nur noch erkundigen was die eigentlich fressen. Als Alternative gab es einige Stände weiter auch große Kröten die eng an eng in einer Kiste aus Styropor lagen, mit Folie bedeckt. Aus der Ferne sah ich nur eine dunkle Masse, bei näherer Betrachtung schauten mich aber kleine possierliche Äugelein an. Die Tiere lebten übrigens noch. Allerdings werden sie das wahrscheinlich nicht mehr lange tun. Ich tendiere also zur Schildkröte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am heutigen Abend wird das Nachtleben ausgekundschaftet. Es ist nun gleich 17 Uhr und der feine Herr &lt;a href="http://oerque.blogspot.com"&gt;Mirko&lt;/a&gt; hat sich mittlerweile die Ehre des Erwachens gegeben. Aus einer Haltung des Protests werde ich nun einen Mittagsschlaf halten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Höfliche Grüße&lt;br /&gt;Thorbjörn&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-6124100363735626537?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/6124100363735626537/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=6124100363735626537' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6124100363735626537'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6124100363735626537'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/02/chinapost3-schicksalstage-die-heimkehr.html' title='chinapost#3 - Schicksalstage: die Heimkehr des verlorenen Sohnes'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-8364854873328730140</id><published>2011-02-10T01:23:00.001+08:00</published><updated>2011-02-10T01:32:59.412+08:00</updated><title type='text'>chinapost#2 - Aeroflot macht einen auf geläutert</title><content type='html'>Gott zum Gruße,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;so, angekommen in Shanghai. Der Flug ging gestern um 10:40 in Düsseldorf los. Wie schon auf den vorherigen Reisen stellte sich bereits bei der Gepäckaufgabe eine gewisse Grundaggressivität gegenüber den Mitreisenden ein. Ich flog mit der russischen Airline Aeroflot. Das Logo der Airline ist übrigens Hammer und Sichel und der Alkoholkonsum von Crew und Passagieren ist sagenumworben (einfach mal „Aeroflot betrunken“ googlen). Die Klientel bestand aus geschmacklos gekleideten, facegelifteten Damen in rosa Frotteehosen und Nerzmänteln. Der Flug nach Moskau ging ziemlich fix. In Moskau angekommen hatten wir einige Stunden Aufenthalt die genutzt werden wollten. Wir kauften Produkte zum Mischen alkoholhaltiger Longdrinks und setzten uns. In Moskau liegt übrigens Schnee. &lt;br /&gt;Beim Abmischen des zweiten Longdrinks machte ich eine Flasche Tonic Water wohl etwas zu impulsiv auf und bespritzte eine ältere Dame neben mir mit der klebrigen Flüssigkeit. Peta würde mir dafür einen Orden verleihen, weil ich damit meiner Abneigung gegenüber Pelzmänteln Ausdruck verliehen habe. Die Oma sah aber natürlich, dass es keine böse Absicht meinerseits war und riss mir ebenfalls ein Stück ihres gebrauchten Taschentuchs ab, womit ich dann meinen Laptop abwischen konnte. Die !-Taste knackt nun seit gestern etwas. &lt;br /&gt;Mit guter Laune betraten wir den Flieger von Moskau nach Shanghai. Von der lupenreinen Demokratie Russland ging es also weiter in die Wiege der Demokratie nach China. Durstig sehnten wir uns nach dem Aeroflot Personal. Das ließ jedoch etwas auf sich warten, denn aufgrund kalter Temperaturen und Schnee musste sich unser Flugzeug in die Schlange der Enteisungsanlage anstellen. Ein Steward kam lediglich sieben- bis zwölfmal vorbei um mir zu sagen, dass ich den iPod bitte ausmachen sollte.&lt;br /&gt;Als der Getränkewagen dann endlich kam und ich fragte, was man uns denn anbieten könnte, kam es knüppeldick. Aeroflot muss sich kurzfristig überlegt haben an seinem Image zu arbeiten. Auf Langstreckenflügen gibt’s angeblich keinen Alkohol mehr. Der Schrecken stand uns ins Gesicht geschrieben. Damit kommen die doch in Russland niemals durch. Das Multimediaprogramm lässt sich mit dem Wort „räudig“ recht gut beschreiben. Wir starrten fast den ganzen Flug Löcher in die Luft. Bis der Nachdurst einsetzte. Aber immerhin war Wasser an Bord. Ich akzeptierte das Alkoholembargo, denn ich sollte Zeuge einer einzigartigen Verhaltensweise werden. Pünktlich zur Landung schlägt nämlich die große Stunde des Chinesen. Mit dem Aufsetzen auf der Landebahn springt der gemeine Chinese auf und greift panisch nach seinem Handgepäck. Unter wilden Protesten der Flugbegleiter versteht der Chinese dann die Welt nicht mehr. Trotzdem man zuvor in drei verschiedenen Sprachen zu erklären versuchte, wie man sich nach der Landung zu verhalten hätte, stand der Chinese nun mit Handgepäck im Gang und wartete auf das Aussteigen.&lt;br /&gt;Der Flughafen in Shanghai hat sich trotz Expo nicht sonderlich verändert. Der Straßenverkehr hingegen schon. Mit der Ideallinie fest im Blick raste uns der Taxifahrer zu meinem Appartement. Das liegt im Pudong Viertel. Der sogenannten „besseren Seite“ Shanghais. Im 26. Stock lebe ich hier mit einem Mitbewohner. Die Wohnung ist mit Küche, Wohnzimmer, Esstisch, zwei Schlafzimmern und zwei Bädern ziemlich nobel ausgestattet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer kurzen Dusche ging ich mit meinem Halbbruder eine Kleinigkeit essen. Eine Suppenküche tat es uns an und es gab lecker Nudelsuppe. Für die beiden Suppen und zwei kleinen Flaschen Cola zahlten wir unglaubliche 16 Yuan = 1,77€. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends lernte ich dann die anderen Praktikanten kennen, die hier ebenfalls im Hause wohnen. Alles sehr feine Kerle. Wir kauften uns in einem Restaurant etwas zu Essen zum Mitnehmen. Die Wartezeit wurde uns mit kochendheißem Wasser versüßt. Der Chinese trinkt zur kalten Jahreszeit nämlich kein kaltes Wasser. Dies passt nun auch mit meiner Erfahrung am Flughafen zusammen: An einem Wasserständer konnte man dort nämlich zwischen „warm“, „hot“ und „very hot“ wählen. Als wir dieses köstliche heisse Wasser gerade halb ausgetrunken hatten, kam der Kellner, goss unser warmes Wasser weg und schüttete eine kühle, dunkle und vor allem süße Flüssigkeit nach. Die einhellige Meinung war, dass die Flüssigkeit mit Korn besser schmecken würde. Auf die Rechnung bekamen wir noch 20% Rabatt. Die Getränke waren umsonst, da wir ja leider warten mussten. &lt;br /&gt;Mit feinstem Essen ging es zurück zum Appartement. Mir ist in der Zwischenzeit übrigens noch aufgefallen, dass wir noch ein Büro haben. Mit Schreibtisch, Bügeleisen und hochentwickeltem Wäscheständer.&lt;br /&gt;Bloß eine Heizung fehlt hier. Das ist aber nicht schlimm, denn dafür wurde auch extra auf Dämmung etc. verzichtet. Einfachverglasung ist Ehrensache. Allerdings verfügen wir über 4 Klimaanlagen, die die Räume auf eine angenehme Zimmertemperatur heizen.&lt;br /&gt;Mein Praktikum geht wohl erst am kommenden Montag los. Ich besuche die Herrschaften jedoch morgen schon einmal. Das Büro ist schräggegenüber und befindet sich im 20. Stock. Starbucks gibt es im Erdgeschoss. McDonalds und Subway liefern jeweils für einen geringen Aufpreis. Perfekte Voraussetzungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, Mitternacht ist längst durch und der Papa muss schlafen. Bald gibt’s mehr.&lt;br /&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-8364854873328730140?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/8364854873328730140/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=8364854873328730140' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/8364854873328730140'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/8364854873328730140'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/02/chinapost2-aeroflot-macht-einen-auf.html' title='chinapost#2 - Aeroflot macht einen auf geläutert'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-1533920186713285848</id><published>2011-02-08T07:03:00.001+08:00</published><updated>2011-02-10T01:12:32.642+08:00</updated><title type='text'>chinapost#1 - Es geht los</title><content type='html'>Verehrte Leserschaft,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;nach Afrika ist es ruhig geworden um mich. Ich war jedoch nicht untätig in der Zeit. Ich hab es geschafft alle meine Prüfungen zu bestehen und kann feierlich verkünden, dass ich es geschafft habe, Mathematik vom ersten ins sechste Semester zu schieben um es dann auf Anhieb zu bestehen. Als Belohnung habe ich eine Zusage von Siemens aus Shanghai bekommen für ein Praktikum. Dies habe ich angenommen und es geht nun los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen um 10:40 geht mein Flieger. Im Gepäck hab ich neben Unterhosen und Socken auch noch allerhand Unrat. Zum Beispiel meinen Bruder. Der fliegt morgen nämlich ebenfalls in das Land des Lächelns um dort seinen Master zu machen. Wer jetzt denkt "Ach, die Gebrüder Segelken machen sich zu ne richtig schöne Zeit in China und verpacken das einfach geschickt", dem sei gesagt: weit gefehlt. Mirko studiert circa 1371km entfernt in Xi'An. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kritik bzgl. des Designs nehme ich gerne entgegen. Die Afrika-Geschichten lasse ich online, da es vielleicht den einen oder anderen gibt, der sie noch nicht kennt. &lt;br /&gt;Es könnte sein, dass der erste Eintrag aus Shanghai etwas auf sich warten lässt. Blogspot ist nämlich in China komischerweise nicht aufzurufen. Ich gebe aber 110% um euch schnellstmöglich mit meinen Geschichten zu belästigen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es grüßt Torben, der nun ins Bett muss&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-1533920186713285848?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/1533920186713285848/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=1533920186713285848' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1533920186713285848'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1533920186713285848'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2011/02/post1-es-geht-los.html' title='chinapost#1 - Es geht los'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-6379537810461549599</id><published>2010-11-12T02:57:00.004+08:00</published><updated>2010-11-12T16:08:48.435+08:00</updated><title type='text'>Post #36 - Das große Finale (extralang &amp; extrahart)</title><content type='html'>Freunde,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Freude komme ich meiner Verpflichtung nach euch von meinem großen Namibia-Finale zu berichten. Wir sind noch immer in der letzten Woche.&lt;br /&gt;Am Freitagabend lud Neville, mein Arbeitskollege zu sich nach Hause ein. Wir verabredeten uns mehr oder weniger spontan. Neville holte erst Selma und dann mich ab und wir kauften Fleisch und Drinks. Anschließend holten wir Sepp von der Polytech ab. Zu meiner Überraschung hat Neville noch viele andere Leute eingeladen, die ich alle mindestens schon mal gesehen habe. Es war ein heiterer Abend und gegen drei Uhr in der Nacht waren die Drinks leer und die meisten der Runde waren auch einigermaßen bettfertig. Neville wollte uns nach Hause bringen, auf dem Weg dorthin kamen wir jedoch an der Fashion Bar vorbei und wollten doch mal kurz gucken ob dort noch etwas los war. Ich hatte ein exquisites Outfit an (nicht meinen Anzug). Bei Neville war noch eine Wolldecke aus Fraukes und Jürgens Besitz, die ich mir lässig über die Schultern legte. Wir verließen das Auto und ich bemerkte, dass die Wolldecke noch um meine Schultern hing. Neville meinte aber, dass ich die Decke nicht abnehmen müsse, ich soll doch einfach mit der Decke in den Club. Man kannte die Türsteher und mit voluminöser Wolldecke auf den Schultern knüppelten wir in die Fashion Bar. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen sechs Uhr verließen wir die Fashion Bar und zu unserer Verwunderung steuerte Neville wieder sein Haus an. Er wollte Geld holen. Anschließend ging es nämlich nicht etwa nach Hause, sondern nach Katutura, genauer gesagt: „Evelyn Street“. Die Straße besteht aus Shebeens (Kneipen) und Autoreinigungen. Die meisten Kneipen hatten nebenan ihre eigene Autoreinigung. Shop in Shop Konzept nehme ich an. Nicht dumm die Namibier. Wir hingen dort in verschiedenen Kaschemmen rum, spielten Billard (sofern noch möglich) und ließen uns von der aufgehenden Sonne erwärmen. Gegen 10 Uhr am Samstagmorgen hatten wir Hunger. Nach einer kurzen Partie Fußball mit kleinen Kindern aus den Slums bestiegen wir wieder das Auto und fuhren zum Single Quarters Markt. Dort gibt es Kapana. Kapana ist quasi die Fleischsensation Katuturas. Scharfgewürzte Fleischstreifen mit reichlich Fett. Vom Grill natürlich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war mittlerweile fast 11 Uhr und auf dem Weg zurück in die Stadt kamen wir an einem Take Away vorbei. Wir legten getränketechnisch nach und fuhren wieder zu Neville. Es ging nicht mehr viel. Zur Mittagszeit zog es mich in die Waagerechte. Sepp auch. Selma, wie immer, zog noch weiter durch und kam ihren fürsorglichen, hausfraulichen Tätigkeiten nach. Sie räumte auf. Während ich schlief machte Nevilles Tochter mir die Haare. Irgendwann erwachte ich von frenetischen Anfeuerungen von Selma, die Nevilles Tochter dazu anstachelte sich auf meinen Kopf zu setzen. Ich fiel vom Glauben ab. Vorher wurden unserer Köpfe mit Schuhen geschmückt und Fotos gemacht. Aber das ging zu weit. Ich Selma zusammen. Irgendwann richteten Sepp und ich uns auf, tranken noch ein kleines Bier und in den Abendstunden, 19 Uhr, brachte Nevilles Bruder uns heim. Ich verabschiedete mich von Neville, der schon lange in seinem Bett lag, brachte ein letztes Mal den Eimer mit Erbrochenem weg, und dann fuhren wir heim. Sepp lief jedoch wieder zu Höchstformen auf und nach einer kurzen Dusche klingelte das Telefon. Es ging mal wieder ins Andys.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selma musste dem Wochenende jedoch Tribut zollen und fuhr früh nach Hause. Sepp und ich wurden irgendwann aus dem Andys gekehrt. Ich verabschiedete mich von Andy und möchte in dieser Stelle jeden seiner Clubbrüder von ihm grüßen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg in Richtung Taxistand kamen wir noch an einer anderen Bar vorbei. Wir gingen rein und es war alles sehr schick und sah teuer aus. War es auch. Für zwei Gin Tonic zahlte ich 110N$. Es sollte auch nur bei einem Drink bleiben und dann ging es heimwärts. Endlich. Ein würdiger Abschied.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntag traf ich mich mit Selma in der Stadt. Eigentlich trafen wir uns nur, um uns direkt wieder zu trennen, ich musste ja noch Postkarten kaufen und kleine Mitbringsel für die Heimat kaufen. Und natürlich Biltong. Auf der Suche nach Souvenirs traf ich plötzlich auf Prof. Dr. Schmidt, aus Deutschland. Windhoek ist halt doch ein Dorf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntagabend fand dann meine offizielle Abschiedsfeier statt. Ich lud nach langem hin und her ins Jokers ein. Eine beschauliche Bar im Southern Industrial. Ich schmiss mich in Schale und traf die ganzen Banausen dort. Gegen 23 Uhr machte das Jokers dicht, und ein harter Kern, mich inbegriffen, fuhr noch ins Chez Ntemba. Selma knickte zwischendurch ab, ihr ging es nicht so gut, ich verfrachtete sie in ein Taxi, fuhr sie heim und fuhr postwendend wieder zurück. Irgendwann ging es heim. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Montag packte ich meine Sachen und traf mich mit Sepp und Selma auf ein Mittagessen und einen allerletzten Drink im Mugg &amp; Bean. Ich entschied mich für ein gesundes Frühstück mit Joghurt, Müsli, Obstsalat. Sepp bestellte zusätzlich drei Gin Tonic. Ich ließ mir im Biltong-Laden meines Vertrauens Massen an Biltong luftdicht einschweissen.  Der Musikladen meines Vertrauens war mal wieder Out of Stock, also konnte ich keine afrikanische Musik mehr kaufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen Mittag wurde ich von meiner liebreizenden Kollegin Adelheid und ihrem Gatten abgeholt. Mein Taxi zum Flughafen. &lt;br /&gt;Windhoek musste mich ziehen lassen. Eine Stadt vor dem Abgrund. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Flughafen checkte ich ein, setzte mich in die Bar und schrieb noch eilig Postkarten. Nach der Sicherheitskontrolle wollte ich meine letzten Namibischen Dollar in Südafrikanische Rand eintauschen (Wechselkurs: 1zu1). Die Dame sagte mir jedoch, dass sie mir eine Exchange Fee berechnen müsste. Ich zog erbost ab und verprasste meine letzten Dollar in der Windhoek Lager Terminal Bar. Gut investiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Route sollte von Windhoek über Johannesburg nach Dubai gehen. Wir kamen verspätet in Johannesburg an und ich musste tatsächlich laufen um meinen Anschlussflug zu bekommen. Im Flugzeug angekommen war mir schon klar, dass es mein Koffer nicht geschafft hat. Ich sah mein Biltong schon in den Händen des Flughafenpersonals, die lachend und tanzend den größten Biltongfund seit Bestehen des Airports feierten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Flug verlief problemlos. Ich werde im Flugzeug regelmäßig zum Menschenhasser. Ich finde eigentlich, dass sich alle Leute im Flugzeug so verhalten sollten wie ich. Tun se aber leider nicht. Ich versuchte viel zu schlafen und schaffte es auch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Dubai kam ich gegen 5 Uhr Ortszeit an. Am Bildschirm des Kofferbandes lief ein Countdown, wann der letzte Koffer erwartet wird. Ich setzte mich entspannt auf eine Bank, da ich eh nicht mit meinem Koffer rechnete und wurde diesbezüglich auch nicht vom Gegenteil überrascht. Bei der lieben Dame am „Lost &amp; Found“ Schalter von Emirates musste ich ein Formular ausfüllen. Da ich meinen Flug ja so umgebucht habe, dass ich circa 24 Stunden Aufenthalt in Dubai hatte, um die Stadt anzugucken, musste ich meine postalische Anschrift in Dubai angeben. In die Spalte schrieb ich „Dubai International Airport“. Die Dame guckte verwundert und sagte mir, dass ich doch bitte meine Hoteladresse angeben soll, und nicht die Adresse wo ich mich im Moment befinde. Ich sagte ich hätte noch kein Hotel, sie sollte mich doch bitte einfach anrufen, wenn der Koffer angekommen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach kurzer Suche fand ich die Metrostation des Flughafens und erwarb ein Tagesticket. Völlig unvorbereitet fragte ich den Sicherheitsmann, welche Spots ich denn auf jeden Fall besuchen sollte. In afrikanischer Manier nahm ich einige Münzen die ich dem Sicherheitsmann anbot. Er lehnte ab. Ich war zurück in der Zivilisation. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stieg nach einigen Stationen aus. Dort sollte eine große Mall sein. Nachdem ich über den klimatisierten Flughafen, die klimatisierte Metrostation betrat und mit der klimatisierten Metro einige Stationen fuhr und mich schon ärgerte, dass ich keinen Pullover mitgenommen habe, schlug mir beim Verlassen des klimatisierten Zielbahnhofs ein nasses, heisses Handtuch ins Gesicht. &lt;br /&gt;Die Mall hatte natürlich noch zu, es war gerade erst 6 Uhr in der Früh. Zu Fuß bahnte ich mir den Weg ins Zentrum, allerdings ist Dubai einen Tick größer als Windhoek und es war schon dermaßen heiss, dass ich es lediglich bis zur nächsten klimatisierten Metrostation schaffte. Ich fuhr in Richtung Burj Khalifa (größtes Gebäude der Welt). Dort traf ich einen anderen Deutschen, der gerade aus Australien kam. Mit ihm suchte ich den Eingang um auf den Burj Kahlifa zu kommen. Man musste durch die Dubai Mall (größte Mall der Welt) in dessen Erdgeschoss sich der Eingang zum Burj Khalifa befand. Der Turm öffnete um 10 Uhr. Wir warteten im Food Court und ich aß mein erstes Fischbrötchen seit Monaten. Im Food Court gab es nämlich tatsächlich einen Nordsee Store. Traumhaft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich vom Geldautomaten Geld abhob erkannte ich erst, wie geschädigt ich von Afrika bin, als ich nach diversen Schulterblicken das abgehobene Geld in kleinen Rationen in allen Taschen meiner Hose verteilte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für umgerechnet 20 Euro kann man eine Tour auf den Burj Khalifa erwerben. Das Gebäude ist, entgegen meiner Erwartungen, wunderschön.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit 40 km/h ging es im Fahrstuhl nach oben. Nach einer Minute ist man auf der Aussichtsplattform im 124. Stock. Die Aussicht war ernüchternd. Viel Sand, viel Baustelle. Das Meer konnte man lediglich erahnen. Die Höhe ist allerdings schon sehr beeindruckend. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit meinem deutschen Kompagnon verließen wir den Burj Khalifa wieder und fuhren mit der Metro weiter in Richtung „The Palm“. Mit Taxi fuhren wir die letzten Meter von der Metro Station auf die künstliche Insel. Wir schauten uns das Atlantis Hotel an. Eindrucksvoll, aber halt alles künstlich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das segelförmige 7 Sterne Hotel Burj al Arab befindet sich nicht weit von The Palm. Man kommt auf das Gelände jedoch nicht rauf. Nebenan ist jedoch ein öffentlicher Strand. Das Meer war pisswarm und lud zum Baden ein. Das machten wir auch. Dann ging es zurück in die Dubai Mall. Dort trennten sich unsere Wege. Daniel wollte in sein Hotel einchecken und ich wollte die Reste meiner Urlaubskasse ausgeben. Ich brauchte schließlich neue Hosen, da meine ja alle durchgescheuert waren. Die Mall ist unfassbar riesig. Ich denke, dass man sich dort todlaufen kann. Ich verlief mich einige Male und kann auch nicht nachvollziehen wie die Mall aufgebaut ist. Sie ist einfach riesig. Aber schön. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verließ die Mall in der Dunkelheit. Vorbei an vier Porsche Panameras und einigen Lamborghinis ging ich in Richtung Metro. Ich fuhr noch in eine „kleine Mall“, in der ich mich abermals verlief. Bei einem leichten Abendessen schrieb ich noch Postkarten und irgendwann klingelte mein Telefon. Emirates. Sie wollten mir meinen Koffer bringen. Ich sagte, dass die den Koffer dort lassen sollen, ich würde sowieso bald herkommen. Auf die Frage ob ich denn noch immer kein Hotel hätte, antwortete ich, dass ich noch ein Meeting am Flughafen hätte und wahrscheinlich sowieso am Flughafen nächtige. Das löste bei Emirates erstaunen aus. Sie boten mir an, mir ein Hotel zu buchen, und den Koffer würden die dann auch gleich auf mein Zimmer bringen lassen. Mein Plan war ja, dass ich am Flughafen schlafe, deswegen verneinte ich energisch. &lt;br /&gt;Am Flughafen angekommen bekam ich meinen Koffer und löste mein Handgepäck aus. Ich schmiss einige alte Hosen weg, riss die Etiketten meiner neuen Klamotten ab und legte sie unordentlich in den Koffer (Zoll und so). Bei den Mitarbeitern sprach sich wahrscheinlich rum, dass ihr treuer Kunde keine Bleibe hat. Neben meinem Boarding Pass bekam ich noch eine Einladung in die Business Class Lounge. Ich nahm sie an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie der hinterletzte Lumpenjunge betrat ich die Business Class Lounge. Ich hatte glücklicherweise noch neue Klamotten mit und machte mich frisch. Es gab Internet. Richtiges Internet. Kein Namibisches. &lt;br /&gt;Ein Kellner brachte mir ein Bier und ein Sandwich. Nach dem zweiten Bier forderte ich die Rechnung. Er erwiderte erstaunt, dass ich doch eingeladen sei und selbstverständlich nicht zahlen müsste. &lt;br /&gt;Doppelter Gin Tonic bitte.&lt;br /&gt;Nach einigen Stunden Schlaf wollte ich am Mittwochmorgen die Lounge verlassen. Der Kellner wies mich jedoch darauf hin, dass gerade das Frühstücksbüffet aufgebaut wird. Jackpot.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Flug nach Hamburg verlief gut. Ich hatte einen guten Platz am Notausgang mit reichlich Beinfreiheit. In Hamburg angekommen musste ich lange auf meinen Koffer warten. Ich setzte mein Sonntagslächeln auf um mich vom Begrüßungskomitee empfangen zu lassen. &lt;br /&gt;Verschwendete Energie. Es war keiner da. Ungläubig suchte ich den Hamburger Flughafen ab. Irgendwann fragte man mich, ob man mir helfen könnte. Ich verneinte, und stapfte zur S-Bahn. Mit tausend Kilo Gepäck fuhr ich mit der Regionalbahn nach Flensburg. Dort war der Empfang jedoch gut. Nach einem kleinen Abendessen ging es ins Flensburger Nachtleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Tag darauf fuhr ich nach Bremen. Donnerstagabend viele Freunde wiedergetroffen und am Freitag ging es dann in die Pfalz. Opa blies zum großen Zapfenstreich und die Familie traf sich zur Weinprobe. Am Montag darauf ließ ich meine biltonggeschädigten Zähne von Zahnarzt begutachten und Dienstag hatte mich der Flensburger Alltag wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich vermisse:&lt;br /&gt;-&gt; &lt;br /&gt;Sepps Kameradschaft am Brett; ekstatischen Fleischkonsum; lange und amüsante Roadtrips durch das südliche Afrika mit dem Rest der Bande; meine geliebten Gasteltern Frauke und Jürgen; alle meine afrikanischen Freunde und vieles mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich nicht vermisse:&lt;br /&gt;-&gt;&lt;br /&gt;African Time. Die die mich kennen wissen, dass ich in Sachen Pünktlichkeit das Allerletzte bin. Ich versuche aber in der Regel die akademische Viertelstunde nicht zu überreizen. In Namibia ist man froh, wenn eine Verabredung, Meeting etc. überhaupt zustande kommt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geliebte Leser,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich danke euch für die Treue und bedanke mich für so manches positive Feedback. Meine Rechtschreibung wurde öfter mal bemängelt. Dazu sei gesagt: ich bin einfach zu faul für ständiges Korrekturlesen. Wer also Rechtschreibfehler findet, darf diese gerne behalten. Meine Leber und ich sind froh zurück zu sein. Ich habe fünf (5) Kilo zugenommen, bereue aber nicht eine einzige Sekunde meines Aufenthalts. Es war eine tolle Erfahrung die mir immer in Erinnerung bleiben wird. Wer das südliche Afrika mal bereisen möchte, dem gebe ich gerne Tipps. Da gibt’s nicht nur Bürgerkrieg und Piraterie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wurde oft gefragt, ob ich eigentlich gar nicht gearbeitet hätte. Doch hab ich. Aber das ist meines Erachtens nicht so spannend und unterhaltsam. Wer aber darüber mehr erfahren möchte, der spricht mich doch einfach persönlich an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielen Dank,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;euer bester Freund, Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-6379537810461549599?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/6379537810461549599/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=6379537810461549599' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6379537810461549599'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6379537810461549599'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/11/post-36-das-groe-finale-extralang.html' title='Post #36 - Das große Finale (extralang &amp; extrahart)'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-2283894744664979452</id><published>2010-10-22T21:55:00.000+08:00</published><updated>2010-10-22T21:55:45.707+08:00</updated><title type='text'>Post#35 - Abschied</title><content type='html'>Liebe Leserschaft,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;die Flaggen wehen auf Halbmast, die Arbeit ist niedergelegt, die Zapfhähne aufgedreht, die Tränendrüsen eitrig entzündet. Eine Stimmung die drückend und so unterträglich schwer auf dieser Stadt und diesem Land lastet, dass man die Luft schneiden könnte. Die Menschen stapfen wie durchs neblige Wattenmeer durch einen Sumpf aus Tristesse und Lethargie, der einem den Mut zum Aufstehen raubt. Wem es nur irgens möglich ist, der hat sich unter einen Zapfhahn geschnallt. Es ist kaum auszuhalten, so bitter und so ergreifend, dass Lebensmut einen Stellenwert genießt wie eine reudige Made in einem ausgekochten Ziegenkopf auf einer Mülldeponie ausserhalb der Stadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Stadt nimmt Abschied. Von mir. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute wurde mein Rückflug bestätigt und mein letzter Arbeitstag naht sich dem Ende. Am kommenden Montag werde ich in Windhoek starten. Dienstag in der Frühe komme ich in Dubai an und verweile dort 24 Stunden um mir die Stadt anzugucken. Mittwoch um 13:45 Ortszeit lande ich in Hamburg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht. Seit Montag wird Abeschied gefeiert. Denn seit Montag gibt es jeden Tag einen Grund.&lt;br /&gt;Montag haben wir meinen letzten Montag in Namibia zelebriert. Mit Sepp, der sich und seine Leber seit Montag mit mir zusammen opfert. Dienstag haben wir meinen letzten Dienstag gefeiert. Mittwoch wollten wir das Werderspiel gucken, es lief jedoch nicht, und deswegen haben wir Mittwoch im Andys meinen letzten Mittwoch in Namibia gefeiert. Am gestrigen Donnerstag haben wir meinen letzten Donnerstag in Namibia gefeiert. Heute ist Freitag, und wer etwas mitgedacht hat, der kann sich denken, dass heute mein letzter Freitag in Namibia gefeiert wird. Bei meinem Arbeitskollegen. Seine Tochter möchte ihren Onkel schließlich nochmal sehen. Morgen ist mein letzter Samstag und es ist was in der Planung. Sonntagabend ist dann meine offizelle Abschiedsfeier. Die Damenwelt trägt schwarz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es grüßt,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;euer weinender bester Freund&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-2283894744664979452?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/2283894744664979452/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=2283894744664979452' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/2283894744664979452'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/2283894744664979452'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/10/post35-abschied.html' title='Post#35 - Abschied'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-9195187936665451390</id><published>2010-10-18T22:00:00.005+08:00</published><updated>2010-10-18T22:15:53.046+08:00</updated><title type='text'>Post #34 - Aufsitzen! Es ging schon wieder los.</title><content type='html'>Letzten Donnerstag planten wir unsere Tour nach Swakopmund. Nachdem die Pläne fertig geschmiedet waren, sind wir noch einer Einladung von Selmas Mitbewohner gefolgt. Andreas. Andreas macht ein Praktikum in der deutschen Botschaft und ein Arbeitskollege aus dem höheren Dienst hat ihm während einer Dienstreise sein Haus anvertraut. Zum aufpassen. &lt;br /&gt;Ist ja klar, dass Andreas sich dort tierisch langweilt und auch mal Leute zu sich einlädt. Zum Grillen und einem kleinen Bier haben wir uns verabredet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wurde dann aber doch später.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 03:00 Uhr versuchten wir ein Taxi zu bekommen. Die Wohngegend dort heisst „Luxury Hill“ und dort fahren nachts keine Taxen mehr herum. Also mussten wir den ganzen Weg laufen. Jan hatte bereits leichte Schwierigkeiten bzgl. der Motorik aber wir schafften es. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 08:00 Uhr am Folgetag erwartete mich Rudolph von der Autovermietung. Mit einer akademischen Viertelstunde Verspätung schlug ich dort auf und konnte das Auto auch gegen 09:50 in Empfang nehmen. Unser eigentliches Auto war nämlich plötzlich kaputt und es musste erst ein Ersatzauto vom Flughafen angeschafft werden. Ich wies dann noch darauf hin, dass der Tank ja jetzt gar nicht mehr voll ist. Also wurde das Auto auch noch Tanken gefahren. Glücklicherweise war das Ersatzauto eine kleine Kategorie besser. Es war kein Hyundai, sondern ein schöner Volkswagen Polo. Sepp konnte aufgrund mittelschwerer Finanzkrise leider nicht mit. Jan war dieses Mal jedoch dabei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich holte also Jan und Selma ab und es ging wieder auf die Straße. Im Gegensatz zum Trip nach Kapstadt war der Weg nach Swakopmund ein Witz. 390km gab es zu bewältigen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Swakopmund ist eine Stadt an der Atlantikküste. Das Stadtbild dominiert eine Mischung aus amerikanischer Kleinstadt geprägt von deutscher Architektur. Das Hostel war schnell gefunden, das Zimmer schön und der Hunger groß. Direkt am Hafen setzten wir uns am Holzsteg in ein Restaurant, nachdem wir vorher die Preise nachgeguckt hatten. Für einige Austern und Sushi zahlte man keine 10,- €uro. Traumhaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Snack hatte Jan noch immer Hunger und stopfte sich im Hotel „Grüner Kranz“ noch ein Schnitzel mit Pommes rein. Der Magen bedankte sich dafür noch das ganze Wochenende. In den Abendstunden setzten wir uns an den Strand und tranken heimlich einige Mischgetränke. Alkohol in der Öffentlichkeit zu verzehren ist verboten. Die, die Tommy Jauds „Hummeldumm“ gelesen haben, wissen, dass der „Grüne Kranz“ auch eine der wenigen Discotheken der Stadt beherbergt. Im Grünen Kranz dachten wir jedoch, dass wir auf einer Transenparty gelandet waren, weil es Herren in Damenkleidern im Überfluss gab. Das Geheimnis war jedoch nur, dass Männer in Frauenkleidern an dem Abend umsonst hereinkamen. Andersrum selbstverständlich genauso. Die Disco war auch in unmittelbarer Entfernung zu unserem Hostel, was mich früh dazu verleitete schlafen zu gehen. Die anderen beiden zogen noch weiter. Als ich am nächsten Tag aufwachte, war ich jedoch überrascht, dass Selma zwar in ihrem Bett lag, der Jan jedoch unauffindbar war. Und das Bett war noch gemacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selma war ebenso verwundert. Als ich zum morgendlichen Toilettengang aufbrach entdeckten wir Jan jedoch auf einer kleinen Couch im Flurbereich. Im seine Lenden war ein Handtuch gewickelt. Da ich dringend musste, ging ich erst mal auf Toilette. Dort fand ich dann auch Jans Hose und einen (!) Schuh. Das Personal grüßte ihn zumindest fröhlich und mit ausgestrecktem Daumen.  &lt;br /&gt;Samstag buchten wir einen Quad-Ausflug in die Wüstendünen. Das ist nämlich das besondere an Swakopmund. Die Wüstendünen erstrecken sich bis zum Meer. Es ist quasi ein riesiger Strand. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie immer hatten wir auch dieses Mal Glück mit unserer Buchung. Unsere Gruppe bestand nämlich nur aus uns drei Spasten; alle anderen Gäste buchten eine längere Tour (dass wir letztendlich genauso lange wie die gefahren sind und dafür auch noch weniger bezahlt haben, sollte ein Geheimnis zwischen Steven (unserem Guide) und uns bleiben). &lt;br /&gt;Wir nahmen selbstverständlich die kraftvolleren Quads mit manueller Schaltung. Als wir über eine etwas spitzere Düne fuhren, über die Steven lässig hinübersprang und ich es ihm kläglich nachtat war Selma an der Reihe. Ich habe es (leider) nicht komplett gesehen, aber aus Erzählungen, die man sich abends noch in Kneipen erzählte, legte Selma einen filmreifen Abgang hin. Sie nahm es mit Humor, Steven nahm es mit Gleichgültigkeit und Humor und ich feierte innerlich Silvester. Stimmt natürlich nicht. Wir halfen Selma auf, fragten besorgt ob ihr irgendwas wehtat und nach kurzer Pause ging es dann weiter. Zu ihrer Verteidigung muss ich selbstverständlich berichten, dass Selma die Gefahr auch gesucht hat. Sie fuhr immer am Limit und wie will man seine Grenzen ausreizen, wenn man nicht auch ab und zu mal stürzt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf einer hohen Düne fragte ich Steven dann mal, wie eigentlich Sandboarding so ist. Da wir ja nur eine kleine Gruppe waren, schlug Steven vor, dass wir es ja mal heimlich ausprobieren könnten. Zwar dürften wir keine richtigen Snowboards nehmen, aber die wo man bäuchlings drauf liegen könnte. Er fuhr uns dann nacheinander eine hohe Düne hoch und mit ordentlichem Zunder ging es bergab. &lt;br /&gt;Zwischendurch suchten wir in den wenigen Büschen immer nach Schlangen, fanden aber keine. Dafür aber eine extrem kleine Echse, die sich selber aber für unfassbar stark hielt und einem mit aufgerissenem Maul gegenüberstand. Wenn man den Finger hinhielt, biss die Echse rein und ließ auch nicht mehr los. Allerdings war es ohne Zähne eher belustigend als beängstigend. Selma hatte das kleine Ungetüm dann am Finger hängen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends nach dem Abendessen ging es wieder in den Kranz. Mit dem Zaubermittel Jägermeister konnte Jan seinen Magen auch vorübergehend ruhig stellen. Lizenzbedingt schließt der Kranz jedoch schon um zwei Uhr nachts. Afterhour-Clubs waren auch sehr leer. Wir versuchten unser Glück an der Tankstelle. Zwar wird von Samstagmittag bis Montagmorgen kein Alkohol verkauft, allerdings schafften wir es dem Tankwart einige Biere und Frauengetränke abzuschwatzen. Am Strand war es jedoch sehr kalt und windig und es ging einigermaßen früh ins Bett. &lt;br /&gt;Für den nächsten Tag verpassten wir es leider rechtzeitig eine Bootstour zu buchen um Wale, Delphine etc. zu sehen. Stattdessen begaben wir uns am Sonntag in die Tiger Reef Beach Bar direkt am Stand. Dort ließ es sich in der Sonne gut aushalten. Ich verbrannte ein wenig. Gegen 16 Uhr verließen wir Swakopmund wehleidig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wir mussten heim. Jan musste noch Koffer packen, denn für ihn ging es heute zurück nach Deutschland. Ich musste meine Unterkunft auch wechseln und lebe die letzte Woche nun in einem Backpackers. Jürgen und Frauke erwarteten nämlich neuen Besuch aus Deutschland. Gottseidank musste ich mich noch nicht final von Frauke, aber vor allem von Jürgen, verabschieden, weil ich denen noch eine Wolldecke, einen Stromadapter und eigentlich auch eine neue Nachtischlampe schuldig bin. &lt;br /&gt;Allerdings sehe ich das bei der Nachtischlampe noch nicht. Das Plastikteil ist de facto wertlos. Beim Anmachen ist einfach der Schalter abgegangen. Ich werde Frauke und Jürgen also auf jeden Fall noch einmal beehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Auto wurde ohne neue Schäden entgegengenommen. Ich bin froh, dass die nicht gut genug kontrolliert haben, denn beim Kofferverladen habe ich einige Furchen in das Plastik der Innenverkleidung geritzt. Der Tank zeigte an, dass er voll war, ich habe jedoch das letzte Mal exakt 216 Kilometer vor Windhoek getankt. Also entweder war der Tankwart eine Koryphäe, oder die Tankanzeige ist bisschen kaputt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends hatten wir Jan zuliebe ein kleines Abschieds-Braai organisiert. Ich holte Sepp aus einer Kneipe ab, in der er verweilte und auf unsere Ankunft wartete. Der hatte seinen Wanderrucksack vorher zum Bersten vollgestopft mit Bier, Fleisch und Frauengetränken vom Take-Away. Wir zelebrierten Jans Abschied, auch wenn dieser selber weiterhin mit Magenproblemen zu kämpfen hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf diesem Weg wünsche ich natürlich eine gute Besserung und ich hoffe, dass er gut in Deutschland angekommen ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich ist nun die letzte Woche eingeläutet und Wehmut mischt sich langsam mit Wiedersehensfreude. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es grüßt wie immer,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;euer bester Freund&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-9195187936665451390?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/9195187936665451390/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=9195187936665451390' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/9195187936665451390'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/9195187936665451390'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/10/post-34-aufsitzen-es-ging-schon-wieder.html' title='Post #34 - Aufsitzen! Es ging schon wieder los.'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-464044292952056706</id><published>2010-10-13T21:33:00.002+08:00</published><updated>2010-10-13T21:36:42.363+08:00</updated><title type='text'>Post #33 - Oktoberfest in Kapstadt</title><content type='html'>Donnerstagmorgen, 8 Uhr Ortszeit. Torben schlägt bei seinem sehr guten Freund Rudolph bei der örtlichen Autovermietung auf und fordert die vom Sebb bestellte Karre. Nachdem wir beim letzten Trip mit einem VW Polo in einer Langversion verwöhnt wurden, mussten wir diesmal kürzer treten und stiegen auf ein Auto der Kategorie A um. Es wurde ein kleiner Hyundai. War aber nicht so schlimm, da beim anstehenden Roadtrip nicht die ganze Crew dabei war. Jan Buhr hatte genug von uns und blieb in Windhoek. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem alles unterschrieben und ich das Auto abgenommen habe, fuhr ich fix zu mir, packte meine Sachen ins Auto und holte anschließend Selma und dann Sebb ab. Um 09:15 waren wir auf der Straße. &lt;br /&gt;Navigationssysteme braucht man hier wirklich nicht. Zwar sind es von Windhoek bis nach Kapstadt 1480km, aber man befährt ziemlich genau nur zwei Straßen. Die heissen unterschiedlich, sind aber eigentlich ein und das Selbe. Bis zur Grenze heisst die Straße B1 und anschließend N7. Führt von Windhoek direkt nach Kapstadt. &lt;br /&gt;Ein Hostel wurde im Internet gebucht. Natürlich schäbigste Kategorie. Wir fanden eines für knapp über 7 €uro pro Nacht. Der niedrige Preis ließ sogar den Luxus zu, dass wir noch für eine vierte Phantomperson mitbuchten um ein Zimmer für uns zu haben. Im Internet musste man eine Ankunftszeit ankreuzen. Wir entschieden uns für die späteste Möglichkeit, 23 Uhr. Problematisch ist jedoch, dass man laut Google Maps circa 18 ½ Stunden für die Strecke braucht. Wir sahen uns also gezwungen die Zeit gnadenlos zu unterbieten, damit unsere Reservierung nicht verfällt. Kollegen machten uns Mut, dass man die Strecke durchaus schneller schaffen könnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Strecke bis zur Grenzregion ist natürlich urlangweilig. Ziemlich viel nix. Wir knackten auf der Hinfahrt beinahe die 100 Dollar Marke für Biltong. An der Grenze muss man dann miesgelaunten namibischen Grenzbeamten erklären wieso, weshalb und warum man denn ausreisen würde. Anschließend fährt man einige hundert Meter durchs Niemandsland um dann das gleiche nochmal den besser gelaunten südafrikanischen Grenzbeamten zu erklären. Etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde dauert die ganze Prozedur bis man dann endlich auf südafrikanischem Hoheitsgebiet ist. Man muss allein auf südafrikanischer Seite durch drei Büros schwengeln, ehe man alle Stempel zur Einreise zusammen hat. Auffällig ist, dass sich die Flora und Fauna mit dem Grenzübertritt drastisch ändert. Nach einigen Bergen sieht man plötzlich wieder grüne Täler und Wasser und keine kahlen Berge mehr. Zwischendurch hieß es für unsere Crew nochmal Luftanhalten. Der Tank unseres kleinen Hyundais war unfassbar klein. Es war bereits stockduster und die nächste Stadt noch 30km entfernt, da blinkte die Tanklampe auf. Wir waren uns nicht sicher wie groß der Reservetank war, aber große Lust in den Bergen bei Dunkelheit auf Hilfe zu warten, hatten wir nicht. Also Klimaanlage aus, Geschwindigkeit drosseln und hoffen. Völlig durchgeschwitzt erreichten wir dann die nächste Stadt und ließen volltanken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss hier auch einige Zeilen über die guten Tankwärter aus Namibia schreiben. Wenn man in Namibia sagt, dass der Tankwart den Tank bitte voll machen soll, dann machen die den auch bis zum Bersten voll. Auf Biegen und Brechen. &lt;br /&gt;Der geübte Tankwart kann nachdem die Tanksäule das erste Mal automatisch gestoppt hat, locker noch zehn bis zwölf Liter mehr einhauen. Der Tankstutzen wird so vollgepumpt bis die Suppe oben überläuft. Und wenn es überläuft, dann wird das Auto ein wenig gerüttelt, damit auch die hinterletzten Ecken volllaufen, und dann werden noch mal einige Milliliter nachgegossen. &lt;br /&gt;Die Königdisziplin ist, dass der Tank so voll ist, dass der Schwimmer es nicht schafft die Vollheit des Tanks zu messen und anzuzeigen. Erst nach circa 60km schnellt die Nadel dann bis zum Anschlag nach oben, verweilt dort weitere 110km am äussersten Anschlag um dann erst langsam zu sinken. Das war bei unserem Mikrotank allerdings auch bitternötig. &lt;br /&gt;Die südafrikanischen Tankwärter haben es hingegen nicht so drauf. Es wird nach dem ersten automatischen Stopp zwar noch eins bis drei Mal unmotiviert weitergeklickt, aber davon wird’s halt auch nicht besser. Also ein Hoch auf namibische Tankwärter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer langen und anstrengenden Fahrt erreichten wir irgendwann den Bezirk um Kapstadt. Jürgen gab uns noch einige Stadtkarten mit, aber wir hatten trotzdem einige Schwierigkeiten unseren District Six zu finden. Dort befand sich unser Hostel. Gut, Jürgens Karten waren natürlich noch aus Honeckers Zeiten, aber irgendwann wir fanden es. &lt;br /&gt;Der District Six hat traurige Berühmtheit erlangt, als dort zu Apartheitszeiten 60.000 farbige Menschen zwangsumgesiedelt wurden, damit die weisse Bevölkerung den City Bowl für sich alleine haben kann. &lt;br /&gt;Um Punkt 22:59 rollten wir auf den Parkplatz des Hostels. Ein Securityguard zeigte uns den Weg zum Eingang. Es ging uns das Herz auf, als wir sahen, dass wir durch eine Kneipe gehen mussten um zum Hostel zu kommen. Stolz wie Oscar waren wir also wie angekündigt um 23 Uhr pünktlich an der Rezeption. Allerdings wussten die dort gar nichts von unserem Kommen, weil Onlinebuchungen wohl nicht so oft nachgeschaut werden. Aber wäre ja kein Ding, man würde schon ein Zimmer für uns haben. Das finanzielle könne man auch am nächsten Tag regeln. Man entschuldigte sich noch für die Bauarbeiten. &lt;br /&gt;Das Zimmer was wir reserviert hatten war zwar belegt (vom Chef selber), aber man hätte ein anderes Zimmer für uns. Selma ging recht schnell ins Bett. Sebb und ich pumpten uns in der Bar noch einige Drinks rein eher wir auch ins Bett fielen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag standen wir früh auf. Eine Freundin vom Sebb erwartete uns an der Waterfront um uns einige Reisetipps zu geben. Nachdem wir endlich wieder Meer um uns herum hatten, setzten wir uns ins nächstbeste Restaurant und tranken ein schönes kühles Bier. Die Küche hatte glücklicherweise schon auf. Man nahm unsere Bestellwünsche nach warmem Essen um 10 Uhr morgens etwas argwöhnisch entgegen, aber wir bekamen was wir wollten. Wir machten uns einen groben Plan für die Tage in Kapstadt. Nachdem wir uns die Waterfront, das WM Stadion und die Promenade angeguckt hatten fiel uns das Paulaner Brauhaus auf. Beste Adresse am Platz und es schossen uns Tränen in die Augen als wir sahen, dass am selbigen Tag noch das Oktoberfest Cape Town eröffnet werden sollte. Mit der Maß Bier à 6€ war es nicht ganz billig, aber günstiger als auf dem richtigen Oktoberfest. Nachdem wir einige Maß Paulaner Weissbier und einige Weisswürste vertilgt hatten ging es zurück zum Hostel. In der Bar wurde noch der eine oder andere Absacker zu sich genommen und dann auch schon wieder ins Bett.&lt;br /&gt;Schließlich stand am Samstagmorgen das Kap der guten Hoffnung auf dem Programm. Bei wunderschönem Wetter und leichtem Kater ging der Trip los. Vorerst wurde aber bei Mc Donalds ausgiebig gefrühstückt. Namibia ist nämlich eines von nicht sehr vielen Ländern in dem es kein Mc Donalds gibt. In Südafrika gibt’s Mäcces an jeder Ecke. Maxi Menu, bzw. Mc Menu wie es jetzt auf neudeutsch heisst, kostet keine 4, €.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Kater konnten wir dann auch relativ schnell ad acta legen, da der Weg zum Kap schon mit einer unfassbaren Schönheit gesegnet ist der für vieles entschädigt. Die Straße zog sich direkt an der Steilküste entlang. Das Kap befindet sich in einem sehr schönen Nationalpark und ist der südwestlichste Punkt des Festlandes. Nicht der Südlichste. Als dann einige Touristenbusse anrollten, fuhren wir weiter zum Cape Point. Von dort hat man eine schöne Aussicht aufs Kap der Guten Hoffnung und dort gibt es auch einige Lokalitäten. Wir nahmen ein paar alkoholfreie Erfrischungsgetränke zu uns und wurden Zeuge von einigen Attacken der Baboons. Baboons sind Affen. Tierisch hässliche Affen. Die Dreckstiere sind einfach überall und klauen Touristen ihre Lebensmittel. Selbst wenn man dort sitzt mit seinem Sandwich in der Hand, kommen die Viecher an und versuchen einem das Sandwich aus der Hand zu klauen. Ein Restaurant hatte extra einen Aufpasser mit Holzlatten bewaffnet, der die Tier verscheuchen sollte. Nichtsdestotrotz haben es die Tiere geschafft Lebensmittel von den Tischen zu zocken. Wir schmiedeten bereits Pläne wie wir als Baboon-Schlächter auf Jagd gehen könnten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann ging es zurück zum Auto und wir fuhren noch ein wenig an der Küste entlang. Selma lotste uns zu einem Strand, wo wir in den Wellen des Atlantiks noch ein Bad nehmen konnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uns wurde noch ein weiterer Strand empfohlen. Wir suchten den Weg auf der Karte und wunderten uns, dass die Straße zwischendurch unterbrochen war. Wir fragten einen netten Herren der meinte, dass es die Straße definitiv gäbe, er wüsste aber auch nicht warum die nicht eingezeichnet war. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten wie wir später herausfanden. Die Straße führte am Chapmans Peak entlang. Direkt an der Steilküste. Und je nachdem wie alt Jürgens Kartenmaterial jetzt war, wurde die Straße nicht eingezeichnet, weil es früher eine Schotterpiste war, oder sie wurde nicht eingezeichnet weil sie mittlerweile mautpflichtig ist. Das Geld war die Strecke aber allemal wert. &lt;br /&gt;Die Strasse dort an der Steilküste ließ selbst uns vor Bewunderung schweigen. Nach einigen Kilometern kamen wir dann pünktlich zum Abendessen und Sonnenuntergang am Camps Bay Beach an. Es war zu zugig zum schwimmen und es setzte auch langsam der Hunger ein. Wir aßen an der Strandpromenade Pizza, bzw. Salat (natürlich für die Dame). &lt;br /&gt;Dank viel Sonne und frischer Luft waren wir allesamt gut müde und beschlossen lediglich in der Hostelbar noch einige Getränke zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntagmorgen stand Robben Island auf der Tagesordnung. Das ist die Insel auf der der gute Nelson Mandela inhaftiert war. Das Wetter war mittlerweile komplett umgeschlagen und es war regnerisch bis stürmisch. Nach dem obligatorischem Frühstück bei Mc Donalds ging es in Richtung Waterfront. Als wir am Office der Fährgesellschaft ankamen fiel uns die Kinnlade herunter als wir lasen, dass alle Fahrten aufgrund des Windes gecancelt sind. Auf den Schock setzten wir uns in das gegenüberliegende Paulaner Brauhaus um einen neuen Plan zu schmieden. Das Wetter wurde jedoch eher schlechter und die Blaskapelle umso besser,… das veranlasste uns zum Bleiben. Selbst Selma, die schon frühzeitig ankündigte Shoppen gehen zu wollen, sobald sie merke, dass wir versacken würden, verließ das Brauhaus nicht einen einzigen Meter. Abends empfing man uns wieder mit offenen Armen in der Hostelbar. Aber so alt wurden wir nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Montag war das Wetter nicht zwingend besser und wir verließen Kapstadt planmäßig. Natürlich nicht ohne einen letzten Besuch um örtlichen Mc Donalds Restaurant. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Grenze war für mich noch einmal Herzklopfen angesagt. Mein dreimonatiges Urlaubsvisum ist abgelaufen. Und laut Jürgen darf man auch nur drei Monate im Jahr als Tourist in dem Land bleiben. Ich glaubte jedoch den Optimisten, die mir bestätigten, dass man durch Aus- und Wiedereinreise sein Visum verlängern kann. Es ging schon gut los, als mich der Zollbeamte anranzte, weil ich angeblich zu unfreundlich nach einem Stift gefragt habe um seine beschissene Immigration Form auszufüllen. Die wollen da sogar wissen wie viel Knete ich bei meinem Aufenthalt in dem Land lasse. Gottseidank verließ der Beamte das Büro während ich die Form ausfüllte und sein Kollege spendierte mir weitere 16 Tage Aufenthalt. Reicht mir. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf unserem Zettel stand noch eine Stadt am Atlantik namens Lüderitz. Lüderitz ist eine Stadt mit großer deutscher Kolonialgeschichte. Der Bremer Tabakhändler Adolf Lüderitz legte mit seinem Kutter in Lüderitz an und kaufte das Stück Land vom damaligen Führer des Orlam bzw. Nama Stammes ab. Für 40 x 20 Meilen bezahlte Lüderitz 100 Goldpfund und 250 Gewehre. Nach Vertragsschluss erklärte Lüderitz dem Nama- Führer, dass es sich im Vertrag natürlich nicht um englische Meilen handelt (1,6km) sondern um preußische Meilen (7,5km). Der Stamm verlor also nicht 70x35km, sondern 300x150 Kilometer. &lt;br /&gt;Da hat Lüderitz das alte Schlitzohr den guten Mann also gut abgezogen, der durch den Deal den Großteil seines Stammesgebiets verlor. Der Diamantenboom setzte jedoch erst nach Lüderitz Tod ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir kamen spät am Freitagabend erst in Lüderitz an. Gegen 24 Uhr. Die Fahrt im Dunkeln ist ätzend. Es gibt keine Straßenbeleuchtung und der Mond verschwand fast komplett in eine Mondfinsternis. Es ist also sehr dunkel und man sieht einfach nichts. Hinzu kommt noch eine andere Gefahr. Kudus und Gemsböke haben ein großes Hobby, sie springen Autos mit Vorliebe in die Windschutzscheibe.&lt;br /&gt;Es ging jedoch alles gut. Das Backpackers hatte noch ein Zimmer für uns frei. Der Herbergsvater jagte uns jedoch wieder komplettes Entsetzen ins Gesicht, als er meinte, dass keine Bar mehr auf hat und er selber auch nichts verkauft. Wir ließen uns nicht unterkriegen und fanden ziemlich schnell eine Bar, die extra für uns noch zwei Stunden länger aufmachte. Bis die Stadtsecurity kam, die Lizenz anguckte, wahrscheinlich im Büro einige Dollar bekam und uns dann bat, die Bar doch bitte zu verlassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lüderitz ist eine sehr deutschgeprägte Stadt mit deutscher Architektur. Kurz vor der Stadt findet man noch eine Geisterstadt namens Kolmannskuppe, die noch aus der Zeit des Diamantenbooms stammt. Man wird in der Region gebeten doch bitte keine gefundenen Diamanten mitzunehmen, das würde ja schließlich niemanden etwas bringen. Seh ich nicht. Hab aber auch keinen gefunden. &lt;br /&gt;Am Wasser aßen wir dekadent Austern, die jedoch dort am Atlantik sehr günstig sind. Quasi geschenkt. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg. Die Strecke war länger als gedacht und wir fuhren wieder in die Nacht hinein. Autofahrer in Namibia haben das mit dem Abblenden leider nicht drauf, und so fährt man öfter mal in die Festbeleuchtung  eines Trucks. Aufgrund fehlender Fahrbahnbeleuchtung, bzw. Fahrbahnabgrenzung kann man da nur hoffen und beten, dass man die Lichtorgel überlebt. Aber es ist immer alles gut gegangen. In Windhoek verprassten wir den elendigen Rest der Reisekasse noch bei KFC und fielen dann tot ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Auto wurde von Rudolph bei der Rückgabe nur oberflächlich gecheckt, ich hab nämlich bereits angekündigt, dass ich das Auto am Freitag direkt wieder haben möchte. Nachdem wir unsere Finanzen gecheckt haben, ist noch eine kleine Tour ins 400km entfernte Swakopmund drin. Liegt ebenfalls an der Küste und soll wunderschön sein, da man auf der einen Seite das Meer und auf der anderen Seite die Dünen der Wüste hat.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem sonnigen Windhoek grüßt euch,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;euer bester Freund&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-464044292952056706?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/464044292952056706/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=464044292952056706' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/464044292952056706'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/464044292952056706'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/10/post-33-3800km-durchs-sudliche-afrika.html' title='Post #33 - Oktoberfest in Kapstadt'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-4142504366358315725</id><published>2010-10-05T00:47:00.002+08:00</published><updated>2010-10-05T00:50:06.237+08:00</updated><title type='text'>Post #32 - Hochzeitsgäste: 300 / Toiletten: 0</title><content type='html'>Liebe Kinder,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich bin zurück aus der Pampa. Unser wirklich sehr guter Freund Deo hatte am Wochenende seine Hochzeit. Deo haben wir auf dem Rückweg von Okakarara nach Windhoek kennengelernt. An einer Raststätte. Dort hat er uns sofort zu seiner Hochzeit eingeladen. Und zu dieser brachen wir am Freitag auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hochzeit war in einem kleineren Dorf in der Nähe einer kleineren Stadt namens Omaruru. Neville warnte uns schon vor, dass es dort weder Duschen noch Toiletten gibt und dass wir unser Proviant aus Windhoek mitnehmen müssten, weil es dort auch eigentlich keine Einkaufsmöglichkeiten gäbe. Gesagt getan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wollten früh los und wurden auch pünktlich um 9 Uhr abgeholt. Wir wollten schließlich spätestens um 11 Uhr auf der Schnellstraße sein. African Time. Ich war froh, als wir dann gegen 15:15 nach diversen Besorgungen und Trödeleien die Straße rockten. Fünf Leute waren wir erst in Nevilles Auto. Zwischendurch wurden noch zwei provisorische Sitze in den Kofferraum gebaut, weil wir wohl doch sieben werden sollten. Wir wurden acht. Unser Gepäck passte dementsprechend aber auch gar nicht ins Auto, sondern wurde auf einem Pick Up eines Freundes transportiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgrund von 8 unterschiedlichen Bedürfnissen hielten wir eigentlich immer und überall an. Die Damen aus dem Kofferraum haben sich auf der Fahrt so dermaßen die Kante gegeben, dass ich nach circa 40 km Schotterpiste den Rücken voller Whiskey und anderen Leckereien hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 20 Uhr erreichten wir das kleine Dorf wo die Hochzeit stattfinden sollte. Wir bauten fix unsere Zelte auf und machten Feuer. Wir hatten schließlich Hunger. Vorher wurden die Damen noch zum Holzholen geschickt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ehepaar ist vom Stamm der Herero. Es ist hier Tradition, dass die Gäste um das Haus der Braut campen. Die Gäste der Braut vor dem Haus und die Gäste des Bräutigams hinter dem Haus. Dem Mann ist es eigentlich nicht gestattet seine Frau zu sehen. Während des ganzen Wochenendes. Deswegen muss er frühmorgens das Haus der Braut verlassen und darf auch erst spätabends wieder zu ihr ins Bett. Tagsüber muss sich der arme Bräutigam bei seinen Freunden und Verwandten aufhalten und sich betrinken. Die Frau darf das Haus hingegen gar nicht verlassen. Sie sitzt die ganze Zeit in der Bude, verschleiert, hintern einem Bettlaken auf einer Matratze und versteckt sich. Ist aber halt nicht so spannend weil sie eigentlich keiner sucht. Die engsten Verwandten dürfen der Braut ein einziges Mal am Tag einen Besuch abstatten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Samstagmorgen wurde unmittelbar neben unserem Zelt eine Kuh geschlachtet. Als Teil einer Zeremonie. Die Kühe liefen da eigentlich den ganzen Tag frei herum. Im Gegensatz zu den vielen Eseln. Die wurden von präpubertären Burschen gehalten und zum Reiten, Arbeiten, etc. benutzt. Wenn die Esel mal nicht so gehorchten wurden die mit ordentlich Schmackes ausgepeitscht. Manchmal bluteten die Tiere dann. Aber warum wehren die sich auch, ne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber zurück der Kuh. Von einem Rudel Männern wurden die Kuh also aus der Herde entfernt, nach etwas Gegenwehr gefesselt, der Hals ordnungsgemäß übersteckt und dann wurde mit einem stumpfen Messer so lange in der Halsregion rumgestochert, bis das Tier verblutete. Anschließend wurde es ausgenommen. Trotz großer Säge hat sich der Hals als etwas widerspenstig herausgestellt. Die Innereien und das Fell wurden auf einige Sträucher gelegt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie mir Selma erzählte (sie durfte ja ab und zu zur Braut), wurde die Rippe der Kuh noch am selben Tag verarbeitet und zur Braut ins Häuschen gebracht. Dort mussten alle weiblichen Gäste die die Braut besuchten dann abbeissen. Der Braut selber wurde noch ordentlich Fett um den Hut gewickelt. Ich weiss nicht so ganz genau warum. Die Männer sitzen in der Zwischenzeit, wer hätte es anders gedacht, am Zeltplatz und trinken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstagnachmittag gab es dann noch einen zeremoniellen Teil, bei dem die Braut von ihren Brautjungfern aus dem Haus geleitet wird (vermummt versteht sich)und an anderen Frauen vorbeigeführt wird. Die Männer sitzen auf Stühlen daneben und trinken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dieser Zeremonie durften sich dann jedoch die Gäste der Braut und die Gäste des Bräutigams offiziell besuchen. Zumindest die, die noch laufen konnten. Einige waren bei der Zeremonie schon so bedient, dass sie schliefen. Die Braut wurde anschließend natürlich wieder ins Haus gebracht. Die Damenwelt lief übrigens bei diesen zeremoniellen Dingen in ihren Herero Kleidern herum. Ein Hererokleid besteht aus bis zu 6 Unterröcken aus massivem Stoff. Selma hat sich wacker geschlagen, sah bildhübsch aus und war ein begehrtes Fotomotiv.&lt;br /&gt;Die Männer liefen vorzugsweise im Unterhemd herum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch vor der Zeremonie fuhren Selma, Jan und meine Wenigkeit mit dem Auto herum, auf der Suche nach Eis. Wir fanden nach langer Suche auch ein „Retaurant“ (sah eher aus wie die Folterkammer von Abu Ghraib). In Afrikaans stand auf einem Schild, dass es dort Eis geben soll. Irgendwann kamen drei Damen, die meinten, dass die eigentlich Eis hätten, aber gerade nicht ins Haus kämen. Wir packten die drei Damen dann auf den geliehenen Pick Up und suchten den Schlüssel. Fanden wir nicht. Dafür fanden wir aber Omi, und Omi verkaufte auch Eis, allerdings etwas weiter weg. &lt;br /&gt;Als die Getränke dann akkurat kühl waren, fuhren wir mit einigen anderen jüngeren Burschen in die Berge. Ich als Fahrer und der Rest auf dem Pick Up. Unbeschreibliche Landschaft. Steine so groß wie Hochhäuser lagen da herum. Wir mussten sogar ein Stück wandern, da die Straße vor kurzem von einem Wassersturz mitgerissen wurde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstagabend wurde wieder gegrillt und es floss reichlich Brandy. Gegen Mitternacht fielen dann endgültig die Grenzen zwischen Brautgästen und Bräutigamgästen und es war ein berauschendes Fest. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntagmorgen wurde sich dann in Schale geschmissen. Der finale Part der Zeremonie stand an. Inklusive Gottesdienst. Piekfein warfen wir uns ins Auto und fuhren die 120 Meter zum Haus der Braut und anschließend die 130 Meter zur Kirche. Allerdings gingen fast nur Frauen und enge Angehörige in die Kirche. Die Männer fanden es in der Kirche irgendwie doch zu warm, und die Getränke in den Kühlboxen waren ja auch noch nicht leer. Also zurück ins Auto und zum Platz. Altes Unterhemd wieder übergestrichen und weitergemacht. Mir wurde nahegelegt vielleicht nicht so viel zu trinken, da Neville schon einigermaßen einen drin hatte und einer ja auch das Auto fahren musste. Fand ich in dem Moment gar nicht so schlimm, legte mich ins Auto und schlief eine Runde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war froh, dass einige Burschen für ein paar Dollar die Zelte abgebaut haben. Irgendwann gegen Mittag ging es dann los. Allerdings nur bis Omaruru. Dort legten wir eine lange Rast ein, der Grund dafür war erst nicht so wirklich ersichtlich. Aber im Pick Up eines Freundes wurde noch eine Flasche Whiskey gefunden, und die wollten die Herren auf keinen Fall voll mit nach Windhoek zurücknehmen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir gammelten also noch einige Stunden in Omaruru rum. Man teilte uns mit, dass ein Kollege von Neville von der Polizei angehalten wurde und nun unfreiwillig auf der Wache schlafen muss. Noch ehe ich mir auch nur im entferntesten Gedanken über Restalkohol machen konnte wurde mir gesagt, dass ich mir sowieso keine Sorgen machen müsste, ich würde ja das Auto von Nevilles Vater fahren und der hat einen VIP Aufkleber von Ministry of Defense, weil er ja Mitglied des Parlaments ist. Man würde mich gar nicht erst anhalten. Ich sollte mir doch bitte ganz entspannt einen Drink machen. Ich verzichtete. Es fing bereits an zu Dämmern und wir fuhren in die Nacht hinein. Neville legte sich mit Matratze und Decke und die Laderampe eines Pick Ups und schlief. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir lieferten Neville und sein Gepäck bei ihm zu Hause ab und fuhren mit dem Auto heim. Vorher kauften wir noch etwas Essbares bei einer Tankstelle. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammenfassend sei gesagt: Bei den Hereros ist die Welt definitiv noch in Ordnung. Und merke dir immer: Je kürzer die zurückzulegende Stecke ist, desto mehr Zeit musst du einplanen. Ich habe sogar das Gefühl, dass man sich gegenseitig überbieten möchte. Je länger man braucht, desto cooler ist man. Und zum Schluss sei noch gesagt: Ein Wochenende fernab der Zivilisation und fernab jeglicher Kanalisation ist gar nicht so schlimm.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-4142504366358315725?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/4142504366358315725/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=4142504366358315725' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/4142504366358315725'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/4142504366358315725'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/10/post-32-hochzeitsgaste-300-toiletten-0.html' title='Post #32 - Hochzeitsgäste: 300 / Toiletten: 0'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-1206166732865534306</id><published>2010-09-28T15:57:00.003+08:00</published><updated>2010-09-28T16:31:54.038+08:00</updated><title type='text'>Post #31 - Der Berg brennt</title><content type='html'>Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist wieder viel passiert im fernen Windhoek. Am Freitag ging die Windhoek Show los. Es wurde sich in typischer afrikanischer Manier zu spät um die Eintrittspässe für Aussteller gekümmert. Am letzten Donnerstag waren wir bei der Ausgabestelle und es fiel uns auf, dass wir nicht die einzigen waren die es vergessen haben. Vor dem Container waren so um die 100 Leute. 50 saßen und die anderen 50 standen in einer Schlange. Wir stellten uns ebenfalls in die Schlange, die jedoch kaum kürzer wurde. Wir fragten dann mal in die Menge, warum es denn so lange dauern würde. Der Zauber war, dass alle Leute die dort saßen im Besitz einer Nummer waren. Diese wurden also aufgerufen. Alle die standen, mussten sich gedulden, bis die Nummern alle bedient wurden. Wir fragten dann mal nach ob wir denn überhaupt im System wären. Waren wir nicht. Wir sollten am nächsten Tag wiederkommen. Machten wir. Nach einer weiteren Stunde Warten am Freitag, konnten wir endlich in den Container. Dort wurde dann das Foto gemacht und uns wurde gesagt, dass wir die Pässe am nächsten Tag abholen könnten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum das ganze? Als Hauptstadt muss man sich natürlich besonders hervortun. Bei der Trade Fair in Ongwediva hatten wir halbprofessionelle, schwarz-weiss ausgedruckte, Pässe (Tintendrucker versteht sich). Ohne Foto. Nicht mal der Name stand drauf. Das schönste an denen war eigentlich nur das Schlüsselband.&lt;br /&gt;In Windhoek jedoch hat man einen Pass, mit Name, Foto, Barcode, ID-Nummer, pipapo. Und die Dinger sind natürlich laminiert. Bei Verlust kostet der Spass 92,50 Dollar. Ein Vermögen. &lt;br /&gt;Zum Vergleich: Der reguläre Eintritt in Ongwediva hat 10 Dollar gekostet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Show ist soweit ganz nett. Wir sind diesmal in einer Halle die zweigeschossig ist und wir sind natürlich oben. Spart man sich die Sauna. Es gibt aber wieder Biltong und Fleisch im Überfluss. &lt;br /&gt;Es gibt ebenfalls wieder viele traditionelle Stände und ich habe nun das erste Mal „Mopane-Würmer“ gegessen. Sind ein wenig zäh, aber geschmacklich nicht schlecht. Der Anblick ist auf einer Skala, wenn 1 superhässlich und 10 superschön ist, eher nicht so. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach meiner Schicht ging es heim und der Abend wurde geplant. Wir wollten zum Campus der University of Namibia, da dort Cultural Festival war. Abends sollte ein großes Konzert stattfinden mit der kompletten lokalen Prominenz Namibias, Gazza, Dogg, alle sollten am Start sein. Jan hatte sich, pfiffig wie er ist, am Freitagabend um 20:30 zum Skypen mit der Heimat verabredet. Selma und ich zogen also vorerst alleine los. Am Campus angekommen, war die ganze Lage eher unübersichtlich. Die Studenten sträubten sich der 50 Dollar Eintritt fürs Stadion. Letztendlich, und auch aus persönlichen Beweggründen, auf die ich nicht näher eingehen möchte, ergriffen Selma und ich die Flucht. Wir fuhren in die Zenso Bar. Da Gott mich liebt, war in der Zenso Bar die Aftershowparty der Miss NBC Wahl. Wir trafen uns dort noch mit dem Kollegen Konzmann und einem anderen Deutschen namens Julius. &lt;br /&gt;Janntje, äääh, Jan Buhr, hat in der Zwischenzeit abgesagt weil sie, ääh, er, eingeschlafen ist. &lt;br /&gt;Wir ließen uns vom Kollegen Konzmann noch ins Cheers bringen. Dort waren wir auch nicht so lange. Musik war nicht so gut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da meine Hosen mittlerweile fast alle kaputt sind (durchgescheuert, aufgerissen, aufgeschlitzt), war es mal an der Zeit einzukaufen. Mit meiner frisch ausgeschlafenen Mitbewohnerin Jan ging es zusammen mit Selma in die Maerua Mall. &lt;br /&gt;Es war tragisch. Ich passe zwar noch mehr oder weniger in meine alte Größe, aber ich fand einfach nichts Adäquates. Letztendlich fand ich nach Stunden der Suche noch eine Hose die mir passte. Tragischerweise war das auch noch eine Jeans, die man etwas stretchen kann. Ich bin fett. Immerhin fand ich noch neue Schuhe. Das war es dann aber auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstag hatte ich die Spätschicht auf der Windhoek Show (bis 22 Uhr). Anschließend stand ja noch der Geburtstag von Hans auf der Tagesordnung. Meine beiden Grazien Jan und Selma fuhren bereits früher hin und ich kam nach. Und Hans hat sich nicht lumpen lassen. Im Garten eines Hotels wurde gefeiert. Es gab Essen, ein Getränkekontingent und, trotzdem Hans ja andersrum ist, einen gewaltigen Frauenüberschuss. Für die anderen Herren die dort anwesend waren würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen, ob es sich bei denen wirklich um XY Chromosomen handelt, oder ob nicht das Y schon leicht zu einem weiteren X tendiert. Kein Wunder, wenn einer der Lustknaben „Posh“ genannt werden möchte und dessen Pony keck in sein Gesicht gekämmt ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Getränkekontingent ausgesoffen war fuhren wir wieder ins Cheers. Wir hatten zwei Autos zur Verfügung. Gut, einer der Fahrer hatte seinen Führerschein noch nicht gemacht, aber er würde gut fahren, wurde uns versichert. Wir warteten vor dem Club noch auf andere. Während der Wartezeit kam ein besoffener Herr aus dem Club getorkelt, ging zu seinem Auto und setzte sich hinein. Zwischendurch ging er mal in Richtung Kofferraum. Auf dem Weg dorthin muss er jedoch irgendwas  verloren haben. Denn er suchte plötzlich etwas. Wir beobachteten die ganze Situation. Als er den Gegenstand jedoch nicht fand, rief er einen ebenso besoffenen Car Guard zur Hilfe. &lt;br /&gt;Zwei völlig besoffene Typen spielten also die Reise nach Jerusalem um das Auto herum und suchten etwas. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fragte den Car Guard dann einfach mal, ob die gerade den Autoschlüssel suchen würden, oder wo denn das Problem läge. &lt;br /&gt;Für den Car Guard war das ein astreines Schuldeingeständnis. Kommissar Car Guard hatte mich. In einem Blitzverhör, in dem er gleichzeitig guten und bösen Polizisten spielte, forderte er den Schlüssel zurück. Ich versicherte ihm mehrfach, dass ich keinen Autoschlüssel besitze. Gegen die Strategie vom Car Guard kam ich jedoch nicht an. Seine bipolare Persönlichkeitsstörung bildete eine Wand gegen meine Argumente. Ich wurde etwas lauter. Ihmchen dann aber auch. Es kamen dann einige Leute hinzu, der Schlüssel wurde in der Zwischenzeit gefunden, und der Kommissar setzte sich auf eine Treppenstufe und schlief ein. Zu viel Action an einem Samstagabend für ihn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntagmorgen um 08:47 bekam ich von Sebb eine SMS mit dem Inhalt, dass er tierisch Bock hätte zu trinken und wir doch mal was regeln sollen. Er hatte das Wochenende viel gelernt und sich um andere Dinge gekümmert. Ich hatte nachmittags noch meine Schicht auf der Show, währenddessen waren Sebb und Jan auf Einkaufstour. T-Bone Steak mit extra Fett und Bier für die Herren. Schweinebauch und Alkopops für die Dame. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachmittags war Selma kurz auf der Messe und wir aßen ein traditionelles Gericht. Chicken, Porridge und Spinat. Man setzt sich dann hin, dann kommt eine Big Mama mit einer Schüssel mit Wasser und einem Lappen und dann wird schön Waschi-Waschi mit den Händen gemacht. Dann kommen die Gerichte. Porridge ist ein Haferbrei, der recht fest ist. Man nimmt dann immer ein Klumpen Porridge, knetet und formt den mit der Hand und nimmt dann damit Hähnchen, Sauce oder Spinat auf. Der Spinat war crunchy. Nicht etwa weil da Croutons drin waren, sondern eher, weil er nicht so wirklich geputzt wurde. War trotzdem lecker. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um die Zeit zum Abendessen zu überbrücken, hatte ich noch reichlich Biltong und konnte mir dann gesättigt noch das T-Bone Steak reindrücken. Einige Pennerhumpen (750 ml Bierflaschen) sollten unseren Kehlen noch passieren, ehe wir Sebb ins Chez Ntemba verabschiedeten und selber ins Bett gingen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Samstag kam zu meiner Fettleibigkeit übrigens auch noch Faulheit hinzu. Jan und ich ließen uns eine Dame bestellen, die unsere Hemden bügelte. Hat sie sehr gut gemacht. Astreine Bügelfalte am Ärmel. Tadellos. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Moment brennt es viel in und um Windhoek. Zwischen Windhoek und Okahandja gibt es einen Holzmarkt. 110 Stände, die alle das gleiche Gedöns für Touristen verkaufen. Aber irgendwie konnten die sich bisher halten. Allerdings ist vor einigen Tagen ein Nachbarhaus abgebrannt und der Funkenschlag entzündete auch den Holzmarkt, der restlos niederbrannte. Tragisch im Hinblick darauf, dass 110 Familien davon gelebt haben, und 110 Familien entsprechen hier circa 1000 Leuten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern brannte hier dann ein Berg am Stadtrand von Windhoek. Wurde nicht gelöscht. Bei unwegsamem Gelände kommt die Feuerwehr dort sowieso nicht hin. Löschflugzeuge gibt es ohnehin nicht, dafür ist kein Wasser da. Heute Morgen war der Berg niedergebrannt und es qualmte lediglich vom Fuße des Berges. Bis auf einige Tiere sollte niemand zu Schaden gekommen sein. (um die Tier ist es natürlich auch sehr traurig)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war es vorerst von mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ahoi und Adieu&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-1206166732865534306?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/1206166732865534306/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=1206166732865534306' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1206166732865534306'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1206166732865534306'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/09/post-31-der-berg-brennt.html' title='Post #31 - Der Berg brennt'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-7415549645234342744</id><published>2010-09-24T18:53:00.000+08:00</published><updated>2010-09-24T18:54:04.713+08:00</updated><title type='text'>Post #30 - Und dann noch etwas....</title><content type='html'>Freunde,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte mir selber nicht zu viel versprochen für meine kleine Geburtstagssause. Ich hatte ja bereits im letzten Blogeintrag Frauenüberschuss angekündigt und sollte nicht enttäuscht werden. Der Weg zu dieser ausgelassenen Runde war allerdings ein wenig holprig.&lt;br /&gt;Per SMS lud ich ein und bat die Herren und vor allem die Damen der Schöpfung in die Zenso Bar. Noch bevor ich in der Bar eintraf, bekam ich jedoch einen Anruf, dass die Zenso Bar geschlossen hätte. Kurzfristig schickte ich nochmal Nachrichten rum um den Locationwechsel ins Garlic &amp; Flowers mitzuteilen. War kein Problem. Problematisch war eher, dass es hier in Afrika noch eher nach dem Kredo geht: „Wer einlädt zahlt“. Das wusste ich natürlich vorher. Es ging lediglich darum auch ausreichend Devisen mitzunehmen. Ich hatte jedoch vergessen rechtzeitig genügend Geld online auf meine Kreditkarte zu laden. Ist ja kein Problem, dachte ich, ich bin ja nicht umsonst mit zwei EC-Karten neben meiner Kreditkarte angereist. Kostet zwar paar Euro Gebühren aber nützte ja nichts. Dann fiel mir aber ein, dass eine EC Karte ja bereits gesperrt ist. Mein Rucksack samt EC Karte ist letzten Samstag während wir am Damm waren, auf mysteriöse Weise verschollen. Oder liegt noch in irgendeinem Auto. Aber Sicherheit geht vor. Also schrieb ich meinem geliebten Vater noch am Samstag, dass er doch bitte die Karte sperren lassen soll. &lt;br /&gt;Aber was soll es, dachte ich, ich hab ja noch eine EC Karte. Auf dem Weg zum Geldautomaten schwante mir jedoch schon Böses. Der Himmel öffnete sich und ein Licht schien heraus, die Stimme meines Mitbewohners Tobias aus Flensburg erklang in der Ferne: „Deine Bank hier dir geschrieben, du hast eine neue EC Karte bekommen.“&lt;br /&gt;Die Meldung des Geldautomaten, dass meine EC Karte ungültig ist, war dann also nur noch reine Formsache. Es war bereits 19:20 und ich hab zu 19 Uhr eingeladen. Also schnell zurück ins Lokal, Selma gefragt wie viel Cash sie noch zusammen bekäme, ab ins Taxi, zu Selma gefahren, Selma ausgenommen wie eine Weihnachtsgans und wieder zurück ins Lokal.&lt;br /&gt;Party konnte losgehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Anfang verlief etwas träge, was daran lag, dass pünktlich zu meinem Geburtstag das Wetter wechselte. Es war plötzlich bitterkalt und selbst ich, als Nordlicht, saß mit Pullover dort. Afrikaner kamen natürlich in ihrer süßen Übertreibung mit Wollmützen. Und Jürgen sagte gar, dass wir sogar etwas Bodenfrost hatten, aber da lebt der alte Kämpfer wohl wieder in seiner eigenen kleinen Welt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten irgendwann einen kleinen abgeteilten Bereich für uns und die Getränke liefen ordentlich und es war durchaus eine gute Feier. Die Bar hatte letztendlich nur noch für uns auf. Das störte weder Chefin noch Angestellte, da der Umsatz ja dafür dementsprechend üppig war. Ab einer gewissen Grenze hieß es dann für mich von der Chefin: „Komm, für dich sind jetzt alle weiteren Getränke frei“. Und der Höhepunkt fand sich darin, dass die Chefin uns am Ende alle nach Hause brachte. Das nenn ich Service. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dienstag im Büro waren wir dann weniger fit. Ein wahrscheinlich eher unpünktliches Erscheinen meldeten wir weit im Voraus an. Den Tag brachten wir jedoch ganz gut rum und abends war dann ja plötzlich wieder Bundesliga. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebb, Jan und ich gingen ins Andys. Ich aß eine Currywurst mit Pommes, die wirklich gar nicht schlecht war. Nach einigen Humpen ging es dann aber heim, damit wir am Mittwoch etwas ausgeschlafener waren. Und das Werder-Spiel war jetzt auch nicht so der Knaller. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Woche ist „Windhoek Show 2010“ – aka – „Windhoek Tade Fair“. Und Trade Fair heisst ja wieder: eher weniger Schlaf, eher mehr Bier, eher mehr Fleisch. Ich werde demnächst mal eine Waage aufsuchen müssen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern in der Mall trafen wir zufällig ein Mädel wieder, welches ich schon länger nicht mehr gesehen habe und nach der Begrüßung war ihre erste Frage, ob ich zugenommen hätte. Es scheint also tatsächlich Realität zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am morgigen Samstag sind wir zum Geburtstag von Hans eingeladen. Der eifrige Leser wird wissen, dass Hans nicht so wirklich Hetero ist. Er hat keine Kosten und Mühen gescheut und hat alle in ein Hotel eingeladen. Ich hab etwas Angst. Selma, Jan und meine Wenigkeit werden dort dennoch mal hinfahren und gucken was da so los ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ist Mittag!&lt;br /&gt;Bis demnächst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-7415549645234342744?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/7415549645234342744/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=7415549645234342744' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/7415549645234342744'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/7415549645234342744'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/09/post-30-und-dann-noch-etwas.html' title='Post #30 - Und dann noch etwas....'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-4474025379859399957</id><published>2010-09-20T22:07:00.001+08:00</published><updated>2010-09-20T22:10:08.811+08:00</updated><title type='text'>Post #29 - Der Wochenend-Bericht</title><content type='html'>Hallo Freunde und Familie,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;vorweg herzlichen Glückwunsch nachträglich an Florian Mainusch und Vera R., die gestern beide Geburtstag hatten und nun stramm auf die 30 zugehen. &lt;br /&gt;Kurze Information bzgl. meines SMS-Speichers:&lt;br /&gt;Posteingang letzte Woche: 340 &lt;br /&gt;Postausgang letzte Woche: 327&lt;br /&gt;Ich hab Schmerzen im Daum. Wer jetzt denkt, dass ich dafür Unsummen bezahle, der liegt falsch. Mit einer einmaligen SMS, die 5 Dollar kostet, kann man sich freischalten lassen, dass man lediglich für die erste, 101., 201., 301., 401. etc. SMS bezahlt. Für 327 SMS hab ich also nicht mal 0,20€ bezahlt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fangen wir mit Freitag an. Wir wollten ausgehen. Bevor wir das taten trieb es uns in den örtlichen Supermarkt um Bier einzukaufen. Jedoch nicht für Freitag, sondern für Samstag. Samstag waren wir nämlich an einem Stausee verabredet. In einem sogenannten Recreation Park, wo Grillplätze vorhanden sind. Dazu später mehr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir sämtliche Getränkevorräte des Supermarktes geplündert haben ging es ins Garlic &amp; Flowers. Dort war nicht so viel los. Wir aßen eine Kleinigkeit und tranken etwas und zogen dann weiter. Ins Cheers wollten wir. Dort waren wir noch nie. Man sagte uns aber, dass das ein alter Laden sei und die Taxifahrer wüssten wo der sei. Da hat man die Rechnung jedoch ohne die namibischen Taxifahrer gemacht. Ähnlich wie die Securityguards, die manchmal gar nicht wissen auf welches Objekt sie eigentlich aufpassen, ist Denken nicht so ganz die Stärke der Taxifahrer. Sie nicken immer eifrig, wenn man sagt wo man hinmöchte, nach einigen Minuten merkt man jedoch aufgrund hastigen Umherschauens, dass der Fahrer keinen blassen Schimmer hat. Und wenn der Taxifahrer dann anhält, um einen Securityguard nach dem Weg zu fragen, dann ist das wirklich die Todeskombo in dieser Stadt. Zur Verteidigung der Securityguards sei jedoch gesagt: Bei einem Monatssalär von 70-80 €uro, würde ich meine Birne auch nicht überanstrengen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gut, wir fanden das Cheers dementsprechend nicht und ich sagte dem Taxifahrer, dass er uns ins G-Zone bringen solle. Wieder eifriges Nicken. Eine Minute später: hastiges Umherschauen. Vor Wut rasend erklärte ich ihm dennoch in Ruhe in Weg. Zu unserer Verwunderung war der Eintritt umsonst, aber es war nichts los im Club. Wir schoben es auf die Uhrzeit und gaben dem Club eine Chance. Nach circa einer Stunde stagnierte die Zahl der Gäste aber weiterhin und wir wollten weiter. Auf dem Weg in die Fashion Bar, erspähten wir plötzlich das Cheers und ließen uns absetzen. Der Türsteher war jedoch wenig angetan von Jans kurzer Hose und verwehrte uns den Eintritt. Er ließ sich nicht mal bestechen. Wir nahmen wieder ein Taxi und ließen uns in die Fashion Bar bringen. Dort stieß die kurze Hose jedoch auch nicht auf große Akzeptanz. Nach kurzer Verhandlung sagte er dann aber doch, dass wir einfach reingehen sollen. Wir freuten uns. Aber nur kurz. Denn wir waren die ersten und einzigen in der Fashion Bar. Es kamen zwar nach und nach ein paar Leute, aber die 3€ Eintritt mussten wir abschreiben. Ab ins Taxi und nach Hause. Aber nicht um zu schlafen. Jan musste sich eine neue Hose anziehen. &lt;br /&gt;Der Taxifahrer wartete und brachte uns dann wieder ins Cheers. Dort war es dann aber wirklich gut und voll. So wie wir. Um 03:45 mussten wir jedoch die Reissleine ziehen.  Wir mussten Samstagmorgen schließlich früh raus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebb beauftragte uns möglichst früh zum Damm (Stausee) zu fahren um einen Gillplatz zu reservieren. Der Rest würde gegen 12 nachkommen. Wir peilten 11 Uhr an, daraus wurde 11:45 Uhr. Sebb kam mit einigen anderen um 13:50. Aber wir hatten einen Platz. &lt;br /&gt;Mit zwei Kühlboxen voll mit Getränken konnte man die Zeit auch gut überbrücken. Sebb hat mit einem Kollegen beim örtlichen Schlachter des Vertrauens 10kg Fleisch eingekauft und es selber mariniert. Perfektes Zeug. Ich habe also auch am Wochenende aktiv an meiner Fettleibigkeit gearbeitet. Es war auch irgendwann richtig viel los am Damm. Man muss sich vorstellen, dass das an einem See ist, in dem man nicht Baden kann, wo dann circa 60 Autos sind, für maximal 20 Grillplätze, überall schallt Musik aus den Karren, überall wird gegrillt und gesoffen was das Zeug hält. Der Damm liegt in Katutura, also kommen alle paar Minuten Small-Business-Entrepreneure  im Kindesalter vorbei um Zigaretten oder Bonbons zu verkaufen, oder um wenigstens die großen Bierflaschen zu bekommen, für die gibt’s Pfand zurück. Als die Dunkelheit anbrach sollte man dann langsam sehen, dass man weiterzieht. Man bot uns einen Lift an, dem wir gerne annahmen. Allerdings passen 2 Kühlboxen und acht (!) Leute nicht unbedingt in einen 15 Jahre alten Golf I, der mit zwei zugedrückten Augen für vier Leute zugelassen ist. Die Stoßdämpfer streikten und die Räder schleiften im Radkasten. Absteigen. Wir machten ab, dass wir den Weg über die Schotterpiste zu Fuß bewältigen und es auf dem Asphalt nochmal probieren werden. Wir mussten glücklicherweise nicht laufen, sondern ein Pick Up nahm uns mit bis zur nächsten Kreuzung. Dort war eine Kneipe. Es wurde dann doch noch ein größeres Auto bestellt, es würde aber etwas dauern, hieß es. Also ab in die Kneipe. Am Roulette Automaten gewannen Jan und ich in Windeseile 25 Dollar. Macht zwei große Bier. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das größere Auto  da war, fuhren wir in eine andere Kneipe. Alles in Katutura selbstredend. Nachdem wir es dann geschafft haben, Sebb von einer Ollen loszueisen sind wir zu einer Privatparty gefahren. Dort schnell mit einem namibischen Rugby Nationalspieler angefreundet (sein Oberarm = meine beiden Oberschenkel), etwas getanzt und dann ein Nickerchen in der Küche gemacht. Bier war irgendwann sowieso alle. Gegen 2 Uhr war Aufbruchsstimmung und wir fuhren in einen Club. Oluzizzi hieß das Ding. Gegen drei war die Musik dort dann jedoch aus und alle gingen hinaus. Großartig verzehren konnte man dann auch nichts mehr, obwohl die Preise durchaus verlockend waren. Ein großes Bier = 1€. In absoluter Überheblichkeit und in meinem tranceähnlichen Zustand wollten wir noch ins Chez Ntemba, in Windhoek City. Dort noch einen kleinen Absacker nehmen. Jan ist in der Zwischenzeit etwas eingeknickt und war schon zu Hause. Sebb war zwischendurch ebenfalls spurlos verschwunden und ging auch nicht an sein Telefon. Selma und ich fuhren dann gegen 4 Uhr auch irgendwann heim. Als ich Selma abgesetzt hatte und auf dem Weg in mein Bett war, rief jedoch Sebb an, der völlig pleite noch eine Dame am Start hatte. Er ranzte mich an, wo wir denn seien. Ich entschuldigte mich dafür, dass er sein ganzes Geld versoffen hatte und nicht ans Handy ging. Natürlich alles nur Spaß. Ich ging also diesmal zu Fuß zurück zum Chez Ntemba wo er schon wartete. Ich gab ihm meine letzten 50 Dollar. Es hat sich immerhin noch gelohnt für ihn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen (Sonntag) stand Selma in der Tür. Leichtsinnig hab ich mich nachts zum Klamottenkaufen breitschlagen lassen. Meine Hosen scheuern ja alle durch und die Hose die ich Samstagabend an hatte weist ebenfalls mysteriöse Risse in der Gesäßgegend auf. Keine Ahnung was passiert ist. Mein Arsch hatte wohl noch eine kleine Messerstecherei, die ich nicht mitbekommen habe. Groß genug ist er ja mittlerweile. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Katerfrühstück (Baked Beans &amp; Fischstäbchen) fuhren wir in die Mall. Allerdings schließen die Geschäfte Sonntags doch früher als ich dachte. Es wurde also nichts draus. In der Zwischenzeit hatte sich bereits Sebb angemeldet, der wieder Durst hatte. Auf dem Rückweg also noch schnell am Take Away vorbeigefahren und einige Biere gekauft. Zum „rein feiern“. Abends noch ein Steak beim Lieferservice bestellt und es ging aufwärts, zumindest kurz. &lt;br /&gt;Selma ist um 23 Uhr völlig entkräftet nach Hause gegangen. Sebb ist bereits um 20:50 Uhr im Sessel eingeschlafen. Jan und ich vegetierten nur so dahin. Mich trieb es gegen 23:30 ins Bett. Um 00:00 erwachte ich jedoch quasi pünktlich.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Botschaft heute Morgen gab es zu meiner Ernüchterung leider keinen Diplomatenpass. Ich werde die Herrschaften dort aber nochmal ins Gebet nehmen. &lt;br /&gt;Wer von euch Lust hat, ist natürlich herzlich in die Zenso Bar eingeladen. 19 Uhr geht es los. Für die Herren der Schöpfung sei eines gesagt: Frauenüberschuss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herzliche Grüße&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-4474025379859399957?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/4474025379859399957/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=4474025379859399957' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/4474025379859399957'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/4474025379859399957'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/09/post-29-der-wochenend-bericht.html' title='Post #29 - Der Wochenend-Bericht'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-3052333577057964222</id><published>2010-09-16T17:01:00.004+08:00</published><updated>2010-09-16T18:09:01.563+08:00</updated><title type='text'>Post #28 - Shortstories aus Windhoek</title><content type='html'>Nach unserer aufregenden Fahrt zurück nach Windhoek startete Montag wieder das Arbeitsleben. Ich kümmere mich nun um gemeinsame Aktivitäten bzgl. der Öffentlichkeitsarbeit zwischen der Deutschen Botschaft und dem Centre. Prompt wurde ich für kommenden Montag in die Botschaft eingeladen. Ich wies noch freundlich darauf hin, dass Montag auch mein Geburtstag ist, und ich gerne ein kalt-warmes Frühstücksbüffet hätte und natürlich einen Diplomatenpass ohne Verfallsdatum. Ich persönlich denke nicht, dass das zu viel verlangt ist. Für irgendwas ist so eine Botschaft ja da und so ein Diplomatenpass müsste schnell gemacht sein. Passbilder hab ich ja.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Desweiteren streunert hier seit einigen Tagen eine Putzfrau durchs Centre die mir das Leben schwer macht. Ich leider unter einer gewissen inneren Unruhe. Die Dame hat nämlich Husten. Der Husten kommt direkt aus der Lunge und endet in einem gefühlvollen, extremen Würgen. Ich gab der Dame bereits Bonbons damit es besser wird. Keine Chance. Sie hustet und hustet und hustet. Ohne Unterlass. Es ist nicht nur das Geräusch was mich nervös macht, sondern auch die Tatsache, dass Tuberculose in diesem Land noch immer eine ernstzunehmende, weitverbreitete Krankheit ist, und nicht nur eine Krankheit die von deutschen Altersheimen systematisch geleugnet wird. Ich hab manchmal gar Angst, dass das Innere ihrer Lunge zumindest bröckchenweise mit nach oben befördert wird. Irgendwann liegt hier auf meinem Schreibtisch ein Klumpen Lunge der so vor sich hin kriecht und jungfräuliche Lungen wie meine befallen möchte. Ich kann nur beten. Und das solltet ihr auch tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dienstag war Champions League. Wir gingen ins sogenannte „Andys“. Eine Kneipe mit deutschem Besitzer der den südafrikanischen Pay-TV Channel empfängt. Namibia selbst hat nämlich nur einen einzigen Fernsehsender. Das Spiel war eigentlich sehenswert. Nun waren am Nebentisch aber leider einige Südwestler, die ein kleines Battle in Sachen Bullshit-Reden hatten. Es war unerträglich. Ein jüngerer, adipöser Mann, Kategorie: Verlierer, wollte seine Freunde über einen bestimmten Drink aufklären. Irgendeine Mischung aus Schnaps und Bier in einem Maßglas. Bei dem Schnaps handelte es sich um einen Zwetschgen Schnaps. Nicht weiter wild. Allerdings hatte der Herr einen leichten Sprachfehler. Er lispelte (Zzwezzsszgen Szsnapssz). Da er nicht auf die genauen Mischverhältnisse kam, brachte er immer wieder neue Ideen und rief auch den Wirt seiner Stammkneipe an. Über Stunden ließ ihn dieses Thema nicht los, obwohl es augenscheinlich niemanden interessierte. Sogar Selma war kurz davor ein Maßglas in seine Fresse zu jagen. Dann hätte er sich immerhin den chirurgischen Eingriff bzgl. seines Sprachfehlers gespart. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um wieder runterzukommen beschlossen wir noch in eine weitere Bar zu ziehen. Die Kneipen in der unmittelbaren Umgebung waren geschlossen und wir gingen ins Dylans. Eine Outback-Kneipe in der ich kurz nach meiner Ankunft schon mal war, und die mir damals schon nicht wirklich zugesagt hat. Aber nützte ja nichts. Ich bin mehr und mehr davon überzeugt, dass das ein Schwulenclub ist. Es waren fast nur Männer dort. Die einzigen weiblichen Gäste waren entweder höchst unattraktiv und eher vom Kaliber Gewichtheberin, oder schwanger. Von wem auch immer. Glücklicherweise gab es Livemusik und kühle Getränke. Irgendwann mitten im Gespräch wies mich Jan auf ein Kissen hin, welches mitten im Raum lag und sagte: „Guck mal auf das Kissen, das könnte interessant werden“. Ich verstand erst nicht recht, aber im selben Moment flog ein übergewichtiger Gast im Flachköpper-Stil mit dem Bauch aufs Kissen. Der Plan war wohl, dass er mit dem Kissen noch etwas rutschte. Aber so ein ranziger Kneipenboden ist ja nicht bekannt dafür, dass er großartig gleitfähig ist. Er rammte also seinen Unterkiefer mit Schmackes in den Fußboden. Selbstverständlich ließ er sich nichts anmerken. Aber im Laufe des Abends hielt er sich doch öfter die Fresse. Die Mutproben gingen also los. Als ein Typ mit Krücken anfing Liegestütze zu machen beschlossen wir zu gehen. Er machte nämlich nicht normale Liegestütze, sondern wurde von seinen Freunden an den Füßen festgehalten und machte seine Gymnastik mit den Armen über einen Meter überm Boden auf dem Tresen. Da keiner von uns sonderlich sicher in Sachen erster Hilfe war, und bevor die Gewichtheberinnen uns zum Armdrücken herausforderten, gingen wir. Ein Taxi bekamen wir nicht. Wir gingen also zu Fuß. War ja auch schon fast 3 Uhr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Büro hatten wir alle einen leichten Hangover und bestellten Pizza. Die Lieferung erfolgte überraschend schnell und die Pizza war ebenso überraschend lecker. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beste Grüße&lt;br /&gt;Torben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Richtigstellung:&lt;br /&gt;Selma zähle ich natürlich nicht zu den schwerkalibrigen Frauen. Ob sie schwanger ist, weiss ich hingegen nicht. Ich nehme es jedoch nicht an.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-3052333577057964222?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/3052333577057964222/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=3052333577057964222' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3052333577057964222'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3052333577057964222'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/09/post-28-shortstories-aus-windhoek.html' title='Post #28 - Shortstories aus Windhoek'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-4996110918053329952</id><published>2010-09-13T18:36:00.003+08:00</published><updated>2010-09-14T18:34:09.685+08:00</updated><title type='text'>Post #27 - Zwei Autos hats zerrissen, aber ich lebe.</title><content type='html'>Das was knapp.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe Freunde,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ihr könnt froh sein, dass ich noch am Leben bin. Aber von vorn.&lt;br /&gt;Am Freitag, so war es abgesprochen, ging es mit Neville und seiner Dame, sowie Selma, Jan und meiner Wenigkeit nach Okakarara. Etwa drei Stunden von hier entfernt. Wir wollte gegen 17 Uhr African Time starten und waren nach dann auch um 20 Uhr, quasi pünktlich, auf der Schnellstraße. Die Fahrt war ganz gut. Es war leicht kuschelig da wir alle in Nevilles Passat mitgefahren sind. Aber es waren ja nur 323 Kilometer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Okakarara war dank einer Trade Fair immer was los. Wir fuhren zwischendurch mal in Richtung Messegelände und tranken dort ein Bierchen. Anschließend ging es zurück zur Farm wo sowieso immer eifrig Getränke verzehrt wurden. Dann wurden die Damen ins Bett geschickt und die Herren der Schöpfung fuhren zurück zum Messegelände. Die Region ist größtenteils von Hereros besiedelt was es uns nicht gerade einfach machte. Forderungen nach Geld als Entschädigung für den Völkermord waren noch sehr harmlos. Direkte Vergleiche mit Adolf Hitler hat es aber auch gegeben. Meistens verhallte sowas aber, als sie hörten, mit wem wir da waren. Es verhallte nicht nur, es wurde sich regelrecht eingeschleimt und um Verzeihung gebeten. Es sei ja alles nur Spass gewesen und das sollten wir doch auch bitte Neville sagen, und man würde doch gerne mit uns befreundet sein. &lt;br /&gt;Das kommt zum einen daher, dass Nevilles Vater Parlamentarier ist und daher recht berühmt und wohlhabend ist. Zum anderen kommt es daher, dass Neville ziemlich groß ist und seine Vergangenheit auch nicht soooo lupenrein ist. Sag ich mal. Wer hierzu eine lustige, wenn auch etwas böse Geschichte hören möchte, der soll mich doch gerne anschreiben. Wir wollen ja nicht, dass längst abgehandelte Verfahren wieder aufgenommen werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Samstagmorgen wurden wir früh geweckt. Hatte keinen wirklichen Grund. Aber die Getränke sollten ja nicht warm werden in der Sonne. Für Selma war das Wochenende besonders lehrreich. In klassischer Rollenverteilung saßen die Männer draussen und haben getrunken und die Damen saßen in der Küche um das Frühstück zu machen und um sich bereits um das Mittagessen zu kümmern. Selma saß also eifrig in der Küche und hat Karotten geschält, wie es sich gehört. Ich wurde in der Zwischenzeit mit dem väterlichen Fuhrpark vertraut gemacht und drehte mit Jan eine große Runde im schönen Toyota Landcruiser. 5 Autos hat Vati. Die werden vom Bodyguard und Chauffeur in Personalunion gehegt und gepflegt. Groß wie ein Lastkraftwagen ist dieser Landcruiser. Nach dem Mittagessen ging es in Richtung Trade Fair. Nevilles Eltern hatten eine Kuh gestiftet die nun feierlich versteigert werden sollte. Wir kamen etwas zu früh und konnten noch die Wahl der schönsten Kuh und des schönsten Bullen miterleben. Endgegnertiere. Ich sag es euch. &lt;br /&gt;Nach kurzer Zeit ging es jedoch weiter in die Bar. Dort saßen wir eine Zeit lang und es gab leckere kühle Getränke. Neville war in der Zwischenzeit bereits zur Farm zurückgekehrt und wir saßen noch mit einigen anderen Buben und Damen in der Bar. Irgendwann hieß es, dass wir weiter wollten und es ging zurück zur Farm. Dort saßen wir eine Runde rum, um dann anschließend doch wieder in die Bar zu fahren. Im 3er BMW versteht sich. Nach Einbruch der Dunkelheit gingen dann langsam die Schlägereien los und es ging ein weiteres Mal zurück zur Farm. Diesmal auf der Laderampe des Pick Ups, denn der 3er BMW ist in der Zwischenzeit verschwunden. In der Farm gab es Abendessen. Es gab leckere Reste mit Nudeln gestreckt. Traumhaftes Essen. Endlich musste man mal nicht minutenlang auf zähem Fleisch rum kauen um es letztendlich doch in einem Stück runterzuschlucken. Ich hab hier manchmal Brocken geschluckt, das ist jenseits von Gut und Böse. Ich hoffe mein Kauapparat nimmt es mir nicht krumm, dass ich das Zerteilen des Fleisches teilweise direkt in die Verantwortung meines Magens gegeben habe. Irgendwann macht die Kiefermuskulatur einfach nicht mehr mit.  Wie auch immer. Jan knickte in der Zwischenzeit ab. Sonne, Bier und wenig Schlaf verpassten dem Knaben einen Sonnenstich. Er wollte ursprünglich nur eine halbe Stunde schlafen, war nach seinem Nickerchen allerdings eher unbrauchbar und wurde wieder in Bett geschickt. Auch Neville wollte sich kurz hinlegen und verzichtete auf weitere Aktivitäten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es blieb also wieder an mir hängen den Mädels ihr Abendprogramm zu gestalten. Wir fuhren zum Gelände der Trade Fair, zum Abschiedskonzert. In der Kuhversteigerungsarena gaben sich lokale Showgrößen wieder in die Klinke in die Hand. Trotz miesem Sounds und schlechter Sicht war die Arena zum bersten voll. Auch die Wellblechhütten um die Arena herum wurden auf ihre Statik geprüft, mit locker 30 Leuten auf dem Dach. Pro Hütte. Gegen ein Uhr nachts fuhr ich die Damen dann heim und es ging ins Bettchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So früh wie möglich wollten wir los. Gegen halb 12 Uhr mittags, es gab es vorerst abermals gestreckte Reste, wieder sehr lecker. Man wollte noch eine kurze Runde durchs Dorf drehen und vielleicht nochmal kurz zur Bar. Dort angekommen waren recht schnell wieder 1-3 Runden bestellt. Gegen ein Uhr waren wir jedoch zurück bei der Farm und packten das Auto. Es ging eine weitere Runde durch die Stadt. Neville musste seine Triumphfahrt noch vervollständigen und allen „Hallo“ sagen. Präsenz zeigen. Wir kauften noch Getränke für die Fahrt ein. Einige Biere sollten für die kurze Fahrt ja reichen. Als seine Triumphfahrt vorbei war, und wir nun endlich mal die Straße rocken wollten,  sagte Neville, dass es ihm eigentlich zu heiss zum Fahren sei und wir erst mal irgendwo essen sollten. Wir fuhren circa 15km aus der Stadt raus und trafen einen großen Konvoi von Freunden auf einem Rastplatz. Dort wurde gegessen. Anschließend hätte es nun endlich mal losgehen sollen. Aber so schnell ging es nicht. Erst ging es wieder zurück in die Stadt, man musste nochmal Wasser in den Kühler füllen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ging es aber los. Mit reichlich Verspätung hätten wir dennoch gegen 16 Uhr in Windhoek sein können. Sehr optimistisch kalkuliert, versteht sich. Die Straßen waren aber frei, es konnte losgehen.&lt;br /&gt;Nach circa 72km machten wir eine Pause. Dort lachten wir noch ausgiebig über ein Auto was kläglich versuchte auf einen Abschlepptruck zu fahren. Doch nach weiteren 20km blieb uns das Lachen dann im Halse stecken. Neville musste pullern und als er den Motor wieder starten wollte, dachten wir erst an einen Scherz, allerdings war der aufsteigende Qualm dann wohl doch Anzeichen genug, dass irgendwas nicht stimmte. Nach einigen Telefonaten hieß es, dass wir circa eine Stunde warten müssten. African Time. Also 3 Stunden. Allerdings war der nette Autokonvoi von Okakahara so nett und hielt an, um uns zu helfen. Ein vorbeifahrender Trucker schenkte uns noch einen Spanngurt und nach 55 Minuten ging die Fahrt weiter. Allerdings langsam. Nachdem der Spanngurt einige Male gerissen ist und die Verblendungen des Passats abgefetzt hat, erreichten wir irgendwann Okahandja. Dort wurden wir aufgeteilt. Selma, Jan und Ich sind weiter im Wagen derer mitgefahren, die uns abgeschleppt haben. Neville und Frau sind in einem anderen Auto untergekommen. Kurze Rast in einer Kneipe um auf eine schöne Weiterfahrt anzustoßen. Nach nicht mal einem Kilometer Fahrt blieben wir jedoch wieder stehen. Auch der Motor von unserem Ersatzauto hatte seine Macken. Der laufende Motor wurde mit Wasser übergossen um ihn etwas abzukühlen. Laut zischend verdampfte das Wasser jedoch sofort, und das was nicht verdampfte, wurde durch den Kühlerpropeller in alle Richtungen verteilt. Nette Dusche. Wir schafften es bis zur nächsten Tankstelle und füllten fleissig Wasser in und auf den Motor. Man versicherte uns, dass man damit locker 60 km schaffe, und nach Windhoek sind es ja auch nur noch so circa 60km. Allerdings eben auch nur so circa. Nachdem wir zwischendurch sogar das gammelige Tauwasser aus der Kühlbox in den Einfüllstutzen kippten, blieben wir exakt einen Kilometer vor Windhoek wieder stehen. Das Auto qualmte, und das nicht zu knapp, und es sprang auch nicht mehr an. Neville versicherte uns, dass er jemanden organisiert der uns abschleppt, und der würde auch ganz bald kommen. „Ganz bald“ African Time versteht sich. Nach einer weiteren Stunde kam gegen viertel vor 10 ein Pick Up. Dieses Mal sogar mit Abschleppstange! Es konnte nur besser werden. Wurde es aber nicht. Die Abschleppstange war etwas eingerostet und konnte nur notdürftig befestigt werden. Mit einem Nylonseil. Das Nylonseil riss jedoch immer wieder und die Stange ließ Funken über den Asphalt sprühen. Wir wurden zwischenzeitlich mit etwas Bier versorgt um es uns erträglicher zu machen. Auf mein Anraten hin verluden wir dann erst mal den Kofferrauminhalt vom kaputten Auto in den Pick Up. Desweiteren schlug ich vor, dass Selma, Jan und ich im selbigen Platz nehmen, um das abzuschleppende Auto leichter zu machen. Jan und Selma sind ja schon irgendwie dick. Da wäre wahrscheinlich jedes Stahlseil auf kurz oder lang gerissen. Wir legten uns also in den Pick Up auf unser Gepäck. Kurz vorm Ziel knallte die Stange wieder ab und wir schoben das Auto dann in seine Garage. Nun hatten wir Hunger. Bei der Shell Tankstelle stand, dass es Schnitzelbrötchen gibt. „Herrlich“, dachten wir und gingen zielstrebig zum Snack Schalter. Schnitzelbrötchen waren jedoch aus. Vom Hunger gezeichnet und in völliger Überheblichkeit nahmen wir zu zweit 6 Portionen Fritten. Ohne Essig. Zuhause angekommen schaffte ich eine Portion, Jan immerhin 1 ½. Heute gibt’s also Reste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Resümierend sei also gesagt:&lt;br /&gt;Hinfahrt: 2 ½ Stunden&lt;br /&gt;Rückfahrt: 10 Stunden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit herzlichem Gruß&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-4996110918053329952?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/4996110918053329952/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=4996110918053329952' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/4996110918053329952'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/4996110918053329952'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/09/post-27-zwei-autos-hats-zerrissen-aber.html' title='Post #27 - Zwei Autos hats zerrissen, aber ich lebe.'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-5494409209745114777</id><published>2010-09-10T18:14:00.003+08:00</published><updated>2010-09-10T18:43:07.643+08:00</updated><title type='text'>Post #26 - Selma isst Fleisch und andere Annehmlichkeiten</title><content type='html'>Liebe Leser,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist nach Etosha nun wieder eine Arbeitswoche vergangen. An dieser Stelle möchte ich nochmal auf Selma eingehen. Sie landete an einem Donnerstag. Die ersten Tage in Namibia konnte sie noch an ihrem Gemüseunfug festhalten. Am Sonntag kam es dann bereits zu einem ersten Annäherungsversuch zwischen Selma und Fleisch. Klammheimlich stibitzte sie sich einige Reste aus unserer Biltongtüte im Auto. Irgendwann musste sie ja weich werden. Auf unserem Trip aßen wir Biltong für circa 200 Nam$. Und das ist schon eine Menge. Als wir abends in Joe’s Beerhouse waren konnte sie nicht mehr. Die Karte gibt ohnehin wenig Vegetarisches her. Für sowas hat man in einem Fleischfresserland wie Namibia nicht viel übrig. Unter Tränen und mit zittriger Stimme bestellte sie sich einen Salat mit Putenfleisch. Der Triumph war unser. Und wie wir herausfanden, basierte ihr Vegetareusen Dasein auf einer Wette mit ihrem Verlobten Carsten. Es war quasi ein Doppelsieg. Selma hat verloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nicht nur, dass Selma nun ab und zu ein Stückchen Hühnchen isst. Gestern waren wir nach dem Mittagessen noch kurz im Laden von dem fetten Portugiesen, und da kaufte sich die Selma doch tatsächlich Biltong. Und nicht etwa ein kleines Päckchen zum Probieren, sondern gleich ein Big Pack. &lt;br /&gt;Ich hatte es mir schwerer vorgestellt Selma dahingehend umzukrempeln. Unfassbarer Sieg der alles Bisherige in den Schatten stellt.&lt;br /&gt;Um nicht in einer völligen Schmach unterzugehen, beichtete es Selma ihrem Verlobten immerhin selber, sonst hätte ich es ja definitiv getan. Sie hat die Wette verloren. Mit Pauken und Trompeten.&lt;br /&gt;Aber auch für mich hat es etwas Gutes. Aus Dankbarkeit lud mich Carsten zum Essen in sein Restaurant ein (Carsten, für einen kleinen Nachtisch würde ich noch etwas Werbung machen). Naja, Leute munkeln, dass das meine Forderung an ihn gewesen sei. Ich mag das weder bestätigen, noch dementieren. Ich denke aber, dass er schon von sich aus einen kleinen Tisch für mich eingedeckt hat. Vielleicht sogar mit Teelicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Wochenende geht es nach Okakarara auf die Farm von Nevilles Eltern. Es geht also wieder in den Norden. Allerdings nur einige Stündchen von Windhoek entfernt. Kein weiter Weg für namibische Verhältnisse. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe eines bisher noch gar nicht erwähnt. Eine Sache die das Leben mit der englischen Sprache hier erheblich erleichtert. Bis zur Unabhängigkeit wurde in Namibia Afrikaans gesprochen. Danach wurde beschlossen, dass man Englisch spricht. Man möchte sich ja abheben von der südafrikanischen Seuche. Für die Bevölkerung war das natürlich eher ungut. Das ist als würde man in Deutschland sagen, dass Englisch jetzt Amtssprache sei. Für die meisten kein Problem. Man denke jedoch an die vielen Busfahrer, Zollbeamten und Taxifahrer, die sich in Deutschland ja mit unfassbarstem Widerstand gegen die englische Sprache sträuben. Zurück zur Story. Afrikaans ist ja bekanntlich ähnlich der niederländischen Sprache. Und die ist ja nun ähnlich der Deutschen. Es ist hier also kein Problem, am Satzende ein simples „‘ne?“ zu setzen. Und das ist ja quasi das Standartsatzende bei Fragen. Noch beliebter ist allerdings das „Mann“, was ja bekanntlich eher aus dem Gossenjargon stammt. Wenn man also morgens ins Taxi steigt, und der Taxifahrer fragt „How are you“, kann man gepflegt antworten  „I’m fine Mann, how are you?“, daraufhin könnte der Taxifahrer dann wieder antworten: „Great Mann, but it’s hot,… ne?“. Traumhaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute ist es das erste Mal seit Tagen wieder etwas kühler und sehr windig. Kommt aus Südafrika, wurde mir gesagt. &lt;br /&gt;Nach meinem grandiosen Sieg beim letzten Pizza all u can eat, folgte gestern die Ernüchterung. Zwar einigten wir uns auf ein Unentschieden, jedoch hätte Jan mir wahrscheinlich ohne Probleme den Todesstoß geben können. Aber er ist ein fairer Sportsmann.&lt;br /&gt;Die ganze Bauchgeschichte hat mich wohl doch mehr gehemmt als ich dachte. Wir waren anschließend sogar noch so fit, dass wir ins Kino gehen konnten. „Death at a Funeral“ guckten wir. War ganz witzig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein nächster Eintrag folgt dann Sonntag, wenn wir zurück aus Okakarara sind. An alle in Flensburg: Viel Glück bei den anstehenden Prüfungen. Denk an euch, wenn ich vor meinem Steak mit extra Fettrand und ordentlich Knoblauchbutter sitze und die Dose Windhoek Lager zärtlich zischt (Achtung: Alliteration). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Desweiteren gratuliere ich Herrn Bachelor of Science Paul Zahn zu seinem Titel. Ich hoffe wir bleiben beim „Du“. Ich denke, dass eine Facebook-Freundschaft aufgrund des extremen Hierarchieunterschieds vorerst in weite Ferne gerückt ist. Auf jeden Fall ist mein Recht auf eine Freundschaftsanfrage erloschen. Ich würde der Bundeskanzlerin ja auch niemals das „Du“ anbieten, das muss von ihr kommen. Steht im Knigge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es grüßt der Fettsack aus Afrika&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-5494409209745114777?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/5494409209745114777/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=5494409209745114777' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5494409209745114777'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5494409209745114777'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/09/post-26-selma-isst-fleisch-und-andere.html' title='Post #26 - Selma isst Fleisch und andere Annehmlichkeiten'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-3922136951519617733</id><published>2010-09-06T20:48:00.002+08:00</published><updated>2010-09-06T20:51:55.176+08:00</updated><title type='text'>Post #25 - Safari und Dosenbier</title><content type='html'>Da bin ich wieder. Unversehrt und gesund. Begleitende Fotos zu diesem Beitrag folgen morgen. Hab die Speicherkarte im Moment nicht zur Hand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am letzten Mittwoch haben wir uns auf den Rückweg von Ongwediva nach Windhoek gemacht. Mein Aufenthalt in Windhoek war jedoch von kurzer Dauer, da wir am Donnerstag einen Roadtrip in den Etosha Nationalpark in Angriff nahmen.&lt;br /&gt;Einen Geländewagen mit Zelt auf dem Dach, Schlafsäcke, Tische, Stühle, ordentlich Proviant hätten wir gerne gehabt. Wäre aber zu teuer gewesen.&lt;br /&gt;Also beschränkten wir uns auf einen kleinen VW Polo (jedoch in einer langen Version, ähnelt dem Jetta). Anstatt eines Dachzeltes hatten wir ein kleines Zelt für den Boden. Und damit wir alle nicht frieren hatten wir auch einen einzigen Schlafsack und eine dünne Matte zum drauflegen. Anstatt von vielfältigem Proviant kauften wir uns vor der Abreise noch ein aufstellbares Grillrost und ordentliche Fleischlappen sowie einen üppigen Bestand an einheimischem Dosenbier. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selma landete am frühen Donnerstagmorgen in Windhoek und erreichte gegen 8 ihre Unterkunft. Sie sagte spontan zu unserer Safari zu und wir gaben ihr eine Stunde um sich frisch zu machen. Nachdem wir das Auto abgeholt haben, musste ich mich als Fahrer erst mal an den Linksverkehr und an die Rechtslenkung gewöhnen. Nach Einkäufen etc. ging unser Roadtrip dann in den Norden zurück. In Namibia braucht man kein Navigationsgerät. Es gibt nur wenige Schnellstraßen die dafür sehr lang sind. Mein Chef schrieb mir auf einen kleinen Schmierzettel nur kurz 4 Städtenamen auf und das sollte als Wegbeschreibung schon fast reichen. &lt;br /&gt;Autofahren war mal wieder recht schön und bei den Spritpreisen hier kann man das Gaspedal auch gerne mal festspaxen. Das Tempolimit von 120 km/h wird ordnungsgemäß ignoriert. Lediglich an den Polizeikontrollen vor größeren Städten wird sich benommen. Rundum Windhoek sind überall feste Straßensperren der Polizei an denen man anhalten muss. In der Regel wird man durchgewinkt. Ich hatte dort zuerst meine Bedenken, da wir ein Auto mit südafrikanischem Kennzeichen hatten, in dem wir mit vier Deutschen saßen. Der fleissige Leser weiss, dass Südafrika die deutschen Kolonialherren abgelöst hat, ehe Namibia vor zwanzig Jahren in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Aber wir wurden durch alle Blockaden durchgelassen. Mit reichlich Biltong im Auto war das eine durchaus schöne Autofahrt.&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;In Etosha verließen wir dann die geteerte Straße und es ging weiter auf sogenannten Gravelroads. Also Schotterpisten. Der kleine VW Polo sollte von nun an auf eine harte Bewährungsprobe gestellt werden. Wir mussten unser Camp vor Sonnenuntergang (17:58 Winterzeit) erreichen und haben es auch knapp geschafft. Dort errichteten wir unser Lager. Vorher kauften wir noch etwas Holz für den Grill ein. Nachdem wir den riesigen Fleischlappen (so groß wie circa 5 größere Steaks, füllte das Rost komplett aus) verspeist haben ging es mit einer Tasche gespickt mit Dosenbier zum Wasserloch. Dort saßen quasi nur Deutsche die wie die Bekloppten auf das beleuchtete Wasserloch starrten, an dem jedoch nichts los war. Flüsterte man kurz oder ging einige Schritte wurde man mit tötenden Blicken angestarrt und erntete heftige „pssssst!!!“‘s. Ein Pärchen hat sich besonders auf uns eingeschossen. Sie, Format Kampflesbe, kurzer Haarschnitt, unförmige Figur, bissiges Gesicht. Er, weiblichere Gesichtsform als seine Gattin, lange Nase (und ich darf sowas sagen), leichte Surround Wampe (da wo es auch am Rücken hängt). Wer in der Beziehung die Hosen anhat sah man sofort. Wir konnten die Herrschaften nicht lange ertragen und gingen ans andere Ende des Wasserlochs. Wir sahen zwei Nashörner und einige kleinere Tiere, erfreuten uns und labten uns an unserem Dosenbier. Zurück am Zelt ging es sehr bald ins „Bett“. Wobei Bett jetzt eigentlich maßlos übertrieben ist. Der Zeltboden war aufgrund des Schotters nicht wirklich komfortabel, aber Wolldecke und ein kleines Kopfkissen trösteten uns darüber hinweg. Selma hat es sich in der Zwischenzeit auf der Rückbank des Polos bequem gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen erwachten wir früh. Zum Frühstück gab es übrig gebliebenes Grillfleisch vom Vorabend und etwas Brot. Wir ließen die Blicke schweifen und ein Asiate beeindruckte uns doch schwer, als er seinen Reiskocher aus dem Auto hievte und sein Frühstück vorbereitete. Der Blick zur anderen Seiten trieb den Blutdruck unserer kleinen Reisegruppe merklich in die Höhe. Dort saßen die beiden Bratzen vom Wasserloch in ihren Campingstühlen an einem Tisch, aßen Cornflakes mit Milch (!!) und auf dem Gaskocher köchelte gerade eine kleine Kanne Tee. Wir hätten fast mit Holzscheiten nach ihnen geworfen. Dort saßen die Herrschaften also neben ihrem Hausfrauenjeep (Missbildung aus Geländewagen und Kleinwagen) und aßen ihr Frühstück. Wir bauten schnell das Zelt ab und fuhren los. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Nationalpark ist rund um die Etoshapfanne gebaut. Diese Pfanne ist eine Salzwüste. Dort sieht man weit und breit nichts. Dort wächst nichts und dort lebt auch so gut wie nichts. Nur zur Regenzeit steht die Pfanne bei viel Regen unter Wasser (circa 20cm) und lockt viele exotische Vögel an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einem Wasserloch blieben wir etwas länger weil dort reger Betrieb war. Wir aßen etwas und ab und zu nickten wir mal weg. Als jedoch der Motor des missgebildeten Geländewagens mit unseren besten Freunden zu hören waren, beschlossen wir weiterzufahren. Die Logik muss man mal nachvollziehen. Am Wasserloch nicht flüstern dürfen weil die Nashörner dann ja verjagt werden, aber mit dem Auto bis auf 10 Meter in eine Giraffe ranfahren um Fotos für den Kegelclub zu schießen. &lt;br /&gt;Wir haben bis auf Löwen fast alle Tiere gesehen und der Tag war ein Traum.&lt;br /&gt;Wir verließen den Park exakt 23h58m nach unserer Einfahrt um nicht für einen weiteren Tag bezahlen zu müssen. Laut Touristeninformation sollten rund um den Park Campingplätze zu finden sein. An dem Tor an dem wir den Nationalpark verließen war jedoch nichts dergleichen. Wir beschlossen dann in die nächstgrößere Stadt, Tsumeb, zu fahren um dort unser Glück zu versuchen. Nach circa zwei Stunden Fahrt erreichten wir unser Ziel und mieteten uns im Vorgarten eines Bed &amp; Breakfast Hotels ein. Die Stadt kannte ich bereits von meiner Fahrt nach Ongwediva. Aufgrund der dortigen Kupfermine und des abgepumpten Wasser ist Tsumeb sehr grün und schön. Ich konnte uns zielsicher zum nächsten Supermarkt lotsen wo wir noch etwas einkauften. Der Gastvater war Südwestler. Die Dame ist erst seit fünf Jahren in Namibia hat sich allerdings schon ihr eigenes trauriges und erbärmliches Bild von der schwarzen Bevölkerung gemacht. Ich schiebe das jedoch auf ihr Alkoholproblem. Aufgrund eines stressigen Tages hat sie sich abends in der Kneipe ihres Mannes eine Flasche Pott Rum in die Rübe gehauen, die sie selber mitgebracht hat. Neun Handys seien ihr schon gestohlen worden. Darf man halt besoffen nicht irgendwo liegenlassen. &lt;br /&gt;Wir grillten ein weiteres Mal und tranken Bier aus Dosen. Am Samstag ging es wieder früh hoch. Wir traten unsere Fahrt nach Waterberg an. Das Waterberg Plateau ist bedeutend für die Hereros. Denn dort fand der letzte große Aufstand der Hereros gegen die Deutschen statt. Die Deutschen waren mengenmäßig zwar unterlegen, aufgrund von Schusswaffen sollte am Waterberg aber dennoch das Blutbad stattfinden, was den Völkermord 1.0 einleitete. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fahrt ging über recht lange, rote Gravelroads. Es war ermüdend. Plötzlich jedoch, als uns ein Auto überholte, fing auf der Beifahrerseite Sebb an zu schreiben. In einem Ausbruch geprägt von Hass und Verzweiflung, wies er uns darauf hin, dass wir gerade vom Hausfrauenjeep unserer besten Freunde überholt werden. Die Schweine folgten uns also. &lt;br /&gt;Die Landschaft dort ist jedoch unbeschreiblich schön. Unser Campingplatz dort war sehr gut und nahezu autark. Das Wasser wurde aus einem Brunnen bezogen, Elektrizität durch Solar und Wärme durch Feuer. Der Durchlauferhitzer der Dusche bestand also aus einer Feuerstelle durch die mehrere Leitungen führten. &lt;br /&gt;Wir buchten einen Gamedrive, also eine Safari Tour und begaben uns pünktlich zum Treffpunkt. Am Treffpunkt waren natürlich auch die Kampflesbe und ihr Knecht. Durch die Funksprüche der deutschen Tourguides hörten wir schon, dass in der Planung wohl das schief gelaufen ist, und die zwei Plätze zu wenig haben. Wir vier hatten als letzte Gruppe gebucht und standen vor der Entscheidung zu zweit oder gar nicht zu fahren. Die Schuldigen dafür waren natürlich klar. Kampflesbe und Knecht. Hätten die uns nicht überholt und den Gamedrive vor uns gebucht, wären wir drin. Wir belaberten die Tourguides etwas und es wurde ein für uns perfekter Kompromiss gefunden. Ein Farmer wurde gerufen und wir durften auf der Ladefläche seines Baakies (Pick Up) neben seiner Machete und seinen Werkzeugen platznehmen und bekamen eine private Rundfahrt. Um in der Sonne nicht zu sehr zu leiden füllten wir unsere Taschen mit Dosenbier. Es war eine ziemlich geile Rundfahrt und wir durften Nashörner aus der Nähe fotografieren. Anschließend ging es zum Sonnenuntergang auf eine Wiese. &lt;br /&gt;Für den Gamedrive mussten wir letztendlich auch nur den halben Preis zahlen. Ich hätte auch den vollen Preis bezahlt. Wir mussten somit nicht mit Kampflesbe und Knecht auf einem Jeep eng an eng sitzen.&lt;br /&gt;Ein großes Lob bis zu dieser Stelle für Selma. Die ohne Murren die unkomfortable Rückbank für sich entdeckte und über die exorbitanten Gasausstöße ihrer drei Mitfahrer kein böses Wort verlor. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;JEDOCH!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Samstagabend grillten wir mal wieder und nachts beschlossen wir den Pool zu besuchen. Dort angekommen hüpften Jan und ich hinein und Selma machte Fotos. Und jetzt kommts. Da macht Selma über meinen wirklich adonishaften Körper doch tatsächlich folgende Bemerkung: „Torben, du hast ja einen Bauch bekommen!“. Ich explodierte vor Wut und warf Steine und Sonnenschirme nach ihr, die jedoch ihr Ziel verfehlten. Unverschämt. Ich kann mir nun wirklich bei bestem Willen nicht vorstellen, dass man nach 2 Wochen Fleisch mit ordentlich Fettrand, viel Bier, viel Biltong und wenig Bewegung fett werden kann. Kommt hier an und wird frech. Gibt’s doch nicht. Ich glaub es hackt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unseren ursprünglichen Plan mit Fäkalien auf den Hausfrauenjeep von Kampflesbe und Knecht zu werfen verwarfen wir und kümmerten uns lieber um unsere Biervorräte. Sebb wollte in der Zwischenzeit nur mal eine halbe Stunde schlafen. Nachdem sein Wecker um circa 2 Uhr das neunhundertste Mal klingelte, ging ich auch zu Bett. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am gestrigen Sonntag fuhren wir in Richtung Windhoek, um kurz vorher in einem kleineren Reservat nochmal zu rasten. Wir zahlten den Eintrittspreis und fuhren in den Park, man erzählte uns, dass wir das mit unserem Auto schon schaffen. Sei kein Problem. Der Preis wird übrigens nach Nationalität errechnet. Als Europäer zahlt man 40 Dollar eintritt, als Einheimischer nur 10 Dollar. Der circa 7km lange Gamedrive war eine Einbahnstraße. Nachdem wir schon einige kritische Hügel meisterten mussten wir vor einem Anstieg kapitulieren. Wir haben auf eine Unterboden- und Steinschlagversicherung verzichtet und wollten den Polo nicht noch verheizen. Wir drehten um, verließen den blöden Park, in dem wir nur einen einzigen Kudu gesehen haben und fuhren zum Country Club Resort. Die große Hotelanlage wo auch die Miss Poly Wahl war. Die Anlage wurde übrigens eigens für die Wahl der Miss Universum vor einigen Jahren gebaut. Größenwahn. &lt;br /&gt;Dort machten wir Kassensturz und guckten was in der gemeinsamen Urlaubskasse noch so drin ist. Es war eine nette Summe um die 800 Dollar, also etwas über 80 €uro, die wir in Joes Beerhouse am Abend noch verspeisen wollten. Ich lud Juanitha noch ein und nach einer kurzen Dusche trafen wir uns um 19 Uhr in Joes Beerhouse. Klotzen, nicht kleckern war die Devise. Es gab Filet vom Gemsbock, viel Bier und einige Jägermeister. Als wir irgendwann die Rechnung forderten, waren wir über die beachtliche Summe von 1229,- N$ schon überrascht und Juanitha, Einheimische, fiel aus allen Wolken. Wir füllten die Kasse dann noch etwas auf und konnten die Zeche bezahlen. Glücklicherweise. Im Taxi stapelten wir dann etwas, um nicht Zwei nehmen zu müssen. Geld war ja quasi alle.&lt;br /&gt;Am heutigen Morgen wurde das Auto vom Verleih zurückgenommen, ohne Schäden. Welch Freude.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kleine Randgeschichte noch zu unserem geliebten Herbergsvati.&lt;br /&gt;Am Freitag fuhren wir einigermaßen früh los um das Auto abzuholen, einzukaufen etc. Jürgen dachte also, dass wir früh weg waren. Auf dem Weg zu Selma hielten wir nochmal bei uns an, da ich meine Speicherkarte vergessen hatte. Wir kamen zu unserem Flat und ich wunderte mich, dass unsere Tür offenstand. Da stand der Jürgen bei uns in der Butze. Peinlich berührt weil wir ihn erwischt haben, stammelte der irgendwas von Klempner etc. Was auch immer er gesucht hat. Ich möchte es lieber nicht wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Falls mir noch was einfällt wird es bald folgen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-3922136951519617733?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/3922136951519617733/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=3922136951519617733' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3922136951519617733'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3922136951519617733'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/09/post-25-safari-und-dosenbier.html' title='Post #25 - Safari und Dosenbier'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-3152169835387073115</id><published>2010-08-31T22:12:00.000+08:00</published><updated>2010-08-31T22:13:55.035+08:00</updated><title type='text'>Post #24 - Fleisch, Bier und Fritten</title><content type='html'>Mahlzeit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, die Tage im Norden Namibias sind gezählt. Morgen geht es 700km zurück nach Windhoek. Allerdings geht es am Donnerstag dann direkt wieder einige hundert Kilometer in den Norden zum Etosha Nationalpark. Elfenbein etc. bring ich mit, Kiloangaben bitte per Mail an mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern ging ich nach Ende meiner Schicht wieder nach Katutura, wo ich mittlerweile in kleiner Star bin. Viele Rufen „Tom“ oder „Thomas“ und bitten um meine Audienz. In der Regel lass ich mich nicht lange bitten und schnell habe ich ein Gläschen vor der Nase.&lt;br /&gt;Gestern war jedoch ein recht besonderer Tag für mich. Dem Hererostamm in Namibia ist noch immer eine alte Königsfamilie vorsitzend. Und der Sohn des Hererokönigs bat mich an seine Seite und lud mich auf einen Drink ein. Es wurde kurz über Politisches geredet. Die Hereros verstehen nicht, warum Deutschland Israel jährlich so viel Geld gibt, und sich so für den Genozid 2.0 während des zweiten Weltkrieges entschuldigt, und die Hereros, für den Genozid 1.0, nichts bekommen. Sie würden sich mit der Summe, die Deutschland jährlich (!) an Israel bezahlt, als Einmalzahlung an die Hereros, zufriedengeben. Ich erklärte ihm, dass das ein Schuldeingeständnis sei, um das sich die deutsche Regierung windet, weil dann weitere Entschädigungsforderungen folgen könnten. Der Sohn sicherte mir jedoch zu, wenn man mit dem König der Hereros eine solche Vereinbarung schließt, wird nicht ein einziges Böses Wort, geschweige denn eine Klage, folgen. Ich sicherte ihm anschließend zu, dass ich eine Zahlung direkt in die Wege leiten werde, sobald ich Bundeskanzler bin. Darauf stießen wir an. Der Sohnemann trank Brandy und Cola und für mich wurde immer eifrig Bier nachbestellt, ich bin ja schließlich Deutscher. Anschließend wurde noch eine große Runde Fleisch spendiert. Meine Ernährung hier ist meistens sehr einseitig, Grillfleisch, Nudel- oder Kartoffelsalat, und natürlich Fritten. Und wenn die Namibier eines nicht drauf haben, dann sind das vernünftige Fritten. Aber die Fettstengel müssen ja irgendwie runter.  Über Leute die grünen Salat essen wird hier hämisch gelacht. Und ich lache natürlich am lautesten. Es gibt nur eine Sache die man essen darf, wenn es nicht Grillfleisch ist, und das ist frittierter Fisch. Der Hereroprinz ist übrigens der Cousin von Razundara Tjikuzu. Dem ehemaligen Werder Profi. Ich sagte ihm, dass er in Bremen einige Male nicht so wirklich gut auffiel, wegen Alkohol etc. Der Sohnemann lachte dann nur laut und sagte, dass er das Training öfter mal verpasste, weil er seinen Rückflug von Namibia nach Deutschland verpasste, weil alle zu besoffen waren um ihn zum Flughafen zu bringen. Und wenn Namibier zu besoffen zum Fahren sind, dann heisst das schon was. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte hier noch einige Spalten einem ganz besonderen Menschen widmen. Lippe. Ich kenne Lippes wirklichen Namen leider nicht. Lippe hat eine Oberlippe die seinesgleichen sucht. Die ohnehin schon riesige Lippe in seinem Gesicht hat eine Besonderheit. Wenn Lippe lacht, dann kriechen zwischen Schneidezähnen und Oberlippe zwei geschwürartige Wülste heraus. Lippes Oberlippenoberfläche verdreifacht sich somit. Eine anatomische Meisterleistung. Lippe ist auf unserem Stand tätig. Er ist Fahrer und Mädchen für alles. Das einzige Manko ist eigentlich, dass Lippe vor Dummheit nur so brüllt. „Er hat eine eigene Logik“ erzählten mir meine Kollegen. Ich hab Lippe einmal darauf hingewiesen, dass ein Herr ihn gerne sprechen möchte, ich zeigte ihm den Mann und Lippe  winkte ihm zu und signalisierte, dass er gleich kommen werde. Plötzlich klingelte jedoch Lippes Handy, und nach einem Telefonat (circa 10 Sekunden), hat Lippe seine Verabredung komplett vergessen. Wirklich komplett. Er stand dann einfach eine Minute nur so dar. Ich sagte ihm dann, dass er sein Date nicht vergessen soll, woraufhin er fragte, was für ein Date ich denn meine. Ähnliche Geschichten passieren täglich und erheitern mich immer wieder aufs Neue. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Katutura wird mir oft angeboten, mit mir in eine circa 50km entfernte Stadt, nahe der Grenze zu Angola, zu fahren. Es soll dort wunderschön sein. Viele Kollegen rieten mir jedoch eher davon ab. Human Trafficking ist das Stichwort.&lt;br /&gt;40°C in der Messehalle sind noch immer nicht so mein Ding.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es grüßt&lt;br /&gt;Torben&lt;br /&gt;iltk&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-3152169835387073115?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/3152169835387073115/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=3152169835387073115' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3152169835387073115'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3152169835387073115'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/08/post-24-fleisch-bier-und-fritten.html' title='Post #24 - Fleisch, Bier und Fritten'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-5051329083656474422</id><published>2010-08-29T18:27:00.000+08:00</published><updated>2010-08-29T18:28:17.043+08:00</updated><title type='text'>Post #23 - Grüße aus dem Malariagebiet</title><content type='html'>Shap,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ersten beiden Messetage sind nun rum. Das Spektakel hier ist eine Mischung aus Basar, Messe und Volksfest und ist genau nach meinem Geschmack. Es gibt hier die sogenannte Queens Hall, in der wir auch vertreten sind, wo die professionellen Stände zu finden  sind. Es ist ja wie gesagt ein alter Flugzeughangar, der zu meiner Überraschung übrigens doch eine Klimaanlage besitzt, diese aber nicht benutzt. Es sind um die Mittagszeit angenehme 40 Grad und aufgrund der vielen Leute ist die Luft fast durchschneidbar. &lt;br /&gt;Am ersten Tag waren vor allem Kinder da, die es auf Werbegeschenke abgesehen haben. Das ist übrigens eine interessante Wirtschaft. Die Schlüsselbänder die man an einem Tag verschenkt, kann man am nächsten Tag für 0,10 € ausserhalb des Messegeländes käuflich zurückerwerben. Neben unserer Halle gibt es noch zwei kleiner Hallen, wo kleine Firmen ihre Garagen haben. Interessant ist jedoch das Zelt etwas ausserhalb, in dem verschiedene Stämme ihre kleinen Stände haben. Dort kann man auch das sogenannte Ovambo-Beer saufen. Das zeug wird in Krügen, die im Boden eingelassen sind, gebraut. Es ist vollkommen trüb und man kann die Getreidestückchen während des Trinkens noch wegknabbern. Auf dem Gesöff ist ein konstanter Schaum der ständig blubbert, wie bei euren Chemiebaukästen. Schmeckt auch nach Bier. Nicht nach besonders leckerem Bier aber es geht. Die Omas die dort sitzen saufen das Zeug die ganze Zeit aus ihren Plastikbechern. Würde gerne mal einen Alkoholtest bei denen machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Alkoholtest. Kommen wir zum herrlichsten Teil der Messe. Katutura. Katutura, nach dem Slum in Windhoek benannt, ist ein eingezäunter Bereich in dem circa 19 Garagen-Bars nebeneinander stehen. Geöffnet wird eine Stunde vor offiziellem Messebeginn und zeitlich werden auch die 19 Grillfässer angeworfen. Die Braai-Plätze sind einfach halbierte alte Ölfässer, die auf ein Gestell geschweisst werden und in denen dann den ganzen Tag gegrillt wird. &lt;br /&gt;In Katutura ist es einfach unfassbar entspannt. Großes Bier (750ml) kostet circa 1,40€. Man setzt sich einfach irgendwo dazu und hat Spass. Ab und zu brennt mal ein Mülleimer oder ein kleiner Flächenbrand im trockenen Gras brandet auf. Die Feuerwehr ist allerdings ohnehin die ganze Zeit auf dem Gelände unterwegs um die Parkplätze und Gänge zu bewässern. Es ist nämlich sehr windig und sehr sehr trocken  hier und man hat die ganze Zeit Sand in der Fresse. Ich kann jedoch froh darüber sein, dass es so trocken ist. Ich bin hier nämlich im Malariagebiet. Und wenn es jetzt regnen würde, würden die Moskitos rudelweise kommen. Und ohne Malaria-Prophylaxe und ohne Autan wäre ich dann etwas aufgeschmissen. &lt;br /&gt;Ich habe in Katutura schon die eine oder andere Stunde verbracht und nachmittags mit den Leuten vom Ministry of Finance den einen oder anderen Humpen getrunken. Die Messe ist übrigens von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Meine Idee des Schichtbetriebes fand große Zustimmung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Messe geht es meisten erst in ein neueröffnetes Hotel in der Nähe. Neville kennt hier viele. Einige Freunde von ihm hängen auch immer dort, und es gibt immer freie Getränke. Das Personal findet uns irgendwie nicht so gut. Ich weiss auch nicht ob die Leute ihre Unmengen an Johnny Walker Black Label bezahlen. Scheint mir nicht so. Mit Namen ist man eher sparsam. Man nennt sich gegenseitig bei Spitznamen oder ruft sich mit „Professor“, und „Doctor“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Norden hab ich nun auch das erste Mal Albino-Schwarze gesehen. Davon gibt es viele hier. In Namibia wird mit ihnen noch verhältnismäßig human umgegangen. Wobei mit „human“ nicht „respektiert“ gemeint ist. In anderen Ländern werden Albinos nach der Geburt sofort umgebracht. Ich habe mit einigen Leuten von hier geredet, die dasselbe machen würden. Geht einem schon zu Denken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu jedem Frühstück gibt es übrigens ein Bier. Neville sagt, dass das gut ist weil es tagsüber sehr warm werden wird und wir Kraft brauchen. Einverstanden. Also gibt neben Kaffee und O-Saft auch immer ein eiskaltes Windhoek Lager. Der Gesundheit wegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beliebter Snack sind hier übrigens getrocknete und gesalzene Melonenkerne. Der Stuhlgang gleicht dann jedoch einer Schrotflinte. Sagt man sich hier so. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde mich nun in Schale werfen, denn meine Schicht beginnt bald. Ab 16 Uhr findet man mich in Katutura. Wer Bock hat kommt. Mich zu finden ist leicht, ich bin nämlich der einzige Weisse dort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Euer Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-5051329083656474422?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/5051329083656474422/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=5051329083656474422' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5051329083656474422'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5051329083656474422'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/08/post-23-grue-aus-dem-malariagebiet.html' title='Post #23 - Grüße aus dem Malariagebiet'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-7975922073336069745</id><published>2010-08-26T23:49:00.003+08:00</published><updated>2010-08-26T23:54:51.798+08:00</updated><title type='text'>Post #22 - Die Kurzfassung</title><content type='html'>Hallo Leute,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Montag war ein ruhiger Tag für uns. Es stand nicht sonderlich viel an und so konnten wir uns auf Dienstagabend vorbereiten, an dem der glorreiche SV Werder Bremen seine Fans mal wieder an den Rand eines Herzinfarkts brachte und Geschichte schrieb. Wobei sich bei Werder solch Spektakel ja öfters mal abspielen. Mit Jürgen sprachen wir das TV Programm ab, damit wir nicht wieder bei einem Rosamunde Pilcher Themenabend landen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebb kam nach der Arbeit zum Centre und wir bestiegen zusammen ein Taxi um Vorbereitungen für den Abend zu treffen. Bier und Grillfleisch. Wir schmissen den Grill früh an und begannen auch früh mit dem Dosenbier. Das Spiel verlangte einem alles ab und zur Feier des Tages machten wir draussen Feuer und tranken weiter Dosenbier. Um halb 4 ging es ins Bett, nachdem Hülse um Hülse durch drei Kehlen gespült wurden. Wir haben beide Palettchen geschafft. Hat aber auch weniger Prozent. Dementsprechend fiel das Aufstehen am Mittwoch zwar etwas schwerer, war aber nicht unmöglich. Abends verabredeten wir uns mit zwei Damen in einer Bar. Der Abend ging allerdings früh zu Ende, da es für mich heute Morgen um 6 Uhr losging nach Ongwediva zur Trade Fair. Einer Messe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um fünf klingelte also mein Telefon. Mein Chef wollte sichergehen, dass ich auch aufstehe. Natürlich 45 Minuten den Wecker weitergestellt um dann völlig überhastet zu Duschen und die letzten Sachen zu packen. Hab natürlich ein zweites Paar Schuhe und Zahnbürste incl. Zahnpasta vergessen. Aber beim ersten Stopp konnte ich wenigstens die Zahnputzsachen nachkaufen. Zu viert im Auto mit Hänger. Einer hatte dann doch tatsächlich die gute Idee Bier mitzubringen. Und als alle, inkl. Fahrer, noch vor 9 Uhr die ersten beiden Bierchen hatten, beschloss man, nun mal Frühstücken zu gehen. Der Fahrer trank dann auch nicht mehr. Wir fuhren circa 700km durch größtenteils wüstenähnliche Landschaften. Nachdem wir den Großraum Windhoeks hinter uns gelassen haben begann das wahre Afrika. Ich war zwar als einziger völlig aus dem Häuschen als ich zwei Giraffen sah, dafür ging der Rest umso mehr ab, als wir eine Vollbremsung hinlegen mussten, weil sich zwei Esel überlegten mitten auf der Schnellstraße eine schnelle Nummer einzuschieben. Auf Ziegen wurde immer draufgehalten, aber immerhin gehupt, damit die eine reelle Chance haben. Ne Ziege am Pick Up macht sich auch nicht so schön, aber bremsen muss man da nun auch wirklich nicht. &lt;br /&gt;Unser Stand ist in Unmittelbarer Nähe zum Stand der United Breweries of Namibia. Mir schwant Böses. Untergekommen sind wir in einer Pension in der ich nun gerade bin. Gegen 6 kommt ein Fahrer und dann gehts in eine Bar. Und Bars gibt’s hier im Norden zu Genüge. Eigentlich ist jede Bude am Straßenrand eine Bar oder mindestens ein Bottleshop mit Sitzgelegenheit. Der Norden scheint mir versoffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für alle die, die es interessiert: Ich bin nun circa 60km von der Grenze zu Angola entfernt. Hier ist es knapp über 30 Grad und die Messehalle ist ein ehemaliger Hangar aus Blech. Es wird also mollig. Aber ich trag ja gottseidank Anzug, da sieht man die Schweissflecken nicht so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fotos folgen! Auch von den Eseln. Ist Eseln der Plural von Esel?? Vielleicht auch Eseletten. Oder Eselanten. Aber ihr wisst ja was gemeint ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-7975922073336069745?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/7975922073336069745/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=7975922073336069745' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/7975922073336069745'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/7975922073336069745'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/08/post-22-die-kurzfassung.html' title='Post #22 - Die Kurzfassung'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-747707811700014588</id><published>2010-08-23T06:19:00.005+08:00</published><updated>2010-08-23T17:15:12.960+08:00</updated><title type='text'>Post #21 - Essen im Squash Audimax</title><content type='html'>So meine Lieben,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;nun ist es wieder soweit. Es hat ein wenig auf sich warten lassen, da heute ein langer Tag war. Aber beginnen wir von vorn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der fleissige Leser weiss, dass uns der Sebb nach dem Pizza all u can eat noch einen Besuch abstattete. Als wir zu Bette gingen, machte Sebb jedoch einen Umweg über die Fashion Bar und sollte von dem Abend bis Samstag früh kein Auge zumachen.&lt;br /&gt;Freitag bei der Arbeit klingelte mein Telefon und Sebb sagte, dass er es nicht schaffe für Freitag einzukaufen, da er noch immer in Katutura am picheln sei. Am Abend waren wir von einigen Damen aus Sambia zum Essen eingeladen. Die Damen wohnen auf dem Campus der UNAM (University of Namibia). Der Ort, an dem mir mein Portemonnaie aus der Mitte meines Lebens genommen wurde. Mein Verhältnis zur UNAM sollte sich an diesem Tag jedoch nicht verbessern. Wir vereinbarten mit den Damen, dass sie für das leibliche Wohl sorgen und wir für die Getränke. Schon am ersten Einlasstor hatten wir Glück, dass unsere Rucksäcke nicht kontrolliert wurden, da es auf dem Campus ein mehr oder weniger striktes Alkoholverbot gibt. Obwohl auf dem Campus selber zwei Bars sind. Die Ladys fingen uns dann auf dem Campus ab und wir gingen in Richtung Wohnheime. Diese waren jedoch besonders gesichert. Bedenkenlos gingen wir in Richtung Einlass und wurden gestoppt. Mein Rucksack wurde vorher über dubiose Wege an der Kontrolle vorbeigeschleust und ich hatte schon wieder die Befürchtung ein weiteres Holzkreuz auf dem UNAM Campus zu hinterlassen. Der Türsteher ließ uns nicht rein, weil die Ladys nicht die benötigten Besucherscheine für uns hatten. Ich weiss nicht wie es damals an der deutsch-deutschen Grenze war, stelle es mir aber ähnlich vor. Wir dachten an die üblichen Schikanen und Wichtigtuereien des Supervisors. Wir schnackten ein wenig mit ihm, boten ihm spaßeshalber einen Platz an unserem Tisch an und boten ihm durch die Blume auch den einen oder anderen Dollar an. Keine Chance. Der Herr ließ nicht mit sich reden und wir belagerten erst mal das Tor und die Mädels versuchten uns den Einlass mit ihren Argumenten zu sichern. Half nichts. In einem letzten Versuch sagten wir ihm, dass wir es nicht akzeptieren das Essen nun wegzuwerfen, nur weil er uns nicht passieren lässt, und dass er in Anbetracht des Hungerleidens vieler afrikanischer Völker auch eine gewisse Verantwortung trägt. Er merkte, dass er uns nicht loswird und hatte einen grandiosen Kompromissvorschlag:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er sagte, dass er uns einen Raum anbieten könne, der ausserhalb der Wohnheime läge, wir müssten lediglich das Essen dorthin schaffen. Nützt ja nix. Wir ließen uns darauf ein und es wurde zu einem Erlebnis was man so schnell nicht vergisst. Wir folgten ihm in einen Trakt und nachdem er einige Gitter und Türen öffnete fanden wir uns in einem Vorlesungsraum wieder. Dieser Vorlesungsraum war in seiner ursprünglichen Funktion jedoch eine Squash-Halle. An Komik kaum zu überbieten bauten wir uns aus Tischen eine Tafel zusammen und aßen in diesem Kuriosum. War nett. Sebb, zu diesem Zeitpunkt geschätzte 36 Stunden auf den Beinen meldete sich zusehends immer mehr ab. Es gab einige Nationalgerichte Sambias. War wirklich gutes Essen und gemäß der Tradition wurde mit den Händen gegessen. Man nahm hierzu eine Ladung Brei, der aus Mehl, Mais und Wasser bestand und formte ihn in der Hand zu einem Ball. Anschließend nahm man mit diesem Ball diverse Beilagen auf. Der Brei diente natürlich als Sättigungsbeilage. Wir beschlossen anschließend in Richtung G-Zone zu ziehen. Die Mädels warfen sich in Schale und Jan und ich schleppten Sebb in der Zwischenzeit in die Campusbar, wo mein Portemonnaie unfreiwillig flügge wurde. Nach einigen Hülsen Bier waren die Ladies soweit und es ging los. Sebb wurde in der Zwischenzeit von jeglicher Meinungsbildung entmündigt und musste mit.&lt;br /&gt;Er bestand jedoch darauf sich noch eine lange Hose anzuziehen. Wir schrieben ihn ab und rechneten nicht mehr mit seinem Kommen. In Der G-Zone war es mal wieder bestens.  Ich denke ich werde meine Bachelorthesis darüber schreiben müssen, wo die afrikanischen Mädels so verdammt gut Tanzen lernen. Nach circa einer Stunde stand Sebb vor uns. Er war körperlich anwesend, geistig auf einer Skala von 1-5, eher nicht. Wir päppelten ihn ein wenig mit Jägermeister und der einen oder anderen Flasche "Kleiner Keiler" auf (gibt’s hier wirklich) und es ging aufwärts mit ihm. Irgendwann verloren wir ihn ein wenig aus den Augen und warum er am nächsten Morgen ohne Handy und Schlüssel aufwachte, und warum er aus dem Taxi bereits ohne Schuhe ausstieg, das weiss wohl nur der liebe Gott. Wahrscheinlich ist er ausgeraubt worden. Der Verlust der Schuhe ist dabei keine Seltenheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstag war Bundesligastart und es war wieder Zeit für Jürgens großen Auftritt. Die einäugige Natter erzählte uns von einer Sportbar am Fuße der Uhlandstraße. Circa 15 Minuten Fußmarsch die wir natürlich gerne auf uns nahmen. Ich wunderte mich bereits auf dem Weg dahin, weil mir dort bisher nie eine Sportsbar aufgefallen ist. Aber Jan hatte eine präzise Wegbeschreibung und es klang alles plausibel. Am Fuße angekommen war weit und breit nichts davon zu sehen und wir fragten etwas rum. Und es gab dort tatsächlich eine Sportsbar. Allerdings schloss diese vor 13 Jahren. Nach einer durchzechten Nacht und Suchen in der Mittagssonne war das genau das Richtige. Ich hatte keine Lust wieder hochzulaufen und rief ihn an. Vom schlechten Gewissen geplagt machte er sich auf und sammelte uns ein. Er hatte noch eine andere Bar im Kopf und hatte sogar eine Telefonnummer aufgeschrieben aus dem Internet. Leider war die Telefonnummer eine Faxnummer und es pfeifte nur schrill. Wir fanden keine Bar und fuhren wieder heim. Wir beschlossen einfach nicht auf Ergebnisse zu gucken und freuten uns auf die Sportschau. Die Rechnung haben wir jedoch ohne Jürgen gemacht. Er kam zu unserer Tür und meinte: „Na, wollt ihr wissen wie es steht?“. Im Chor antworteten Jan und ich: „Nein!!“. Jürgen verstand natürlich nicht recht und sagte: „Bremen liegt 4:1 zurück, die kriegen auf die Mütze, haha!“… „Alles klar! danke für nix Jürgen!“.  Tag war gelaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends trafen wir uns mit Sebb im Garlic &amp; Flowers, einer Bar in der Nähe, und rekonstruierten vor allem Sebbs Abend. In der G-Zone wurde nichts von seinen Sachen gefunden. Wir trafen noch einen Prof von der Polytech und einen Norweger und der Abend war ganz nett. Irgendwann machte der Schuppen jedoch dicht und wir gingen nach draussen. Wir warteten auf ein Taxi was zu dieser Uhrzeit, an diesem Ort, jedoch ziemlich lange hätten dauern können. Die freundlichen beiden Damen vom Nebentisch, um die 50, boten uns an uns heimzufahren. Nahmen wir natürlich dankend an. Dass die beiden Grazien bereits ordentlich Rotwein getankt haben blendeten wir aus. Das ist hier normal. Ihr Auto hatte immerhin Airbags. Die meisten Taxis haben nicht mal Anschnallgurte. Es stellte sich heraus, dass ihr das Garlic &amp; Flowers gehört. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Morgen ging es um 8 Uhr früh hinaus. Denn heute war Herero-Day. Der eifrige Leser wird wissen, die Hereros haben einmal den größten Stamm in Namibia ausgemacht. Unter deutscher Flagge wurde dieser Stamm jedoch niedergemetzelt und heute fand also der Heldengedenktag statt. Dieser ist in Okahandja, etwa 50km von hier. Jürgen und seine Maid wollten ebenfalls dorthin und boten uns an, und mitzunehmen. Das Abenteuer ging los. Jürgen am Steuer. Ich als Beifahrer und Jan, Sebb und Jürgens Frau auf der Rückbank. Trotz zunehmenden Behinderungen ist Jürgen die vorgezogene Reinkarnation von Michael Schumacher. Nur halt in schlecht.&lt;br /&gt;In ganz Namibia gibt es nur ein Auto in dem ich mich bewusst anschnalle: Jürgens Golf.&lt;br /&gt;Beim Hererotag laufen die Hereros in ihren typischen Trachten rum, es gibt Paraden und es werden die Gräber der toten Hereros besucht. Als Zeichen der Versöhnung besuchen die Hereros jedoch auch immer die Gräber der deutschen Soldaten. Die Friedhöfe sind praktischerweise direkt gegenüber und es ist schon eindrucksvoll. Wir stellten uns darauf ein dort den ganzen Tag zu verbringen und hatten da auch Lust zu. Denn nach Gedenken etc. stand ein großes Fest auf dem Programm mit Essen, Trinken und Tanzen. &lt;br /&gt;Aber auch hier machte uns Jürgen ein Strich durch die Rechnung. Er wollte um 11 bereits wieder los. Wir waren jedoch erst um 9:30 Uhr dort angekommen. Auf unsere Nachfrage was mit dem Fest sei, sagte er, dass das nur für die Hereros sei. Es stellte sich als Bullshit heraus. Natürlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin hielt Jürgen noch an einer Lodge an, wo wir uns schon mal das ein oder andere Bierchen gönnen konnten und einige Affen, Wildschweine, etc. beobachten konnten. Zurück in Windhoek ging es zum Sparmarkt um fürs Braai einzukaufen. &lt;br /&gt;Um die mehr oder weniger verkorkste Ausfahrt nach Okahandja etwas auszubügeln kauften wir Jürgen einen Kasten Bier hab und der Tag endete doch noch ganz nett. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis demnächst! Euer bester Freund&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-747707811700014588?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/747707811700014588/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=747707811700014588' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/747707811700014588'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/747707811700014588'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/08/post-21-essen-im-squash-audimax.html' title='Post #21 - Essen im Squash Audimax'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-6690124179124792225</id><published>2010-08-20T18:15:00.003+08:00</published><updated>2010-08-20T19:31:51.445+08:00</updated><title type='text'>Post #20 - All u can eat Pizza: Der Kampf um die Krone</title><content type='html'>Meine sehr verehrten Damen und Herren,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Dienstag waren wir bei Sebb zum Bier trinken eingeladen. Ich musste das allerdings ohne Jan bestreiten, da der Horst seine Arbeit des Tages nicht speicherte und eine kleine Nachtschicht einlegen musste. Sebb wohnt direkt auf  dem Campus und hat eine nette Aussicht auf Windhoek. Bier war gut und es ging auch nicht zu spät ins Bett. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Mittwoch hat ja der glorreiche SV Werder Bremen gegen einen Haufen Italiener um die Qualifikation für die Champions League gekämpft und gewonnen. Ich fragte Jürgen ob wir das gucken könnten und er stimmte zu. Pünktlich zu Spielbeginn schaltete er auf Sat1, schaltete pünktlich zum Abpfiff erste Halbzeit wieder weg, stelle seinen Timer auf 15 Minuten, in denen wir Deutsche Welle guckten und wieder eine Menge über Spechte lernten, und pünktlich zum Beginn der zweiten Halbzeit schaltete der Fernseher wieder auf Fussball. Der Abpfiff war nicht ganz zu hören, da zappte Jürgen der Räuber wieder durch seine 5 deutschen Kanäle als gäbe es etwas unfassbar Wichtiges was er gucken müsste. &lt;br /&gt;Naja, jetzt weiss ich wenigstens wie kenianische Elefanten ihre Routen planen, und dass Elefantenkot sehr reichhaltig ist und kaum nach Kacke riecht. 50kg Kacke pro Tag scheisst so ein Elefant aus seinem After. Das entspricht ungefähr der Menge Schrott, die Jürgen tagtäglich verbal von sich gibt. Respekt dafür. Wenn ein Elefant stirbt, dann fangen seine Feinde an ihn am Arsch aufzuessen, denn da ist es am Weichesten. Hyänen beissen also so lange ums Arschloch herum bis sie den Körper hohl fressen können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Highlights waren in den letzten Tagen die Mittagessen in der Hotelschool. 25 Dollar, 2,50€, kostet dort ein Hauptgang und der lässt sich sehen. Anfangs wurde man meisten mit 08/15 Speisen, die trotzdem lecker waren, abgefertigt. Diese Woche stand jedoch Haute Cuisine auf dem Programm. Gestern zum Beispiel hatte ich Springbock Steak mit namibischer Trüffelsauce, dazu Kartoffel-Mandel Kroketten und Gemüse. Als Vorspeise gab es Carpaccio vom Oryx (ähnlich dem Springbock, jedoch mehr in Richtung Ziege) mit Parmesan und Trüffelöl. Fand ich gut. Mit Vorspeise kostet der Spass dann 3,50 €uro. Die Diskrepanz zwischen dem, was man hier teilweise in Kneipen und Restaurants bezahlt, und dem, was man dafür im Supermarkt zahlt ist schon erschreckend. Manchmal hab ich das Gefühl, dass es günstiger wäre in Restaurants und an Take-Away Ständen zu essen, als selber zu kochen. Mein Lieblingsbeispiel ist tiefgefrorener Spinat. 250 Gramm bei Penny in Deutschland kosten glaube ich 0,29€. Im günstigen Supermarkt hier, gibt’s den Spinat von McCain, ebenfalls 250 Gramm: 29,90 N$. Das enspricht knapp 3 €uro. Tiefkühlware ist fast unerschwinglich und ich denke, dass ich beim Deutschen Discounter günstiger davonkomme. Brot, Reis und solch Geschichten sind günstig, aber auch eher ähnlich den Discounter Preisen in Deutschland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gut. Da wir ja keinen Backofen haben gab es schon lange keine Pizza mehr und uns wurde ein all u can eat Restaurant in der Maerua Mall empfohlen. Nach Feierabend mit dem Taxi heim, kurz Sachen abgelegt und weiter in die Mall. Um 17:20 waren wir pünktlich dort, auch wenn das Angebot erst um 18 Uhr anfängt. Kleines Bierchen vorweg, dann ging das Massaker los. Jan hat vorher große Töne gespuckt, wo ich mich eher zurückgehalten habe. Das Schöne beim all u can eat war, dass man nicht aufstehen musste um zu einem Büffet zu laufen. Das Personal lief dauernd mit großen Holzplatten rum, auf denen die unfassbar leckere Pizza war. Man wurde gut bedient. Irgendwann sah ich Jan an seinen glasigen Augen an, dass er fertig war. Mit letzter Kraft kaute er seine Pizza und ich witterte meine Chance. Als die nächste Pizza rumkam bat ich um ein Stück und in einem Akt purer Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit nahm Jan auch noch ein Stück, welches seinen Mageneingang jedoch nie passieren sollte. Ich war ebenfalls am Ende, aber bei sowas packt mich ja immer der Stolz. Mit einem Lachen im Gesicht kaute ich meine Pizza und haute noch ordentlich geriebenen Knoblauch und Zwiebeln auf das Stück. Ich lachte ihn an und sagte: „Das wird keine angenehme Nacht für dich“. Als die Pizzafrau wieder rumkam ließ ich mir ein weiteres Stück geben und war nun wirklich fertig. Aber auch bei diesem Stück ließ ich mir nichts anmerken. Ich wollte ihn mürbe machen, und ich schaffte das. Zum Finale kam es, als ein Stück Pizza mit Schinken und Banane kam, welches ich unbedingt probieren wollte. Um Jan den Todesstoß zu verpassen, klatschte ich auch hier einen bestialischen Schlag Knoblauch rauf. Nun war es soweit, Jan konnte nicht mehr. Er war fertig und war sogar zu fertig um auf Toilette zu gehen. Er wollte nur noch nach Hause. Aber ich ließ ihn nicht gehen bevor er sein Bier nicht ausgetrunken hatte. Jan wollte auf dem direkten Weg nach draussen. Die Pizza nahm auch in meinem Magen die Form eines Klumpens aus Teer an und wölbte sich nach aussen. In der Zwischenzeit war der Laden übrigens voll und Gäste mussten sich auf Listen eintragen um später irgendwann einen Tisch zu bekommen. Gut, dass wir früh da waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lud noch Sebb zu uns zu Hause ein, wir hatten noch ein paar Bier Kanülen m Kühlschrank. In den Bottle Shops gibt es übrigens Bier in 750ml Flaschen. Da fühlt man sich wie ein kleiner Junge wenn man so eine Hülse in der Hand hat. Kenn ich aber schon aus China und man muss einfach etwas schneller trinken, sonst wird es warm. Und das kann ich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gab Jan eine Magentablette, die er dringend nötig hatte. Die hatte ich mir in Dubai auf dem Flughafen gekauft, nachdem ich mir trotz Sättigung noch das King Size Mäcces Menü reindrückte. Ich befürchtete schlimmere Auswirkungen für den Weiterflug und zahlte die 1,10 €uro. Als Jan die Geschichte hörte, mutierte er kurzzeitig zum Hypochonder und es gesellten sich Kopfschmerzen zu den Magenproblemen. Ich las ihm die Nebenwirkungen vor, in denen nix von Kopfschmerzen stand  und es wurde schlagartig besser. Interessant fand ich jedoch, dass man die Tabletten nicht nehmen darf, wenn man sich Fremdkörper rektal eingeführt hat. Jan versicherte mir aber, dass das nicht der Fall ist. Es ging ihm irgendwann besser und es beruhigte mich. Sebb verschwand gegen 1 Uhr und es ging zu Bette. Heute Abend sind wir bei einer Dame aus Sambia zum Essen eingeladen. Ich hoffe sie kann gut kochen. Anschließend geht wohl noch weiter. Müssen wir auch. Denn bis der Mief aus unserer Butze gezogen ist, könnte es noch ein bisschen dauern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde euch berichten wenn es soweit ist.&lt;br /&gt;In Liebe,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-6690124179124792225?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/6690124179124792225/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=6690124179124792225' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6690124179124792225'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6690124179124792225'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/08/post-20-pizza-all-u-can-eat-fur-595-der.html' title='Post #20 - All u can eat Pizza: Der Kampf um die Krone'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-3796762717746541659</id><published>2010-08-18T02:36:00.001+08:00</published><updated>2010-08-18T02:41:37.716+08:00</updated><title type='text'>Post #19 - Über den Tellerrand geschaut</title><content type='html'>Nach meiner herzzerreißenden Mail an o2 kam heute eine Antwort:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;   &lt;blockquote&gt; „Werter Herr Segelken, selbstverständlich kann ich Ihren Unmut über die aktuelle Rechnung gut verstehen. Ehrlich gesagt, aus Namibia in die Heimat zu telefonieren, ist nicht gerade ein günstiges Vergnügen. Doch aus Wertschätzung und vor allem durch Ihr soziales Engagement, was nach meiner persönlichen Meinung eine hohe Anerkennung verdient, kommen wir Ihnen mit 50 EUR entgegen. Um genau zu sein, wir werden am 18. August 2010 Ihr Girokonto bloß noch mit 72,21 EUR belasten.“ &lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut, ich hab das Praktikum gegen gemeinnützige Arbeit in einem Kindergarten ausgetauscht. Aber ein wenig flunkern wird ja noch erlaubt sein. Danke an o2.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgrund mäßiger Beschäftigung in dieser Woche habe ich mal überlegt, was für Städte rund um Namibia ich noch so besuchen könnte. Namibia befindet sich ja nördlich von Südafrika an der Westküste Afrikas. Ein Staat weiter nördlich an der Westküste ist Angola.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angola war bis Mitte der Siebziger Jahre für sehr lange Zeit Kolonie von Portugal. Auch in Namibia hat Portugal mal ein Steinkreuz abgelegt um sich das Territorium zu sichern. Aber die Deutschen haben das wohl verschwinden lassen. In Angola spricht man also portugiesisch. Mit Ende der Kolonialzeit rutschte Angola, wie fast alle afrikanischen Staaten, direkt in einen langen, andauernden Bürgerkrieg. Das entspannte sich auch erst, als man merkte, dass man ja gegenüber anderen Staaten wirtschaftlich ein bisschen zurückhinkt. Man ging dann mal auf die Suche nach Erdöl und fand auch eine Menge. Dass die Diamantenmienen im Osten klammheimlich vom Kongo ausgebuddelt wurden nahm man zur Kenntnis, sagte „Du, Du, Du!“ und lud die Chinesen, die schon vor der Küste auf der Pirsch waren, zum schürfen und fördern ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luanda liegt direkt an der Küste. Die Stadt war ursprünglich ausgelegt für 500.000 Einwohner. Da Luanda (oder wie es früher auch hieß: Sao Paolo de Luanda) allerdings die einzige Stadt ist, die vom Bürgerkrieg einigermaßen rausgehalten wurde, zogen natürlich alle dorthin. Schätzungsweise leben nun 5 Millionen Leutchen in diesem possierlichen Städtchen, wovon Zweidrittel in bitterer Armut wohnen. Sie leben von einem US Dollar pro Tag. Jedes vierte Kind stirbt vor seinem fünften Kindergeburtstag. Luanda gilt als einigermaßen sicher, weil der Rest des Landes hoffnungslos mit Minen verseucht ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für eine nicht renovierte 50m ² Bruchbude zahlt man in Luanda jedoch zwischen 2000,- und 4000,- US Dollar, im Monat. WAT? Nee, stimmt wirklich. Für eine gediegenere Wohnung im Stadtkern zahlt man circa 15.000 US Dollar im Monat und es ist nicht ungewöhnlich eine Provision in Höhe einer Jahresmiete zu blechen. Luanda ist die teuerste Stadt der Welt für Menschen aus dem Ausland die in Luanda arbeiten (Expatriates).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hab mich selbst laut gefragt warum das so ist, und mein Chef (wie ihr wisst, nicht der größte Portugalfreund) raunte aus seinem Büro lediglich: „Weil die alle dumm sind! Und stinkefaul. Die sind so dumm, die wissen nicht mal was 1 US Dollar wert ist. Zu dumm für Wechselkurse!“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angola boomt dank seines Ölreichtums und gewisser Diamantenvorkommen und hatte im letzten Jahr einen Jahresüberschuss von 15 Milliarden Dollar. Über Altschulden von 1,5 Milliarden Dollar, was das einst ärmste Land der Welt ansammelte, wurde spöttisch gelacht. Angola hat somit Nigeria als größtes ölexportierendes Land abgelöst. In der nigerianischen Bevölkerung kommt von den Ölgeschäften noch weniger an und ein großes Hobby der Bevölkerung ist Pipelines anzapfen und Open Air Raffinerien zu betreiben. Von Benzin über Diesel und sogar Kerosin wird alles hergestellt. Die Auswirkungen gerade für die Umwelt und Gesundheit der Nigerianer sind nicht auszumalen. Die Katastrophe im Golf von Mexico ist ein Witz gegen das, was in Nigeria abgeht. Da muss man mit großen Eimern einfach an die Küsten und Seen des Landes rangehen und kann Rohöl en Masse abschöpfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allgemeine Schulpflicht ist in Angola noch nicht so angepeilt, allerdings soll das in den nächsten Jahren doch mal voran gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Profitieren tut vor allem eine kleine Elite. Allein der Fakt, dass das Militär einen eigenen Investmentfonds führt, spricht Bände. Arbeitsplätze für Angolaner gibt’s soweit nicht, weil die Chinesin die Baustellen dominieren. In den Slums muss ein Anwohner aufgrund von Spekulationen um die 100 Dollar Miete zahlen, die er nie bezahlen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hab schon überlegt den Angolanern mal eine E-Mail zu schreiben, weil da ganz evtl. vielleicht bald ein kleiner neuer Bürgeraufstand stattfindet. Aber mein Chef meinte, dass die das nicht verstehen würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luanda besuch ich also schon mal nicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis bald!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-3796762717746541659?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/3796762717746541659/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=3796762717746541659' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3796762717746541659'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3796762717746541659'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/08/post-19-uber-den-tellerrand-geschaut.html' title='Post #19 - Über den Tellerrand geschaut'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-2467227006693334758</id><published>2010-08-16T00:35:00.003+08:00</published><updated>2010-08-16T00:46:10.747+08:00</updated><title type='text'>Post #18 - Miss Poly Contest, Portemonnaie geklaut und Eskalation am Grillplatz</title><content type='html'>Liebe Leser,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freitag war nun also der große Tag. Auf Arbeit war wirklich gar nichts los und effektiv hab ich 15 Minuten was gemacht. Den Rest des Tages haben wir uns gegenseitig youtube Videos gezeigt und gefressen. Nachdem wir überpünktlich Feierabend machten ging es über einen Bottle Store nach Hause. Ich musste ja noch etwas Bölkstoff kaufen. Um 17:30 warf ich mich dann in meinen Ausgehfummel. Das Jackett hat ja einen sensationellen Sieg eingefahren in der Umfrage, wenngleich ich sagen muss, dass ich mit Gegenstimmen im zweistelligen Bereich nicht gerechnet hätte. Teilerfolg für Svenja, historischer Sieg für mich. Demokratie von seiner schönen Seite. Ich schwang mich anschließend ins Taxi und fuhr zum Sebb. In der Zwischenzeit war Jan aus Walvis Bay wiedergekommen. Er wollte jedoch nicht mit, da er sich erst sämtlichen Sand aus den Poren waschen wollte, den er sich in der Wüste eingefangen hatte. Bei Sebb noch das ein oder andere Pilsettchen getrunken und was gespachelt und dann ging es zum Miss Poly Contest. Die Wahl fand in einem Country Club Resort statt, von dem wir selber nicht wussten wo das genau ist. Wir bekamen glücklicherweise ein Taxi, in dem eine Transe/Shemale/Ersie (wie auch immer ihr wollt) saß und auch dorthin wollte. Der Taxifahrer wusste also dann wo es war. Das Country Club Resort war eine riesige noble Sterneanlage mit Golfplatz, Hotel, Disco, Casino und und und. Die Misswahl fand zu unserer unbegründeten Enttäuschung in einem Konferenzsaal statt. Wir haben bei County Club erhofft, dass man an reudigen Holztischen sitzt, sich tierisch viel Bier reinflankt und grölt was das Zeug hält. Allerdings haben wir da die Rechnung oder das feierwütige namibische Volk gemacht. Die gingen von der ersten Sekunde so unfassbar ab, unbeschreiblich. Einige namibische Musikstars sind noch aufgetreten, und da war die Hölle los im Saal. Afrikaner wissen wie man feiert. In Deutschland wäre die Veranstaltung gefloppt. Allerdings waren die Preise für namibische Verhältnisse teuer. Kleines Bier hat 20 Dollar, also 2€ gekostet. Wir sind später auf Rotwein umgestiegen. Um kurz nochmal auf das Jackett zurückzukommen. Bereits am Einlass wurde ich von der Eintrittskartenabreissfrau für mein Outfit gelobt, und die Jackettwahl sollte sich später als beste Entscheidung des Abends herausstellen. Die Misswahl ging recht lange, wurde aber keineswegs langweilig, weil das Programm gut gemixt war. Musik ging auch gut.  Nach der Wahl gingen wir in Richtung Bühne und machten einige Fotos. Einige Mädels erblickten uns Kalkleisten (wir waren die einzigen im Saal) und während ich verschüchtert winkte, zeigte Sebb mit dem Finger auf die Damen und rief: „You! – Outside!“. Die Damen akzeptierten und wir trafen uns draussen. Mit der erstplatzierten wollten wir nichts zu tun haben, da wir uns nicht in die unendliche Schlange der unsagbaren Schleimer einreihen wollten. Wir kümmerten uns um die nächstplatzierten und verabredeten uns für die G-Zone, wo die Aftershowparty stattfinden sollte. Vorher wurden noch Handynummern ausgetauscht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Easy, ein Freund vom Sebb, bot uns an uns mitzunehmen. Dieses Angebot nahmen wir natürlich herzlich gerne an. Zu fünft in einem Golf I. Die Fahrt hätte vielleicht 10 Minuten gedauert, allerdings hieß es, dass wir noch zwei Leute abholen müssten. Ich wusste nicht genau wie das passen sollte, aber darum wird sich hier nicht so der Kopf gemacht. Als wir einen Taxifahrer mal fragten, ob wir auch zu fünft mitfahren dürften, sagte dieser nur: „I can take more than hundret people man“.&lt;br /&gt;Wir fuhren dann einmal um die ganze Stadt und nahmen alle Slums mit. Khomasdal, Katutura, Windhoek West. Alles war dabei. Nach circa 45 Minuten kamen wir im G-Zone an, ohne auch nur eine einzige Person aufgepickt zu haben. Den Grund dafür sollte ich nie erfahren und Easy samt Bande hab ich auch im Club nicht mehr gesehen. Im Auto war mein Fenster offen, und konnte aufgrund fehlenden Griffes auch nicht hochgekurbelt werden. Mit zerstörtem Scheitel und tränenden Augen kam ich also an. Die Damen erwarteten uns bereits. Am Eingang kam es jedoch noch fast zur Schlägerei zwischen einigen Coloureds, die unsere Nummern haben wollten, sich allerdings nicht einigen konnten wer sie nun zuerst bekommt. Verrückt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im G-Zone sind die Preise human und es war recht voll. Die Damen alle in Abendkleidern, aber nur wenige Herren im Anzug, wir fielen also auf,… positiv. Nachdem ich mich mit der Zeitplatzierten im weiteren Sinne ausgetauscht habe, kam eine Freundin von ihr und meinte, dass ihr Freund draussen auf die warte um sie abzuholen. Ich fragte dann: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;„Ah, you have a boyfriend?“&lt;/span&gt;, ihre Antwort darauf war: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;„Eeh, yes, kind of…“.&lt;/span&gt; Ich fragte dann: „&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Do you love him?“&lt;/span&gt;, ihre vielsagende Antwort war darauf:&lt;span style="font-style: italic;"&gt; „He’s okay…“&lt;/span&gt; So sind die Coloureds, Treue finden die persönlich eher ziemlich uncool. Um circa vier Uhr warf ich das Handtuch und fuhr heimwärts. Sebb wollte auch kurz danach los, allerdings hat ihn sein Heimweg noch in die Fashion Bar geführt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstag erwach ich um circa 14 Uhr und so pralle ging es mir nicht. Mit Sebb und einigen Mädels stand Baden auf dem Plan und es ging in den Stadtteil Olympia, wo ein „Schwimmbad“ war. Wir verabredeten uns auf 15 Uhr African Time. Als Jan und ich um viertel vor 4 dort ankamen stand Sebb mit Anhang schon draussen, weil das Schwimmbad um 16 Uhr die Türen schloss. Wir beschlossen dann zur University of Namibia zu fahren, da dort am Stadion eine Kneipe ist. Dies sollte der Ort sein, an dem mein Portemonnaie umverteilt wurde. Es war eigentlich nur unsere Gruppe und eine kleine andere Studentengruppe dort, die Billard gespielt haben. Meine Badehose hat keine Taschen und so lag mein Portemonnaie einen Meter neben mir auf einer Ablage. Trotzdem wir mit mehreren Leuten unmittelbar neben der Ablage saßen, hat es irgendein Schlitzohr geschafft das Portemonnaie zu stibitzen. Kurz bevor wir selbst abhauten. Wir wollten nämlich eigentlich schon los, und dann hatte ich die fantastische Idee noch eine Runde Büchsenbier zu spendieren. Meine Gutherzigkeit und Gutmütigkeit wurde wieder einmal mit Füßen getreten und auf bestialische Art und Weise betraft. Gut, es waren „nur“ 70 Dollar (7€). Trotzdem ärgerlich. Aber das Portemonnaie hatte ich bereits sehr in mein Herz geschlossen und vermisse es doch schon sehr. Karten etc. hatte ich zu Hause gelassen. Hätten die doch einfach nur das Geld genommen und mir das Portemonnaie gelassen.&lt;br /&gt;Zudem kam die letzten Tage meine Handyrechnung aus Deutschland per Mail. Ich kann nur jedem raten, der beim Saftladen o2 vertraglich verhaftet ist, nicht aus Namibia nach Deutschland zu telefonieren. Als ich hier ankam führte ich 3 Telefonate in die Heimat um zu sagen, dass ich gut angekommen bin und ein Gespräch zu meiner Mailbox um meine namibische Nummer durchzusagen. Insgesamt waren es 14 Minuten in die Heimat, die o2 großzügig mit circa 69€ berechnete. Zum Vergleich: Eine SMS mit meiner namibischen Simkarte nach Deutschland kostet 9 Cent. Meine Rechnung summierte sich also auf 101€ excl. Mehrwertsteuer. Ein Traum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abendliches Ausgehen fiel also aus und wir beschlossen in Joes Beerhouse lediglich etwas zu essen. Alle drei bestellten wir äußerst leckeres Zebrasteak. Und als ob es Gott dann doch noch gut mir meinte an diesem Abend, lief aus den Musikboxen pünktlich zum Essen der Pur Party-Hitmix und trieb mir beinahe die Tränen in die Augen. Gegen 22 Uhr war Schicht im Schacht und wir gingen nach Hause. Die Zweitplatzierte lud mich noch durch die Blume zu sich nach Hause ein, allerdings wohnt sie ausserhalb und ich hätte mir eine private Fahrmöglichkeit suchen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute stand natürlich wieder grillen mit Jürgen, dem einäugigen Piraten, auf dem Plan. Jan und ich gingen morgens noch einkaufen und dieses Mal gab es keine Sprüche wegen der Fleischmenge. Nach dem Grillen stand die Stimmung allerdings dennoch auf der Kippe und es eskalierte beinahe vollends. Jürgen sprach wieder über seinen so verachteten Weltsozialismus, dass er keinen Cent spenden würde und deswegen auch ausgewandert sei, weil der Deutsche Staat ihm das Geld aus den Taschen ziehe und damit mache was er wolle. Die Spendenbereitschaft der Deutschen nach dem Haiti Erdbeben verachte er. Nachdem seine Enkelin den Tisch vor Scham verließ und seine Frau uns bat doch langsam das Thema zu wechseln fuhr Jürgen zur Höchstleistung auf  und ich konterte. Er gab zum besten, dass er damals über Jahre darum gestritten hat seine Tochter während des Studiums finanziell zu unterstützen. Nach seiner Ansicht, hatte er sich von seiner Frau getrennt, alles durch zwei geteilt und somit wäre er ja von sämtlichen Pflichten befreit. Ich machte ihm klar, dass er sich von seiner Frau hat scheiden lassen, nicht aber von seiner Tochter. Er sah das anders. Als ich ihn ein extrem mieses Vater-Tochter Verhältnis bescheinigte verließen auch Jan und Jürgens Frau den Tisch. Die Bedingungen für einen gnadenlosen In-Fight waren also gegeben. Als er mir dann sagte, dass er seine Tochter mal eingeladen hat, und die Flüge über das Goethe Institut hat abrechnen lassen, weil sie ja Jazz Pianisten sei, fragte ich, wer denn die Flüge dann bezahlt hätte. Seine Antwort: „Ja das haben auch andere bezahlt, aber wenn die Deutschen so dumm sind und das mit sich machen lassen,… ich lass das nicht mit mir machen“. „Dann hast du ja ziemlich wenig Stolz und bist ein bisschen schizophren, wenn du selber strikt dagegen bist aber sowas gerne annimmst.“, entgegnete ich. Seine Frau kam zwischendurch nochmal kurz raus, drehte aber direkt wieder um, als sie hörte, dass wir noch beim selben Thema waren. Anschließend plauderte Jürgen etwas aus dem Nähkästchen und wie verletzt er doch gewesen sei etc., es kühlte also alles etwas ab. Dann schlug er mir jedoch seinen großartigen Plan zur Reform des deutschen Gesundheitssystems vor, dass jeder nur so viel aus der Krankenversicherung nehmen darf, wie er auch einbezahlt hat. Ich fragte ihn dann, ob er sich denn dann schon ein nettes Glasauge ausgesucht hat weil so eine Laser-OP wie bei ihm ansteht ja schon was kosten würde. Er ruderte dann etwas zurück und wir gingen in Frieden auseinander. Der Typ ist einfach durch. Er spendet nicht mal Klamotten, weil er meint, aus seinen Hemden würden Putzlappen gemacht und vom Unternehmen Unicef verkauft. Mal ganz davon abgesehen, dass seine Klamotten zu nix anderem als Putzlappen taugen, ist der Typ einfach durch. Aber alt. Und krank. Und deshalb lasse ich ihn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wird in Windhoek immer wärmer und langsam fängt man auch hier, trotz trockenerer Luft, an zu schwitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kleine Randgeschichte:&lt;br /&gt;In der letzten Woche sind einige Kudus (große Springböcke) aus der Savanne in die Stadt eingedrungen und haben die Anwohner in Angst und Schrecken versetzt. Die Polizei hatte es fast geschafft die Kudus durch ein trockenes Flussbett wieder in die Wüste zu treiben. Allerdings dachte ein emsiger Anwohner dieses Flussbetts, dass er sich den Kudus in den Weg stellen muss und bewarf diese mit Steinen. Daraufhin flohen die Kudus aus dem Flussbett in eine Wohngegend und waren in einem Garten gefangen. Die Anwohnerin dieses Grundstücks ließ die Polizei jedoch nicht aufs Grundstück und beschimpfte die Beamten als Mörder. Die Polizisten ließen sich davon nicht großartig beeindrucken und gingen aufs Nachbargrundstück. Von einer Schiebkarre stehend ballerten die Polizisten die 3 Kudus nieder und mussten sich dann von der alten Dame weiter beschimpfen lassen. Die Geschichte ging jedoch gut aus, denn nach einem kurzen Tollwuttest wurden die Kudus verladen und in den Slums verteilt. Es wurde nur lediglich darauf hingewiesen, dass nicht alle Patronen Durchschüsse waren und man sich beim Kauen etwas vorsehen soll. Nette Geste, wie ich finde.&lt;br /&gt;Ich denke jedoch, dass Jürgen sich geschüttelt hat vor Ekel, als er von dieser gutherzigen Aktion hörte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Sinne, bis demnächst!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: http://oerque.blogspot.com Der Bursche ist wieder in China, wer Interesse an seinen Geschichten hat, ich kann es nur empfehlen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-2467227006693334758?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/2467227006693334758/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=2467227006693334758' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/2467227006693334758'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/2467227006693334758'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/08/post-18-miss-poly-contest-portemonnaie.html' title='Post #18 - Miss Poly Contest, Portemonnaie geklaut und Eskalation am Grillplatz'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-3056815171442809325</id><published>2010-08-13T17:25:00.008+08:00</published><updated>2010-08-13T17:44:30.323+08:00</updated><title type='text'>Post #17 - Eier im Taxi und eine Gegendarstellung</title><content type='html'>Am Mittwoch nach dem Cultural Festival war ich noch kurz beim Supermarkt und bin dann mit Taxi heim. Mit Laptop und Kreditkarte am Mann läuft man keine längeren Strecken. Im Taxi saß bereits eine Big Mama und auf ihrem Schoß lag ihr Rucksack. Einigermaßen instabil lag obendrauf ein Pappträger mit Eiern. Als der Taxifahrer bergab einem Verkehrsberuhigungshügel entgegen raste, sagte ich zu ihr, dass sie nun besser mit ihren Eiern auspassen solle, weil wir gleich über den Hump fliegen. Sie lächelte mich an und sagte, dass ich mir keine Sorgen machen müsse, die wären alle gekocht. Herrlich meinte ich, dann können wir ja jetzt picknicken. Sie fand die Idee großartig und nach dem Hügel saßen wir alle mit einem gekochten Ei in der Hand im Taxi und aßen. Noch bevor ich etwas sagen konnte, zog der Taxifahrer einen Salzstreuer (hat so geschmeckt wie Salz, sah ein wenig anders aus) aus der Fahrertür (sowas hat man ja immer dabei) und es wurde ein regelrechtes Festmahl. Vor meiner Tür angekommen bot mir die Mutti noch ein Ei an was ich dankend annahm. Abends hat Deutschland gespielt. Ich bin ja an das Fernsehprogramm von Jürgen gebunden, da der Receiver lediglich einen weiteren Ausgang hat, der zu meinem Fernseher geht. Also das was er guckt, gucke auch ich. Jürgen fragte mich netterweise am Mittwoch ob ich etwas gucken möchte, ich sagte: „Ja! Fussball läuft heute.“ Ich dachte ja, dass das auch in seinem Interesse läge. Die Vorberichte hat er mir gegönnt, die ersten 4 ½ Minuten des Spiels auch, dann plötzlich schaltete er auf 3Sat um und später auf Deutsche Welle. Nach 20 Minuten Specht-Reportage und Schweizer Landschaften hielt ich es nicht mehr aus. Ich rief Sebb an, der gute rheinische Kollege, der hier studiert und ebenfalls ein Praktikum macht, schlug Jokers Sportsbar im Southern Industrial vor. Mit einem Pils in der Hand ging ich Richtung Straße und hielt das nächste Taxi an. „Jokers Sportsbar, Southern Industrial“. Er fragte „Sowwern Industra?“. Ich verstand nicht recht und sprach langsam und deutlich „Southern Industrial“. Er nickte, faselte in Afrikaans, dass er noch die Dame die im Auto saß woanders hinbringen müsste und dann ginge es los. Ich akzeptierte. Was ich nicht riechen konnte, die Dame wollte noch Windhoek Nord. Also in die entgegengesetzte Richtung. Wir passierten auf dem Weg auch „Northern Industrial“ wo ich die Gelegenheit nutze um ihn zu sagen, dass das jetzt Northern Industrial wäre, ich aber nach Southern Industrial müsse. Seine Antwort: „yes…sowwwern Industra“. Ich betete, dass wir vom selben Ort sprachen, antwortete nur: „Yes whatever, Jokers Sportsbar“. Ich hatte keine Ahnung wo die Bar genau war, weil ich noch nie da gewesen bin. Am Ortsschild von „Southern Industrial“ hielt er an und sagte „This is sowwern industra“. Ich bestätigte ihm das, gab ihm Recht, sagte aber, dass die Firmenzentrale der Firma Pupkewitz nicht danach aussähe, als ob sie noch eine Sportsbar beherbergen würde. „But this Sowwern Industra“. Nachdem ich anfangs dachte, dass es an meiner Aussprache lag, dachte ich nun, dass der Typ einfach voll ist. Ich telefonierte kurz mit Sebb, der schon wartete, und ließ mir den Weg beschreiben. Kurz vorm Ziel angekommen fragte er noch, ob er einen Schluck aus meiner Flasche trinken könnte. Ich dachte, ach komm, jetzt biste halbwegs und gesund angekommen, da hat er sich auch einen Schluck Bier verdient. Ich schenkte ihm den Rest meiner Flasche. In Jokers Sportsbar lief kein Deutschland, sondern nur England vs Ungarn, aber es gab Fassbier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern auf Arbeit überkam mich um 10 Uhr wieder ein Hungergefühl, welches seines Gleichen sucht. Meine Kollegen fingen nämlich an in der Mikrowelle Überreste vom International Cuisine Day warm zu machen. Und es roch nach Zwiebelfleisch etc. Ich verkündete: „Ich gehe zum Shop unten, braucht noch jemand was“. Mein Chef guckte mich entgeistert an: „Du diesem Botha-Shop?“, ich bejahte. Er guckte mich nun nicht mehr entgeistert, jedoch angewidert an: „Zu dem fetten Portugiesen, der da unten die ganzen Alkoholiker unterhält?“. Irgendwas muss mein Chef gegen Portugiesen haben. Ich holte mir dennoch wieder eine Portion Fritten, diesmal ohne Essig. Und um meinen Cholesterinspiegel nicht zu überstrapazieren ließ ich das Mittagessen weg und döste zwischen 13 und 14 Uhr etwas in meinem Stuhl. Desabends wollte ich eigentlich früh schlafen gehen, allerdings fragte mich eine Dame, ob ich nicht Lust auf Kino hätte. Wieso nicht, dachte ich, und guckte den gleichen Film wie Dienstag. Nur diesmal nicht allein. Auf dem Hinweg zum Kino war noch eine andere Dame im Auto, nach zwei bis drei Sätzen, ob ich neu hier wäre etc., fragte sie, ob wir nicht Freunde sein wollen. Ja sicher, dachte ich, und wir tauschten Nummern. Nach dem Kino, ich lag bereits im Bett, bekam ich allerdings von meiner Kinobegleitung eine SMS, ob ich sie nicht etwas mehr mögen würde, als nur als Freund. Ich fragte, worauf sie denn hinaus wolle, und sagte ihr, dass ich hier nach keiner Beziehung Ausschau halte. Dann kam folgende SMS, die ich euch, auch wenn ich anders erzogen bin, nicht vorenthalten möchte:&lt;br /&gt;"Ohk, mmmmmhh 3mnth, n ur a german man! I heard u german man r sex freaks! I was jus asking because I want 2 experience it to. U knw..."&lt;br /&gt;Ich werde es nicht auf Deutsch übersetzen. Ausgeschrieben würde dies heissen: „Okay, mmmh, 3 months, and you are a german man! I heard you german man are sex freaks! I was just aksing because I want to experience it, too. You know”.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute nähert sich also der große Tag. Die Miss Poly Wahl. Die Veranstaltung findet, entgegen meiner Vermutung, nicht auf dem Campus, sondern in einem Country Club statt. Muss ganz edel sein, weil da noch ein Hotel, Golfplatz etc. angeschlossen ist. Das würde auch den Eintrittspreis von 50 Dollar (5€) erklären.  Seit 07:15 in der heutigen Früh planen Sebb und ich per SMS das Spektakel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde morgen davon berichten! Ich grüße an dieser Stelle Herrn Tobias Kietzmann, der sein Vaterland heute ehrenvoll am Brett auf dem Heimatfest zu Bad Rothenfelde, nahe dem schönen Hilter, vertritt.&lt;br /&gt;Hochachtungsvoll&lt;br /&gt;Torben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Gegendarstellung:&lt;br /&gt;Bzgl. einer kurzen unbedeutenden Textpassage über Hr. Andreas B. aus B. möchte der Verfasser richtigstellen, dass ein noch unbedeutenderer Auszug dieser Passage in Anlehnung an ein tatsächlich geschehenes Ereigniss, der Komik halber, geringfügig verändert dargestellt wurde, als sie aus dem Blickwinkel eines Betrachters geschehen sein könnte.&lt;br /&gt;Der Autor   &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-3056815171442809325?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/3056815171442809325/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=3056815171442809325' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3056815171442809325'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3056815171442809325'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/08/post-17-eier-im-taxi-und-eine.html' title='Post #17 - Eier im Taxi und eine Gegendarstellung'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-3464277319361770161</id><published>2010-08-11T22:03:00.002+08:00</published><updated>2010-08-12T21:32:07.149+08:00</updated><title type='text'>Post #16 - Kinobesuch und immer wieder diese Angolaner!</title><content type='html'>Okay! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern Abend beschloss ich mal das örtliche Kino zu besuchen. Ich hat keinen blassen Schimmer wo genau sich das Kino befindet, wusste lediglich, dass es in einer Shopping Mall namens „Maerua Shopping Mall“ (ausgesprochen: Marua) ist. Ich ging also in Richtung Straße und direkt hupte mich ein Taxi an, ich sagte ihm, dass ich ins Kino möchte, da wo auch die Shopping Mall ist und die meines Erachtens „Maurea Shopping Mall“ (ausgesprochen: Morea) heisst. Ich hab es also falsch ausgesprochen und sah dem Taxifahrer auch an, dass er keinen Plan hatte wo es hingehen soll. Ich hakte noch zwei Mal nach, aber er nickte nur und meinte, dass er wisse wo ich hinwill. Nach einer circa achtminütigen Fahrt waren wir am Stadtrand Windhoeks und er zeigte auf einen Supermarkt. Ich zahlte meine 80 Cent und ging heraus. Der schäbige Supermarkt war nur mäßig besucht und unter Shopping Mall stelle ich mir ohnehin etwas anderes vor. Ich ging in Richtung Eingang und hielt Ausschau nach dem Supervisor des Supermarktes, dabei fiel mir neben dem Supermarkt eine geschlossene Videothek auf, die so vor sich hinrottete. Das hat der Taxifahrer also unter Cinema verstanden. Ich fragte bei der Supervisorin nach, wo denn nochmal das Kino sei. Sie guckte mich fassungslos an und meinte, dass das in der Maerua Mall ist und ich da unmöglich zu Fuß hingehen könnte. Schon gar nicht bei Dunkelheit. Ich sagte, dass ich ein Taxi nehmen werde, dass sie mir aber bitte noch kurz beibringen soll, wie man den Namen der Mall ausspricht. Ich bin dann ins nächste Taxi gehüpft und zum anderen Stadtrand gefahren. 80 Cent bezahlt und rein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Foyer war wenig los, aber es war ja auch schon kurz vor Filmbeginn. Ich fragte die Dame an der Kasse was denn laufen würde und wo mehr Leute drin wären.  Es liefen Shrek und Schuck Thabalalas Survival Guide to South Africa sagte sie, und in beiden Kinos sei ungefähr gleich viel los. Ich entschied mich für Thabalalas Survival Guide, zahlte umgerechnet 2,45€ und ging in Kino 3 von vier Sälen. Und es war leer. Ich war der einzige. Ich nahm kurz Platz und dachte dann aber, dass ich wohl doch im falschen Saal wäre. Ich ging hinaus und fragte nochmal die Dame im Foyer. Aber ich war richtig. Und so lief der Projektor nur für mich. Der Film war witzig. Eine südafrikanische Mischung aus Hape Kerkeling, Borat und versteckte Kamera. Hat sich gelohnt. Anschließend wieder ins Taxi und heim. Mein Taxifahrer hat im Alleingang jedoch plötzlich einen Spätabendtarif eingeführt, der mir persönlich neu war. Ich musste 20Dollar, 2 €uro, zahlen. Akzeptabel wären 16 gewesen. Ich hoffe er hat die 40 Cent in sein Sparschwein für neue Bremsbelege geworfen, bin froh dass es die ganze Zeit bergauf ging und die Ampeln grün waren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Morgen hab ich eine für mich persönlich unfassbar geniale neue Aufstehtechnik eingeführt. Bereits vorm zu Bett gehen füllte ich die Kaffeemaschine auf und legte meinen Wecker direkt daneben. Als der Wecker dann klingelte stand ich auf, ging Richtung Kaffeemaschine, legte den Schalter um und ließ meinen Wecker 10 Minuten später nochmal klingeln. Der Kaffee war dann durchgelaufen und ich stand auf. Allerdings hatte ich genau in dem Moment auch mit der Idee zu kämpfen, dass der Kaffee in der Maschine ja heiss bleibt und ich durchaus weitere 10 Minuten schlafen könnte. Ich hasse mich dafür. Wegen sowas kann ich auch keine Mathematik etc., weil mein Kopf die ganze Zeit mit so etwas Sinnlosem beschäftigt ist. Mein Frühstück fiel klein aus und ich hatte bereits nach kurzer Zeit auf Arbeit Hunger. Ich beschloss gegen 10 Uhr zum Laden an der Ecke zu gehen um mir Kekse oder sowas zu holen. Mit den Wünschen der Kollegen zog ich los und guckte mich um. Ich fand keine akkuraten Kekse, aber stattdessen etwas viel besseres:&lt;br /&gt;Pommes!&lt;br /&gt;Die Verkäuferin fragte, ob ich die Fritten „spiced“ haben möchte und ich bejahte, ohne zu wissen was damit gemeint war. Neben Salz und Gewürzen kam am Ende noch ordentlich Essig drauf und wurde stramm und eng in Papier verpackt. Ich zog mir die ganze Ladung noch vor dem Büro rein. Jeder Gesundheitsexperte der das gesehen hätte, hätte sich anschließend unter der Dusche heulend die Arme aufgeritzt. Um das Zeug auch gut verdauen zu können nahm ich noch eine große Flasche Sprite mit. Das gute ist hier, dass es alle Coca Cola Produkte noch in Glasflaschen gibt. Sogar Sprite gibt es in einer wunderschönen 1,25 Liter Glasflasche. In Deutschland findet man Cola Glasflaschen nur noch in der Gastronomie in 0,2 l Flaschen oder an ausgewählten Kiosken in 0,5l Flaschen. Wer jetzt denkt: Worüber redet der Spasti da schon wieder; dem sei folgendes gesagt:  Es gibt nichts Besseres als eine kühle Cola aus einer Glasflasche zu trinken. Und wer mir das nicht glaubt, der rennt jetzt bitte zum nächsten Kiosk und kauft sich eine Cola jeweils in einer PET Flasche und in einer Glasflasche und testet es aus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir war übrigens schon vor der Frittenschlacht bewusst, dass beim Cultural Festival auf dem Campus heute „International Cuisine“ anstand. Also lecker Essen von allen Stämmen und Nationen die teilnahmen. Auf dem Campus findet man mittlerweile auch Studentinnen die in ihrer traditionellen Tracht aufmarschieren, und einfach mal oben ohne sind. Mit rotem Lehm (?oder irgendeiner Farbe eingeschmiert).  Ich bin hier in einem freizügigen, schamlosen Paradies gelandet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Essensmäßig wurde ordentlich was aufgefahren. Gewonnen hat bei mir Botswana. Österreich war ausser Konkurrenz, da die Wiener Schnitzel nach 45 Minuten weg waren. Angola und China hab ich auch aus der Wertung genommen, dazu komme ich später. Die meisten Gerichte waren wirklich gut und günstig, oftmals auf Bohnenbasis oder was man sonst so in der Wüste findet. Botswana hatte etwas dem Gulasch ähnlichen mit einer Pampe aus Bohnen und anderem Zeug. Schmeckte alles bisschen rauchig und durchaus gut. &lt;br /&gt;China hat wieder übertrieben. Die haben gleich ein ganzes Chinarestaurant hingeschickt, die dort ein Büffet aufgebaut haben. Neben dem Büffet ausserdem noch ein Stand mit ordentlich Prospekten und China-Gedöns was man kaufen konnte. Angola war am Anfang noch ganz oben dabei, als sie allerding sahen, dass der Großteil der Konkurrenz leer war, wurde das Preisschild kurzerhand entfernt und das doppelte verlangt. Dieses Verhalten deckt sich mit dem Monolog den mein Chef vor kurzen hielt und dem ich lauschen durfte. Sinngemäß hieß es dort: „Angola ist ein schreckliches Land. Die haben sich zu viel von den fetten Portugiesen abgeguckt. Wenn die es schaffen ihrem Geschäftspartner ein paar Pfennige abzuluchsen, freuen die sich ihres Lebens. Die denken nicht nachhaltig.“ Man muss dazu sagen, dass mein Chef ja halb Brasilianer ist, und deswegen durchaus mit dem Portugiesischen vertraut ist. &lt;br /&gt;Noch ein paar Fotos mit den Einheimischen gemacht und die Karten für Freitag (Miss Poly Wahl) klargemacht. Fotos folgen. Hegdl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gruß und Kuss&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-3464277319361770161?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/3464277319361770161/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=3464277319361770161' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3464277319361770161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/3464277319361770161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/08/post-16-kinobesuch-und-immer-wieder.html' title='Post #16 - Kinobesuch und immer wieder diese Angolaner!'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-1715994994477221176</id><published>2010-08-10T04:50:00.000+08:00</published><updated>2010-08-10T04:53:50.341+08:00</updated><title type='text'>Post #15 - Jürgen ist der beste Club der Welt.</title><content type='html'>Gestern war wieder Grillen angesagt. Ich war morgens nicht mit unserem verehrten Herbergsvater, designiertem Bundestrainer und passioniertem Hobbynazi Jürgen beim deutschen Schlachter einkaufen, sondern kaufte selber im Wernhil Park im Supermarkt ein. Marinierte Lamb Chops gab es für mich und das löste nichts als Unverständnis aus. Den ersten Rüffel bekam ich, als ich sagte, dass ich im „Wernhil Park“ war, denn ich habe Wernhil englisch ausgesprochen, ehe mich Jürgen aufklärte, dass Wernhil aus „Werner und Hildegard“ abgeleitet ist, ich solle mich also gar nicht so ins Zeug legen, das ist nämlich Deutsch. Allgemein ist es ja ein Unding, mit welch mickrigen Fleischmengen wir uns abspeisen ließen. Da könnte er ja sogar selber mithalten! Das ist richtig, von der Anzahl hält der hervorragend mit, ich würdigte das voller Demut, wollte ihm aber nicht erklären dass seine kleinen Lammrippchen nur einen Bruchteil der Fleischmenge unserer Stücke ausmachen. Aber wir wollen ja nicht zanken.  Ein noch größeres Unding ist jedoch die norddeutsche Unsitte Senf zur Wurst zu essen, was den tollen Eigenschmack des Fleisches ja überdecke. Kurzer Blick auf die Zutaten der Marinade seines Fleisches: ich muss im Lexikon nachher nochmal nachgucken was genau Mustard heisst. Während des Essens ist vom Jürgen dann jedoch nur ein Räuspern, Schnaufen und Stöhnen zu vernehmen. Ab und zu knackt mal ein Knochen, da hat er sich dann versehen.  Mein Fleisch war übrigens wirklich sehr gut und deutlich besser als die Standard Nackenstücke vom deutschen Schlachter. Jürgen hatte dennoch Mitleid und gab nach dem Essen einen Schnaps aus. Vom tiefsten Herzen hab ich ihm gedankt.&lt;br /&gt;Anschließend saß Jürgen mit Fernglas im Garten und beobachtete Klippdachse. Immer wieder nötigte er mich, dass ich auch mal durchgucken sollte. Ich guckte gerne, sah aber seine Klippdachse am Hang nicht.  Ich sei blind, schimpfte er, gab aber zu, dass die sich im Moment tatsächlich nicht bewegen. Nach genauster Beschreibung wusste ich dann was er meinte, guckte noch einmal durch, und sagte „oh ja, jetzt hat sich einer bewegt“. Ich wollte ihm nicht sagen, dass es Steine waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jan ist gestern nach Walvis Bay gereist um dort den Hafen zu besuchen. Es wurde 14 Uhr als Zeit ausgemacht. African Time. Um 16 Uhr klingelte das Telefon, dass man in den nächsten 90 Minuten käme. Um kurz vor 19 Uhr ging es dann los für Jan, der schon um 13:30 nervös auf gepackten Koffern saß. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Morgen bekam ich eine SMS, dass man mich heute leider nicht abholen könne. Die Sekretärin die mich morgens immer abholt heisst übrigens „Adelheid Astrid Scholtz“. Ich sagte ihr, dass wir solch deutsche Namen nicht einmal in Deutschland haben. Aber an ihr ist, wie sie sagt, nichts Deutsches. Insgeheim freue ich mich immer, wenn so eine SMS kommt, weil ich dann noch knapp eine halbe Stunde länger schlafen kann. Allerdings kostet mich das auch immer 80 Cent fürs Taxi. Mein Chef richtete mir noch schöne Grüße von seiner brasilianischen Frau aus, die am Freitag doch sehr angetan war von meinem Jackett. Heute war es sehr entspannt auf Arbeit. Vormittags überkam allen ein leichtes Hungergefühl und unsere liebe Sekretärin wurde losgeschickte zum Essen holen. Im angesagten Fruit ‘n Veg Shop kann man sich eine große Schüssel Obstsalat nach Wahl mit Joghurt oder Eis zusammenstellen lassen. 1,50€ kostet das dann und ist durchaus fairer im Preis als in Flensburg, beim guten Gemüsehändler Jensen, für sechs Stückchen Ananas 2,50€ zu zahlen. Beim Essen gab Chef noch einige Geschichten aus seiner Vergangenheit an der Uni preis. Die Geschichten mit der Gleichstellungsbeauftragten sind dabei wahre Gassenhauer. Desweiteren hämmerten den ganzen Tag über die Bässe vom Campus. Heute wurde das große Kulturfest auf dem Campus eröffnet. Viele Damen sind also in traditionellen Gewändern unterwegs und man hört die ganze Zeit Musik. Eröffnet wurde das Spektakel heute durch einen Flohmarkt. Ich wanderte da mal drüber und mir gefiel besonders der Stand „Fresh Meat from 8am – 4pm“. Auf dem Stand lagen auf Zeitungspapier ausgebreitet geschätzte 600 Steaks. Nebenan war auch gleich der Grill wo man das Fleisch grillen lassen konnte. Ob das Fleisch die ganze Zeit über fresh blieb, mag ich bei 26°C bezweifeln, aber Kühlketten sind hier im Großen und Ganzen eher Richtlinien. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ganze Woche werden also Aufführungen der Hereros, Ovambos, Damaras etc. folgen und der Höhepunkt findet sich am Freitag mit der Miss Poly Wahl. Der Eintritt in die Jury blieb mir und Sebb leider verwehrt, da die Plätze an Sponsoren vergeben wurden. Allerdings brachte uns das auf die Idee als Modelscouts dort aufzutreten. Es wird also wieder Zeit für meinen Ausgehzwirn. &lt;br /&gt;Wo wir gerade beim Kulturfest sind. Ich hab noch gar nicht erklärt, wieso Namibia überhaupt Namibia heisst. Das ist ja erst seit der Unabhängigkeit so. Vorher hieß es Deutschland Südwest Afrika, bzw. Südwestafrika. Nach der Unabhängigkeit befürchtete man, dass die Stämme sich um den Namen streiten werden. Um dem ganzen vorzubeugen nahm man einfach den Fleck Erde wo keiner wohnte und auch keiner wohnen möchte. Die Namib-Wüste, die sich im Landesinneren befindet und nahezu menschenleer ist. Es wurde also keinem Stamm auf die Füße getreten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Don't drink and drive,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-1715994994477221176?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/1715994994477221176/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=1715994994477221176' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1715994994477221176'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1715994994477221176'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/08/post-15-jurgen-ist-der-beste-club-der.html' title='Post #15 - Jürgen ist der beste Club der Welt.'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-1569490542324920392</id><published>2010-08-08T02:05:00.000+08:00</published><updated>2010-08-08T02:06:18.662+08:00</updated><title type='text'>Post #14 - Auf Internationalem Parkett</title><content type='html'>Mohltied!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Freitag ging es dann wieder früh, ordentlich und gediegen zur Arbeit, nachdem wir Donnerstag ja doch etwas durchhingen. Und Freitag war Chef in Spendierlaune. Erst gab er der Belegschaft eine Runde Fruchtsalat mit Joghurt aus und anschließend sagte er beiläufig, dass er vom brasilianischen Botschafter Konzertkarten geschenkt bekommen hat und ob da jemand hinmöchte. Die Brazilian Embassy lud nämlich ins Nationaltheater Namibias zum Konzert eines Gitarristen ein. Ich roch meinen ersten politischen Auftritt und schlug zu. Sechs Karten konnten Jan und ich anschließend unser Eigen nennen und luden grußzügig ein. Mit einigen Einheimischen trafen wir uns dann neben dem Theater in einer Bar. Nachmittags fragte ich meinen Chef noch, ob es einen Dresscode gibt und er meinte, dass man sich schon etwas schicker macht. Und bei „etwas schicker“ klingelten bei mir natürlich die Alarmglocken.&lt;br /&gt;Zuhause angekommen warf ich mich also in Schale. Der Großteil wird wissen was damit gemeint ist. Ich hüllte mich in meinen türkis-weissen Ausgehzwirn und streifte mir die weissen Schuhe über. Das Outfit schlug episch ein wie und bereits in der Bar bekam ich erste Komplimente von fremden Leuten. Ich möchte an dieser Stelle gerne Frau Svenja Nolte aus Flensburg zitieren: „Also für mich ist dein Jackett der Inbegriff eines hässlichen Jacketts“. Denkste. Wäre die Botschaftstochter nicht erst 14 Jahre alt gewesen hätte ich ihre Liebe erwidern können. Meine Begleitungen hingegen schmolzen dahin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine meiner Begleiterinnen lud anschließend zu einer Party bei ihrer Freundin in Khomasdal ein. Hierzu beauftragte ich Johnson tagsüber ein Auto zu organisieren und er hielt, wie immer, Wort. Jetzt denkt bitte nicht, dass ich ihn dazu versklavt habe. Das ist eher ein Geben und Nehmen. Ich zahle Johnson dafür sein Handyguthaben, dafür telefoniert er rum und organisiert ein Auto. Dass der Tank in der Regel leer ist weiss ich auch schon vorher und dann wird zwischendurch halt mal eine Tankstelle angefahren und Jan und ich lassen den einen oder anderen Liter springen (Liter Diesel circa 70Cent). Auto ist einfach von Vorteil, weil man zwar ein Taxi nach Katutura oder Khomasdal bekommt; dies ist aber nicht unbedingt sehr sicher und ein sicheres Taxi zurück zu bekommen ist noch unwahrscheinlicher. Nun standen wir jedoch vor dem Problem, dass wir 6 Leute waren. Ich fragte bei Johnson also vorsichtig an, ob wir auch zu sechst im Auto fahren können. Johnson strahlte mich an und rief: „Of coooourse, it’s a Baakie!!!“ Ich dachte natürlich an einen Minibus oder ähnliches. &lt;br /&gt;Pustekuchen, ein Baaki ist ein Pick-Up, also ein Zweisitzer mit Ladefläche. Unser „Glück“ war, dass die Ladefläche geschlossen war. Der Innenraum stand dennoch vor Dreck. Drei Leute in der Fahrerkabine und ich hinten auf der Ladefläche auf dem Ersatzreifen mit Jan und Hans jeweils auf den Radkästen ging es also los nach Khomasdal. Da wo die hübschen Farbigen wohnen. Als wir ankamen wurde das Fleisch gerade auf den Grill gelegt. Wir kamen also pünktlich zum Braai. Die Party war eine Einweihungsparty in einem kleinen Haus mit 6-7 Zimmern. Ich wunderte mich, dass fast jede Frau die ich fragte ob sie auch dort wohne, „ja“ antwortete. Aber es ist hier Fakt. In dem Haus leben zwischen 12 und 14 Mädels und die Zimmer werden sich geteilt. Es waren fantastische Gastgeber und auch hier bekam ich für mein Jackett nur ernstgemeinte Komplimente. Eine Rekordsumme an Handynummer schwemmte mein Handy und lieber Mirko, auch wenn deine Chinaausbeute unerreichbar ist, fordere ich dich hiermit zum Duell. &lt;br /&gt;Svenja, so bitter das klingt, aber ich denke bzgl. des Jacketts du stehst da allein auf weiter Flur. &lt;br /&gt;Die Feier war in einer Art Wendekreis an dem sich immer mehr Autos ansammelten und es eine lustige Feier wurde. Allerdings zieht Licht ja auch Motten an und somit waren irgendwann auch die ein oder anderen Crackopfer und andere Gestalten da, die erst komische Geschichten erzählten und anschließend doch nur Geld wollten, oder aber dass man sie bitte im Auto mitnehme. Bevor wir gingen baten uns die Damen nochmal das Haus abzusuchen, da vor einigen Wochen bereits eine Feier in dem Haus war, und als alle in Richtung Club aufbrachen haben sich einige dieser illustren Personen im Haus versteckt und sich alle Gegenstände über 50€ einverleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Auftritte auf internationalem politischen Parkett sollten jedoch nicht abreissen. Auf der Rückfahrt lud uns Johnson noch für heute, Samstag, auf ein Fest ins Parlamentsgebäude Namibias ein. Das Parlamentsgebäude ist quasi das alte Staatshaus Namibias. Es wurde damals von den Deutschen gebaut und ist bildhübsch. Im Kolonialstil mit beeindruckendem Vorgarten ist das Gebäude direkt neben dem Haus der früheren südafrikanischen Verwaltung. Die geschichtliche Vergangenheit Namibias befindet sich also auf einem Grundstück. Über das neue Staatshaus habe ich mich ja schon ausgelassen. Ein hässlicher Klotz, gebaut von Chinesen und Nordkoreanern.&lt;br /&gt;Wie auch immer.&lt;br /&gt;Der Wecker klingelte also wieder um 9 Uhr und es ging zu einer Jugendveranstaltung (um jugendliche in die Politik etc. einzuführen). Nachdem dann also ein Minister die Veranstaltung eröffnete ging es mit dem Programm für die Jugendlichen los. Jan und ich spielten einige Runden Billard im Parlamentsrestaurant und beschlossen dann uns etwas umzugucken. Dank Bauarbeiten (und über die Arbeitsmoral dozierte ich ja bereits) waren alle Flure geöffnet und wir guckten uns das ein oder andere Büro an (Fotos folgen). Ich hab mich auch direkt mal in den Sitz des Präsidenten im Besprechungsraum fallen lassen um schon mal Maß zu nehmen. Nach dem Mittagsessen gab es dann Musik. Einige Hip Hop Größen aus Südafrika waren geladen (kannte ich dementsprechend alle nicht) und Johnson hatte ebenfalls einen Auftritt. Mit Gottesdienst etc. zog sich das dann alles bis 16:30 Uhr und war dennoch eine schöne Veranstaltung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Anschließend ging es mal wieder einkaufen und ich konnte meinen täglichen Biltong-Bedarf decken. Gestern wurden wir bei der Party in Khomasdal noch zu einem Geburtstag eingeladen auf den wir heute wohl gehen werden. Zu morgen wurde ich wieder zum Gottesdienst nach Katutura eingeladen auf den ich auch wohl gehen werde. Nachmittags wäre wieder Braai angesagt, allerdings weiss ich noch nicht ob ich morgen große Lust auf den je nach Tagesform links- oder rechtsradikalen Jürgen habe. Mal sehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleibt sauber, Safety first,&lt;br /&gt;Torben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Ich grüße Annika Mrongovius und meine Großeltern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-1569490542324920392?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/1569490542324920392/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=1569490542324920392' title='7 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1569490542324920392'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1569490542324920392'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/08/post-14-auf-internationalem-parkett.html' title='Post #14 - Auf Internationalem Parkett'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>7</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-1561367531356122887</id><published>2010-08-06T02:42:00.002+08:00</published><updated>2010-08-06T02:44:41.903+08:00</updated><title type='text'>Post #13 - Lach- und Sachgeschichten aus Windhoek</title><content type='html'>Verehrtes Volk,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;man möge mir meine Nachlässigkeit in den letzten Tagen verzeihen, ich hatte leider zu wenig Zeit. Montag ist nichts Besonderes passiert. Dienstag beschlossen wir nach der Arbeit noch ein Bierchen trinken zu gehen und landeten, wie auch sonst immer, in der Zenso Bar. Die Bestuhlung, die noch einige Tage zuvor quer durch die Kaschemme flog, war geflickt und alles sah so aus, als wäre nie etwas passiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir konnten also Mittwoch sorgenfrei wieder dorthin um Andreas letzten Abend in Windhoek gebührend zu feiern. Es waren einige Einheimische, einige Deutsche dabei, und sogar unser Chef gab sich die Ehre, samt Frau. Die Runde löste sich so gegen 22:30 Uhr auf und nur noch ein harter Kern aus Andreas, Jan, Sebb und meiner Wenigkeit biss sich am Bier fest. Ganz Gentleman machte ich allerdings einen kurzen Ausflug nach Khomasdal um eine Lady nach Hause zu bringen. Alleine Taxifahren bei Dunkelheit nicht immer so die beste Idee. Schon gar nicht als Dame. &lt;br /&gt;Khomasdal ist direkt neben Katutura. Während in Katutura während der Apartheitszeit alle Schwarzen zwangsangesiedelt wurden, hat man in Khomasdal alle Farbigen (Coloureds) angesiedelt. Diese waren nämlich gesellschaftlich anerkannter als die Schwarzen. Damals waren zwischen Katutura, Khomasdal und Windhoek selbst noch gewisse Entfernungen zurückzulegen. Da die drei Stadtteile aber von Bergen eingekesselt sind, und die Gebiete dadurch immer weiter zusammenwuchsen,  gibt es diese Entfernungen nicht mehr in Kilometern sondern nur noch in sozialen Ungleichheiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Rückfahrt bekam ich dann eine SMS über die ich mich wunderte. „Hey Torben. Letz go grab a drink some time I’m excited to meet you. I only heard good things about you. Lacy”. Im Absender war jedoch komischerweise keine Nummer zu sehen, sondern lediglich der Anfang einer E-Mail Adresse,: „toni.goldschm…“. &lt;br /&gt;Noch ehe ich auf diese SMS eingehen konnte, bekam ich eine weitere mit dem Wortlaut: „kacke ich hab gehofft dass man meinen Namen nicht sieht -.-“. Ich hätte die SMS wahrscheinlich eh nicht für voll genommen, da die Mädels hier ihre SMS eher in Stenographie schreiben. Oben genannter Text  hätte gehießen: „Hi Tom, ltz go n grb a drink 2day. Im exctd t met u soon. hpe ur nyz. Gd nyt. Lacy“. Furchtbar. Sitz über jeder SMS fünf Minuten und muss erraten was man mir hier schreibt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Zenso Bar dann gegen halb 2 anfing aufzuräumen beschlossen wir zu gehen. Allerdings nur bis zur Straße; am Taxi angekommen, beschlossen wir der Fashion Bar noch einen Besuch abzustatten. Nachdem wir, wie immer, mit den Türstehern über den Eintritt diskutierten sind wir rein. Sebb traf eine alte Bekannte. Ich wäre zwischendurch fast dazwischen gesprungen, weil ich für kurze Zeit Angst hatte, dass die Dame mit den kurzen roten Haaren, ihn schamlos aufisst. Doch er hat überlebt. Zwischendurch musste Sebb jedoch mit dem Taxi kurz nach Hause um neue Kohle zu holen. Andreas wollte seine Rand an seinem Abschlussabend frecherweise nicht rausrücken. Der alte Geizkragen. lebte hier umsonst, ist der einzige auf den eine Festanstellung zu Hause wartet und,… ach, ich rede mich schon wieder in Rage… (Hoffe du bist gut angekommen ;) ).  Zwischendurch dachten wir, dass die Fashion Bar schließen will, weil plötzlich das Licht anging und alle wie anfingen zu putzen. Es wurde allerdings wirklich nur mal zwischendurch reinegemacht. Als die Damen fertig waren mit wischen ging das Licht wieder aus und es wurde wieder getanzt. Irgendwann wurde es aber doch recht leer und wir gingen hinaus. Allerdings sollten wir uns auch dieses Mal nicht auf den Weg nach Hause machen, sondern wir landeten im „Chez Ntemba“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man verzeihe mir die direkten Worte, aber meine Herren, ist das ein schäbiger Club. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andreas hetzte mir direkt die dickste Big Mama des Clubs auf den Hals. Trotz unverhältnismäßiger Ignoranz meinerseits gab sie nicht auf. Irgendwann wurde es mir zu viel. Ich stand auf in ging weg. Sie folgte mir jedoch und sagte, dass ich gar nicht so scheu sein muss und dass sie ja nicht beisse. Ich entgegnete „I think my wife would not appreciate that“ (Für die, die der englischen Sprache nicht mächtig sind müsste das ungefähr folgendes heissen: “Ich glaube meine Ehefrau würde das nicht zu schätzen wissen.“) Da sie jedoch mutmaßte, dass meine angebliche Frau in Deutschland ist, versuchte sie mich zu überreden. Ich machte es ihr nochmal unmissverständlich klar und schickte sie zu Jan. Ich war sie los. In der Zwischenzeit machte ich mir wieder mehr Sorgen um Sebb. Ich wusste nicht, was die Frau, diesmal nicht die mit den kurzen roten Haaren, dort genau mit ihm macht. Der Übergang zwischen Schlägerei und Tanzen war fließend. Sebb hatte sie auf der Tanzfläche schon beinahe entkleidet. Vor dem Club entdeckte er jedoch einen seichten Flaum der ihre Oberlippe bedeckte, und er entschloss sich alleine ins Bett zu gehen. Sebb ist übrigens Student aus Köln, eine rheinische Frohnatur.&lt;br /&gt; Im Club liefen dauernd komische Gestalten rum, die einen irgendwelch Zeitungen verkaufen wollten, und wenn man ablehnte, wollten sie wenigsten einen Schluck Bier haben. Diese Masche kam wohl nicht bei allen Gästen gut an, was man an teilweise zerrissenen Hemden sehen konnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz vorm Gehen traf ich noch auf jemanden, der nach kurzem Smalltalk fragte, was ich denn trinke. Ich sagte ihm „Bier! Und selber?“, er entgegnete: „only Water, Whiskey and Cocain“. Anschließend wollte er wissen, wie ich denn nach Hause käme. Als ich ihm sagte, dass ich Taxi fahre, bot er mir an, mich nach Hause zu fahren, und ich solle ihm dafür das Taxigeld geben. Ich bedankte mich für das großzügige Angebot, mich anstatt von einem regulären Taxifahrer, von einer Koksnase nach Hause fahren zu lassen, und dass ich dabei sogar nicht Mal Geld spare. Er wollte dann wissen, was ich gegen Kokain habe, ich sagte, dass es mir einfach nicht leisten kann, weil mein Geld fürs Taxifahren draufgeht. Wir verabschiedeten uns.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir um halb 7 heute Morgen dann zurück im Flat waren, schrieb ich der Dame die uns abholen sollte, dass sie wohl nicht kommen braucht, wir würden etwas später kommen. &lt;br /&gt;Andreas wurde heute vom Chef abgeholt und sollte zum Flughafen gebracht werden. Er musste sich jedoch erst Zugang zu Andreas Butze verschaffen, weil Andreas natürlich tief und fest schlief. Als wir dann etwas später zur Arbeit kamen, stand noch ein Meeting an. Im Büro des Rektors roch es nach unfassbar schlechtem Parfum oder Rasierwasser, aber es war dennoch ganz gut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Feierabend musste ich meinen geschundenen Körper mit Bilton aufpäppeln. Gicht kann mich Mal. Während meine favorisierten Chili Bites letztes Mal bereits etwas zu trocken waren, waren die Stücke dieses Mal sehr dick und dadurch von Innen teilweise noch etwas roh. Aber Proteine sind nun mal Proteine.&lt;br /&gt;Etwas Nahrung für den Abend eingekauft, dann ging es dann nach Hause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei uns im Gebiet wird gerade viel gebaut. Ist immer schön zu sehen, wenn man morgens an den Baustellen vorbeifährt. Das Bild ist eigentlich immer gleich. Man sieht meisten so um die 9 Bauarbeiter. Davon machen 3 gerade Pause, 2 arbeiten, einer hält Kabel und die restlichen drei gucken zu. Als ich dieses Phänomen mal ansprach bei einem Mittagessen, erklärte mir ein deutscher Prof der hier schon lange lebt, dass das natürlich den Mathematikunterricht der Grundschulen erschwert. Bei der Frage: „Wenn ein Mann zum Graben eines Loches drei Stunden braucht, wie lange brauchen dann drei Männer für das selbe Loch?“. Nach seinen Angaben hielten 50 Prozent der Schüler die Frage für eine Scherzfragte und antworteten „Natürlich auch drei Stunden“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen ist schon wieder Freitag. Dann bin ich bereits drei Wochen hier und die Zeit vergeht wie im Fluge. Es kommt durchaus kürzer vor. Am Wochenende werde ich mal Ausflüge für die nächsten Wochenenden planen. Ende August geht es nach Ongvediwa. Dort findet eine Messe statt. Das wird sicher ganz nett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleibt freundlich, lieb und gesund!&lt;br /&gt;Euer Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-1561367531356122887?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/1561367531356122887/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=1561367531356122887' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1561367531356122887'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/1561367531356122887'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/08/post-13-lach-und-sachgeschichten-aus.html' title='Post #13 - Lach- und Sachgeschichten aus Windhoek'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-6671461125640352837</id><published>2010-08-02T03:35:00.000+08:00</published><updated>2010-08-02T03:36:21.944+08:00</updated><title type='text'>Post #12 - Die Schlacht</title><content type='html'>Wie bereits gestern geschrieben, ging es uns ja eher nicht so gut. Mein Magen gewann irgendwann du Oberhand ich musste vorerst kapitulieren. Jan war da schon stärker. Völlig dehydriert und mit letzter Kraft schleppten wir uns in Joes Beerhouse. Ich bestellte mir auf einen Schlag eine Cola, eine Fanta und ein Tonic Water. Zudem bestellten wir uns das „Pork Schnitzel“ mit Jägersauce. Nachdem ich Cola und Fanta bereits ausgetrunken habe, sah ich die Kellnerin mit dem Essen kommen. Mein Magen setzte vorm Essen jedoch zur letzten Offensive an, als sich unsere Sitznachbarn gerade die ersten Jägermeister reinschraubten. Ich verteufele dieses Zeug. Ich schleppte mich gen Örtlichkeiten. Zurück am Platz war vor mir bereits der überdimensionierte Teller mit einem Riesenschnitzel und Sauce vor mir. Ich entschloss mich zu einer epischen und brutalstmöglichen Schlacht gegen meinen Magen. In einem Blitzüberfall schwor ich Rache für den vermurksten Tag. Schnitzel und Pommes wurden mit reichlich Tonic Water verschlungen. Ehe sich mein Magen von dieser unbarmherzigen Vergeltungsaktion erholen konnte forderte ich von der reizenden Bedienung erneut die Karte und bestellte mir ein Dessert. Ich entschloss mich für einen karamellisierten Crêpes der zum Beutel geformt war und in dessen Inneren Eine Kugel Eis mit Rosinen und Apfelstückchen schmolz. Garniert mit einer Ladung Kirschen und weiteren Kugeln Eis. Es konnte hier nur einen Sieger geben. Und das war ich. Voller Stolz forderte ich die Rechnung und mein Magen gab keinen Mucks mehr von sich. Zuhause angekommen freute ich mich meines Lebens und konnte mit einem Lächeln im Gesicht einschlafen.&lt;br /&gt;Zurück gings übrigens mit dem Taxi. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Morgen ging es wieder zum Sparmarkt. Fleisch kaufen. Ist ja Sonntag, da wird gegrillt. Nachdem uns Jürgen, der alte Herbergsvater, mal wieder aufklärte wie er und seine Freunde damals locker acht Koteletts pro Person gegessen hat und danach noch mit Appetit Boerwurst en Masse verschlungen hat, durften wir endlich essen. Nächstes Mal werde ich Jürgen ein kleines Blumengesteck fertig machen um seine dollen Fleischfeste von damals auch zu prämieren. Die Quittung für seine Fleischexzesse hat ihm sein Körper bereits überreicht. Jürgen hat nämlich Gicht. Und das nicht zu knapp. Fast taub und auf einem Auge blind, aber das erwähnte ich ja schon. Trotzdem ist er ein perfekter Grillmeister. Bisher war noch kein Stück verbrannt oder noch roh von innen.  Die Kohle immer au Point. Gegrillt wird hier nicht mit Holzkohle sondern mit Camelthorn Holz. Ein sehr schweres, festes, dunkles Holz. Die Kohle hält lange und ich könnte jetzt noch eine Wurst raufhauen. Ansonsten verlief der Tag ruhig und es ist wieder dunkel. Morgen ist wieder arbeiten angesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wünsche einen schönen Sonntagabend&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-6671461125640352837?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/6671461125640352837/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=6671461125640352837' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6671461125640352837'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/6671461125640352837'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/08/post-12-die-schlacht.html' title='Post #12 - Die Schlacht'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-4138254771107110003</id><published>2010-08-01T01:54:00.001+08:00</published><updated>2010-08-01T01:56:02.984+08:00</updated><title type='text'>Post #11 - Bar auseinander genommen</title><content type='html'>Guten Abend!&lt;br /&gt;Der Eintrag hat etwas auf sich warten lassen, ich war heute etwas bettlägerig. Wie kam es dazu? Fangen wir ganz von vorne an. Gestern ging es vorerst wieder zur Arbeit. Mein exorbitanter Biltong-Konsum bereit dem einen oder anderen schon große Sorge. Es wird vermutet, dass ich mit Gicht der allerschlimmsten Sorte zurück nach Deutschland gehe. Ich entgegnete, dass man in China sagt, dass zähes Fleisch und Knorpel etc. gut für die Gelenke sind. Weiss jetzt noch nicht genau wem ich glauben soll. Jan und Andreas mögen Biltong nicht. Wenn ich gerade esse, wird immer mit einer Portion Ekel und Abneigung in meine Richtung geguckt. Wenn Einheimische Biltong anbieten wird wenigstens etwas probiert. Gut erzogen sind die Bengels ja wenigstens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern Abend verabredeten wir uns wieder für die Zenso Bar. Dieses Mal wars dort gut besucht und die ein oder andere Hülse Windhhoek Drought passierte unsere Gaumen. Schnappes gab es später auch noch. Wir saßen erst zu zweit in unserem Tisch, später zu zehnt. Und als wir die gute Charlin getroffen haben holte sie noch ihre ganzen Freundinnen an unseren Tisch. Überragende Quote. Irgendwann hatten wir auch nicht mehr ganz den Überblick über die von uns konsumierten Sachen und forderten die Quittung. Adäquate 670 Dollar hatten sich dort angesammelt und uns wurde klar, dass wir gerade dabei waren, den ganzen Tisch auszulösen. Nun hatten wir keine große Lust bei den Damen Groschen zu sammeln und zahlten die Rechnung. Wieder draussen am Tisch nahm ich Geräusche war und drehte mich um. In dem Moment flog gerade ein Barhocker von links nach rechts durch die Bar und einige Leute schlugen wild aufeinander ein. Als einige Freunde eines der beiden Kontrahenten beruhigen wollten, bekamen diese auch noch eine mit und es eskalierte völlig. Geschrei von den Damen und Stühle und Barhocker flogen durch die Gegend. Als einer am Boden lag, pfefferte man mit Stühlen auf diesen Ein. Allerdings waren das Korbstühle und es wurde auf den ersten Blick niemand verletzt. Die Kellnerin versuchte mit einem überdimensionierten Laserpointer zu „schlichten“. Wir beschlossen dann zu gehen. Mit neuen monetären Mitteln ausgestattet diskutierten wir, ob wir nun in die Fashion Bar oder ins „G-Zone“ gehen. Die Mädels waren für G-Zone und wir zogen mit. Eine rallige Angolanerin fand die Idee nicht gut, kam aber dennoch mit. Ihr Plan mit „I have to sleep somewhere cause I lost my keys“ ging nicht auf. Den Gefallen wollte ihr keiner tun, zumal sie in der Disco nur mit ihrem Handy beschäftigt war. Irgendwann war sie weg. Das G-Zone ist im Industriegebiet und ist einer kleinere Großraumdisco à la Dorf. Es war aber ein extrem guter Abend und gegen halb 4 ging es heimwärts. Dort fiel uns auf, dass unser gefiltertes Wasser alle ist und das Chlorwasser bekommt man in großen Mengen nicht runter. Wir gingen also ohne Wasser zu Bett und die Quittung folgte heute Morgen. Wir vermuten natürlich dass es an der Höhe liegt, aber Jan und mir ging es eher so mittel. Ich musste meine Verabredung zu Mittag canceln und sie auf morgen verschieben. Nun ist es fast 7 und nach dem Ligapokal werden Jan und ich es mit Feststoffen in Joes Beerhouse versuchen. Hab bisschen Bammel. Aber Elektrolyte müssen sein. Der Lerberkäse (Fleischkäs‘ für Dominik) soll dort Wunder wirken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen  bin ich wieder zur Kirche eingeladen, weiss aber noch nicht ob ich hingehen werde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin nun seit zwei Wochen hier und kann sagen, dass ich mich sehr gut eingelebt habe, mich hier wohl fühle und jedem empfehlen kann hier mal herzukommen. Wenngleich ich den Damen davon abrate hier alleine und auf eigene Faust herzukommen. Denn wie sagte schon einst Gloria von Thurn und Taxis: „naja, der Neger schnaxelt halt gern!“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Zuneigung,&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-4138254771107110003?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/4138254771107110003/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=4138254771107110003' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/4138254771107110003'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/4138254771107110003'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/07/post-11-bar-auseinander-genommen.html' title='Post #11 - Bar auseinander genommen'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-251179969649010712</id><published>2010-07-29T16:16:00.001+08:00</published><updated>2010-07-29T16:18:38.686+08:00</updated><title type='text'>Post #10 - Der Erklärbär</title><content type='html'>Servus,&lt;br /&gt;die letzten beiden Tage waren wenig ereignisreich. Nachdem wir Montag ja doch etwas ins Glas geschaut haben, war der nächste Tag so ziemlich für die Katz. Dienstag haben wir eine Firma hier besucht und ich bin abends um 21:30 eingeschlafen. Mittwoch trotzdem nicht gut rausgekommen, aber dafür war ich dann ja nach Feierabend fit und der Heimweg führte uns wieder in eine Kneipe. Mittlerweile ist es auch länger warm und man kann nach 17 Uhr auch noch draussen sitzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir müssen die Zeit nutzen, da wir in der Regel in irgendeiner Bank sitzen und warten, dass Jans Travellerschecks eingetauscht werden. Bürokratie ist hier ganz was Feines. Ich glaube es ist leichter Asyl zu beantragen. Weil wirklich nicht so viel passiert ist, erzähl ich euch mal ein paar grundlegende Sachen die man hier wissen muss:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Trinkgeld: Zum Bezahlen ruft man die Kellnerin heran und lässt sich die Rechnung bringen. Anschließend bezahlt man seinen Rotz und lässt sich das Wechselgeld bringen. Dann verschwindet die Kellnerin wieder und man lässt das Wechselgeld in der Regel einfach liegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2.  Taxi fahren: Wie bereits kurz mal erklärt fahren die Taxen hier durch die Gegend und haben meistens schon Fahrgäste an Board. Wenn man zu Fuß irgendwo langgeht wird man alle paar Sekunden von einem Taxi angehupt zwecks mitfahren. Der Tarif bei den Sammeltaxen beträgt in der Regel 0,80 €. Kann dann aber halt auch sein, dass man sich die Rückbank mit zwei Big Mamas teilt. Ab und zu wird auch mal das Doppelte verlangt, weil der Taxifahrer angeblich uns zuliebe extra eine Polizeikontrolle umfahren hat. Wenn man dann sagt, dass einem die Polizeikontrolle eigentlich relativ Lachs ist, kann man den Fahrpreis dementsprechend wieder runterhandeln. TÜV gibt’s hier übrigens nicht, nur wenn man ein neues oder gebrauchtes Auto beim Händler kauft. Teilweise führt das dazu, dass die Autos bedrohlich schwanken, bzw. man hofft, dass die Achsen bis zum Ziel durchhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Zeitungen kaufen: In Namibia gibt’s drei große Tageszeitungen. The Namibian (Englisch), Republikein (Afrikaans) und die Allgemeine Zeitung (Deutsch). Man muss hier nicht extra an einen Kiosk ranfahren, da an jeder größerer Kreuzung Verkäufer auf der Straße stehen und man die Zeitung quasi im Drive Thru kaufen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Fast Food: Fast-Food-technisch ist Windhoek ganz gut ausgebaut. Es gibt zwei KFC’s und noch diverse andere Burgerläden. Jedoch haben wir bisher weder McDonalds noch Burger King gesehen. Stattdessen gibt’s hier andere Stände wo man sich ganz gut schmeckende gefüllte Teigtaschen im Menü  mit Fritten und Coke holen kann. Menu kostet dann 2,90€ und man wird einigermaßen satt. Sollte es mal nicht reichen, fülle ich mit Biltong auf. Meine Lieblingssorte ist übrigens Chili Bites. Fühle mich dann wie ein räudiger Köter der auf seinem Knochen rumbeisst. Weder Jan noch Andreas mögen das Zeug. Bleibt mehr für mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Studieren: Das Studium hier hat wohl eine einigermaßen gute Qualität und kann mit den Universitäten Südafrikas locker mithalten. Die Wohnheime sind jedoch strikt nach Frauchen und Männchen getrennt und auf und um den Campus herrscht striktes Alkoholverbot. Der Grund dafür ist, dass vor einigen Jahren ein Student im Vollsuff seine Ex-Freundin abgestochen hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. Kriminalität: Ich persönlich habe bisher noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Wenn man abends unterwegs ist, kann es passieren, dass man von einigen Leuten mal angesprochen wird, solange man aber immer weiter geht passiert eigentlich nichts. Man muss so tun, als käme man von hier. Auch in Katutura habe ich dahingehend auch noch nichts Negatives erlebt. Wobei dort auch einige Schwarze davor warnen. Heute steht gerade in der Zeitung, dass vorgestern eine Schülerin in einem Vorort Windhoeks vergewaltigt wurde und anschließend mit einem Messer getötet wurde. Also man kriegt es mit aber wie gesagt, bisher hab ich noch nichts Negatives erlebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7. Internet: Kannste knicken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8. Handy: Simkarten kann man hier problemlos en Masse kaufen. Man muss keinen Namen oder sonstwas angeben sondern kauft sich für 2€ einfach die Karte und als Dankeschön sind auch schon 1,90€ Guthaben drauf. Prepaid-Vouchers kann man überall kaufen. Wirklich überall. Auf der Straße, beim Bäcker, beim Schlachter, etc. SMS nach Deutschland kosten nur 9,9 Cent, Anrufe nach Deutschland hingegen einen Euro pro Minute. Da die breite Bevölkerung ja relativ arm ist und sich großartige Sperenzien mit dem Handy nicht erlauben kann, hat sich der Anbieter MTC was Feines ausgedacht. Wenn man nicht prepaid sondern postpaid hat, zahlt man lediglich für die erste SMS am Tag und dafür bekommt 10 für Lau dazu. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mitgedacht und Spass gehabt! Bis bald,&lt;br /&gt;Torben&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-251179969649010712?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/251179969649010712/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=251179969649010712' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/251179969649010712'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/251179969649010712'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/07/post-10-der-erklarbar.html' title='Post #10 - Der Erklärbär'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-5897933074545096854</id><published>2010-07-27T16:29:00.004+08:00</published><updated>2010-07-27T16:36:42.064+08:00</updated><title type='text'>Post #9 - kleines Bierchen nach Feierabend</title><content type='html'>Verehrtes Volk,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;gestern klingelte um 6 Uhr wieder der teuflische Wecker. Trotz frühem Zubettgehen bin ich morgens nie großartig motiviert aufzustehen. Aber man gewöhnt sich langsam daran. Auf Schicht war es ruhig und Andreas kam wieder, nachdem er seine Freundin wieder in den Flieger verladen hat und seinen Mietwagen zurückgegeben hat. Wir aßen zu Mittag wieder in der Hotelschool und es war lecker. Jedoch sind die Portionen dort immer sehr klein. Wir sind anschließend noch auf den Campus um uns einen Hotdog zu kaufen. War nicht gut. War echt nicht gut. Die Wurst war ziemlich,… ach ich spar mir die Umschreibung, es war einfach nicht gut. Das Ding wurde samt Brot in Frischhaltefolie aufgewärmt und es krümmte sich dementsprechend extrem in Richtung Fußboden, wenn man es in der Hand hielt. Auch der Eisbergsalat war eher so semi-frisch. Mit ordentlich Cola runtergespült und versucht das Ganze zu vergessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern war ausserdem mein großer Tag. Ich habe meinen Ausweis bekommen, der mich autorisiert, den Campus zu betreten. Hierfür musste die Sekretärin des Centres circa 4-6 Mails an verschiedene Sekretariate schicken und mit dem Human Resource Management Sitzung halten.&lt;br /&gt;Ich wurde gegen Mittag angerufen und wurde gebeten den Ausweis abzuholen. Dieser Ausweis musste etwas Episches haben. Im Sekretariat angekommen, öffnete die Dame jedoch nur eine Schublade, holten einen dicken Block mit räudigen Papierausweisen raus, riss einen hinaus, stempelte die Rückseite ab, fragte wie lange ich bleibe (was schon in den Mails immer stand) und gab ihn mir. Als ich drauf Aufmerksam machte, dass ich ja kein Student bin, wurde das „Student“ auf der Karte kurz gestrichen und halbprofessionell „Staff“ raufgeschrieben. Name und Adresse sollte ich selber raufschreiben. Ich fragte ob ich für Jan nicht auch gleich so eine Blankokarte haben kann, dies wurde aber energisch und verwundert verneint, er muss ja erstmal durchs Prozedere. &lt;br /&gt;Jeder Videothekenausweis in Bagdad ist schöner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Arbeit beschlossen wir noch ein kleines Bierchen trinken zu gehen und es sollte natürlich nicht bei einem bleiben. Im „Gutenberghof“ wurden wir direkt von einer Bande Studenten abgefangen und es wurde schnell das erste Tablett mit Kurzen bestellt. Problem an der ganzen Geschichte war, dass weder ich, noch Andreas Geld hatten. Jan war unsere Bank und die hat den Stresstest gestern definitiv nicht bestanden. Andreas Kreditkarte versagte am Automaten ihren Dienst und ich hatte meine gar nicht erst mit. Wir suchten anschließend eine Lokalität in der man mit Kreditkarte zahlen konnte und landeten in einer Spielhölle, die wir jedoch sofort wieder verließen. Wir fanden eine Bar neben der Nationalgalerie. War gut dort und diese akzeptierte auch die Kreditkarte von Andreas. Unsere 8 weiblichen Begleitungen (7 Mädels  &amp; 1 Herr mit hohem Testosteronspiegel) waren mit, aber auch recht schnell betrunken. Während Jan und Andreas (beide vergeben) in Gefühlsduseleien über ihre Partnerinnen und Deutschland ausbrachen fuhr ich härtere Geschütze auf und wurde direkt zu einem traditionellen Essen eingeladen. Desweiteren wurde ich gefragt, ob es okay wäre, mir öfter SMS zu schreiben und vielleicht ab und zu mal anzurufen. Ich akzeptierte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Name ist hier übrigens „Tom“, ich stelle mich auch nur noch so vor, alles andere ist zu kompliziert. Die meisten Einheimischen geben sich auch eigene Namen. Das machen die, weil Toffi einfach leichter zu merken ist als N’gwawambe Gua’kulo. Der Schwu,… äh, der Herr der Runde hieß übrigens Hans und kam aus dem Norden und beherrschte somit die dort geläufige Sprache mit den Klickläuten. Wirklich schwer zu lernen. Hab nicht einen einzigen Satz hinbekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem einen oder anderen Bier ging es dann nach Hause. Jan und ich nahmen ein Taxi. Zuhause angekommen fiel uns auf, dass wir noch gar nichts gegessen hatten. Die Rettung jedoch war im Gefrierfach. &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Fischstäbchen&lt;/span&gt;. Herrlich. Und sogar zwei Eier waren noch im Kühlschrank. Jedoch nicht die konservierten von Andreas oder Jan, sondern Hühnereier. Ein Festmahl. &lt;br /&gt;Heute Morgen dann wieder um 6.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es grüßt,&lt;br /&gt;Torbjörn Sergelkernt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Steuerrückzahlung vom Finanzamt Flensburg ist heute eingegangen. Ich guckte bestimmt 4-6 Minuten nur auf den Absender der Überweisung und war zu Tränen gerührt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/5099020448186459161-5897933074545096854?l=prachtbub.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://prachtbub.blogspot.com/feeds/5897933074545096854/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=5099020448186459161&amp;postID=5897933074545096854' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5897933074545096854'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/5099020448186459161/posts/default/5897933074545096854'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://prachtbub.blogspot.com/2010/07/post-9-kleines-bierchen-nach-feierabend.html' title='Post #9 - kleines Bierchen nach Feierabend'/><author><name>Prachtbub</name><uri>http://www.blogger.com/profile/12041057818894711385</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_GNB61I9mKjs/TL6d6VCmpHI/AAAAAAAAAQs/gKFHofWSDEU/S220/IMG_3618.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-5099020448186459161.post-1154708610656347011</id><published>2010-07-25T21:10:00.003+08:00</published><updated>2010-07-26T01:12:22.870+08:00</updated><title type='text'>Post #8 - Heftigste Erfahrung meines Lebens</title><content type='html'>Verehrte Leserschaft,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;bevor ich auf die Erfahrung eingehe, erzähle ich noch kurz, wie der gestrige Tag so war. &lt;br /&gt;Nachdem wir Jans Travellerschecks endlich getauscht hatte, fuhren wir mit unserem Gastvater noch etwas rum und kauften Fleisch fürs Braai (für die, die zum ersten Mal hier sind: Braai (Afrikaans) = Grillen) ein. Am Abend holte Johnson mich ab und wir fuhren etwas durch die Gegend um nach einer netten Location zu suchen. Meine Ansprüche waren eigentlich nur, dass wir nicht in meinem Club landen wo wieder nur Weisse sind. Und Johnson hielt Wort. Wir landeten in einem neuen Club namens "Monaco-Lounge". Der Eintritt sollte eigentlich 50 Dollar kosten, wir einigten uns auf 30. Im Club waren ausnahmslos schwarze Menschen und vor allem attraktive Damen. Ich hatte also den gewünschten Exotenstatus. Wir kamen mit ein paar Damen aus Angola und Namibia schnell ins Gespräch. Es wurde schnell gefragt wo ich herkomme und ich antwortete. Interessant waren die Reaktionen. Die j
